2024.STA.1582
Petition "Für den Erhalt des Erholungswalds Längholz (Biel)". Antwortschreiben des Regierungsrates
Rubrum
Kanton Bern Canton de Berne
Regierungsrat
Postgasse 68 Postfach 3000 Bern 8 Staatskanzlei, Postfach, 3000 Bern 8 info.regierungsrat@be.ch www.be.ch/rr
Regionalgruppe Längholz Biel/Bienne c/o Muriel Beck Kadima Beundenweg 52 2502 Biel/Bienne
RRB Nr.: 1261/2025 26. November 2025 Direktion: Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion Klassifizierung: Nicht klassifiziert
Petition «3. Petition Längholz-Wald Biel: Abholzung so nicht!». Antwortschreiben des Regierungsrates
Sehr geehrte Frau Kadima Sehr geehrte Damen und Herren
Mit der Petition vom 15. Oktober 2025 «Längholz-Wald Biel: Abholzung so nicht!» fordern Sie, dass im gesamten Längholzwald auf Dauerwaldbewirtschaftung mit Einzelbaumentnahmen umgestellt wird. Konkret formulieren Sie mit der Petition drei Forderungen:
Erwägungen
1. Das Längholz (Staatsforst) soll in Zukunft als Dauerwald bewirtschaftet werden.
2. Die bereits geplanten flächigen Hiebe sollen mit sofortiger Wirkung gestoppt werden.
3. Holzernten sollen gemäss den Regeln der Dauerwaldbewirtschaftung mit Einzelbaumentnahmen durchgeführt werden.
Im Folgenden gehen wir näher auf Ihre Anliegen ein:
Am 7. Januar 2025 wurde die Öffentlichkeit über das Lösungsbild für die künftige Bewirtschaftung des Längholzwalds informiert. Die zugesagten Anpassungen wurden seither in der Bewirtschaftung berücksichtigt. So wird unter anderem auf fünf Hektaren rund um den Heidenstein auf Einzelbaumentnahme nach dem Dauerwaldprinzip umgestellt. Ein erster Eingriff findet im kommenden Winter statt und wird vom Verein ProSilva begleitet.
Eine flächige Umstellung auf Einzelbaumentnahmen würde das Aufkommen von sogenannten Lichtbaumarten, wie z.B. Eiche, Birke und Waldföhre, verhindern. Diese übernehmen im Hinblick auf den Klimawandel eine zentrale Rolle, da sie die Resilienz und Stabilität von Wäldern wie im Berner Mittelland erhöhen. Aus diesen fachlichen Überlegungen wird der Staatsforstbetrieb weiterhin punktuell Lückengrössen schaffen, die das Aufkommen von Lichtbaumarten zulassen. Entsprechend wird nicht auf flächige Massnahmen verzichtet.
Wir können Ihnen versichern, dass mit den waldbaulichen Massnahmen eine nachhaltige und kontinuierliche Verjüngung des Längholzwalds angestrebt wird.
Kanton Bern Canton de Berne
Freundliche Grüsse
Im Namen des Regierungsrates
(l. NLwl aus Christoph Neuhaus Christoph Auer Regierungspräsident Staatsschreiber
Verteiler - Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion