Quelle

616.12

Verordnung über bestimmte geringfügige Subventionen

vom 10.10.2006 (Fassung in Kraft getreten am 01.01.2026)

Der Staatsrat des Kantons Freiburg

gestützt auf das Subventionsgesetz vom 17. November 1999 (SubG);

gestützt auf Artikel 44 Abs. 2 Bst. h des Gesetzes vom 25. November 1994 über den Finanzhaushalt des Staates (FHG);

in Erwägung:

Nach dem SubG müssen alle Subventionen eine Rechtsgrundlage haben, also auf einem Gesetz oder einem allgemein verbindlichen Dekret beruhen (Art. 9 Abs. 1 SubG; Legalitätsprinzip). Einmalige Finanzhilfen von weniger als 100'000 Franken oder periodische Finanzhilfen von weniger als 20'000 Franken pro Jahr können jedoch auf Reglementsstufe vorgesehen werden (Art. 9 Abs. 2). Nach den Übergangsbestimmungen des SubG können ausserdem Subventionen ohne genügende Rechtsgrundlagen nach Ablauf einer Frist von drei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht mehr ausgerichtet werden (Art. 42 Abs. 2). Das SubG ist am 1. Januar 2001 in Kraft getreten.

Seit dem Inkrafttreten des SubG haben die Direktionen des Staatsrats viel Arbeit in die Ermittlung der Rechtsgrundlagen der verschiedenen Subventionen gesteckt. Der Anhang zum Subventionsreglement, in dem alle diese Rechtsgrundlagen verzeichnet sind, ist im Laufe des Jahres 2005 auf den neusten Stand gebracht worden.

Es bleiben aber immer noch einige Subventionen übrig, die nicht auf einer genügenden Rechtsgrundlage im Sinne des SubG beruhen. Es geht dabei in der Regel um Beträge unterhalb der Grenzbeträge nach Artikel 9 Abs. 2 SubG. Diese Verordnung verleiht allen im Folgenden verzeichneten Subventionen eine entsprechende Rechtsgrundlage im Sinne dieses Artikels.

Auf Antrag der Finanzdirektion,

beschliesst:

Art. 1

Finanzhilfen im Sinne von Artikel 9 Abs. 2 SubG können gewährt werden:

Empfänger/innen

Nr. Budgetposition

Budgetrubrik

1. Seerettungsdienste

2. Schweizerischer Alpenklub

1. Organisationen zur Pflege des kulturellen Erbes

3105-3636.000

Kantonsbeiträge (KB)

3. Militärgesellschaften

2. Militärgesellschaften

3390-3636.000

KB

3. Patenschaft für Berggemeinden

3415-3636.124

KB für die Patenschaft bedrängter Gemeinden

4. AGRI Freiburg

3440-3636.001

KB für die Berufsorganisationen

5. Freiburgischer Alpwirtschaftlicher Verein

3440-3636.110

KB für die Alpwirtschaft

7. Schweizerischer Gehörlosenbund

6. Föderation der Personalverbände der Staatsangestellten des Kantons Freiburg

3775-3636.000

KB

7. Die Landwehr

3775-3636.118

KB für die Kulturförderung

8. Die Concordia

3775-3636.118

KB für die Kulturförderung

9. Union instrumentale

3775-3636.118

KB für die Kulturförderung

10. Lyre musique ouvrière

3775-3636.118

KB für die Kulturförderung

Art. 2

Die Direktionen definieren die Zielsetzungen, die Aufgaben und die Leistungen, für die diese Subventionen vorgesehen sind.

Sie bestimmen die Bedingungen für die Gewährung sowie die Grundlagen und die Modalitäten für die Berechnung der Subventionen.

Art. 3

Die Höhe der einzelnen Subventionen wird im Rahmen des jährlichen Staatsvoranschlags in den Grenzen nach Artikel 9 Abs. 2 SubG festgesetzt.

Art. 4

Diese Verordnung tritt am 1. November 2006 in Kraft.

2006_107