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Leuthard Doris · Bundesrat · 2007-09-24

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2007-09-24

Wortprotokoll

Herr Hutter, Sie verweisen auf den neuesten OECD-Bericht betreffend Beschäftigung. Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten: Internationale Vergleiche zur Lohnungleichheit sind generell mit Vorsicht zu interpretieren, denn es spielen zahlreiche Faktoren hinein. Grosse Lohnunterschiede sind dann problematisch, wenn sie nicht auf eine unterschiedliche Produktivität zurückzuführen sind, sondern auf andere Faktoren wie beispielsweise die Diskriminierung nach Geschlecht. In den von der OECD publizierten Zahlen weist die Schweiz eine geringe Ungleichheit zwischen den tiefsten und den höchsten Verdiensten auf. Dies stellt vor allem unserem Bildungssystem ein gutes Zeugnis aus und belegt auch, dass unser wenig regulierter Arbeitsmarkt gut funktioniert. Verbesserungspotenzial besteht bezüglich Lohngleichheit zwischen Frau und Mann.

Am Beschäftigungsausblick 2007 haben Vertreter der OECD-Staaten und somit auch der Schweiz mitgearbeitet. Ausgehend von einem methodischen Vorschlag des OECD-Sekretariates haben die Mitgliedländer die Vorgehensweise beschlossen und gestützt darauf die Grunddaten geliefert. Nach Vorliegen der provisorischen Resultate hatte jedes Land zudem Gelegenheit, sich zu den Ergebnissen zu äussern und Verbesserungen vorzuschlagen.