Quelle

AS 2009 6413

Verordnung
über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit
(VZAE)

Änderung vom 4. Dezember 2009

Der Schweizerische Bundesrat
verordnet:

I

Die Verordnung vom 24. Oktober 20071 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit wird wie folgt geändert:

Art. 23 Abs. 3

Aus- oder Weiterbildungen werden in der Regel für längstens acht Jahre bewilligt. Ausnahmen sind möglich, wenn sie einer zielgerichteten Aus- oder Weiterbildung dienen.

Art. 28

Aufgehoben

Art. 53 Vorläufig Aufgenommene und Schutzbedürftige

Vorläufig Aufgenommenen (Art. 85 AuG) und Schutzbedürftigen (Art. 75 AsylG) kann eine unselbstständige Erwerbstätigkeit bewilligt werden, wenn:

  1. das Gesuch eines Arbeitgebers nach Artikel 18 Buchstabe b AuG vorliegt;

  2. die Lohn- und Arbeitsbedingungen nach Artikel 22 AuG eingehalten werden.

Für vorläufig Aufgenommene (Art. 85 AuG) und Schutzbedürftige (Art. 75 AsylG), die an einem Beschäftigungsprogramm nach Artikel 43 AsylG teilnehmen, gelten die in diesem Beschäftigungsprogramm festgesetzten Bedingungen.

Vorläufig Aufgenommenen kann eine selbstständige Erwerbstätigkeit bewilligt werden, wenn die dafür notwendigen finanziellen und betrieblichen Voraussetzungen erfüllt werden (Art. 19 Bst. b AuG).

Art. 91a

Aufgehoben

II

Die Anhänge1 und 2 erhalten die neue Fassung gemäss Beilage.

III

Die Verordnung vom 22. Oktober 20082 über die Einreise und die Visumserteilung wird wie folgt geändert:

Art. 5 Abs. 1

Kein Visum nach Artikel 4 Absatz 1 benötigen:

  1. Personen, die von der Visumpflicht nach den Bestimmungen der Anlagen 1– 4 GKI3 befreit sind;

  2. Inhaberinnen und Inhaber eines gültigen offiziellen Passes, namentlich eines gültigen Diplomaten-, Dienst- oder Sonderpasses, von Bolivien, Ecuador, der Dominikanischen Republik, Kolumbien, Marokko, Peru und Tunesien sowie von anderen Staaten, mit denen entsprechende bilaterale oder multilaterale Abkommen bestehen. Für Staatsangehörige des Iran gilt die Befreiung von der Visumpflicht nur für Inhaberinnen und Inhaber eines gültigen Diplomatenpasses;

  3. Pilotinnen und Piloten von Luftfahrzeugen und anderes Flugbesatzungspersonal nach Anlage VII Ziffer 2 des Schengener Grenzkodex4;

  4. Inhaberinnen und Inhaber von Laissez-passer der Vereinten Nationen.

IV

Diese Änderung tritt am1. Januar 2010 in Kraft.

4. Dezember 2009 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Der Bundespräsident: Hans-Rudolf Merz

Die Bundeskanzlerin: Corina Casanova

Anhang 1

(Art. 19) Höchstzahlen für Kurzaufenthaltsbewilligungen 1. Die Höchstzahlen für Kurzaufenthaltsbewilligungen, die zu einer Erwerbstätigkeit berechtigen, werden insgesamt auf 3500 festgesetzt:

  1. Höchstzahlen für die Kantone: 1750 Zürich 353 Schaffhausen 17 Bern 220 Appenzell A.Rh. 10 Luzern 77 Appenzell I.Rh. 3 Uri 6 St. Gallen 107 Schwyz 25 Graubünden 44 Obwalden 7 Aargau 119 Nidwalden 8 Thurgau 45 Glarus 8 Tessin 79 Zug 32 Waadt 138 Freiburg 45 Wallis 57 Solothurn 52 Neuenburg 39 Basel-Stadt 73 Genf 116 Basel-Landschaft 55 Jura 15

  2. Höchstzahl für den Bund: 1750 2. Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010.

3. Die durch die Änderung vom 12. Dezember 20085 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit freigegebenen, aber noch nicht ausgeschöpften Kontingente können weiterhin beansprucht werden. Sie werden der Höchstzahl des Bundes (Ziff. 1 Bst. b) angerechnet.

AS 2008 6273

Anhang 2

(Art. 20) Höchstzahlen für Aufenthaltsbewilligungen 1. Die Höchstzahlen für erstmalige Aufenthaltsbewilligungen, die zu einer Erwerbstätigkeit berechtigen, werden insgesamt auf 2000 festgesetzt:

  1. Höchstzahlen für die Kantone: 1000 Zürich 201 Schaffhausen 10 Bern 126 Appenzell A.Rh. 5 Luzern 44 Appenzell I.Rh. 2 Uri 4 St. Gallen 60 Schwyz 14 Graubünden 25 Obwalden 4 Aargau 68 Nidwalden 5 Thurgau 26 Glarus 5 Tessin 45 Zug 18 Waadt 79 Freiburg 26 Wallis 32 Solothurn 29 Neuenburg 23 Basel-Stadt 42 Genf 67 Basel-Landschaft 32 Jura 8

  2. Höchstzahl für den Bund: 1000 2. Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010.

3. Die durch die Änderung vom 12. Dezember 20086 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit freigegebenen, aber noch nicht ausgeschöpften Kontingente können weiterhin beansprucht werden. Sie werden der Höchstzahl des Bundes (Ziff. 1 Bst. b) angerechnet.

AS 2008 6273

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