Wicki Franz · Ständerat · 2000-10-05
Wicki Franz · Ständerat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2000-10-05
Wortprotokoll
Ich stelle keinen formellen Gegenantrag zum Abschreibungsantrag der Kommission, obwohl ich entgegen dem schriftlichen Bericht der Ansicht bin, dass die Ziele der Parlamentarischen Initiative Reimann nicht erreicht sind.
Im Oktober 1998 hatte ich im Interesse der ganzen Region Luzern - nicht nur des Unterwiggertals, sondern unserer ganzen Region - diese Parlamentarische Initiative mit Nachdruck unterstützt und auf die Dringlichkeit dieses Anliegens hingewiesen. Daher erstaunt es mich heute, wenn ich im Kommissionsbericht lese, die Lösung erlaube es, die Erstellung neuer Spuren für etwa 2010 vorzubereiten, und wenn es dann weiter heisst, damit könne mit der Realisierung begonnen werden, sobald der Ausbau wirklich notwendig sei. Solche Aussagen gehen an der Realität vorbei: Auf die Notwendigkeit des Ausbaus muss nicht mehr gewartet werden, diese ist schon längst da. Denn die Situation ist klar: Auf einer Strecke von wenigen Kilometern werden der Nord-Süd-Verkehr und der West-Ost-Verkehr, der Verkehr zweier Hauptverkehrsachsen der Schweiz also, zusammen auf einem Trassee geführt. Die Folge ist logisch: Unsere wichtigsten Strassenverkehrsadern werden abgeschnürt. Es leuchtet doch jedem ein, dass die Autobahn A1 nicht über eine Strecke von einigen Kilometern zusätzlich den Verkehr der Strecke Basel-Chiasso aufnehmen kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Verkehr zusammenbricht!
Ich bitte den Bundesrat daher, dieses Nadelöhr A1/A2 möglichst bald beseitigen zu lassen. Die Bevölkerung dankt Ihnen.