AS 2002 1491
Bundesgesetz
über die Änderung des Strafgesetzbuchs
und des Militärstrafgesetzes
(Rechtspflegedelikte vor internationalen Gerichten)
vom 22. Juni 2001
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 15. November 20001,
beschliesst:
I
Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:
1. Strafgesetzbuch2 Ingress gestützt auf Artikel 64bis der Bundesverfassung3, …
Art. 309
Verwaltungs- Die Artikel 306–308 finden auch Anwendung auf: sachen und Verfahren vor inter- a. das Verwaltungsgerichtsverfahren, das Schiedsgerichtsverfahren nationalen Gerichten und das Verfahren vor Behörden und Beamten der Verwaltung, denen das Recht der Zeugenabhörung zusteht;
b. das Verfahren vor internationalen Gerichten, deren Zuständigkeit die Schweiz als verbindlich anerkennt.
2. Militärstrafgesetz4 Ingress gestützt auf die Artikel 20 und 64bis der Bundesverfassung5, …
Art. 179b
Verfahren vor Die Artikel 179 und 179a finden auch Anwendung auf Verfahren vor internationalen Gerichten internationalen Gerichten, deren Zuständigkeit die Schweiz als verbindlich anerkennt.
II
Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Nationalrat, 22. Juni 2001 Ständerat, 22. Juni 2001 Der Präsident: Peter Hess Die Präsidentin: Françoise Saudan Der Protokollführer: Ueli Anliker Der Sekretär: Christoph Lanz
Ablauf der Referendumsfrist und Inkraftsetzung
Die Referendumsfrist für dieses Gesetz ist am 11. Oktober 2001 unbenützt abgelaufen.6
Es wird auf den1. Juli 2002 in Kraft gesetzt.
4. Februar 2002 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates |
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Der Bundespräsident: Kaspar Villiger |
Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz |
Diesen Bestimmungen entsprechen die Artikel 60 und 123 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101).