Hess Hans · Ständerat · Obwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2008-12-16
Wortprotokoll
Frau Kollegin Sommaruga hat es gesagt: Jetzt ist einmal etwas über die Parteigrenzen hinaus passiert! Es ist natürlich klar, dass wir keine Einigung finden, wenn wir wieder anfangen zu sagen, dies und jenes passe einem nicht. Ich bitte Sie, diese Motion zu unterstützen, sie anzunehmen. Wir wissen heute aufgrund von wissenschaftlichen Erhebungen, dass wirklich ein grosser Anteil der heute verbrauchten Energie für den Bau und Betrieb des Gebäudeparks eingesetzt wird. Aus diesem Grund muss doch die Energieeffizienz im Bauwesen, insbesondere bei den Sanierungen, mit höchster Priorität gefördert werden. Ich kann nochmals darauf hinweisen - Frau Sommaruga hat es bereits gemacht -: Investitionen in diesen Bereich sind sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich sinnvoll und können mit ihrer langfristigen kumulativen Wirkung massgeblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen.
Hinzu kommt, dass sie dem Anspruch der inländischen Reduktionsmassnahmen gerecht werden. Laut Angaben des Bundesamtes für Energie liegen unglaubliche Potenziale in den bestehenden Bauten. Ungefähr 2 Millionen Gebäude in der Schweiz harren der Sanierung. Davon gehören allein 15 000 der Öffentlichkeit. Die Menge der Sanierungsflächen beträgt jährlich 2 Millionen Quadratmeter in bestehenden Gebäuden. Daraus folgert das Bundesamt zu Recht, dass die jährliche Sanierungsrate von 1 Prozent auf 2 bis 3 Prozent zu erhöhen ist. Mit der Annahme der Motion unterstützen wir die Bestrebungen des Bundesamtes für Energie und geben diesen auch den nötigen Nachdruck.
Ich bitte Sie, die Motion anzunehmen.