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David Eugen · Ständerat · 2007-06-19

David Eugen · Ständerat · St. Gallen · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-06-19

Wortprotokoll

Gestatten Sie mir, etwas zur Krebsforschung zu sagen. Der Bundesrat hat, wie Sie aus der Botschaft ersehen können, diese Position gegenüber den Begehren, wie sie von den Forschungsinstitutionen kamen, leider um 3 Millionen Franken gekürzt. Ich stelle keinen Antrag, weil ich mich auch an die Regel halte, dass wir die 6 Prozent durchziehen. Nichtsdestotrotz möchte ich den Bundesrat bitten, auf die Unabhängigkeit der aus öffentlichen Mitteln bezahlten klinischen Krebsforschung unbedingt Gewicht zu legen. Die Krebsforschung ist in Gefahr, nur noch in Abhängigkeit von kommerziellen Interessen betrieben zu werden. Sie ist ziemlich teuer. Und weil sehr starke kommerzielle Interessen mit ihr verbunden sind, besteht auch eine echte Gefahr, dass diese Interessen in den Vordergrund rücken und die neutrale, unabhängige klinische Krebsforschung stark in Rückstand gerät.

Wenn ich die Mittel, die von der kommerziellen Seite der Krebsforschung herkommen, mit den Mitteln, welche die öffentliche Hand einsetzt, vergleiche, dann stelle ich fest, dass da eine riesige Differenz besteht. Aus diesem Grund bitte ich den Bundesrat, diese Angelegenheit wirklich ernst zu nehmen und die Krebsforschung, die insbesondere in den kantonalen Spitälern passiert, sowohl auf der Seite Diagnose als auch auf der Seite Therapie hinreichend zu stützen und dafür zu sorgen, dass auch von kommerziellen Interessen unabhängige Ärzte Daten über die Leistungen einzelner Diagnosen und Therapien erheben.

In dem Sinne bitte ich den Bundesrat, sich vielleicht kurz dazu zu äussern, wie er diese Krebsforschung in der Schweiz in der nächsten Periode behandeln möchte.