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Luginbühl Werner · Ständerat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2008-06-12

Wortprotokoll

Auch hier handelt es sich um einen Vorstoss von "epochaler" Bedeutung. Ich bin in meiner Praxis als kantonaler Planungsdirektor auf ein kleines Problem gestossen, das sich wie folgt präsentiert:

Während die Abwärme aus der Gewinnung von Energie aus Biomasse - also beispielsweise Kompostanlagen - in die Baugebiete transportiert werden kann, ist dies bei der Energie, die beispielsweise aus einer Holzschnitzelanlage entsteht, nicht möglich. Landwirte sind ja häufig auch Waldbesitzer; damit ist ein enger Bezug zum Betrieb gegeben. Aus wirtschaftlicher und auch aus ökologischer Sicht ist es sicher sinnvoll, dass die Frage diskutiert wird, ob man nicht gleichzeitig ein nahe liegendes Quartier mitversorgen könnte, wenn in Landwirtschaftsbetrieben nahe des Baugebietes Heizungen gebaut und ausgebaut werden.

Es geht mir keinesfalls um eine Aufweichung der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet. Diese Leitungen werden ja unter dem Boden verlegt, und diese Wärme wird unter dem Boden transportiert. Damit entsteht optisch keine Verbindung zwischen Baugebiet und Nichtbaugebiet. Diese Sorge dürfte sich in Wirklichkeit auch eher darauf konzentrieren, dass ausserhalb des Baugebietes in Landwirtschaftsbetrieben eine Art Industriebetriebe entstehen könnten. Das ist sicher nicht der Sinn. Es geht darum, dass im Rahmen von bestehenden landwirtschaftlichen Räumlichkeiten - die häufig relativ gross sind, die häufig auch umgenutzt bzw. durch Erweiterungsbauten modernisiert werden müssen - unter Inkaufnahme kleinerer Ausbauten solche Wärmezentralen installiert werden könnten und dass die Energie, die da produziert und sicher für die Hofgruppe verwendet wird, auch in ein Baugebiet transportiert werden könnte. Wie gesagt, das macht energiemässig und ökologisch Sinn. Selbst die Umweltorganisationen unterstützen diesen Vorstoss; das ist für mich ein seltenes Gefühl.

Ich danke auch dem Bundesrat für die positive Aufnahme dieses Vorstosses und bitte Sie, die Motion anzunehmen.