85.227

Sozialversicherungsrecht

Rechsteiner Paul · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Bei diesem sehr umfangreichen, langwierigen und komplizierten Geschäft, das jetzt beinahe zu Ende beraten ist, gibt es nur noch wenige Differenzen zu bereinigen. Dabei wurden - das ist die Folge der langen Behandlungsdauer - auch die neuen Bestimmungen der gerade eben behandelten Vorlage "Personendaten in den Sozialversicherungen" (99.093) in die Vorlage des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechtes eingebaut, soweit dies bis heute möglich war.

Bei den ersten Artikeln gibt es gemäss Antrag der Kommission keine Differenzen mehr; das beginnt beim Ingress, der der neuen Bundesverfassung angepasst werden musste, und betrifft auch die Einleitungsbestimmungen, in denen rein systematische Fragen noch zu neuen Formulierungen seitens des Ständerates führten.

Überall empfiehlt Ihnen die Kommission, sich der Fassung des Ständerates anzuschliessen.

Eine neue Formulierung empfehlen wir Ihnen erst bei Artikel 40, wo es um die Einfügung von Bestimmungen über die Personendaten in der Sozialversicherung geht. Das ist eine Anpassung an die eben beschlossene Vorlage. Das gilt auch für die Artikel 41 und 54 des ATSG. Überall dort geht es um formelle Anpassungen an die eben beschlossene Regelung in der Vorlage über Personendaten in den Sozialversicherungen.

Die Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, diese Anpassungen vorzunehmen.

Suter Marc F. · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion

Il s'agit de faire passer certaines dispositions du texte adopté jusqu'alors par votre Conseil concernant la protection des données médicales dans le projet de la LPGA. Il s'agit en l'occurrence des trois dispositions suivantes: la disposition sur l'entraide administrative, c'est l'article 40; la disposition sur l'obligation de garder le secret, c'est l'article 41, ainsi que la disposition sur la consultation du dossier, l'article 54.

L'article 40 n'apporte pas de modifications spécifiques du point de vue matériel; il s'agit avant tout d'une précision rédactionnelle du texte. On précise en outre que la demande d'entraide administrative doit être écrite et motivée.

A l'article 41, en ce qui concerne l'obligation de garder le secret, nous avons une disposition plus brève que celle proposée actuellement dans le projet de la LPGA. L'article 41 du projet contient une délégation au Conseil fédéral pour la désignation des exceptions à l'obligation de garder le secret.

Enfin, l'article 54 contient également une délégation au Conseil fédéral pour la désignation de certaines catégories de personnes et institutions ayant le droit de consulter le dossier. Or, l'adaptation à la LPD exige que tous les accès aux dossiers soient prévus au niveau de la loi. C'est pourquoi cette disposition a été remplacée par celle proposée dans le message pour toutes les lois d'assurances sociales.

Pour conclure et pour récapituler: il s'agit en somme d'adaptations rédactionnelles que je vous prie d'approuver.

Seiler Hanspeter · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes

Loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales

Ingress; Art. 1; 3 Abs. 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Préambule; art. 1; 3 al. 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Art. 40

Antrag der Kommission

Abs. 1

.... Gemeinden geben den Organen der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall kostenlos die Daten bekannt, die für die Festsetzung, Änderung oder Rückforderung von Leistungen, für die Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge, für die Festsetzung und den Bezug der Beiträge oder für den Rückgriff auf haftpflichtige Dritte erforderlich sind.

Abs. 2

Unter den gleichen Bedingungen leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander Verwaltungshilfe.

Art. 40

Proposition de la commission

Al. 1

.... des cantons, des districts, des cercles et des communes fournissent gratuitement aux organes des diverses assurances sociales, dans des cas d'espèce et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour fixer, modifier ou restituer des prestations, prévenir des versements indus, fixer et percevoir les cotisations ou faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable.

Al. 2

Les organes des diverses assurances sociales se prêtent mutuellement assistance aux mêmes conditions.

Angenommen - Adopté

Art. 41

Antrag der Kommission

Personen, die an der Durchführung sowie der Kontrolle oder der Beaufsichtigung der Durchführung der Sozialversicherungsgesetze beteiligt sind, haben gegenüber Dritten Verschwiegenheit zu bewahren.

Art. 41

Proposition de la commission

Les personnes qui participent à l'application des lois d'assurances sociales ainsi qu'au contrôle ou à la surveillance de leur exécution sont tenues de garder le secret à l'égard des tiers.

Angenommen - Adopté

Art. 53bis

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Art. 54

Antrag der Kommission

Abs. 1

Sofern schutzwürdige Privatinteressen gewahrt bleiben, steht die Akteneinsicht zu:

a. der versicherten Person, für die sie betreffenden Daten;

b. den Parteien für die Daten, die sie benötigen, um einen Anspruch oder eine Verpflichtung nach einem Sozialversicherungsgesetz zu wahren oder zu erfüllen oder um ein Rechtsmittel gegen eine aufgrund desselben Gesetzes erlassene Verfügung geltend machen;

c. Behörden, die zuständig sind für Beschwerden gegen aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verfügungen, für die zur Erfüllung dieser Aufgabe erforderlichen Daten;

d. der haftpflichtigen Person und ihrem Versicherer für die Daten, die sie benötigen, um eine Rückgriffsforderung der Sozialversicherung zu beurteilen.

Abs. 2

Handelt es sich um Gesundheitsdaten, deren Bekanntgabe sich für die zur Einsicht berechtigte Person gesundheitlich nachteilig auswirken könnte, so kann von ihr verlangt werden, dass sie einen Arzt oder eine Ärztin bezeichnet, der oder die ihr diese Daten bekannt gibt.

Art. 54

Proposition de la commission

Al. 1

Ont le droit de consulter le dossier, dans la mesure où les intérêts privés dignes de protection sont sauvegardés:

a. l'assuré, pour les données qui le concernent;

b. les parties, s'agissant des données qui leur sont nécessaires pour exercer un droit ou remplir une obligation qui découle d'une loi d'assurance sociale ou pour faire valoir un moyen de droit contre une décision fondée sur cette même loi;

c. les autorités habilitées à statuer sur des recours contre des décisions fondées sur une loi d'assurance sociale, pour les données nécessaires à l'accomplissement de cette tâche;

d. le tiers responsable et son assureur, pour les données qui leur sont nécessaires pour se déterminer sur une prétention récursoire de l'assurance sociale.

Al. 2

S'il s'agit de données sur la santé dont la communication pourrait être dommageable à la santé de la personne autorisée à consulter le dossier, celle-ci peut être tenue de désigner un médecin qui les lui communiquera.

Angenommen - Adopté

Art. 64 Abs. 1

Antrag der Kommission

Mehrheit

Festhalten

Minderheit

(Widrig, Bortoluzzi, Meyer Thérèse, Triponez)

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 64 al. 1

Proposition de la commission

Majorité

Maintenir

Minorité

(Widrig, Bortoluzzi, Meyer Thérèse, Triponez)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Widrig Hans Werner · Nationalrat · St. Gallen · Christlichdemokratische Fraktion

Der Nationalrat hat im ATSG ein Wahlrecht zugunsten des Beschwerdeführers eingeführt. Das ist in zweifacher Hinsicht problematisch:

1. Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb dem Beschwerdeführer grundsätzlich, in allen Sozialversicherungsverfahren, ein Wahlrecht zugestanden werden soll. Besteht ein Wahlrecht, kann sich der Beschwerdeführer beispielsweise im Bereich der Unfallversicherung an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons wenden, das aus seiner Sicht die grosszügigste Rechtsprechung kennt. Gerade im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung könnte ein Wahlrecht zudem zu einer völligen Überlastung des Versicherungsgerichtes des Kantons Luzern führen, wo ja die Suva ihren Sitz hat.

Nun kommt das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) mit einem Vorschlag zu Artikel 107 UVG im Anhang 02 und glaubt, es habe das Schlimmste verhindert. Der ATSG soll gerade auch die Rechtspflege vereinheitlichen. Nun geht das BSV hin, um in einem Spezialgesetz wiederum eine besondere Regelung vorzusehen. Was dann passiert, ist klar: Wenn in einer späteren Gesetzesrevision der Gesetzgeber auf diese - ich möchte sagen - Unstimmigkeit stösst, wird er eher den Artikel 107 UVG an den ATSG anpassen als umgekehrt. Damit wäre die Beschwerdeflut in Luzern wieder vorprogrammiert.

2. Aus allen Unterlagen bezüglich der Bearbeitung dieses Gesetzes geht klar hervor, dass die heutige Regelung in den ATSG aufgenommen werden sollte. Es ist nicht begreiflich, wieso der Bundesrat nun im Nachhinein mit einer derart verunglückten Fassung kommt. Mit der Regelung des BSV würde zwar das Problem der Überlastung des Versicherungsgerichtes Luzern im Moment gelöst. Aber diese Regelung vermag im Grundsatz nicht zu befriedigen, denn es würde im vorliegenden Gesetzeswerk ohne Not eine Regelung festgeschrieben, die von der heute geltenden abweicht. Dadurch würde ein Grundsatz verletzt, der sich eigentlich wie ein roter Faden durch das ganze Gesetzeswerk zieht. Wir sollten darauf verzichten, in einem Allgemeinen Teil eine Grundsatzregelung zu treffen, die dann in einem Spezialgesetz gleich wieder aufgehoben wird.

Schlussbemerkung: Entscheide der Unfallversicherer können oft nicht nur die Versicherten, sondern auch die Krankenkassen weiterziehen, sofern sie davon betroffen werden. Das ist oft der Fall: Leistet nicht der Unfallversicherer, kommt der Krankenversicherer zum Zug. Besteht nun ein Gerichtsstand nach Wahl, ist es möglich, dass der Versicherte am einen Gericht, die Krankenkasse am anderen Gericht über die gleiche Rechtslage Beschwerde führt. Solche Doppelspurigkeiten sollten vermieden werden. Mit einem einzigen Gerichtsstand, zu dem der Versicherte einen Bezug hat, dem Wohnsitz, wird Klarheit geschaffen.

Ich bitte Sie, dem Antrag der Minderheit zuzustimmen; er bekam in der Kommission 9 Stimmen. Ich bitte Sie, in diesem Fall dem Ständerat zu folgen und damit diese Differenz auszuräumen - im Hinblick darauf, dass wir uns in einem Differenzbereinigungsverfahren befinden.

Rechsteiner Paul · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Die einzige verbliebene Differenz ist keine weltbewegende Angelegenheit und etwas, das im Ergebnis ausser spezialisierten Sozialversicherungsrechtlerinnen und -rechtlern kaum jemand versteht.

Worum geht es? Die Kommissionsmehrheit empfiehlt, beim gegenwärtigen Rechtszustand zu bleiben, nämlich gegenüber heute gar nichts zu ändern. Das würde im Ergebnis heissen, dass der Versicherte im KVG - als praktisches Ergebnis in der Krankenversicherung - einen Wahlgerichtsstand hat, d. h. zwischen seinem eigenen Wohnsitz und dem Sitz der Krankenversicherung wählen kann, wo die Klage eingereicht werden soll. Das kann praktisch dort eine Rolle spielen, wo ein Versicherter nicht die Sprache des Landesteiles zur Muttersprache hat, in dem er den Wohnsitz hat. Ein Deutschschweizer, der in Genf wohnt, hat dann die Möglichkeit - sofern die entsprechende Krankenkasse in der Deutschschweiz beheimatet ist -, die Klage auch auf Deutsch einzureichen. Dasselbe gilt vice versa bei einem Romand, der in der Deutschschweiz wohnt, aber eine in der Romandie beheimatete Kasse hat. Das ist das Versichertenfreundliche an der heutigen Regelung.

Die etwas radikalere Lösung von Herrn Widrig, die etwas mehr auf die Interessen der Krankenversicherer ausgerichtet ist, will es beim Wohnsitz-Gerichtsstand bewenden belassen.

Wie gesagt, das ist keine weltbewegende Angelegenheit. Für die Kommissionsmehrheit gab es keinen Grund, bei der Krankenversicherung diese Einschränkung gegenüber heute vorzunehmen. Die Kommissionsmehrheit war der Auffassung, man solle es beim gegenwärtigen Rechtszustand belassen.

Entsprechend empfehlen wir Ihnen Zustimmung zur Mehrheit.

Suter Marc F. · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion

La proposition de votre commission est un compromis qui tient compte des intérêts en jeu et qui maintient aussi la situation actuelle.

En règle générale, le principe du choix du for au domicile du recourant, d'une part, et au siège de l'assurance, d'autre part, est retenu. Vu que la CNA à Lucerne prend la plupart des décisions en matière d'assurance-accidents, une exception est toutefois prévue audit principe dans ce domaine-là. Là, nous sommes d'accord de réduire le for au domicile du recourant, qui pourra dorénavant attaquer la décision émanant de la loi sur l'assurance-accidents seulement auprès du tribunal d'assurance de son canton de domicile. Il nous paraît que ce compromis est pratique. Il tient compte notamment des intérêts de la CNA et il maintient la situation favorable aux assurés qui existe actuellement dans les lois sociales.

Dreifuss Ruth · BR-F · Bundesrat · Genf

Je précise uniquement que la majorité de la commission a bien travaillé. Il faut choisir la formule qui est la plus favorable à l'assuré pour les raisons qui ont été évoquées: pouvoir utiliser sa propre langue en choisissant le for de son domicile, mais aussi pouvoir, dans le cas contraire, choisir celui de l'assureur. Tout le problème est apparu au Conseil des Etats comme un problème CNA. Ce problème a été réglé. Pour éviter une surcharge du Tribunal administratif de Lucerne, nous avons prévu une exception pour la LAA. Dans ce cas, c'est uniquement le lieu de domicile de l'assuré qui fixe le for. Pour les autres assurances, il n'y a aucune raison de craindre un tel cumul des recours au for de l'assureur et il faut donc garantir la formule la plus favorable à l'assuré.

Verfahrensbeitrag

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit .... 87 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit .... 42 Stimmen

Art. 91

Antrag der Kommission

Abs. 1

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Abs. 2

.... Gesetzen vorgenommen wurden und seit der Verabschiedung dieses Gesetzes in Kraft getreten sind.

Art. 91

Proposition de la commission

Al. 1

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 2

.... aux modifications qui ont été apportées aux lois concernées et qui sont entrées en vigueur depuis l'adoption de la présente loi.

Rechsteiner Paul · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Es geht nur um eine Kleinigkeit, die aber zuhanden des Protokolls festgehalten werden muss: Bei Artikel 91 folgen wir im Prinzip dem Ständerat, der die Probleme in Bezug auf die Komplexität der Übergangsbestimmungen etwas fundierter gesehen hat als wir. Er hat gesehen, dass die Rechtsanpassungen - diese Besonderheit ergibt sich aufgrund des neuen Rechtes - durch das Parlament mittels Verordnung vorgenommen werden können.

Die Formulierung, die wir Ihnen vorschlagen, trägt der Problematik in etwas erweitertem Sinne Rechnung: Wegen der langen Behandlungsdauer dieser Vorlage und weil gleichzeitig bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes weitere Gesetzesanpassungen erfolgen werden - beispielsweise durch die sozialversicherungsrechtlichen Folgen der bilateralen Verträge, durch die Annahme der freiwilligen AHV, die wir heute behandelt haben, und durch die Annahme möglicherweise weiterer Erlasse -, kann sich bis zum definitiven Inkrafttreten ein weiterer Koordinationsbedarf ergeben, der aber im Ergebnis nur rein formeller Natur ist. Diese Problematik berücksichtigt die Formulierung der Kommission. Im Prinzip gibt es aber keine Abweichungen im Sinne einer Mehrheit bzw. Minderheit. Die Kommission war sich in diesem Punkt einig.

Das Bundesamt für Justiz hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherung hier die nötigen Abklärungen getroffen, damit die Formulierung, die wir jetzt gewählt haben, juristisch "wasserdicht" ist.

Verfahrensbeitrag

Angenommen - Adopté

Art. 92 Abs. 2, 3

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 92 al. 2, 3

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Seiler Hanspeter · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Wir behandeln nun die Anhänge. Da der Anhang 06 letztes Jahr im Nationalrat nicht behandelt worden ist, werden wir heute dazu noch eine Detailberatung durchführen.

Verfahrensbeitrag

Anhang 01 - Annexe 01

Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung

Loi fédérale du 18 mars 1994 sur l'assurance-maladie

Art. 27; 52 Abs. 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 27; 52 al. 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Anhang 02 - Annexe 02

Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung

Loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents

Art. 107

Antrag der Kommission

Titel

Besonderer Gerichtsstand

Wortlaut

Führt eine versicherte Person oder ein Dritter Beschwerde nach Artikel 62 ATSG und befindet sich der Wohnsitz in der Schweiz, so ist in Abweichung von Artikel 64 Absatz 1 ATSG zu deren Beurteilung ausschliesslich das kantonale Versicherungsgericht am Wohnsitz zuständig.

Art. 107

Proposition de la commission

Titre

Règle particulière de for

Texte

En dérogation à l'article 64 alinéa 1er LPGA, si l'assuré ou le tiers qui recourt en vertu de l'article 62 LPGA est domicilié en Suisse, seul est compétent le tribunal des assurances du lieu de domicile.

Rechsteiner Paul · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Es gilt noch erläuternd auszuführen: Als Konsequenz der Annahme des Antrages der Minderheit Widrig, der jetzt zum Beschluss des Nationalrates geworden ist, entfällt der Kompromiss mit Artikel 107 UVG. Das ist jetzt einfach die Regelung insgesamt; das muss auf der Fahne so noch festgehalten werden.

Angenommen - Adopté

Seiler Hanspeter · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Anhang 04 - Annexe 04

Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung

Loi fédérale du 25 juin 1982 sur l'assurance-chômage obligatoire

Art. 18 Abs. 4

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 18 al. 4

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Anhang 05 - Annexe 05

Bundesgesetz vom 25. September 1952 über die Erwerbsersatzordnung

Loi fédérale du 25 septembre 1952 sur le régime des allocations pour perte de gain

Art. 1a Abs. 1, 2; 19 Abs. 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 1a al. 1, 2; 19 al. 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Art. 24 Abs. 1, 2

Antrag der Kommission

Festhalten

Art. 24 al. 1, 2

Proposition de la commission

Maintenir

Suter Marc F. · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion

Il y a une divergence qui concerne la procédure d'opposition et elle touche quatre lois.

La première disposition concernée est l'article 24 alinéa 1er LAPG (annexe 5 page 4). Je vais traiter en même temps les trois autres divergences puisqu'il s'agit du même problème. Elles concernent l'article 84 alinéas 1 et 2 LAVS (annexe 6), l'article 7 LPC (annexe 8 à la fin du dépliant) et l'article 22 alinéa 1er LFA (annexe 9). Il s'agit donc de savoir si la procédure d'opposition est applicable ou non dans ces lois particulières.

Suivant les recommandations de la pratique et des milieux concernés, la commission vous propose de renoncer à prévoir la voie d'opposition contre des décisions des assurances dans ces quatre dispositions légales. Il s'agit là de décisions de masse où la procédure d'opposition paraît être trop lourde et démesurée, notamment parce que ces décisions ne sont, en toutes règles, pas contestées. Dès lors, votre commission estime qu'il faut tenir compte de ces réserves formulées dans les cercles concernés et choisir une solution pragmatique.

Par conséquent, je vous invite à suivre la proposition de la commission et à renoncer à la procédure d'opposition dans ces quatre lois, tout en maintenant le principe dans toutes les autres lois sociales, par exemple dans la LAI où une procédure d'opposition sera prévue, comme c'est déjà le cas maintenant, et qui s'est avérée être une bonne solution.

Je vous prie donc de soutenir la proposition de votre commission.

Rechsteiner Paul · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Es geht noch um kurze Erläuterungen im Zusammenhang mit einem einstimmigen Beschluss der Kommission. Die Kommission ist den Ausgleichskassen aus Gründen der Praktikabilität in einem Punkt entgegengekommen. Überall dort, wo durch Ausgleichskassen Routineverfügungen getroffen werden, namentlich im Beitragswesen, wird das Einspracheverfahren nicht eingeführt. Die Einsprache findet in Zukunft also bei der Arbeitslosenversicherung und bei der Invalidenversicherung statt, wo diese Neuerung bereits einen unbestrittenen Bestandteil der 4. IVG-Revision bildete.

Bei beiden Erlassen versprechen wir uns Einspareffekte durch die vorgeschaltete Einsprache, welche der Verwaltung eine Korrektur einer allfälligen unrichtigen Verfügung erlaubt. Das führt dazu, dass nicht bei jedem Fall einer geringfügigen Abweichung ein Gerichtsverfahren durchgeführt werden muss, was namentlich bei der Arbeitslosenversicherung zu erheblichem Mehraufwand geführt hat. Diese Revision soll also einen konkreten Einspareffekt herbeiführen. Das ist die Auffassung der Kommission und auch des Ständerates.

Es geht nur um die Ausnahmen von dieser Regelung des Einspracheverfahrens, es geht um die Fälle von Routineverfügungen der Ausgleichskassen. Diese legen grossen Wert darauf, dass sie von dieser Neuerung des Einspracheverfahrens ausgenommen werden.

Die Kommission ist der Auffassung, man solle den Ausgleichskassen in diesem Punkt entgegenkommen und es beim gegenwärtigen Rechtszustand belassen. Das führt aber dazu, dass zugunsten der Praxis - zugunsten der Ausgleichskassen - gegenüber dem in diesem Punkt radikaleren Ständerat eine Differenz geschaffen werden muss. Das führt dann zu den entsprechenden Differenzen bei den Bestimmungen im AHVG, im EOG, im ELG und bei den Familienausgleichskassen. In der Praxis wird die Bestimmung von Artikel 84 des AHV-Gesetzes zentral sein.

Seiler Hanspeter · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Angenommen - Adopté

Anhang 06 - Annexe 06

Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung

Loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants

Detailberatung - Examen de détail

Sofern nichts anderes vermerkt ist:

- beantragt die Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates;

- stimmt der Rat den Anträgen der Kommission zu.

Sauf indication contraire:

- la commission propose d'adhérer à la décision du Conseil des Etats;

- le Conseil adhère aux propositions de la commission.

Art. 84

Antrag der Kommission: BBl

Proposition de la commission: FF

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes .... 94 Stimmen

(Einstimmigkeit)

Verfahrensbeitrag

Anhang 07 - Annexe 07

Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung

Loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité

Art. 13 Abs. 1

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 13 al. 1

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Anhang 08 - Annexe 08

Bundesgesetz vom 19. März 1965 über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Loi fédérale du 19 mars 1965 sur les prestations complémentaires à l'AVS/AI

Art. 7

Antrag der Kommission

Festhalten

Art. 7

Proposition de la commission

Maintenir

Angenommen - Adopté

Anhang 09 - Annexe 09

Bundesgesetz vom 20. Juni 1952 über die Familienzulagen in der Landwirtschaft

Loi fédérale du 20 juin 1952 sur les allocations familiales dans l'agriculture

Art. 22 Abs. 1

Antrag der Kommission

Festhalten

Art. 22 al. 1

Proposition de la commission

Maintenir

Angenommen - Adopté