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Grenzenlose Mehrwertsteuererhöhungen?

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Herr Broulis hat sich von der schriftlichen Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt erklärt. Er verlangt Diskussion. - Dem wird nicht opponiert.

Broulis Pascal · Mit-M · Ständerat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

J'ai intitulé le texte de mon interpellation "Des hausses de TVA, jusqu'au bout du monde ?". J'aurais pu aussi dire "jusqu'au ciel". Je remercie le Conseil fédéral pour les réponses à mes différentes questions en lien avec la TVA.

La TVA est un impôt qui est fragile, qu'il faut prendre avec des pincettes. Celui qui l'a inventé est un Français ; il avait dit de ne pas dépasser 10 pour cent, car, au-delà de 10 pour cent, il va être contourné, il sera malmené, il ne sera pas supportable pour la population, parce qu'il est un peu antisocial. En principe, c'est une taxe qui devrait être unique et non pas en fonction de paliers. On débattra d'ailleurs prochainement du taux réduit pour l'hébergement et l'hôtellerie.

Un seul pays a un taux unique, c'est la Norvège ; le taux est de 25 pour cent. Toutefois, le pays connaît une modulation des autres impôts, ce qui veut dire qu'il peut se permettre d'avoir un taux de 25 pour cent de TVA. La Norvège a inventé un système qui permet de soutenir les plus faibles ; il y a une fiscalisation de l'ensemble du dispositif.

Revenons à mon interpellation. Si je suis partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral, c'est pour les raisons suivantes. Tout d'abord, le Conseil fédéral ne répond pas clairement à la question de savoir jusqu'à quel niveau on peut aller avec la TVA en Suisse. Ensuite, il faut savoir que la TVA, si elle était un impôt unique, ne poserait aucun problème. Or, la Suisse n'est pas un paradis fiscal : on y pratique un impôt sur le revenu, un impôt sur le bénéfice, un impôt sur le capital, un impôt sur la fortune au niveau des cantons. Il y a donc une multitude d'impôts et le cumul de ces impôts représente quand même une ponction assez importante au final. Comme je l'ai dit, la TVA est un impôt complexe et souvent pas social, suivant la manière dont il est pratiqué. On débattra ces prochains mois, ces prochaines années, souvent de la TVA, en pensant que c'est une baguette magique. Prochainement, ce sera en lien avec les transports publics, avec cette fois une consolidation de 0,1 pour cent de TVA pour leur financement. Ensuite, on devrait en débattre d'ici à demain pour le financement de l'AVS, avec 0,4 pour cent, alors qu'on sait que c'est largement insuffisant ; un mixte avec les cotisations sociales et salariales aurait été mieux. Puis il y aura le débat, d'ici la fin de cette année, sur l'armée, avec 0,8 pour cent. Et concernant les assurances sociales, dans le domaine de l'AI, on en débattra forcément aussi, je présume. Enfin, il y aura le sujet du taux unique dans le domaine de l'hébergement et de l'hôtellerie. On voit donc que c'est un sujet qui revient fréquemment sur la table.

Personnellement, si on devait envisager d'aller au-delà de 10 pour cent, je pense qu'il faudrait clairement revoir d'autres impôts. C'est dans cet esprit que j'ai interpellé le Conseil fédéral. Je le remercie encore une fois pour sa réponse qui ne me satisfait pas. Nous serons donc vigilants avec ces augmentations successives ; il ne s'agit pas de baisses. La seule réponse que j'ai eue, c'est qu'il n'est pas prévu de baisser la TVA. Donc, on en prend acte, ce qui veut dire que cela ne peut aller que jusqu'au ciel.

Häberli-Koller Brigitte · Mit-F · Ständerat · Thurgau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Der Interpellant hat es richtigerweise angesprochen. Auch mir stellen sich einige Fragen zur Zukunft der Mehrwertsteuer und zu deren Höhe. Wir haben morgen eine Schlussabstimmung, in der wir in einem ersten Schritt bereits über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer abstimmen werden. Dann, wie bereits ausgeführt, werden wir in der zuständigen Kommission nach den Sommerferien die Vorlage betreffend den Antrag des Bundesrates um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Sicherheit diskutieren. Die Verlängerung des Verkehrspromilles steht ebenfalls zur Diskussion. Das braucht natürlich immer wieder eine Volksabstimmung, da der Mehrwertsteuersatz, wie Sie wissen, in der Bundesverfassung festgehalten ist.

Ich möchte den Bundesrat fragen: Sieht er bei diesen verschiedenen Anträgen an die Bevölkerung Bedarf, diese Volksabstimmungen zu koordinieren? Ich glaube nämlich nicht, dass wir bei der Bevölkerung alle drei Monate erfolgreich um eine Mehrwertsteuererhöhung anfragen können. Es braucht hier eine Gesamtübersicht und eine Gesamtstrategie, denn alle die genannten möglichen Erhöhungen ergeben in sich Sinn und sind auch notwendig. Ich möchte einfach vom Bundesrat wissen: Gibt es hierzu bereits Diskussionen zwischen den Departementen? Spricht man darüber, sucht man eine Lösung, die nachher der Bevölkerung vorgelegt werden kann, die auch zumutbar ist und die mit den Argumenten am Ende eine erfolgreiche Abstimmung ermöglicht?

Keller-Sutter Karin · BR-F · Bundesrat · St. Gallen

Ich glaube, ich habe der schriftlichen Antwort des Bundesrates, die ja ausführlich ausgefallen ist, nicht mehr viel hinzuzufügen. Aber man muss schon sagen, letztlich geht es um zwei Themenkomplexe; Frau Ständerätin Häberli hat diese angesprochen.

Wir hatten eine Abstimmung über die 13. AHV-Rente, und es war immer klar, dass die 13. AHV-Rente im Fall einer Annahme nicht finanziert ist. Bundesrat Berset hat damals darauf hingewiesen, der Gesamtbundesrat hat darauf hingewiesen. Hier ist man nach dem Prinzip Hoffnung verfahren: Es komme dann schon gut. Diesen Entscheid gilt es zu respektieren.

Sie haben ja gerade beim Entlastungspaket Mittel für den Bundesanteil freigemacht, für diese 20 Prozent, diese eine Milliarde Franken. Das wird aber auch weitergehend zu finanzieren sein. Das Parlament hat gestern beschlossen - die Schlussabstimmung steht noch bevor -, die Mehrwertsteuer für die AHV um 0,4 Prozentpunkte zu erhöhen. Das Volk wird darüber entscheiden. Bei der Armee, das wissen Sie, haben Sie für ein Ausgabenwachstum in Höhe von 1 Prozent des Bruttoinlandproduktes per 2032 entschieden. Das VBS hat in der Zwischenzeit einen weiteren Mittelbedarf angemeldet, sodass wir von etwa 3 Milliarden Franken mehr pro Jahr sprechen. Sie kennen den Bundeshaushalt; Sie wissen, das lässt sich nicht aus der Portokasse finanzieren. Man muss den Pelz irgendwann nass machen. Sie haben grundsätzlich drei Möglichkeiten: Einsparungen, Umpriorisierungen oder Mehreinnahmen; das ist relativ einfach. Umpriorisierungen und Einsparungen vorzunehmen, haben wir ja bereits versucht, das ist nicht im vollen Ausmass gelungen. Es war sicherlich gut, dass wir mindestens 1,4 Milliarden Franken für nächstes Jahr und 2 Milliarden Franken für die Folgejahre freispielen konnten, aber das ist eben nicht ausreichend.

Zur Frage der Koordination, Frau Ständerätin: Nein, es gibt in diesem Sinne keine Koordination, weil die Vergabe der Abstimmungstermine, wenn man so will, im Windhundverfahren erfolgt. Wahrscheinlich haben Sie morgen die Schlussabstimmung über die 0,4 Prozentpunkte, danach wird der Bundesrat auf Antrag der Bundeskanzlei die Volksabstimmung ansetzen. Ich gehe davon aus, dass das Ende Jahr der Fall sein kann. Die Botschaft für die Rüstungsausgaben liegt noch gar nicht vor, ist auch noch nicht zugeleitet. Es gab ja hier Diskussionen darüber, wer das wann und wie schnell beraten will. Das hängt natürlich auch wieder davon ab, wann das Parlament letztlich den Schlussentscheid darüber fällt, ob es hier bereit ist, überhaupt eine Mehrwertsteuererhöhung zu gewähren.

Es gab ja die Motion Würth 24.3587 zum Sicherheitsprozent, die eigentlich ein koordiniertes Vorgehen vorgesehen hatte. Aber dann hätten Sie faktisch eine Vorlage mit zwei Bundesbeschlüssen gebraucht; das ist hier nicht der Fall. Auf der einen Seite finde ich, es ist berechtigt, diese Frage aufzuwerfen. Auf der anderen Seite hätte man die beiden Themen sowieso trennen und dem Volk damit die Möglichkeit geben müssen, separat zu entscheiden: einerseits über die Armeeausgaben, andererseits über die Mehrwertsteuer.

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Damit ist das Geschäft erledigt.