Quelle

AS 2005 4841

Verordnung
über die Begrenzung der Zahl der Ausländer
(BVO)

Änderung vom 26. Oktober 2005

Der Schweizerische Bundesrat
verordnet:

I

Die Verordnung vom 6. Oktober 19861 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer wird wie folgt geändert:

Art. 58 Abs. 2

Ab Unterzeichnung des Zusatzprotokolls vom 25. Oktober 20042 zum Freizügigkeitsabkommen bis zu dessen Inkrafttreten, längstens bis 31. Oktober 2006, kann für die Erteilung von Bewilligungen für Kurzaufenthalter nach Artikel 20 an Staatsangehörige von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Ungarn, Zypern, der Slowakischen und der Tschechischen Republik von den Voraussetzungen von Artikel 8 Absatz 3 abgewichen werden, sofern in einzelnen Branchen ein ausgewiesener Bedarf besteht. In diesen Fällen findet die Ausnahme von den Höchstzahlen nach Artikel 13 Buchstabe d keine Anwendung.

II

Die Anhänge1 und 2 erhalten die neue Fassung gemäss Beilage.

III

Diese Änderung tritt am1. November 2005 in Kraft.

26. Oktober 2005 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Der Bundespräsident: Samuel Schmid

Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

Anhang 1

(Art. 14 und 15)

Die Höchstzahlen für erstmalige Jahresbewilligungen, die zu einer Erwerbstätigkeit berechtigen, werden insgesamt auf 4000 festgesetzt:

  1. Höchstzahlen für die Kantone: 2000 Zürich 352 Schaffhausen 25 Bern 236 Appenzell A.Rh. 22 Luzern 101 Appenzell I.Rh. 6 Uri 12 St. Gallen 106 Schwyz 36 Graubünden 69 Obwalden 12 Aargau 123 Nidwalden 10 Thurgau 59 Glarus 18 Tessin 76 Zug 30 Waadt 165 Freiburg 63 Wallis 75 Solothurn 60 Neuenburg 60 Basel-Stadt 77 Genf 124 Basel-Landschaft 64 Jura 19

  2. Höchstzahl für den Bund: 2000 2 Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom1. November 2005 bis 31. Oktober 2006.

Die durch die Änderung vom 20. Oktober 20043 der Verordnung des Bundesrates freigegebenen, aber noch nicht ausgeschöpften Kontingente können weiterhin beansprucht werden. Sie werden der Höchstzahl des Bundes (Abs. 1 Bst. b) angerechnet.

Für Staatsangehörige von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Ungarn, Zypern, der Slowakischen und der Tschechischen Republik gelten die besonderen Höchstzahlen von Artikel 58 Absatz 3.

Anhang 2

(Art. 20 und 21)

Die Höchstzahlen der Bewilligungen für Kurzaufenthalter werden insgesamt auf 5000 festgesetzt:

  1. Höchstzahlen für die Kantone: 2500 Zürich 235 Schaffhausen 12 Bern 294 Appenzell A.Rh. 17 Luzern 120 Appenzell I.Rh. 10 Uri 27 St. Gallen 108 Schwyz 51 Graubünden 402 Obwalden 37 Aargau 85 Nidwalden 20 Thurgau 55 Glarus 18 Tessin 140 Zug 24 Waadt 218 Freiburg 69 Wallis 277 Solothurn 35 Neuenburg 33 Basel-Stadt 37 Genf 120 Basel-Landschaft 38 Jura 18

  2. Höchstzahl für den Bund: 2500 2 Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom1. November 2005 bis 31. Oktober 2006.

Die durch die Änderung vom 20. Oktober 20044 der Verordnung des Bundesrates freigegebenen, aber noch nicht ausgeschöpften Kontingente können weiterhin beansprucht werden. Sie werden der Höchstzahl des Bundes (Abs. 1 Bst. b) angerechnet.

Für Staatsangehörige von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Ungarn, Zypern, der Slowakischen und der Tschechischen Republik gelten die besonderen Höchstzahlen von Artikel 58 Absatz 3.