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Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-06-12

Wortprotokoll

Ich danke Ihnen für diese Anregungen, die jetzt auch noch in der Diskussion gemacht wurden. Wir beantragen ja die Annahme der Motion. Wir hatten einmal eine Arbeitsgruppe "Leitungen und Versorgungssicherheit" einberufen. Herr alt Regierungsrat Rolf Ritschard leitete sie. Das Hochspannungsnetz ist das Rückgrat unserer eigenen Stromversorgung, aber auch die Drehscheibe für die Stromversorgung unseres Landes im internationalen Bereich. Diese Arbeitsgruppe bezeichnete mehr als sechzig Neu- und Umbauprojekte. Diese Projekte sollten bis 2015 realisiert sein. [PAGE 527]

Seit mehr als einem Jahr ist nun eine Arbeitsgruppe daran, Kriterien für die Verkabelung von Hochspannungsleitungen zu erarbeiten - so, wie Sie das wünschen. Es ist aber ein sehr schwieriges Unterfangen, vor allem auch wegen der Bundesgerichtspraxis. Man muss sich davor hüten zu glauben, man könne alle Probleme - auch raumplanerische Probleme - lösen, indem man mit den Leitungen einfach unter den Boden geht. Das ist wie beim Autoverkehr. Es gibt immer wieder Leute, die mir sagen: Das ist ja furchtbar, wie diese Autos stinken und die Luft verschmutzen; machen Sie einen Tunnel, dann haben wir diese Sorgen nicht mehr. Man nennt das Vogel-Strauss-Politik. Man kann nicht einfach mit allem unter den Boden gehen, und dann sind die Probleme gelöst. Es kommt zu Erwärmungen, wenn man unter den Boden geht. Das stellt nicht einfach nur für die Regenwürmer eine Klimaerwärmung dar, sondern das stellt uns zum Teil vor wirkliche Probleme. Es kostet sehr viel mehr. Wenn es einmal einen Schaden gibt, dauert es sehr viel länger, bis der Schaden behoben ist, als jetzt, wo die Leitungen in der Luft sind.

Es ist nicht leicht, die Kriterien zu erarbeiten. Dennoch sind wir gewillt, es zu tun und auch die Anregungen aufzunehmen, die hier in Sachen Kommunikation gemacht worden sind. Erste Resultate werden Ende dieses Jahres vorliegen.