Lexipedia

Blocher Christoph · Bundesrat · 2007-10-03

Blocher Christoph · Bundesrat · Zürich · 2007-10-03

Wortprotokoll

Zum Ersten - ich mache kein Geheimnis daraus -: Ich kam eine Stunde später ins Büro, und der Informationschef sagte mir, wir hätten etwa vierzig Telefonanrufe von Journalisten. Da fragte ich, worum es gehe, und er erzählte es mir. Ich überlegte, was ich machen solle. Ich sagte dem Informationschef: "Mach eine Pressekonferenz um fünf Uhr, dann kann jeder kommen und fragen, was er will." Denn ich wusste gar nicht, worum es ging. Ich wusste nur, dass ich in nichts involviert bin. Aber das sagt jeder, der irgendwo involviert ist, nicht wahr? Das ist ja das Perfide an der Sache, darum geht man ja so vor: Man sorgt dafür, dass der Beweis nicht geliefert werden muss, und verdächtigt den Betroffenen.

Das Zweite: Zum GPK-Bericht konnte ich nicht Stellung nehmen. Ich kannte ihn gar nicht und wusste gar nicht, was die GPK bringen würde. Das war erst abends um acht Uhr klar. Ich hatte nur den Bericht der Subkommission, zu dem ich eine Eingabe gemacht hatte in der Hoffnung, er würde geändert. Es ist aber praktisch nichts geändert worden.

Mir ist aber aufgefallen - das muss ich Ihnen sagen -, dass an jener Pressekonferenz Journalisten aus diesem GPK-Bericht zitiert haben. Ich musste ihnen sagen, ich hätte keine Kenntnis von diesem Bericht und könne dazu nicht Stellung nehmen.