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Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2008-09-22

Wortprotokoll

Zur Frage von Herrn von Siebenthal zur Einkommenssteigerung 2007 in der Landwirtschaft und zu den Unterschieden zwischen dem Berg- und dem Talgebiet Folgendes: Einkommensdifferenzen zwischen dem Tal- und dem Berggebiet konnten in der Landwirtschaft schon immer beobachtet werden. Die spezifischen agrarpolitischen Massnahmen fürs Berggebiet, die Beiträge für die Hangbewirtschaftung, die Sömmerung, die Tierhaltung, [PAGE 1198] Investitionsbeiträge usw., tragen dazu bei, dass die Landwirtschaft auch im Berggebiet die gemeinwirtschaftlichen Leistungen gemäss Bundesverfassung erbringen kann. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung, zum Erhalt der natürlichen Ressourcen, zur Pflege der Kulturlandschaft und insbesondere zur dezentralen Besiedelung des Landes.

Die landwirtschaftlichen Einkommen im Talgebiet variieren wegen der häufigen Ernteschwankungen im Ackerbau und des grösseren Einflusses der Marktpreise stärker. Im Berggebiet ist der Arbeitsverdienst pro Familienarbeitskraft eher stabil, insbesondere weil der Anteil der Direktzahlungen am Einkommen wesentlich höher ist. Bei der Weiterentwicklung der Agrarpolitik wird sich der Bundesrat dafür einsetzen, dass die Landwirtschaft im Berggebiet auch in Zukunft die gemeinwirtschaftlichen Leistungen erbringen kann. Diese Leistungen sind unter anderem ein wichtiger Faktor für die touristischen Aktivitäten. Bei der laufenden Überprüfung des Direktzahlungssystems werden diese Themen einbezogen.

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