Wyss Ursula · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-10-01
Wortprotokoll
Herr Zemp, Sie haben mir zwei Fragen gestellt. Wenn Sie zugehört hätten, hätten Sie gemerkt, dass ich nicht grundsätzlich gegen die Liberalisierung bin, sondern gegen eine Liberalisierung, die nicht richtig reguliert ist. Das ist das Problem hier: dass wir eine Regulierung haben, die einen Interpretationsspielraum offenlässt, der ausschliesslich zugunsten der Strombarone benutzt wird und zulasten der Konsumentinnen und Konsumenten jetzt die Preise in die Höhe treibt. Das war Ihre erste Frage.
Zur zweiten Frage: Genau am Beispiel des EW Bern lässt sich belegen, dass nicht die Einspeisevergütung die Preise nach oben treibt. Genau ein Stromanbieter wie das EW Bern profitiert als Einspeiser, zum Beispiel von Fotovoltaik, von dieser Einspeisevergütung. Aber anstatt diesen Profit an ihre Kundinnen und Kunden weiterzugeben, wissen sie nichts Besseres zu tun, als die Preise noch einmal zu erhöhen.