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Geschäftsbericht 2025 des Bundesgerichtes
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): J'ai le plaisir de saluer le président du Tribunal fédéral, M. François Chaix.
Weichelt Manuela · Mit-F · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion
Das vergangene Geschäftsjahr stand im Zeichen eines wichtigen rechtsstaatlichen Jubiläums: 150 Jahre Bundesgericht. Tragen wir Sorge zu unseren Errungenschaften. Respektieren wir die Gewaltenteilung und achten wir unsere Bundesverfassung sowie die Gesetze.
Die Subkommissionen Gerichte/Bundesanwaltschaft der beiden GPK haben ihre Aufsichtssitzung im April zum Geschäftsbericht traditionsgemäss in Lausanne am Bundesgericht durchgeführt. An der Maisitzung des Plenums der GPK-N haben zudem sowohl der Gerichtspräsident als auch die Subkommission entsprechend informiert.
Bis auf das Patentgericht haben alle Gerichte einen Geschäftsanstieg zu verzeichnen. Das Bundesgericht hat einen Anstieg von rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser im Vergleich zu früheren Jahren geringere Anstieg zeigt, dass die Neuorganisation vor einigen Jahren allmählich Früchte trägt. Die durchschnittliche Verfahrensdauer verkürzte sich um einige Tage. Leicht weniger Beschwerden wurden gutgeheissen. Das Bundesgericht veröffentlichte 213 Urteile, auch um die Transparenz der Rechtsprechung zu gewährleisten.
Im Vergleich zum Bundesgericht verfügt das Bundesstrafgericht über eine kurze institutionelle Geschichte. Die Strafkammer konnte die Zahl der hängigen Verfahren reduzieren, hatte aber gleichzeitig mehrere grosse, bedeutende Verfahren zu bearbeiten, beispielsweise bezüglich Bestechung fremder Amtsträger im internationalen Handel mit Erdölprodukten.
Die Beschwerdekammer hatte Ende des Jahres mehr hängige Verfahren, dies unter anderem aufgrund der Zunahme der Verfahren im Verwaltungsstrafrecht und im Bereich der internationalen Rechtshilfe. Die Berufungskammer hatte eine weitere Zunahme der Verfahren zu verzeichnen; diese betrafen das Unternehmensstrafrecht, Geldwäscherei, Insidertradings, Terrorismus sowie Bancomatensprengungen.
Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die nebenamtlichen Richterpersonen aufgrund ihrer hauptberuflichen Auslastung zeitlich nicht so flexibel sind, wie es ursprünglich angedacht war.
Interessant für das Parlament sind auch immer die Hinweise an den Gesetzgeber. So hat das Bundesstrafgericht beispielsweise den EFK-Bericht bezüglich der Einziehungen und Ersatzforderungen nach Artikel 70 ff. StGB ernst genommen. Damit sich der Grundsatz "Strafbares Handeln soll sich nicht lohnen" auch richtig umsetzen lässt, wird angeregt, ein vereinfachtes Vollstreckungsverfahren zu schaffen, damit die Ersatzforderungen schnell eingetrieben werden können. Das ist ein wichtiger Punkt bei der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität.
Das Bundesverwaltungsgericht verzeichnet erneut einen markanten Anstieg der Geschäftslast. Eine bessere Koordination zwischen dem SEM und dem Bundesverwaltungsgericht wäre mehr als wünschenswert. Es gab 70 neue Stellen beim SEM, aber nur eine Mikroerhöhung des Stellenetats beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Eine bessere Koordination hätte da zu einer besseren Lösung führen können.
Die durchschnittliche Verfahrensdauer konnte man jedoch reduzieren. Gleichzeitig hat man in St. Gallen viel in die Digitalisierung investiert. Das Ziel, Papier definitiv beiseitezulassen, rückt immer näher. Die Spruchkörperbildung soll ab 2027 mit dem System Diva durchgeführt werden, was den Abteilungspräsidien eine grosse Entlastung bringen soll.
Das Bundespatentgericht verzeichnete einen Rückgang an Eingängen. Kein Fall ist länger als zwei Jahre hängig. Der Grund liegt vermutlich in der Bildung des Einheitlichen Patentgerichtes. Dieses erlässt Verbote, die für bis zu 18 Länder gelten, und kann Patente für alle angeschlossenen Länder für ungültig erklären. Die Teilnahme am System steht nur EU-Staaten offen, es hat aber auch Auswirkungen auf die Schweiz. Das Bundespatentgericht in der Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, das schnellste Gericht in Europa zu werden. Hierfür hat es unter anderem ein beschleunigtes Nichtigkeitsverfahren eingeführt.
Ich sage noch einige wenige Worte zum Militärkassationsgericht. Dieses gehört nicht zum Bundesgericht, wie Sie wissen, aber auch hier hat die Bundesversammlung die Oberaufsicht. Deshalb erlaube ich mir dazu noch zwei, drei Sätze. Die zuständigen Subkommissionen des Ständerates und des Nationalrates konnten vom Geschäftsbericht des Militärkassationsgerichtes keine Kenntnis nehmen. Grund: Wir haben keinen erhalten. Das ist unbefriedigend und nicht tolerierbar.
Einige Worte zur Arbeit in der GPK im Zusammenhang mit den Gerichten: Wir haben einige Motionen und Berichte verfasst. Ich möchte Ihnen ganz kurz den Stand mitteilen:
1. Die parlamentarische Initiative 25.401 der GPK-S, "Eidgenössische Gerichte. Disziplinarsystem einführen, um das Vertrauen in diese Institutionen zu stärken", ist zurzeit in der RK-S.
2. Die Erhöhung der Obergrenze der Gerichtsgebühren des Bundesgerichtes und der anderen erstinstanzlichen Gerichte wurde von der RK-N im Rahmen einer grösseren Revision behandelt.
3. Die Motion zur Reorganisation des Bundesstrafgerichtes wurde in der RK-N einstimmig gutgeheissen. Die Unabhängigkeit der ersten und zweiten Instanz soll damit besser gewährleistet werden. Dabei stützt sich die RK auf den Bericht der GPK von 2022.
4. Den Bericht zum System der nebenamtlichen Richterinnen und Richter konnte die Subkommission Gerichte/Bundesanwaltschaft in der RK-N vorstellen. Wir gehen davon aus, dass die RK-N diesbezüglich ebenfalls aktiv wird.
Ich möchte nicht schliessen, ohne dem Präsidenten des Bundesgerichtes und allen, die zum reibungslosen Funktionieren der Bundesjustiz beitragen, sowie dem Sekretariat der Geschäftsprüfungskommission für ihre Arbeit ganz herzlich zu danken. Es versteht sich von selbst, dass beaufsichtigte Stellen nicht alle Fragen der Aufsicht lieben. Das müssen sie auch nicht. Wir haben alle das gleiche Ziel: eine gut funktionierende und von der Politik unabhängige Justiz. Eine solche ist unabdingbar für eine Demokratie, in der heutigen Zeit mehr denn je.
Ich bitte Sie, den Geschäftsbericht 2025 des Bundesgerichtes zu genehmigen.
Wehrli Laurent · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Dans sa séance plénière de mai 2026, en présence notamment du président et du secrétaire général du Tribunal fédéral, la Commission de gestion a pris connaissance et étudié le rapport de gestion du Tribunal fédéral pour l'année 2025 et vous recommande d'en prendre acte. Notre sous-commission de gestion, responsable notamment du suivi des tribunaux fédéraux et du Ministère public de la Confédération, l'avait précédemment fait lors de sa séance à Lausanne du 22 avril 2026, en présence du président et de divers autres responsables.
Pour mémoire, l'Assemblée fédérale exerce la haute surveillance sur le Tribunal fédéral, l'autorité judiciaire suprême de la Confédération. Le Tribunal fédéral exerce quant à lui la surveillance sur le Tribunal pénal fédéral, le Tribunal administratif fédéral et le Tribunal fédéral des brevets, même si le Tribunal fédéral n'a toujours pas de compétences et de moyens pour intervenir pleinement sur des cas personnels. Or, comme la récente actualité le rappelle, certains posent toujours des problèmes. Nous aurons à y revenir dans l'examen de l'année 2026.
En 2025, les diverses cours du Tribunal fédéral ont statué sur 7883 affaires, 7351 en 2024, soit environ 7 pour cent de plus que l'année précédente. Cette plus légère augmentation qu'auparavant révèle que la réorganisation des cours engagée en 2020 porte progressivement ses fruits. Les mises en oeuvre concrètes de cette réorganisation se poursuivront, afin notamment d'assurer au mieux les renforts internes permettant aux cours concernées de faire face à des afflux particuliers d'affaires. La durée moyenne des procédures s'est réduite à 189 jours alors qu'elle était de 195 en 2024 et 10,5 pour cent des recours ont été admis, alors qu'ils étaient 12,5 pour cent en 2024. Néanmoins, l'augmentation sensible, proche du record de 2017 de nouvelles affaires, a pour conséquence que 3838 affaires pendantes ont été reportées sur 2026, alors qu'elles étaient 3774 en 2024.
Je vous livre quelques informations sur les différentes cours. Le Tribunal pénal fédéral a vu son nombre d'entrées globalement augmenter en 2025, avec 686 nouveaux dossiers, en regard des 619 en 2024 et le taux de liquidation demeure stable, 93 pour cent au lieu de 94 pour cent en 2024.
Le volume des affaires traitées par le Tribunal administratif fédéral a de nouveau fortement augmenté durant l'année sous revue. Parallèlement, le tribunal a accompli des avancées déterminantes dans la transformation numérique de ses processus de travail dans le cadre de son programme de développement organisationnel Etaf. En 2025, 10 104 nouveaux recours ont été enregistrés alors qu'ils étaient 8208 en 2024 et 6685 procédures pendantes ont été reprises de l'année précédente. Au total, 8242 procédures ont pu être liquidées, elles étaient 7146 en 2024. Malgré ce nombre élevé d'affaires traitées, le volume des procédures pendantes a donc continué d'augmenter. La durée moyenne des procédures s'est en revanche réduite à 241 jours contre 249 l'année précédente.
Par rapport à 2024, le nombre total des affaires nouvellement introduites au Tribunal fédéral des brevets est à nouveau en recul pour s'établir à 14 contre 20 l'année précédente. Si le nombre des procédures ordinaires a nettement diminué, 8 contre 11 l'année précédente, on note également une réduction des procédures sommaires, 6 contre 9.
Enfin, rappelons que le Tribunal fédéral a célébré les 150 ans de sa création en 2025. Un colloque scientifique, une publication commémorative, une cérémonie officielle et des journées portes ouvertes avec quelque 2000 visiteurs ont été notamment organisés.
Je ne saurais terminer ce bref rapport de la commission sans relever la collaboration intense avec les autorités judiciaires fédérales. Je remercie M. le président du Tribunal fédéral et toutes les personnes qui participent au bon fonctionnement de la justice fédérale pour leur travail et leur disponibilité, ainsi que le secrétariat de la Commission de gestion pour son travail. Je vous rappelle que votre commission vous recommande de prendre acte du rapport de gestion du Tribunal fédéral 2025.
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Chaix François, président du Tribunal fédéral : Je remercie d'abord les rapporteurs pour ce qu'ils viennent d'exposer et je peux confirmer que la collaboration entre le Tribunal fédéral et les commissions est excellente dans le cadre institutionnel qui est le nôtre. Je voudrais, par rapport à ce qui a été dit, donner quelques indications, puisque l'essentiel a déjà été indiqué, sur la manière dont le Tribunal fédéral entend résoudre les problèmes de surcharge, et notamment le problème de la surcharge en matière pénale.
Au cours de l'année 2025, des mesures ponctuelles ont été prises, de manière à que toutes les cours du Tribunal fédéral viennent en aide à la première Cour de droit pénal, qui est particulièrement chargée. Des réflexions ont aussi été menées à plus long terme, qui pourront être concrétisées cette année. Ces mesures se fondent, d'une part, sur un examen de la durée de l'augmentation du nombre d'affaires dans toutes les cours du Tribunal fédéral et, d'autre part, sur l'examen des statistiques cantonales en matière judiciaire. C'est effectivement le nombre d'affaires traitées par les cantons qui a une conséquence directe sur le nombre d'affaires traitées par le Tribunal fédéral. Nous avons ainsi pris la décision, à la fin de l'année dernière, que certains juges viendraient en aide, aux termes de l'article 18 de la loi sur le Tribunal fédéral, à la première Cour de droit pénal, et nous envisageons de poursuivre cet exercice.
Il a déjà été question de l'anniversaire des 150 ans du Tribunal fédéral. Je peux confirmer que le colloque scientifique a été intense et que la publication qui en est ressortie permet d'avoir une illustration des sujets qui intéressent la justice et le monde judiciaire. Il est également important d'indiquer que nos portes ouvertes, tant sur le site de Lucerne qu'au siège principal à Lausanne, ont eu un grand succès au mois de septembre de l'année dernière, accueillant près de 2000 personnes.
Par rapport aux années précédentes, une rubrique concernant la jurisprudence du Tribunal fédéral a été ajoutée au rapport de gestion, ce qui permet facilement d'avoir accès aux décisions que le Tribunal fédéral a identifiées comme étant importantes. Vous trouverez dans le rapport un QR code qui vous permet d'avoir accès directement à ces décisions.
Pour terminer, je fais quelques remarques formelles. Nous avons, pour ce rapport de gestion 2025, adopté une refonte graphique qui permet de trouver un équilibre entre le sérieux du contenu, qui vous est destiné, et une certaine esthétique de la forme, puisque ce document est également destiné à un public plus large que l'Assemblée fédérale. La mission du Tribunal fédéral est de rendre la justice, mais aussi de l'expliquer, de la faire comprendre et de faciliter l'accès aux instruments informatiques qui permettent cette meilleure réception de nos décisions.
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Bundesbeschluss über den Geschäftsbericht des Bundesgerichtes für das Jahr 2025
Arrêté fédéral approuvant le rapport de gestion du Tribunal fédéral de l'année 2025
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf GPK-N/S
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer au projet CdG-N/E
Angenommen - Adopté
Le président (Page Pierre-André, président): L'entrée en matière étant acquise de plein droit, il n'y a pas de vote sur l'ensemble. L'objet va au Conseil des États. Je prends congé de M. Chaix, président du Tribunal fédéral, en lui souhaitant une belle journée.