Marti Werner · Nationalrat · Glarus · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-12-17
Wortprotokoll
Noch eine Frage? (Heiterkeit) Sie haben mir ja ein ganzes Bündel von Fragen gestellt!
Zur ersten Frage: Sie verlangen eine privatrechtliche Kontingentierung. (Zwischenruf Aebi: Nein!) Doch, es ist eine privatrechtliche Kontingentierung, was Sie verlangen! Das ist noch viel schlimmer als eine staatliche Kontingentierung! Bei einer staatlichen Kontingentierung hat man zumindest eine gewisse Kontrolle, dass das mit rechten Dingen zugeht. Sie wollen ein privates Monopol schaffen und dann mit einer Organisation, die Zwangsbeiträge erhebt, das Geld privat verteilen. Wenn Sie das vonseiten der SVP eine gute Lösung finden, muss ich Sie einfach darauf aufmerksam machen, dass dieses wirtschaftliche Credo in krassem Widerspruch zur übrigen Wirtschaftspolitik steht, die Sie sonst vertreten.
Zur zweiten Frage - ich hoffe, ich vergesse nicht alle Ihre Fragen -, zum Käsemarkt: Sie sagen zu Recht, Sie hätten Ihre Hausaufgaben nicht gemacht, aber dann machen Sie sie doch endlich einmal und suchen Sie nicht die geschützte Werkstatt!
Zur dritten Frage: Auch die Bauern in Braunwald, die innovativ sind und wissen, wo sie ihr Geld verdienen können, kennen ihre Nischen. Ich kenne Bauern, die mit Biomilch nach wie vor die bedeutend besseren Preise erzielen.
Und zu Frau Maya Graf möchte ich noch sagen: Wenn die Grünen diesem Konzept zustimmen, werden sie schlussendlich der Biolandwirtschaft Schaden zufügen.