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Triponez Pierre · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2008-12-11

Wortprotokoll

Die SGK empfiehlt Ihnen mit 15 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung, der parlamentarischen Initiative Teuscher keine Folge zu geben. Das Thema ist ja nicht neu. Das Thema wird uns sicher immer wieder beschäftigen, davon kann man überzeugt sein - ich sehe Winken.

Hier liegt ein klarer Text vor uns. Mit diesem wird zum Ersten verlangt, dass der Urlaub auf Väter auszudehnen sei, wenn diese Betreuungsaufgaben übernehmen. Das ist die erste Kondition, die man dann noch ausdiskutieren bzw. interpretieren müsste. Das Zweite ist - das ist ganz klar in dieser Initiative -, dass dieser Urlaub während mindestens acht Wochen zu gelten hätte. Frau Fehr, es ist nicht ganz richtig, wenn Sie sagen, wir würden hier über das Prinzip abstimmen, sondern im Text, den man nicht mehr ändern könnte, sind acht Wochen fixiert, was selbst Sie als einen Riesenschritt empfinden. Das Dritte wäre, dass die Entschädigung 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens betragen würde.

Die Mehrheit der Kommission ist klar der Auffassung, dass diese Initiative abzulehnen ist, dass das Anliegen keine sozialpolitische Priorität hat und dass man den Vaterschaftsurlaub nicht mit dem Mutterschaftsurlaub vergleichen kann: Es fehlt das Element der Geburt, es fehlt das Element der körperlichen Erholung nach der Geburt. Bei den Müttern besteht ja zu Recht auch ein Arbeitsverbot während den ersten [PAGE 1815] acht Wochen nach einer Geburt. Bei den Männern ist die Situation sicher nicht vergleichbar.

Eine deutliche Mehrheit der Kommission empfiehlt Ihnen, dieser parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben.