Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

RBOG 2016 Nr. 20

RBOG 2016 Nr. 20

RBOG 2016 Nr. 20

Superprovisorische Verfügungen und vorsorgliche Massnahmen im Eheschutzverfahren

Art. 175 ZGB, Art. 176 ZGB, Art. 261 ff. ZPO, Art. 265 ZPO

Erwägungen

Das Bundesgericht stuft Eheschutzmassnahmen als Entscheide über vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG ein[1]. Ob der Richter im Rahmen eines Eheschutzverfahrens, das in der Sache bereits ein vorsorgliches Massnahmenverfahren darstellt, zusätzlich auch vorsorgliche Massnahmen nach Art. 261 ff. ZPO oder superprovisorische Massnahmen nach Art. 265 ZPO anordnen kann, wird in der kantonalen Rechtsprechung und in der Lehre unterschiedlich beantwortet[2]. Nach der Praxis des Obergerichts müssen vorläufige (superprovisorische) Verfügungen auch im Eheschutzverfahren zulässig sein, da sich auch Eheschutzverfahren in die Länge ziehen können[3]. Das gilt nicht nur für superprovisorische Massnahmen, sondern muss gerade in Bezug auf die Obhutszuteilung und den Kinderunterhalt, wo vorläufige Reglungen oftmals dringlich sind, auch für vorsorgliche Massnahmen gelten.

Obergericht, 1. Abteilung, 7. September 2016, ZBS.2016.11

Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht am 4. April 2017 ab, soweit es darauf eintrat (5A_818/2016).

[1] BGE 133 III 393

[2] Vgl. Sprecher, Basler Kommentar, vor Art. 261-269 ZPO N 41

[3] RBOG 2013 Nr. 14

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Art. 175 und Art. 176 — gelesen in der Fassung vom 1. April 2016; der Erlass wurde am 1. Januar 2017, 1. September 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2020, 1. Juli 2020, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 1. Januar 2026 und 1. Juli 2026 erneut konsolidiert.
  • Bundesgesetz über das Bundesgericht, Art. 98 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2016; der Erlass wurde am 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. Juni 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.
  • Schweizerische Zivilprozessordnung, Art. 261, Art. 262, Art. 263, Art. 264, Art. 265, Art. 266, Art. 267, Art. 268 und Art. 269 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2016; der Erlass wurde am 1. Januar 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2020, 1. Juli 2020, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2025 und 1. Juli 2026 erneut konsolidiert.