AS 2021 795
Verordnung
über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln
(Pflanzenschutzmittelverordnung, PSMV)
Änderung vom 30. November 2021
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung,
gestützt auf die Artikel 5 Absatz 1, 10 Absatz 1 und 10b Absatz 1 der Pflanzenschutzmittelverordnung vom 12. Mai 20101,
verordnet:
I
Die Pflanzenschutzmittelverordnung vom 12. Mai 2010 wird wie folgt geändert:
Art. 86g Übergangsbestimmung zur Änderung vom 30. November 2021
Pflanzenschutzmittel, die Wirkstoffe enthalten, die mit der Änderung vom 30. November 2021 aus Anhang 1 gestrichen werden, dürfen bis zu den folgenden Daten in Verkehr gebracht und verwendet werden:
Gebräuchliche Bezeichnung, Kennnummer Frist für das Inverkehrbringen Frist für die Verwendung des Wirkstoffs von Pflanzenschutzmitteln, von Pflanzenschutzmitteln, die den Wirkstoff enthalten die den Wirkstoff enthalten alpha-Cypermethrin 30.06.2022 30.06.2023 Cyproconazole 30.06.2022 30.06.2023 Diflubenzuron 30.06.2022 30.06.2023 Famoxadone 30.06.2022 31.12.2022 Prochloraz 30.06.2022 30.06.2023 Triazoxid 30.06.2022 30.06.2023
II
Anhang 1 wird gemäss Beilage geändert.
2021-3967 AS 2021 795
III
Diese Verordnung tritt am1. Januar 2022 in Kraft.
30. November 2021 Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung: Guy Parmelin
Anhang 1
Für die Verwendung in Pflanzenschutzmitteln genehmigte Wirkstoffe Teil A: Chemische Stoffe Aus der Liste werden gestrichen: alpha-Cypermethrin Cyproconazole Diflubenzuron Famoxadone Prochloraz Triazoxid Der Eintrag «Iodosulfuron» erhält die folgende neue Fassung:
Iodosulfuron 4-iodo-2-[(4- methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl) 185119-76-0 634 Herbizid carbamoylsulfamoyl]benzoic acid Variante: Iodosulfuron- methyl-Natrium 144550-36-7 634.501 Der Eintrag «Laminarin» erhält die folgende neue Fassung:
Laminarin (1→3)-β-D-glucan 9008-22-4 671 Stimulator natürlicher Abwehrkräfte, Stoff mit geringem Risiko Der Eintrag «Propoxycarbazone-sodium» erhält die folgende neue Fassung:
Propoxycarbazon methyl 2-[(4,5- dihydro-4-methyl-5- oxo-3-propoxy-1H- 145026-81-9 655 Herbizid 1,2,4-triazole-1-carboxamido)sulfonyl]benzoate Variante: Propoxycarbazon-Natrium 181274-15-7 655.011 Teil B: Mikroorganismen In die Liste wird aufgenommen:
Gebräuchliche Bezeichnung, Kennnummer Beschreibung Organismus Wirkungsart / Besondere Bedingungen und Einschränkungen ... Saccharomyces cerevisiae Pilzlicher Antagonist Pilz Fungizid, Stoff mit gerin- – Stamm LAS02 gem Risiko ...
Teil C Makroorganismen
In die Liste werden aufgenommen:
Gebräuchliche Bezeichnung, Beschreibung Organismus Wirkungsart/ Kennnummer Besondere Bedingungen und Einschränkungen ... Coccophagus scutellaris Parasitische Hymenopteren Insekten Insektizid ... Eupeodes corollae Räuberische Dipteren Insekten Insektizid ...
Der Eintrag «Transeius montdorensis» erhält die folgende neue Fassung:
Gebräuchliche Bezeichnung, Beschreibung Organismus Wirkungsart/ Kennnummer Besondere Bedingungen und Einschränkungen Transeius montdorensis Raubmilben Milben Insektizid, Akarizid (Synonyme: Amblyseius montdorensis und Typhlodromips montdorensis)
Teil D Grundstoffe
In die Liste wird als unterster Eintrag aufgenommen:
... Extrakt der Zwiebel von Allium cepa L. Die zur Herstellung des Extrakts verwendeten 500 g gehackte Zwiebeln in 10 l Wasser Zwiebeln müssen Lebensmittelqualität aufwei- während 10 Min. kochen, 15 Min. ziehen sen. lassen und mit einem Metallsieb absieben. Extrakt innerhalb von 24 Std. verwenden. Anwendung als Spritzapplikation für folgende Indikationen: – Alternaria solani in Kartoffeln, Stadium BBCH 21-85, max. 5 Behandlungen im Intervall von 7 Tagen, max. 0,5 kg Zwiebeln/ha; – Phytophtora infestans in Tomaten, Stadium BBCH 21-75, max. 5 Behandlungen im Intervall von 3-4 Tagen, max. 0,75 kg Zwiebeln/ha; – Botrytis cinerea in Gurken, Stadium BBCH 21-75, max. 5 Behandlungen im Intervall von 7 Tagen, max. 0,75 kg Zwiebeln/ha.
Der Eintrag «Chitosanhydrochlorid» erhält die folgende neue Fassung:
Chitosanhydrochlorid Reinheit gemäss Spezifikationen des Anwendung als Fungizid und Bakterizid zur CAS-Nr.: 70694-72-3 Europäischen Arzneibuches. Saat- und Pflanzgutbehandlung oder Blatt- Höchstgehalt an Schwermetallen: 40 ppm anwendung; Höchstdosis 800 g a.i/ha.
Der Eintrag «Essig» erhält die folgende neue Fassung:
Essig Lebensmittel gemäss Lebensmittelgesetzgebung Anwendung als Lockmittel für Becherfallen CAS-Nr.: 90132-02-8 Max. 10 % Essigsäure zum Massenfang, zur Saatbeizung und zur Desinfektion von Schnittwerkzeug. Anwendung als Vorauflauf-Herbizid und zur Einzelpflanzenbehandlung; Risiko von Phytotoxizität.
Teil E: Substitutionskandidaten Aus der Liste werden gestrichen: alpha-Cypermethrin Cyproconazol Famoxadon Prochloraz Triazoxid Pflanzenschutzmittelverordnung AS 2021 795