Leuthard Doris · Bundesrat · 2008-06-09
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2008-06-09
Wortprotokoll
Ja, Frau Nationalrätin Kiener Nellen, selbstverständlich ist ein vermehrter Einbezug der Frauen in die Kader der Wirtschaft für den Bundesrat erstrebenswert. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Erwerbstätigkeit der Frauen steht dabei als Massnahme im Vordergrund, dies basierend auf der Überzeugung, dass eine erfolgreiche Erwerbstätigkeit der Frauen auch deren Chancen erhöht, ins Kader aufzusteigen. Ebenso fördert deshalb der Bund im Rahmen seiner Kompetenzen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Neben der Anstossfinanzierung im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung sind hier erstens die Informationsplattform "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" sowie das KMU-Handbuch "Beruf und Familie" zu nennen. Zweitens setzt sich der Bund, gestützt auf das Gleichstellungsgesetz, für die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter sowie für die Chancen- und Lohngleichheit im Erwerbsleben ein. Dazu gehören auch die Chancengleichheitsprogramme an den Universitäten, Eidgenössischen Technischen Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsschulen. Drittens will der Bund auch als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen. In der Entwicklung des Frauenanteils in der Bundesverwaltung zeigen sich bereits Veränderungen. Im mittleren Kader ist der Anteil seit 1991 von 4,4 auf heute 21,4 Prozent gestiegen, im oberen Kader von 3,8 auf 10,7 Prozent.