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Pelli Fulvio · Nationalrat · 2007-03-14

Pelli Fulvio · Nationalrat · Tessin · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2007-03-14

Wortprotokoll

Für die Minderheit ist die Idee, dass der Bund die Tierzuchtbranche finanzieren soll, damit sie Forschung betreiben kann, ein Fehler. Eine Branchenorganisation ist keine wissenschaftliche Institution, keine Universität, keine Fachhochschule; es ist nicht zu verstehen, wie sie Forschung betreiben könnte. Noch skeptischer ist die Minderheit gegenüber der Idee, dass die Finanzierung der landwirtschaftlichen Forschung im Landwirtschaftsgesetz geregelt wird, ausserhalb des heutigen Finanzierungssystems und Finanzierungsrahmens.

Die Finanzierung der Forschung durch den Bund soll im Rahmen der sogenannten BFI-Botschaft festgesetzt werden, die bald im Parlament beraten wird. Dort sollen auch die Grundsätze und die Prioritäten festgesetzt werden, die der Nationalfonds verfolgen soll. Die Tatsache, dass die ETH in den letzten Jahren scheinbar andere Forschungsschwerpunkte festgesetzt hat als diejenigen, die von gewissen Teilen der Landwirtschaft gewünscht wurden, ändert nichts an der Feststellung, dass die Forschung keine Verbandssache ist. Die Branche kann, wenn sie Mittel in die Forschung investieren will, mit Forschungsinstituten, zum Beispiel mit den Fachhochschulen, Vereinbarungen treffen, um eigennützige Forschung zu fördern. Es ist dagegen nicht denkbar, dass der Bund bei jeder Anpassung der strategischen Ziele der Forschungsinstitute bzw. des Nationalfonds mit einer Zusatzfinanzierung der betroffenen Branche eingreift.

Ich bitte Sie deshalb, den Antrag der Minderheit zu unterstützen.

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