02.015
Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte. Bundesgesetz
Riklin Kathy · Nationalrat · Zürich · Christlichdemokratische Fraktion
Wir behandeln hier die Vorlage zur Änderung des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte. Dieses Geschäft hätte eigentlich in der Wintersession behandelt werden sollen; das ist aber nicht der Fehler des Parlamentes, sondern ein Fehler der Verwaltung. Bei der Genehmigung der Abkommen betreffend Änderung des Efta-Übereinkommens ist diese Botschaft vergessen gegangen. Die Verwaltung hat das nachträglich gemerkt, konnte dieses Geschäft aber nicht mehr in unsere Beratungen in der Wintersession einspeisen. Darum werden wir jetzt dieses Geschäft, bei dem es um keine grundsätzlichen, tief schürfenden Änderungen geht, hier im beschleunigten Verfahren behandeln.
Wir haben ja im Dezember, genau am 14. Dezember 2001, diese Efta-Abkommen beschlossen. Wir haben beschlossen, dass alle Vorzüge, die im Zusammenhang mit den bilateralen Verträgen gegenüber den EU-Staaten möglich sind, genauso gegenüber den Efta-Staaten eingeführt werden sollen. Damit soll das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte, das so genannte Anwaltsgesetz, eben an die Modalitäten für die Vertretung von Parteien vor Gerichtsbehörden durch Anwältinnen und Anwälte aus EU-Staaten angepasst werden. Damit sollen die Anwälte der Efta-Staaten die gleichen Regeln haben wie ihre Kolleginnen und Kollegen der EU-Staaten.
Der Bundesrat gedenkt, dieses Gesetz ab dem 1. August 2002 in Kraft zu setzen. Die bilateralen sektoriellen Verträge sollen bereits am 1. Mai oder 1. Juni in Kraft treten. Aus dieser kurzen Verzögerung soll gemäss Verwaltung kein Schaden entstehen.
Ich bitte Sie daher, diesem Gesetz zuzustimmen. Es geht wirklich nur um einige Ergänzungen, indem man eben noch die Efta-Staaten in die einzelnen Artikel hineinnimmt. Das war in der Kommission unbestritten; der Ständerat hat ebenfalls bereits so beschlossen.
Baumann J. Alexander · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Frau Kollegin, ich glaube, dass die Aussenpolitische Kommission durchaus in der Lage war, dieses grosse Problem zu behandeln. Ich frage mich aber: Wer ist für die Zuteilung dieses Geschäftes an die APK zuständig gewesen? Ich darf Sie daran erinnern, dass wir im Laufe des letzten Sommers das Anwaltsgesetz in der Kommission für Rechtsfragen durchberaten haben. Ist die Zuteilung des Geschäftes auch auf die Vergesslichkeit von irgendjemandem zurückzuführen?
Riklin Kathy · Nationalrat · Zürich · Christlichdemokratische Fraktion
Soweit wir informiert waren, geht es nicht um die Anpassung des Anwaltsgesetzes an und für sich, sondern diese ist im Zusammenhang mit den Efta-Übereinkommen nötig. Die Letzteren hat die APK behandelt. Darum musste dieser Zusatz von der APK noch nachgeliefert werden.
Maury Pasquier Liliane · P-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
En complément, je dirai à M. Baumann que c'est le Bureau qui attribue les objets aux commissions compétentes.
Rennwald Jean-Claude · Nationalrat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
L'année dernière, notre Parlement a accepté une modification de la Convention instituant l'Association européenne de libre-échange (Convention AELE). Cet exercice visait à mettre les relations que la Suisse entretient avec les pays de l'AELE au même niveau que les relations qui vont s'instaurer entre la Suisse et les pays de l'Union européenne dans le cadre des accords bilatéraux, appelés aussi accords sectoriels.
Or, il s'avère que, dans cette opération, l'administration a commis un petit oubli, à savoir inclure la loi fédérale sur la libre circulation des avocats dans les actes législatifs qui doivent être amendés en raison de la modification de la Convention AELE. On peut préciser, à ce propos, que l'égalité de traitement des ressortissants des Etats membres de l'AELE et de ceux des Etats membres de l'Union européenne, exige une extension du champ d'application personnel de la loi sur les avocats. Les avocats ressortissants des Etats membres de l'AELE doivent en effet pouvoir exercer leur profession en Suisse selon les mêmes modalités que ceux qui sont issus des Etats membres de l'Union européenne.
C'est à l'unanimité que la Commission de politique extérieure vous propose d'accepter le projet de modification en ce sens de la loi sur les avocats.
J'ajoute qu'il est prévu que les accords bilatéraux entrent en vigueur le 1er mai ou le 1er juin de cette année, et la modification de la Convention AELE, le 1er juin. Pour tenir compte du délai référendaire, la modification que nous examinons aujourd'hui de la loi sur les avocats n'entrera, elle, en vigueur que le 1er août prochain.
Je vous demande de suivre la commission.
Maury Pasquier Liliane · P-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
Detailberatung - Examen de détail
Titel und Ingress, Ziff. I, II
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I, II
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 151 Stimmen
(Einstimmigkeit)