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Stadler Hansruedi · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp · 2009-06-04

Wortprotokoll

Die Studie "Maturanoten und Studienerfolg" der ETH hat viel Staub aufgewirbelt. Unsere WBK hat diese Studie anlässlich des Besuches vom 12. Februar bei der ETH Zürich mit einer Vertreterin und den Vertretern der ETH Zürich diskutiert und besprochen. Natürlich stürzten sich alle sofort auf das Rating der Gymnasien; die Menschen haben einfach immer gerne Ranglisten, sei es beim Schwingfest, bei der Viehschau oder bei den Gymnasien. Aber es ging vergessen, dass der Rest der Studie eigentlich viel zu wenig beachtet wurde.

Ich habe keine Fragen - vielleicht hört der Herr Bundesrat zu -, sondern drei Bemerkungen zu dieser Studie:

Nach den ersten Evaluationsberichten zur Maturität wurden verschiedene Fragen nach der Gewichtung der Naturwissenschaften und dem Zugang zur ETH aufgeworfen. Da finde ich nun in der Studie eine ganz klare Aussage: Die neue Maturität qualifiziert für einen generellen Hochschulzugang ohne Aufnahmeprüfung. Das haben wir vonseiten der ETH noch nie in dieser Deutlichkeit gehört. Wir haben vor zwei, drei Jahren Jahresberichte zur Kenntnis genommen, worin verklausuliert von Aufnahmeprüfungen usw. gesprochen wurde. Das ist eine erste Feststellung und eine wichtige Feststellung.

Eine zweite Aussage der ETH ist ebenfalls bemerkenswert: Die Studie kommt zum Schluss, dass die Wahl eines ETH-untypischen Schwerpunktfaches - das heisst, es wurden bei der Maturität nicht unbedingt die Naturwissenschaften als Schwerpunktfach gewählt - an sich kein Hindernis für einen Studienerfolg an der ETH ist. Auch diesen Punkt haben wir vonseiten der ETH noch nie mit dieser Deutlichkeit gehört.

Schliesslich muss ein dritter Punkt der Studie herausgehoben werden: Die ETH hat nun auch selber erkannt und anerkannt, dass die Beratung und die Betreuung der Studierenden intensiviert werden müssen, damit ein besserer Übergang zwischen Gymnasien und ETH gewährleistet ist. Es brauche, so führt die ETH aus, eine gezielte Betreuung in der Anfangsphase des Studiums.

Alle haben immer nur von diesem Rating gesprochen, dabei haben wir eigentlich drei sehr wichtige Rückmeldungen über die Tauglichkeit unserer Maturität für den Übergang an die ETH. Diese Beurteilung ist für uns als Gesetzgeber wichtig; diese Beurteilung ist für sämtliche Gymnasien wichtig; diese Beurteilung ist auch wichtig für die kantonalen Bildungsdirektionen, die ja auch etwas mit der Maturität zu tun haben.

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