Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-09-29
Wortprotokoll
Herr Hurter, das Angebot wird vor allem zu den Hauptverkehrszeiten gemäss der Nachfrage, die jeweilen erwartet wird, dimensioniert. Auf der Linie Schaffhausen-Zürich ist der Zug, der in Schaffhausen um 7.07 Uhr abfährt, derjenige mit der grössten Anzahl von Reisenden. Der Zug weist in aller Regel ausreichend Sitzplätze auf. Das Problem ist, wie leider bei vielen Zügen von und nach Zürich, dass im vorderen Zugteil Leute stehen, während im mittleren und im hinteren Zugteil noch genügend Sitze zu finden sind. Ganz extrem ist das im Zug, der um 8 Uhr von Zürich nach Bern abfährt. Da hat es vorne drei Wagen, nachher ist eine Lokomotive gewissermassen dazwischengeschaltet, und hinten kommt der ganze restliche Zug. Die ersten drei Wagen sind in den ersten fünf Minuten, in denen der Zug dort steht, voll; alle Leute steigen dort ein. Unmittelbar bevor der Zug abfährt, kommen noch diejenigen, die von Anschlusszügen gerannt kommen, und oft noch Touristen. Diese sind dann alle in diese drei Wagen gepfercht und können nicht in den hinteren Zugteil gehen, weil der durch eine Lokomotive abgetrennt ist. Darüber ärgere ich mich auch etwas: Man sitzt da, und diejenigen, die ausser Atem noch hineingehechelt kommen, schauen einen vorwurfsvoll an, weil man schon einen Platz hat. Deswegen gehe ich jetzt immer in den hinteren Teil des Zugs, dort hat es immer Platz. Es ist auch ein bisschen eine Frage der Information. Man sollte deutlicher sagen: Wer da einsteigt, ist dann in diesen ersten drei Wagen gefangen.
Ich komme zurück auf die Strecke Schaffhausen-Zürich: In diesem Zug reservieren die SBB für Gruppen generell im hinteren Zugteil. Am Donnerstag, dem 18. September, wurde eine Gruppe von zwölf Personen fälschlicherweise in einem Erstklasswagen an der Spitze des Zuges platziert, und das führte dazu, dass die Erstklassreisenden keine freien Sitzplätze mehr zur Verfügung hatten. Das tut uns sehr leid. Die SBB haben das beteiligte Personal sensibilisiert, und sie setzen alles daran, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.
Auf der S16 - sie führt von Herrliberg-Feldmeilen über Zürich nach Schaffhausen; es gibt einen direkten Zug von Herrliberg nach Schaffhausen - werden ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 neuere Doppelstockzüge die bisherigen älteren, einstöckigen Züge ersetzen. Wir hoffen auch, dass es dann besser werde.