Quelle

AS 2013 4919

Verordnung des EDI
über Speziallebensmittel

Änderung vom 25. November 2013

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)
verordnet:

I

Die Verordnung des EDI vom 23. November 20051 über Speziallebensmittel wird wie folgt geändert:

Ersatz eines Ausdrucks Im ganzen Erlass wird «BAG» ersetzt durch «BLV».

Art. 2 Abs. 2 Bst. i, v und w

Als Speziallebensmittel gelten:

  1. Aufgehoben

  2. Aufgehoben

  3. Lebensmittel mit Zusatz von Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern (Art. 23a).

Art. 3 Abs. 4

Speziallebensmittel dürfen nur vorverpackt an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden, ausser wenn sie an Ort und Stelle konsumiert werden oder es sich um Lebensmittel nach Artikel 5 oder 9 handelt.

Art. 4 Abs. 1 Bst. b,3 und 6

Zusätzlichzu den Angaben nach Artikel 2 der Verordnung des EDI vom 23. November 20052 über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln (LKV) sind anzugeben:

b. die Nährwertkennzeichnung nach den Artikeln 22–29 LKV; davon ausgenommen sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke nach Artikel 20a und Nahrungsergänzungsmittel nach Artikel 22.

Speziallebensmittel dürfen durch den Hinweis «diätetisch» gekennzeichnet werden. Ausgenommen sind Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen, Getreidebeikost, andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder sowie Nahrungsergänzungsmittel.

Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben für Speziallebensmittel richten nach den Artikeln 29a–29i LKV, soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt.

Art. 13

Aufgehoben

Art. 17 Abs. 4 Bst. b

Für folgende Erzeugnisse ist die Eignung als Säuglingsanfangsnahrung durch Studien nachzuweisen, welche auf Grundlage der allgemein anerkannten Empfehlungen von Fachkreisen zur Planung und Durchführung solcher Studien durchgeführt wurden:

b. Erzeugnisse auf der Basis der in Anhang 2 Ziffer 23 definierten Proteinhydrolysaten mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) und

Art. 17a Abs. 2

Säuglingsanfangsnahrung, die ausschliesslich aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen hergestellt ist, muss als «Säuglingsmilchnahrung» bezeichnet werden.

Art. 17b Abs. 1

Wer als Hersteller oder Importeur eine Säuglingsanfangsnahrung in Verkehr bringen will, muss dies dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) melden.

Art. 18a Abs. 2

Folgenahrung, die ausschliesslich aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen hergestellt ist, muss als «Folgemilch» bezeichnet werden.

Art. 20 Abs. 7, 8, 9, 10, 13 und 14

Die Zulässigkeit der Zusätze sowie deren Höchst- und Mindestmengen richten sich nach den Anhängen12 und 13. Bei der Herstellung dürfen von den zugelassenen Substanzen nach den Anhängen12 und 13 nur die Verbindungen nach den Anhängen 14 und 14b verwendet werden.

Um den spezifischen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen bestimmter Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden, darf der Vitamingehalt in der Tagesration bis zu 300 Prozent des Gehalts nach Anhang 13 betragen. Bei Vitamin A ist nur eine Überdosierung bis zu 200 Prozent der zugelassenen Tagesdosis erlaubt.

Aufgehoben

Das BLV kann auf Gesuch hin weitere Zusätze bewilligen. Es prüft die gesundheitliche Unbedenklichkeit, die Zweckmässigkeit, die Kennzeichnung sowie die Anpreisung der betreffenden Zusätze. Artikel 6 Absätze1 und 4 LGV gilt sinngemäss.

Die Kennzeichnung der Zusätze richtet sich nach Anhang 12, die Bezeichnung der Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffe nach Anhang 13.

Bei der Kennzeichnung ist auf den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Stoffen zum Zeitpunkt der Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten hinzuweisen.

Art. 22 Abs. 1, 3 Bst. a, 5, 6, 6ter, 7 Bst. e, 8–10 und 12

Nahrungsergänzungsmittel sind Erzeugnisse, die Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form enthalten und zur Ergänzung der Ernährung mit diesen Stoffen dienen.

Sie dürfen nur enthalten:

a. die in Anhang 13 aufgeführten Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffe in den dafür vorgesehenen Tagesdosen sowie die in Anhang 13a aufgeführten Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Mindestmengen;

Um den spezifischen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen bestimmter Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden, darf der Vitamingehalt in der Tagesration bis zu 300 Prozent des Gehalts nach Anhang 13 betragen. Bei Vitamin A ist nur eine Überdosierung bis zu 200 Prozent der zugelassenen Tagesdosis erlaubt.

Bei der Herstellung dürfen von den zugelassenen Stoffen nach den Anhängen 13 und 13a nur die Verbindungen nach den Anhängen 14 und 14b verwendet werden.

Nahrungsergänzungsmittel dürfen lebende Bakterienkulturen enthalten, die für die spezifischen Eigenschaften eines Nahrungsergänzungsmittels geeignet sind und die Anforderungen gemäss Anhang 14b erfüllen.

Nahrungsergänzungsmittel müssen zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 4 Absatz 1 aufweisen:

e. für die sonstigen Stoffe die Warnhinweise nach Anhang 13.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln sind der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen oder sonstigen Stoffen und gegebenenfalls deren prozentuale Anteile an der empfohlenen Tagesdosis pro Tagesration anzugeben. Die empfohlene Tagesdosis richtet sich nach Anhang 1 der Verordnung des EDI vom 23. November 20053 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe zu Lebensmitteln.

Bei der Kennzeichnung ist auf den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Stoffen zum Zeitpunkt der Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten hinzuweisen.

Aufgehoben

Auf den Zusatz von lebenden Bakterienkulturen muss im Verzeichnis der Zutaten und in der Sachbezeichnung wie folgt hingewiesen werden:

  1. unter der spezifischen wissenschaftlichen Nomenklatur nach den Vorgaben des ICSP (International Committee on Systematics of Prokaryotes4); oder

  2. mit dem Hinweis «mit Milchsäurebakterien».

Art. 23a Lebensmittel mit Zusatz von Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern

Folgenden Lebensmitteln können zur Beeinflussung des Cholesterinspiegels Phytosterine, Phytosterinester, Phytostanole oder Phytostanolester zugesetzt werden:

  1. Streichfetten;

  2. milchartigen Erzeugnissen;

  3. Mayonnaisen;

  4. Salatsaucen.

Milchartige Erzeugnisse nach Absatz 1 Buchstabe b sind Erzeugnisse wie zum Beispiel teilentrahmte und entrahmte milchartige Erzeugnisse, möglicherweise mit Frucht- oder Getreidezusatz, und fermentierte milchartige Erzeugnisse wie zum Beispiel Joghurt, Sojagetränke und käseartige Erzeugnisse (Fettgehalt ≤12 g je 100 g), bei denen das Milchfett oder -protein teilweise oder vollständig durch pflanzliches Fett oder Protein ersetzt wurde.

Lebensmittel nach Absatz 1 müssen zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 4 Absatz 1 aufweisen:

  1. den Hinweis «mit zugesetzten Pflanzensterinen» beziehungsweise «mit zugesetzten Pflanzenstanolen» im selben Sichtfeld wie die Sachbezeichnung;

  2. die Angabe der Menge an zugesetzten Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern (Angabe in Prozent oder Gramm der freien Pflanzensterine/Pflanzenstanole je 100 g oder 100 ml des Lebensmittels) im Zutatenverzeichnis;

  3. einen Hinweis, dass das Erzeugnis nicht für Personen bestimmt ist, die ihren Cholesterinspiegel im Blut nicht zu kontrollieren brauchen;

  4. einen Hinweis, dass Patientinnen und Patienten, die Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels einnehmen, das Erzeugnis nur unter ärztlicher Aufsicht zu sich nehmen sollten;

  5. einen Hinweis an gut sichtbarer Stelle, dass das Erzeugnis für die Ernährung von schwangeren und stillenden Frauen sowie von Kindern unter fünf Jahren nicht geeignet ist;

  6. einen Hinweis, dass das Lebensmittel als Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung zu verwenden ist, zu der auch der

www.the-icsp.org/ regelmässige Verzehr von Obst und Gemüse zählt (um den Carotinspiegel aufrechtzuerhalten);

  1. im selben Sichtfeld, das den unter Buchstabe c genannten Hinweis enthält, einen Hinweis, dass die Aufnahme von mehr als3 g an zugesetzten Pflanzensterinen oder Pflanzenstanolen pro Tag vermieden werden sollte;

  2. die Angabe, was einer Portion des betreffenden Lebensmittels oder der Lebensmittelzutat entspricht (in Gramm oder Milliliter) und welche Menge an Pflanzensterinen oder Pflanzenstanolen in einer Portion enthalten ist.

II

Die Anhänge2, 2a und 5 werden gemäss Beilage geändert.

Die Anhänge12, 13 und 14 erhalten die neuen Fassungen gemäss Beilage.

Diese Verordnung erhält neu die Anhänge 13a und 14b gemäss Beilage.

Anhang 15 wird aufgehoben.

III

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. November 2013

Speziallebensmittel dürfen noch bis zum 31. Dezember 2015 nach bisherigem Recht eingeführt, hergestellt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

Für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben bei Speziallebensmitteln gilt keine Übergangsfrist.

IV

Diese Verordnung tritt am1. Januar 2014 in Kraft.

25. November 2013 Eidgenössisches Departement des Innern: Alain Berset

Anhang 2

Anforderungen an die Zusammensetzung von Säuglingsanfangsnahrung

Ziff. 22 Titel

Anfangsnahrungen auf der Basis von Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Ziff. 23 Titel, Tabelle und erster Absatz

Anfangsnahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Für Erzeugnisse mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) und 0,50 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal) gelten die Anforderungen gemäss

Artikel 17 Absatz 4 Buchstaben b.

Ziff. 24 Titel und Tabelle

Anfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Ziff. 101 Titel

101 Anfangsnahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Proteinhydrolysaten

Ziff. 102 Titel

102 Anfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder als Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Anhang 2a

(Art. 17 Abs. 3 Bst. c) Anhangtitel Spezifikation für Proteingehalt und -quelle und Proteinverarbeitung bei der Herstellung von Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf Basis von Molkenproteinhydrolysaten aus Kuhmilchprotein und mit einem Proteingehalt von weniger als 0,56 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal)

Anhang 5

(Art. 18 Abs. 2 Bst. a Ziff. 1 und b sowie Art. 18a Abs. 3 Bst. c) Anforderungen an die Zusammensetzung von Folgenahrung

Ziff. 21 Titel

Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Ziff. 22

Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten Für Erzeugnisse mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/ 100 kcal) und 0,56 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal) gelten die Anforderungen gemäss Art. 17 Absatz 4 Bst. b sinngemäss.

Ziff. 23 Titel

Folgenahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Ziff. 81 Titel

Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Proteinhydrolysaten

Ziff. 82 Titel

Folgenahrung aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen

Anhang 12

(Art. 20 Abs. 7 und 13) Zulässige Substanzen in Nahrungsmitteln für Personen mit erhöhtem Energie- oder Nährstoffbedarf (Ergänzungsnahrung) Substanz Salze Deklaration Anforderungen Aminosäuren L-Isoleucin in mg/Tagesration oder min. 700 mg/Tag* L-Lysin in g/ Tagesration oder min. 700 mg/Tag* L-Phenylalanin min.1,1 g/Tag* L-Threonin min. 500 mg/Tag* L-Valin min. 800 mg/Tag* *optimaler Bedarf liegt ca.2 mal höher L-Ornithin max.2 g/Tag L-Tyrosin max.1,2 g/Tag L-Carnitin Base, -tartrat, in mg/Tagesration max. 1000 mg/Tag fumarat L-Citrullin Malat max. 1000 mg/Tag in mg/100 g oder zusätzlich zu normalem in mg/Tagesration Coffeinkonsum oder den prozentualen Anteil (%) im Produkt Cholin max. 1000 mg/Tag Kreatin Monohydrat in g/Tagesration max.3 g/Tag Pyruvat max. 5 g/Tag Lebende Bakterien- Spezifikationen Mit der spezifischen mind. 108 KBE (kolokulturen gemäss Anhang 14b wissenschaftlichen nienbildende Einhei- Nomenklatur nach den ten) pro Tagesration Vorgaben der ICSP (International Committee on Systematics of Prokaryotes) Inositol 300 bis 1000 mg/Tag Taurin in mg/Tagesration max. 1000 mg/Portion

Anhang 13

(Art. 20 Abs. 7, 8 und 13, 21 Abs. 4, 22 Abs. 3, 4, 5, 6 und 7, Vitamine, Mineralstoffe und sonstige Stoffe in den für Erwachsene zugelassenen Tagesdosen

1 Vitamine

Vitamin A 800 μg β-Carotin (Provitamin A) 4,8 mg Vitamin D 5 μg Vitamin E 12 mg Vitamin C 80 mg Vitamin K 75 μg Vitamin B1 (Thiamin)1,1 mg Vitamin B2 (Riboflavin)1,4 mg Niacin (Vitamin PP) 16 mg Vitamin B6 1,4 mg Folsäure/Folacin 200 μg Vitamin B12 2,5 μg Biotin 150 μg Pantothensäure6 mg

2 Mineralstoffe und Spurenelemente

Calcium 800 mg Phosphor 700 mg Eisen 14 mg Magnesium 375 mg Zink 15 mg Jod 150 μg Selen 55 μg Kupfer1 mg Mangan2 mg Chrom 40 μg Molybdän 50 μg Kalium 2000 mg Chlorid 800 mg Silicium 200 mg

3 Aminosäuren und sonstige Stoffe

3.1 Aminosäuren

L-Histidin 600 mg L-Isoleucin 700 mg L-Leucin 1100 mg L-Lysin 700 mg L-Methionin + L-Cystein 900 mg L-Phenylalanin + L-Tyrosin 1500 mg L-Threonin 500 mg L-Valin 800 mg

3.2 Sonstige Stoffe

Coenzym Q 10 30 mg Isoflavone 50 mg Carotinoid Lutein 10 mg Carotinoid Zeaxanthin2 mg Carotinoid Lycopin 15 mg *α-Linolensäure (n-3) 2g *EPA + DHA (als Summe) (langkettige n-3)a 500 mg *Linolsäure (n-6) 10 g Taurin 1000 mg Astaxanthin 4 mg Glucosamin 750 mg (berechnet als Base) Chondroitinsulfatb 500 mg konjugierte Linolsäure (CLA)c 3g Oligomere Proanthocyanidine (OPC)d 150 mg Beta-Glucan aus Hafer oder Gerste 3g Beta-Glucan aus Hefe 375 mg Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG)e 90 mg (berechnet als EGCG) Betain1,5 g Cholin 550 mg Kreatin3,0 g L-Carnitin1,0 g WSTC I (wasserlösliches Tomatenkonzentrat)53,0 g WSTC II (wasserlösliches Tomatenkonzentrat)5 150 mg Shiitake Pilz (Mycelauszug)2,5 ml

Fruitflow® der Firma DSM.

Phosphatidylserin aus Soja 300 mg Flavonoide aus Glycyrrhizia glabra L. 120 mg * Bei der Verwendung von neuartigen Speiseölen zur Anreicherung von Lebensmitteln mit spezifischen Fettsäuren gelten die Artikel 5b, 5c, 5d und 5g der Verordnung des EDI vom 23. November 20056 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse sowie die Spezifikationen, die Verwendungszwecke und die Höchstmengen gemäss den Anhängen3, 4, 5 und 8. a EPA: Eicosapentaensäure; DHA: Docosahexaensäure b Warnhinweis: Für schwangere und stillende Frauen, Kinder, Jugendliche und Personen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln nicht geeignet. c Warnhinweis: Für Diabetiker, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen nicht geeignet. d Warnhinweis: Ein Produkt mit OPC ersetzt eine Ernährung mit frischem Obst und Gemüse nicht. e Warnhinweis: Nicht auf nüchternen Magen, nicht bei strikter, kalorienarmer Ernährung und nicht gleichzeitig mit anderen Produkten auf Basis von Grüntee einnehmen.

Anhang 13a

(Art. 22 Abs. 3 und 6) Sonstige Stoffe für Nahrungsergänzungsmittel mit den zugelassenen Mindestmengen Stoffe für Erwachsene zugelassene Mindestmengen

1 Enzyme

Lactasea 4500 FCC-Einheiten (Food Chemicals Codex)

Lebende Bakterienkulturen 108 KBE (kolonienbildende Einheiten) pro Tagesration a Einschränkungen/Warnhinweise: Die Zielgruppe ist ferner darüber zu unterrichten, dass es Unterschiede bei der Lactosetoleranz gibt und dass die Betroffenen sich Rat bei einer Fachperson bezüglich der Funktion des Stoffes bei ihrer Ernährung holen sollten.

Anhang 14

Zulässige Verbindungen der Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffen Kategorie1: Vitamine Vitamin A Retinol Retinylacetat Retinylpalmitat Beta-Carotin Vitamin D Vitamin D3 (Cholecalciferol) Vitamin D2 (Ergocalciferol) Vitamin E D-alpha-Tocopherol DL-alpha-Tocopherol D-alpha-Tocopherylacetat DL-alpha-Tocopherylacetat D-alpha-Tocopherylsäuresuccinat D-alpha-Tocopheryl-Polyethylenglycol-1000-Succinat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) Gemischte Tocopherole7 Tocotrienol-Tocopherol8 Vitamin K Phyllochinon (Phytomenadion) Menachinon9

α-Tocopherol < 20 %, β-Tocopherol < 10 %, γ-Tocopherol 50–70 %, und δ-Tocopherol 10–30 %.

Typische Mengen einzelner Tocopherole und Tocotrienole sind:

Menachinon kommt in erster Linie als Menachinon-7 und in geringerem Masse als Menachinon-6 vor.

Vitamin B1 Thiaminhydrochlorid Thiaminmononitrat Thiaminmonophosphatchlorid Thiaminpyrophosphatchlorid Vitamin B2 Riboflavin Riboflavin-5’-phosphat, Natrium Niacin Nicotinsäure Nicotinamid Inositolhexanicotinat (Inositolniacinat) Pantothensäure Calcium-D-pantothenat Natrium-D-pantothenat D-Panthenol Pantethin Vitamin B6 Pyridoxinhydrochlorid Pyridoxin-5’-phosphat Pyridoxal-5’-phosphat Pyridoxindipalmitat Folate Pteroylglutaminsäure Calcium-L-methylfolat Vitamin B12 Cyanocobalamin Hydroxocobalamin 5’-Desoxyadenosylcobalmin Methylcobalamin Biotin D-Biotin Vitamin C L-Ascorbinsäure Natrium-L-ascorbat Calcium-L-ascorbat (kann bis zu 2 % Threonat enthalten) Kalium-L-ascorbat L-Ascorbyl-6-palmitat Magnesium-L-ascorbat Zink-L-ascorbat Kategorie2: Mineralstoffe Calcium Calciumacetat Calcium-L-ascorbat Calciumbisglycinat Calciumcarbonat Calciumchlorid Calciumcitratmalat Calciumsalze der Zitronensäure Calciumgluconat Calciumglycerophosphat Calciumlactat Calciumpyruvat Calciumsalze der Orthophosphorsäure Calciumsuccinat Calciumhydroxid Calcium-L-lysinat Calciummalat Calciumoxid Calcium-L-pidolat Calcium-L-threonat Calciumsulfat Magnesium Magnesiumacetat Magnesiumascorbat Magnesiumbisglycinat Magnesiumcarbonat Magnesiumchlorid Magnesiumsalze der Zitronensäure Magnesiumgluconat Magnesiumglycerophosphat Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure Magnesiumlactat Magnesium-L-lysinat Magnesiumhydroxid Magnesiummalat Magnesiumoxid Magnesium-L-pidolat Magnesiumkaliumcitrat Magnesiumpyruvat Magnesiumsuccinat Magnesiumsulfat Magnesiumtaurat Magnesiumacetyltaurat Magnesium – L-aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) Calcium – Magnesium – Mischungen Dolomitpulver Fossiles Korallenpulver (Scleratinia) Eisen Eisencarbonat Eisencitrat Eisenammoniumcitrat Eisengluconat Eisenfumarat Eisennatriumdiphosphat Eisenlactat Eisensulfat Eisendiphosphat (Eisenpyrophosphat) Eisensaccharat elementares Eisen (Carbonyl + elektrolytisch +

wasserstoffreduziert) Eisenbisglycinat Eisen-L-pidolat Eisen(II)-phosphat Eisen(II)-taurat Eisen(II)-Ammoniumphosphat Eisen(III)-Natrium-EDTA Kupfer Kupfercarbonat Kupfercitrat Kupfergluconat Kupfersulfat Kupfer-L-aspartat Kupferbisglycinat Kupferlysinkomplex Kupfer(II)-oxid Jod Kaliumjodid Kaliumjodat Natriumjodid Natriumjodat Zink Zinkacetat Zink-L-ascorbat Zink-L-aspartat Zinkbisglycinat Zinkchlorid Zinkcitrat Zinkgluconat Zinklactat Zink-L-lysinat Zinkmalat Zink-mono-L-methioninsulfat Zinkoxid Zinkcarbonat Zink-L-pidolat Zinkpicolinat Zinksulfat Mangan Manganascorbat Mangan-L-aspartat Manganbisglycinat Mangancarbonat Manganchlorid Mangancitrat Mangangluconat Manganglycerophosphat Manganpidolat Mangansulfat Natrium Natriumbicarbonat Natriumcarbonat Natriumchlorid Natriumcitrat Natriumgluconat Natriumlactat Natriumhydroxid Natriumsalze der Orthophosphorsäure Natriumsulfat Kalium Kaliumbicarbonat Kaliumcarbonat Kaliumchlorid Kaliumcitrat Kaliumgluconat Kaliumglycerophosphat Kaliumlactat Kaliumhydroxid Kalium-L-pidolat Kaliummalat Kaliumsalze der Orthophosphorsäure Kaliumsulfat Selen L-Selenomethionin Selenhefe10 Selenige Säure Natriumselenat Natriumhydrogenselenit Natriumselenit Chrom Chrom(III)-chlorid Chrom(III)-lactattrihydrat Chromnitrat Chrompicolinat Chrom(III)-sulfat Molybdän (VI) Ammoniummolybdat Kaliummolybdat Natriummolybdat Fluor Calciumfluorid Kaliumfluorid Natriumfluorid Natriummonofluorphosphat Bor Borsäure Natriumborat

In Gegenwart von Natriumselenit als Selenquelle in Kultur gewonnene Arten Selenhefe, die in handelsüblicher getrockneter Form nicht mehr als2,5 mg Se/g enthalten. Die in der Hefe vorherrschende organische Selenart ist Selenmethionin (zwischen 60 und 85 % des im Produkt enthaltenen Selens). Der Gehalt an anderen organischen Selenverbindungen einschliesslich Selenocystein darf 10 % des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten. Der Gehalt an anorganischem Selen darf üblicherweise 1 % des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten.

Silicium cholinstabilisierte Orthokieselsäure Siliciumdioxid Kieselsäure (in Gel-Form) Kategorie3: Sonstige Stoffe Aminosäuren Anmerkung: Bei zugelassenen Aminosäuren können auch die Natrium-, Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze sowie ihre Hydrochloride verwendet werden. L-Alanin L-Arginin L-Arginin-L-Aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Asparaginsäure (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Citrullin L-Cystein L-Cystin L-Histidin L-Glutaminsäure L-Glutamin Glycin L-Isoleucin L-Leucin L-Lysin L-Lysin-L-Aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Lysin-L-Glutamat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Lysinacetat L-Methionin L-Ornithin L-Phenylalanin L-Prolin L-Serin L-Threonin L-Tryptophan L-Tyrosin L-Valin N-Acetyl-L-Cystein (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) N-Acetyl-L-Methionin (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) Sonstige Stoffe Astaxanthin-reiches Oleoresin aus Haematococcus Pluvialis extrahiert 3.2.2 Beta-Glucan aus Hafer und/oder aus Gerste Beta-Glucan aus Hefe gemäss Anhang I Durchführungsbeschluss 2011/762/EU11 Betainhydrochlorid L-Carnitin L-Carnitinhydrochlorid L-Carnitin-L-Tartrat Cholin Cholinchlorid Cholintartrate Cholincitrat Chondroitinsulfat (Ph. Eur.) Coenzym Q10 (Ubichinon, Ubichinol) Coffein DHA und deren Ester aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verordnung des EDI vom 23. November 200512 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse EPA und deren Ester aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse Flavonoide aus Glycyrrhzia glabra L. gemäss Anhang I Durchführungsbeschluss Glucosaminchlorid Glucosaminsulfat D-Glucurono-γ-lacton Inositol Isoflavone aus Soja- und/oder aus Rotkleeextrakten Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee Konjugierte Linolsäure (CLA) aus Distelöl Kreatinmonohydrat Kreatinpyruvat

Durchführungsbeschluss 2011/762/EU der Kommission vom 24. November 2011 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Hefe-Beta-Glucanen als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 313 vom 26.11.2011, S. 41.

Durchführungsbeschluss 2011/761/EU der Kommission vom 24. November 2011 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Flavonoiden aus Glycyrrhiza glabra L. als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 313 vom 26.11.2011, S. 37.

Lactase FCC (Food Chemicals Codex) Linolsäure aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse Lutein aus Tagetes Lycopin aus Tomaten und/oder aus Blakeslea trispora gemäss Anhang I Entscheidung 2009/365/EG14 und/oder synthetisches Lycopin gemäss Anhang I Entschei- Oligomere Proanthocyanidine (OPC) aus Trauben und/oder Pinienrinde Omega-3-Fettsäuren aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse Phophatidylserin gemäss Anhang 1 Durchführungsbeschluss 2011/513/EU16 Shiitake Mycelauszug gemäss Anhang I Beschluss 2011/73/EU17 Spezifische Fettsäuren oder Lipide: Bei der Verwendung von neuartigen Speiseölen zur Anreicherung von Lebensmitteln gelten die Artikel 5b, 5c, 5d und 5g der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse sowie die Spezifikationen, die Verwendungszwecke und die Höchstmengen gemäss den Anhängen3, 4, 5 und 8. Taurin Wasserlösliche Tomatenkonzentrate WSTC I und II gemäss EFSA Journal 2010; 8(7):1689 Zeaxanthin aus Tagetes und/oder synthetisches Zeaxanthin gemäss Anhang Durchführungsbeschluss 2013/49/EU18

Entscheidung 2009/365/EG der Kommission vom 28. April 2009 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin aus Blakeslea trispora als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 111 vom 5.5.2009, S. 31.

Entscheidung 2009/362/EG der Kommission vom 30. April 2009 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 110 vom1.5.2009, S. 54.

Durchführungsbeschluss 2011/513/EU der Kommission vom 19. August 2011 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Phosphatidylserin aus Soja-Phospholipiden als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 215 vom 20.8.2011, S. 20.

Beschluss 2011/73/EU der Kommission vom2. Februar 2011 zur Genehmigung des Inverkehrbringens eines Mycelauszugs von Lentinula edodes (Shiitake-Pilz) als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 29 vom3.2.2011, S. 30.

Durchführungsbeschluss 2013/49/EU der Kommission vom 22. Januar 2013 über die Genehmigung des Inverkehrbringens von synthetischem Zeaxanthin als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 21 vom 24.1.2013, S. 32.

Anhang 14b

Anforderungen an lebende Bakterienkulturen zur Verwendung in Ergänzungsnahrungen und Nahrungsergänzungsmitteln

Lebende Bakterienkulturen, die in Nahrungsmitteln für Personen mit erhöhtem Energie- oder Nährstoffbedarf (Ergänzungsnahrungen) gemäss Artikel

oder in Nahrungsergänzungsmitteln gemäss Artikel 22 verwendet werden, müssen für Lebensmittelzwecke geeignet und gesundheitlich unbedenklich sein.

Es können lebende Zellen von Stämmen einer oder verschiedener Bakterienarten (Species) eingesetzt werden.

Diese müssen die folgenden Kriterien erfüllen: 3.1 Vorzugsweise menschlichen Ursprungs, keine humanpathogenen Eigenschaften, keine übertragbaren Antibiotikaresistenzen. 3.2 Sie müssen in einer international anerkannten Stammsammlung hinterlegt sein. 3.3 Species und Stamm müssen mit molekularbiologischen Methoden charakterisiert sein. Dies bedeutet:

  1. Species: DNA-DNA Hybridisierung oder 16SrRNA Sequenzanalyse

  2. Stamm: International akzeptierte molekular-biologische Methode wie molekulabiologisches Fingerprintverfahren PFGE oder RAPD