Rote Liste der Amphibien
2023 | Umwelt-Vollzug Biodiversität / Rote Listen
Rote Liste der Amphibien Gefährdete Arten der Schweiz
2023 | Umwelt-Vollzug Biodiversität / Rote Listen
Rote Liste der Amphibien Gefährdete Arten der Schweiz
Herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt BAFU und info fauna Bern, 2023
Impressum Rechtliche Bedeutung Herausgeber Diese Publikation ist eine Vollzugshilfe des BAFU als Bundesamt für Umwelt (BAFU) Aufsichtsbehörde und richtet sich primär an die Vollzugs- Das BAFU ist ein Amt des Eidg. Departements für Umwelt, behörden. Sie konkretisiert die bundesumweltrechtlichen Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK); Vorgaben (bzgl. unbestimmten Rechtsbegriffen und Umfang/ info fauna Ausübung des Ermessens) und soll eine einheitliche Nationales Daten- und Informationszentrum für die Fauna Vollzugs-praxis fördern. Berücksichtigen die der Schweiz, Neuenburg. Vollzugsbehörden diese Vollzugshilfe, so können sie davon ausgehen, dass sie das Bundesrecht rechtskonform Autoren vollziehen; andere Lösungen sind aber auch zulässig, sofern Benedikt R. Schmidt, Murielle Mermod, Silvia Zumbach sie rechtskonform sind. in Zusammenarbeit mit Emmanuel Rey (info fauna) und Oliver Dosch (atra Naturschutz)
Rote Liste des BAFU im Sinne von Artikel 14, Absatz 3 Begleitung (BAFU) der Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) Danielle Hofmann, Reinhard Schnidrig, Francis Cordillot (seit 2019 ecolingua) www.admin.ch/ch/d/sr/45.html.
Layout Funke Lettershop AG
Titelbild Kreuzkröte Epidalea calamita, eine Art mit starken Bestandesrückgängen. © Petra Ramseier
PDF-Download http://www.bafu.admin.ch/uv-2319-d Eine gedruckte Fassung kann nicht bestellt werden.
Diese Publikation ist auch in französischer und italienischer Sprache verfügbar. Die Originalsprache ist Deutsch.
© BAFU / info fauna 2023
1 Einleitung
1.1 Grundlage und Verwendungszweck
Rote Listen beurteilen die Aussterbewahrscheinlichkeit von Organismen und Lebensräumen und stellen damit ein Warnsystem bei der Erhaltung der Biodiversität dar. Seit dem Jahr 2000 werden die Arten in der Schweiz nach den Kriterien der International Union for Conservation of Nature (IUCN 2012; 2017) bewertet. Sie dienen insbesondere als Grundlage für: 1. die Bezeichnung von schützenswerten Lebensräumen von gefährdeten Arten und damit als wichtiges Argument in der Interessenabwägung bei Planungs- und Bauvorhaben nach Artikel 18 Absatz 1ter des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) und Artikel 14 der entsprechenden Verordnung (NHV; SR 451.1); 2. die Prioritätensetzung der fokussierten Massnahmen zur Artenförderung aufgrund des Gefährdungsgrades in Kombination mit der internationalen Verantwortung (National Prioritäre Arten; BAFU 2019); 3. die Information der Öffentlichkeit über den Zustand der Biodiversität.
Alle Amphibien gelten nach Art. 20 Abs. 1 NHG (SR 451) in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Anhang 2 NHV (SR 451.1) als geschützt.
Die vorliegende Rote Liste der Amphibien der Schweiz ist eine Neuauflage der vor 18 Jahren publizierten Liste von Schmidt und Zumbach (2005). Sie ergänzt die Listen anderer, auf aquatische Lebensräume angewiesener Artengruppen wie Libellen (Monnerat et al. 2021), Reptilien (BAFU, info fauna 2023), Fische (BAFU, info fauna 2023), Eintagsfliegen, Steinfliegen und Köcherfliegen (Lubini et al. 2012), Weichtiere (Rüetschi et al. 2012), Vögel (Knaus et al. 2021) und die Rote Liste der Lebensräume (Delarze et al. 2016).
1.2 Entwicklung der Roten Listen der Amphibien
Die erste Rote Liste der Amphibien war 1982 von Hotz & Broggi publiziert worden. Grossenbacher (1988) publizierte im Verbreitungsatlas der Amphibien der Schweiz eine Rote Liste. Eine aktualisierte Version der Roten Liste der bedrohten Amphibien der Schweiz wurde in der Roten Liste der gefährdeten Tierarten der Schweiz (Duelli, 1994) publiziert. Während die ersten Roten Listen vom Schweizerischen Bund für Naturschutz (heute Pro Natura) resp. Schriftenreihe Documenta faunistica helvetiae des Nationalen Daten- und Informationszentrums der Schweizer Fauna (CSCF) veröffentlicht worden waren, wurden ab 1994 die Roten Listen im Auftrag des heutigen Bundesamts für Umwelt publiziert. Die vorliegende Rote Liste ersetzt diejenige von 2005 (Schmidt und Zumbach 2005).
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Nach der Publikation der Roten Liste von 1994 verabschiedete das BAFU das Prinzip der regelmässigen Aktualisierung der nationalen Roten Listen auf der Grundlage der von der IUCN definierten Kriterien und Kategorien (IUCN 1994) und befürwortete die Durchführung von Feldarbeiten zur Erreichung dieses Ziels (Monnerat et al. 2021). Die erste Aktualisierung der Roten Liste der gefährdeten Amphibienarten (Schmidt und Zumbach 2005) nach diesen Richtlinien wurde in zwei Jahren Feldarbeit in Zusammenarbeit mit professionellen Herpetologinnen und Herpetologen sowie zahlreichen Freiwilligen erarbeitet.
Da alle 10–15 Jahre eine Aktualisierung der Roten Liste geplant war, wurden ab 2018 erneut Felderhebungen für eine Dauer von zwei Jahren durchgeführt. Die Methodik der Feldarbeit und der Datenanalyse wird im Anhang beschrieben, deckt sich aber im Wesentlichen mit derjeinigen von 2005.
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2 Zustand der Amphibien in der
Schweiz
2.1 Gefährdung der Arten
Die Schweizer Fauna umfasst 19 einheimische Amphibienarten (einige davon mit Unterarten, die Einstufungen erfolgten auf Artniveau) und vier nicht einheimische Arten sind invasiv. Die invasiven Arten wurden für diese Rote Liste nicht evaluiert (NA).
Neuere genetische Untersuchungen zeigen, dass in der Schweiz neben den einheimischen Wasserfrosch-Arten der Gattung Pelophylax auch mehrere invasive Pelophylax-Arten leben. Im Jahr 2005 gingen Schmidt und Zumbach (2005) davon aus, dass es nur eine Art, der Seefrosch Pelophylax ridibundus, sei. Genetische Studien zeigten, dass auch P. bedriagae, P. kurtmuelleri und P. bergeri in der Schweiz vorkommen (Dubey et al. 2014, Dufresnes et al. 2017). Diese invasiven Arten wurden für die vorliegende Rote Liste aber nicht evaluiert (NA).
Zwei Arten, der Moorfrosch Rana arvalis und die Knoblauchkröte Pelobates fuscus, werden in der vorliegenden Roten Liste nicht mehr berücksichtigt. Sie kommen heute in der Schweiz nicht mehr vor und es ist auch unklar, ob sie früher in der Schweiz vorgekommen sind. Diese Arten wurden in Schmidt und Zumbach (2005) noch als DD (data deficient) eingestuft.
Von den 19 eingestuften Arten sind 15 (79 %) auf der Roten Liste (Kategorie RE – in der Schweiz ausgestorben, CR – vom Aussterben bedroht, EN – stark gefährdet und VU – verletzlich). Vier Arten (21 %) sind nicht gefährdet (LC) (Tab. 1, Abb. 1).
Tab. 1: Anzahl und Anteil Amphibienarten pro Kategorie
Kategorie Anzahl Anteil Anteil (%) am Total Arten (%) an bewerteten Arten Roter Liste RE In der Schweiz ausgestorben 1 6,7 % 5,2 % CR Vom Aussterben bedroht 0 0,0 % 0,0 % EN Stark gefährdet 6 40,0 % 31,6 % VU Verletzlich 8 53,3 % 42,1 % Total Arten/Anteil der Roten Liste 15 100,0 % 78,9 % NT Potenziell gefährdet 0 0,0 % LC Nicht gefährdet 4 21,1 % Total der bewerteten Arten 19 100,0 %
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Abb. 1: Anteil der beurteilten Amphibienarten pro Gefährdungskategorie Prozente gerundet, ohne Kategorien DD und NE
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3 Artenliste mit
Gefährdungskategorien Legende zur Artenliste (Tab. 2)
Namen Wissenschaftlicher Name und Deutscher Name Kat. Gefährdungskategorien (gemäss IUCN 2001, 2012) RE In der Schweiz ausgestorben CR Vom Aussterben bedroht EN Stark gefährdet VU Verletzlich NT Potenziell gefährdet LC Nicht gefährdet DD Ungenügende Datengrundlage NE Nicht evaluiert Kriterien IUCN Einstufungskriterien der IUCN (die angewendete Methode bestimmt welche, s. Anhang A2)
A Abnahme der Bestände im Zeitverlauf (früher, heute, künftig) B Geografische Verbreitung verbunden mit Fragmentierung, Abnahme eines Habitats C Geringe Grösse der Population verbunden mit einer Abnahme der Populationsgrösse D Sehr geringe Grösse der Population oder des Verbreitungsgebietes – nicht verwendet E Quantitative Analyse des Aussterberisikos – nicht verwendet Zusätzliche Bezeichnungen cd «conservation dependent» Bemerkungen Diese Kolonne enthält ergänzende Informationen zum Gefährdungsstatus und dem Entwicklungstrend.
Eine digitale Liste (XLS) ist auf der Webseite des BAFU erhältlich: www.bafu.admin.ch/rotelisten
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3.1 Rote Liste der Amphibien
Tab. 2: Liste der Amphibien mit Gefährdungskategorie
Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Kat. IUCN-Kriterien Bemerkungen Urodela Schwanzlurche
Ichthyosaura alpestris Bergmolch LC Lissotriton helveticus Fadenmolch VU B2a,b(iii, iv) Bestandesrückgang gebremst Lissotriton vulgaris Teichmolch EN B2a, b(ii, iii) Bestandesrückgang geht leicht gebremst weiter Salamandra atra Alpensalamander LC Salamandra salamandra Feuersalamander VU cd Bestandesrückgang ging weiter; «cd» weil latent bedroht durch den pathogenen Pilz Batrachochytrium salamandrivorans. Im Falle einer Kontamination sollten umfangreiche Massnahmen ergriffen werden. Triturus cristatus Kammmolch EN B2a,b(ii, iii) Bestandesrückgang geht leicht gebremst weiter Triturus carnifex Italienischer Kammmolch EN B2a,b(ii, iv) Bestandesrückgang gebremst Anura Froschlurche
Alytes obstetricans Geburtshelferkröte VU A3b Bestandesrückgang geht weiter Bombina variegata Gelbbauchunke VU cd Bestandesrückgang geht weiter; «cd» weil die Art stark auf spezifische Schutzmassnhahmen angewiesen ist Bufo bufo Erdkröte LC Bufotes viridis Wechselkröte RE Nach dem Aussterben der Art gab es in den 1990er-Jahren eine kleine Population im Mendrisiotto, die aber erloschen ist. Selten werden Einzeltiere beobachtet. Epidalea calamita Kreuzkröte EN A3b, B2a, starker Bestandesrückgang geht weiter; b(ii, iii, iv, v), cd «cd» weil die Art stark auf spezifische Schutzmassnhahmen angewiesen ist Hyla arborea Laubfrosch VU B2a, b(ii, iii) Bestandesrückgang geht weiter (ausser in einigen Regionen) Hyla intermedia Italienischer Laubfrosch EN B2a, b(ii, v) Bestandesrückgang gebremst Pelophylax esculentus Wasserfrosch VU A3e, B2a, b(iii) Gefährdet durch invasive Wasserfrosch- Arten Pelophylax lessonae Kleiner Wasserfrosch VU A3e, B2a, b(iii) Gefährdet durch invasive Wasserfrosch- Arten Rana dalmatina Springfrosch EN B2a, b(iii) Bestandesrückgang gebremst (in einigen Regionen) Rana latastei Italienischer Springfrosch VU C1 Könnte aufgrund der Grösse des Verbreitungsgebiets (AOO) auch als EN eingestuft werden. Invasive Krebse könnten zur Bedrohung werden. Rana temporaria Grasfrosch LC
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4 Interpretation und Diskussion
der Roten Liste
4.1 Entwicklung des Wissensstands
Die Geschichte der Erforschung der Amphibien in der Schweiz und die Entwicklung der Kenntnisse sind in Grossenbacher (1988) und Schmidt und Zumbach (2019) beschrieben. Dank der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS) und Monitoring-Programmen, die in den Kantonen laufen, verbessert sich der Wissensstand jedes Jahr. Aber auch Online-Meldeplattformen haben dazu geführt, dass durch Freiwillige viel mehr Amphibien als früher gemeldet werden. Dies ist mit ein Grund, warum das bekannte Verbreitungsgebiet der beiden Salamander deutlich grösser geworden ist: Es ist keine reale Vergrösserung sondern ein Wissenszuwachs. Die Steigerung des Wissens ist erfreulich, denn sie ist entscheidend, um die Qualität der verschiedenen Instrumente (z. B. Rote Listen, Biotope von nationaler Bedeutung), sowie das Monitoring des Bundes, der Kantone und sogar der Gemeinden zu verbessern.
4.2 Vergleich mit der Roten Liste 2005
4.2.1 Übersicht
Die Kriterien und Kategorien der Gefährdung sowie das Einstufungsverfahren für die verschiedenen Arten sind dieselben wie bei der vorhergehenden Roten Liste (Schmidt und Zumbach 2005). Die Zahlen sind also weitgehend vergleichbar, auch wenn es ein paar methodische Anpassungen gab.
Für die Rote Liste 2023 der gefährdeten Amphibien der Schweiz wurden 19 Arten betrachtet, also eine Art weniger als 2005. Der Hintergrund dieser Änderung ist: einerseits werden die beiden Arten Moorfrosch (Rana arvalis) und Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) heute nicht mehr als einheimische Arten betrachtet (minus
2 Arten), und andererseits werden die beiden einheimischen Wasserfrosch-Arten (Pelophylax lessonae und
P. esculentus) neu getrennt evaluiert (plus eine Art). Für den Vergleich der Roten Listen konnten 19 Arten verglichen werden.
Drei Arten gelten als abhängig von Förderungsmassnahmen «conservation dependent» (Feuersalamander, Gelbbauchunke, Kreuzkröte). In der Roten Liste von 2005 gab es dieses Kriterium noch nicht.
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Tab. 3: Vergleich der Roten Listen 2005 und 2023 Berücksichtigt sind nur die in beiden Listen eingestuften Arten. Die Wasserfrösche P. esculentus und P. lessonae werden in dieser Gegenüberstellung wegen der Vergleichbarkeit nur als 1 Art gezählt, weil sie 2005 als ein Artkomplex eingestuft wurden.
Gefährdungskategorie 2005 2023 Arten in beiden Roten Listen gemeinsam Anzahl Arten Anteil (%) am Total Anzahl Arten Anteil (%) am Total der bewerteten Arten der bewerteten Arten RE In der Schweiz ausgestorben 1 5,5 % 1 5,2 % CR Vom Aussterben bedroht 0 0,0 % 0 0,0 % EN Stark gefährdet 9 50,0 % 6 31,6 % VU Verletzlich 4 22,2 % 8 42,1 % Total Arten der Roten Liste 14 77,7 % 15 78,9 % NT potenziell gefährdet 2 5,5 % 0 0,0 % LC nicht gefährdet 3 16,6 % 4 21,1 % Total der bewerteten Arten 19 100,0 % 19 100,0 % Red list index (RLI) 0,56 0,59
4.2.2 Analyse der Gefährdungskategorien
Der Rote Liste-Index (RLI) der IUCN (Butchart et al. 2007, Bubb et al. 2009) bewertet die gesamte Gefährdungssituation eines Artensets unter Einbezug sämtlicher Gefährdungskategorien. Der RLI ist besonders dann aussagekräftig, wenn er für den Vergleich zweier oder mehrerer Roter Listen verwendet wird. Dazu muss das gleiche Artenset zu unterschiedlichen Zeitpunkten durch Rote Listen eingestuft worden sein. Die Skala geht von 0 bis 1. Dabei befänden sich bei einem Index von 1 alle Arten in der Kategorie LC, bei 0 wären alle Arten ausgestorben.
Die berechneten RLI der Roten Listen 2005 und 2023 weisen einen leicht positiven Trend von 0,56 zu 0,59 aus. Ein Vergleich mit noch früheren Roten Listen ist nicht möglich, da komplett andere Kategorien und Einstufungen verwendet wurden.
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Abb. 2: Darstellung des Red List Index für die Amphibien für die Jahre 2005 und 2023
Im Folgenden wird das Wichtigste aus dem Vergleich der aktuellen Roten Liste und derjenigen von 2005 zusammengefasst und, wo nötig, die Gründe für die Einstufung in die Gefährdungskategorien begründet.
4.2.2.1 Arten mit höherer Einstufung
Zwei der in beiden Listen aufgeführten Arten wurden einer höheren Gefährdungskategorie zugeordnet. Die Wasserfrösche Pelophylax lessonae und P. esculentus wurden in der Roten Liste von 2005 als Artenkomplex zusammen als «NT» (potenziell gefährdet) eingestuft. Neu sind sie in der Kategorie «VU» (verletzlich). Zwar zeigt sich in den Daten zur Anzahl Populationen und zur Grösse des Verbreitungsgebiets kein nenneswerter Rückgang der Wasserfrösche. Diese Zahlen beschreiben aber alle Wasserfrosch-Arten, also auch die invasiven Arten. Im Rahmen der Wirkungskontrolle Biotopschutz (WBS) wird auch Umwelt-DNA eingesetzt (die Art wird über den Nachweis von DNA in Wasserproben nachgewiesen; Schmidt und Grünig 2017). Die Umwelt-DNA der einheimischen Wasserfrosch-Arten wurde in nur 51 % der untersuchten Amphibienlaichgebiete gefunden (in 90 Amphibienlaichgebieten wurde Umwelt-DNA von Pelophylax-Fröschen gefunden). Deswegen wurden die Kennzahlen für die Pelophylax-Frösche halbiert und das ergab einen starken Rückgang des Verbreitungsgebiets und der Anzahl Populationen, welcher eine Einstufung als verletzlich «VU» rechtfertigt. In der Roten Liste von 2005 wurden die beiden Arten gemeinsam als Wasserfrosch-Komplex eingestuft. Angesichts der Bedrohung durch die invasiven Arten und der Tatsache, dass P. lessonae möglicherweise nur noch in wenigen Populationen vorkommt, erscheint eine getrennte Einstufung sinnvoll. Dubey et al. (2019) und Dufresnes et al. (2020) zeigen, dass P. lessonae selten ist und die Populationen klein sind. Die Art könnte in Zukunft als «vom Aussterben bedroht» (CR) eingestuft werden. Amphibienlaichgebiete mit genetisch reinen P. lessonae-Populationen verdienen höchsten Schutz.
4.2.2.2 Arten mit unveränderter Einstufung
Der Gefährdungsgrad von 14 Arten bleibt unverändert. Von diesen verbleiben alle auf der Roten Liste (RE: 1, CR: 0, EN: 6, VU: 3).
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Der Alpensalamander Salamandra atra gilt weiterhin als ungefährdet (LC), da sein Verbreitungsgebiet gross ist. Dennoch wurde ein Bestandesrückgang von etwa 10 % beobachtet.
Der Feuersalamander Salamandra salamandra hat ein grosses Verbreitungsgebiet und die seit 2005 beobachteten Bestandesrückgänge sind nicht mehr so stark wie sie es vor 2005 waren. Zahlreiche Faktoren wie Waldstrassen, Fragmentierung der Wälder, Wasserqualität und das Austrocknen kleiner Bäche im Frühling, besonders im Jura, sind eine Bedrohung für diese Art. Ausserdem ist die Art bei uns latent durch eine mögliche Einschleppung des pathogenen Pilzes Batrachochytrium salamandrivorans bedroht. Aus diesen Gründen wurde die Art als «conservation dependent» eingestuft (VU). Ohne Massnahmen zu ihrem Schutz (z. B., kein Besatz kleiner Bäche mit Sömmerlingen, ausreichend liegendes Totholz in den Wäldern, Anlage von Kolken zwecks Wasserrückhalt) würde sich der Bestandesrückgang verstärken.
Der Bergmolch Ichthyosaura alpestris ist weit verbreitet und der Bestand oder der Kenntnisstand nimmt zu (LC).
Der Kammmolch Triturus cristatus wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie EN eingestuft. In der Roten Liste 2005 wurde er auch wegen starker Bestandesrückgänge als EN eingestuft. Die Bestandesrückgänge gehen weiter, sind aber gemäss den Richtlinien der IUCN nicht mehr stark genug für die Kategorie EN (siehe Abb. 2). In manchen Regionen ist die Art durch standortfremde Vorkommen des Triturus carnifex gefährdet.
Der Italienische Kammmolch Triturus carnifex wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie EN eingestuft. Bei den Vorkommen im natürlichen Verbreitungsgebiet wurde ein beachtlicher Bestandesrückgang beobachtet.
Der Fadenmolch Lissotriton helveticus wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie VU eingestuft. In der Roten Liste 2005 wurde er auch aufgrund starker Bestandesrückgänge als VU eingestuft. Die Bestandesrückgänge gehen weiter, sind aber gemäss den Richtlinien der IUCN nicht mehr stark genug für die Kategorie VU.
Der Teichmolch Lissotriton vulgaris wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie EN eingestuft. In der Roten Liste 2005 wurde er auch wegen starker Bestandesrückgänge als EN eingestuft. Die Bestandesrückgänge gehen weiter, sind aber gemäss den Richtlinien der IUCN nicht mehr stark genug für die Kategorie EN.
Die Kreuzkröte Epidalea calamita verbleibt in der Kategorie EN, weil sie als «conservation dependent» eingestuft wurde. Diese Art zeigte schon 2005 die stärksten Bestandesrückgänge aller Arten. Dies zeigte sich auch bei der Auswertung der Daten der Feldarbeiten für die aktuelle Rote Liste. Die Rückgänge hätten gemäss den Richtlinien der IUCN «nur» noch für VU gereicht, aber der starke Rückgang konnte nur wegen vieler Schutz- und Fördermassnahmen für diese Art abgebremst werden (siehe Abb. 3). Diese Art ist sehr stark darauf angewiesen, dass die Schutzmassnahmen weitergeführt und verstärkt werden.
Die Wechselkröte Bufotes viridis bleibt ausgestorben (RE), auch wenn in seltenen Fällen einzelne aus Italien eingewanderte Individuen im Südtessin beobachtet werden.
Der Italienische Laubfrosch Hyla intermedia wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie EN eingestuft.
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Der Springfrosch Rana dalmatina wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie EN eingestuft.
Der Italienische Springfrosch Rana latastei wurde wegen der kleinen Populationsgrösse in der Kategorie VU belassen. Die Grösse des Verbreitungsgebiets würde grundsätzlich auch eine Einstufung als EN zulassen. Die Art profitiert sehr stark von Schutzmassnahmen und die Bestände sind stabil, allerdings ist die Zukunft der grössten Population (etwa ein Drittel der Individuen) noch ungeklärt. Im angrenzenden Italien hat der invasive Krebs Procambarus clarkii zu starken Bestandesrückgängen geführt (Manenti et al. 2020). Sollten sich diese Krebse auch im Tessin ausbreiten, so ist eine negative Bestandesentwicklung des Italienischen Springfrosches zu erwarten.
Der Grasfrosch Rana temporaria ist weit verbreitet und die Anzahl besetzter Standorte nimmt zu (LC).
4.2.2.3 Arten mit tieferer Einstufung
Von den 4 Arten mit tieferem Gefährdungsgrad bleiben 3 auf der Roten Liste (Wechsel von EN zu VU), 1 Art (VU) wird in die Kategorie LC rückgestuft.
Abb. 3: Darstellung der Bestandesrückgänge ausgewählter Arten in der Roten Liste 2005 und der aktuellen Roten Liste
Die Geburtshelferkröte Alytes obstetricans wurde 2005 wegen starker Bestandesrückgänge in die Kategorie EN eingestuft. Die Rückgänge gehen weiter, sind aber weniger stark als sie es 2005 waren und rechtfertigen nur noch eine Einstufung in die Kategorie VU (siehe Abb. 3). Für die Förderung dieser Art braucht es die Kombination guter Weiher mit guten Landlebensräumen (Schmidt et al. 2019).
Die Gelbbauchunke Bombina variegata wurde 2005 wegen starker Bestandesrückgänge in die Kategorie EN eingestuft. Die Rückgänge gehen weiter, sind aber weniger stark als sie es 2005 waren. Die Stärke der Rückgänge reicht nicht mehr für die Kategorie VU und auch das Verbreitungsgebiet ist für diese Kategorie zu gross (siehe Abb. 3). Die Art wird durch den privaten und behördlichen Artenschutz gefördert. Ein Wegfallen der Schutzmassnahmen würde unweigerlich zu einem starken und raschen Bestandesrückgang führen. Die Art wurde deshalb als «conservation dependent» in die Kategorie VU eingestuft.
Der Laubfrosch Hyla arborea wurde wegen des kleinen Verbreitungsgebiets in die Kategorie VU eingestuft. In der Roten Liste 2005 wurde er zusätzlich aufgrund starker Bestandesrückgänge als EN eingestuft. Die Bestandesrückgänge gehen weiter, sind aber gemäss den Richtlinien der IUCN nicht mehr stark genug für die Kategorie EN (siehe Abb. 2). Lokal, beispielsweise im Aargauer Reusstal, bewirkten die Fördermassnahmen einen Anstieg der Anzahl Populationen und der Grösse der Rufchöre.
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Die Erdkröte Bufo bufo war 2005 als VU eingestuft. Die aktuelle Datenlage rechtfertigt diese Einstufung nicht mehr, daher ist sie neu als LC eingestuft. Es ist allerdings zu beachten, dass bei dieser Art an Verkehrswegen erhebliche, aber schleichende, Bestandesrückgänge beobachtet wurden (Petrovan und Schmidt 2016) und die Zunahme auch auf einen Kenntniszuwachs zurückzuführen sind (grössere Datenmenge).
4.2.3 Mögliche Ursachen für Änderungen des Bedrohungsstatus
Die Rote Liste 2005 stellte bei mehreren Arten massive Bestandeseinbrüche fest: Um die 50 % der ehemals vorhandenen Populationen waren erloschen. Die Feldarbeiten für die aktuelle Rote Liste zeigte, dass bei den allermeisten Arten die Bestandesrückgänge weiter gingen. Die Stärke des Rückgangs wurde aber gebremst und erreicht oft nicht mehr die von der IUCN definierten Schwellenwerte (–30 % oder –50 %).
Wie bereits 2005 festgestellt (Schmidt und Zumbach 2005), sind die Ursachen für den Bestandesrückgang der Amphibien seit der ersten Roten Liste von Hotz und Broggi (1982) weitgehend unverändert, auch wenn sich die Bedeutung der einzelnen Themen verändert hat. Die Qualität und die Quantität der Habitate sind ausschlaggend für vitale Populationen.
Amphibienpopulationen können durch Einflüsse auf den aquatischen und terrestrischen Lebensraum negativ beeinflusst werden. Beide Lebensräume müssen stimmen, damit Populationen fortbestehen können (in der englischsprachigen Fachliteratur wird dies «landscape complementation» genannt, Schmidt et al. 2019). Die Populationen haben meist eine gewisse Fähigkeit, mit einzelnen negativen Einflüssen umzugehen. Es ist die Summe der negativen Einwirkungen, die zu Bestandesrückgängen führt.
Der aquatische Lebensraum ist von grosser Bedeutung für die Amphibien: Überschwemmungsflächen und temporäre Gewässer sind für die meisten Amphibienarten ideal (Schmidt et al. 2015). Dauernd wasserführende Gewässer sind nur für wenige Amphibienarten geeignet, da in solchen Gewässern oft zu viele Räuber (Fische, Wirbellose) zu finden sind. Inbesondere der Besatz mit oder das illegale Aussetzen von Fischen (z. B. Goldfische) in natürlicherweise fischfreie Gewässer schadet den Amphibien. Der Besatz von kleinen Bächen mit Sömmerlingen der Forelle wirkt sich nachteilig auf die Larven des Feuersalamanders aus.
Kiesgruben und andere Abbaugebiete sind für Amphibien sehr wichtige Sekundärlebensräume, da sie eine heutzutage in der Landschaft fehlende Dynamik aufweisen und mit Pioniergewässern und Ruderalflächen ideale Lebensräume bieten. Heute ist die Nutzung sehr intensiv und die Flächen, welche den Amphibien zur Verfügung stehen, sind meist nur noch klein.
Die Veränderung des Wasserhaushalts der Schweiz beeinflusst auch die Landlebensräume, denn diese sind heute trockener und weniger geeignet für Amphibien. Dieser Umstand wird verstärkt durch strukturarme Landwirtschaftsflächen, die den Amphibien kaum Tagesverstecke bietet. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kann bei Amphibien zu Bestandesrückgängen führen (EFSA PPR Panel 2018). Kleinstrukturen in der Landwirtschaft wie Hecken, Gebüschgruppen sowie Ast- und Steinhaufen bereichern die Landschaft auch für die Amphibien.
Der Wald stellt für Amphibien der wichtigste Landlebensraum dar. Ein neues Problem im Wald ist die Trockenheit, welche zum Absterben der Waldbäume (vor allem Fichten und neuerdings Buchen) führt. Zwar zeigt das Landesforstinventar, dass die Menge an liegendem Totholz in allen Landesteilen wächst (Brändli et al. 2020), aber die von Schmidt und Zumbach (2005) geforderten minimalen 20 m3 pro Hektare sind noch nicht erreicht.
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Neue Bedrohungen sind invasive Krankheiten. Während der Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis in der Schweiz offenbar geringe Effekte hatte, könnte der «Salamanderfresserpilz» Batrachochytrium salamandrivorans verheerende Folgen haben (Stegen et al. 2017).
Auch gebietsfremde sowie invasive Arten (z. B. Seefrösche, invasive Krebse) wirken sich negativ auf die einheimischen Bestände aus (Manenti et al. 2020, Falaschi et al. 2021).
4.2.4 Förderung und Schutz von Amphibien
Zahlreiche Akteure engagieren sich aktiv im Amphibienschutz: Die Pflege der bekannten Laichgebiete, insbesondere der IANB Objekte, hat sich gegenüber vor 2005 immens verbessert. Zudem wurden in den letzten Jahren Hunderte von Weihern gebaut. Diese Massnahmen zeigen lokal und regional Erfolge. Nach der Roten Liste von 2005 publizierte info fauna – karch Praxismerkblätter für alle stark gefährdeten Arten und warb zusammen mit anderen im Amphibienschutz aktiven Personen für den Bau vom temporären Weihern (natürlich oder mit Ablassvorrichtung), mit positiven Auswirkungen auf Amphibienpopulationen (Schmidt et al. 2015, 2019). Entscheidend für den Erfolg ist die Grösse des Projekts: Dort, wo grosse Projekte realisiert werden, zeigen sich am schnellsten Erfolge (Schmidt et al. 2019).
Damit Amphibienpopulationen auf Landschaftsebene dauerhaft überleben können, sind sie auf ein dichtes Netzwerk von Gewässern und grossen Populationen angewiesen; Konnektivität zwischen Populationen ist entscheidend (Cruickshank et al. 2020). Wenn keine ökologische Infrastrukutur in Form eines dichten Gewässernetzes vorhanden ist (Faustregel: fünf Gewässer pro Quadratkilometer; grosse Gewässerfläche (Einzelgewässer oder Gewässerkomplexe; idealerweise mehr als 5000 m 2), Distanzen zwischen den Gewässern sollten 500 m nicht überschreiten), dann begünstigt dies das Erlöschen von Populationen. Konnektivität ist aber nur dann gegeben, wenn die Populationen viel Nachwuchs produzieren (grosse Wasserflächen ermöglichen dies), welcher dann abwandert. Gegenwärtig ist dies vielerorts nicht der Fall (Cruickshank et al. 2021).
Kiesgruben sind wichtige Lebensräume für Amphibien. Hier braucht es weiterhin Anstrengungen, damit die Gruben ihren Wert für die Amphibien behalten. Eine ökologische Begleitung des Abbaus durch Fachspezialisten ist oft sinnvoll.
4.2.5 Klimaeinflüsse
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Amphibien sind im Moment noch schwer abzuschätzen (Schmidt 2019), aber sowohl Veränderungen in der Temperatur wie auch im Niederschlagsregime könnten den Amphibien zu schaffen machen (Miller et al. 2018). Insbesondere längere Trocken- und Hitzeperioden dürften schädlich sein. Im trockenen Frühling 2020 waren im Frühling viele kleine Bäche über längere Abschnitte trocken, sodass sich die Larven des Feuersalamanders nicht entwickeln konnten. Prognosen sagen eine zunehmende Häufigkeit und Dauer von extremen Trockenperioden voraus (Perroud und Bader 2013, BAFU 2016).
4.3 Vergleich mit Europa
Von den einheimischen Arten ist auf der europäischen Roten Liste der Amphibien nur der Italienische Springfrosch Rana latastei als «verletzlich» (VU) aufgeführt (Temple und Cox 2009).
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Anhang A1 Nomenklatur und Taxonomie
Die Artenliste hat sich gegenüber der letzten Roten Liste nicht verändert (ausser dass die Arten Moorfrosch Rana arvalis und Knoblauchkröte Pelobates fuscus nicht mehr behandelt werden). Zwei Arten, die Wasserfrösche der Gattung Pelophylax, bilden einen hybridogenetischen Hybrid-Komplex (Pelophylax esculentus, P. lessonae). Im Vergleich zur Roten Liste von 2005 (Schmidt und Zumbach 2005) hat sich die Taxonomie und Nomenklatur stark geändert. Diese Rote Liste orientiert sich bei den wissenschaftlichen Namen an den Empfehlungen des «Taxonomic Committee» der Societas Europaea Herpetologica (Speybroeck et al. 2020).
Tab. 4: Taxonomische Anpassungen zwischen der Roten Liste 2005 und der aktuellen (2023)
Rote Liste 2005 Rote Liste 2023 Triturus helveticus Lissotriton helveticus Triturus vulgaris Lissotriton vulgaris Triturus alpestris Ichthyosaura alpestris Bufo calamita Epidalea calamita Bufo viridis Bufotes viridis Rana esculenta Pelophylax esculentus Rana lessonae Pelophylax lessonae Rana ridibunda Pelophylax ridibundus
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A2 Vorgehen bei der Erstellung der Roten Liste
A2-1 Datengrundlage Die Datenbank von info fauna umfasst mehr als 381 000 Amphibienmeldungen. Es sind 16 253 Amphibienlaichgebiete erfasst (Stand März 2022).
A2-2 Verfahren zur Zuteilung des Gefährdungsgrades Die IUCN bietet fünf Gruppen von Kriterien (A–E) zur Einstufung der Arten in die verschiedenen Gefährdungskategorien an. Drei (A, C und D) verlangen quantitative Angaben aufgrund von Zählungen oder Schätzungen der Anzahl (C und D) oder Abnahme (A) der adulten Individuen einer Art im Untersuchungsgebiet (eine Schätzung der Veränderung der Anzahl Individuen kann auch über die Veränderung der Anzahl Populationen erfolgen, Schmidt und Zumbach 2005, Cruickshank et al. 2016). Die vierte Gruppe (E) verwendet Vorhersagemodelle der Populationsdynamik und der Aussterbewahrscheinlichkeit, wozu Wissen über die Demographie notwendig ist. Beim Kriterium B wird die Grösse des Verbreitungsgebietes angeschaut.
Wir haben für die Erarbeitung der vorliegenden Roten Liste die Kriterien A, B und C verwendet. Als Datengrundlage dienten: · die Datenbank von info fauna, · Daten aus der Wirkungskontrolle Biotopschutz WBS (Jahre 2014–2019) (siehe https://biotopschutz.wsl.ch/de/modul-amphibienlaichgebiete.html), · eigens für diese Rote Liste durchgeführte Felderhebungen, und · das Braunfrosch-Monitoring im Mendrisiotto. Dieses auf freiwilliger Basis durchgeführte Monitoring lieferte alljährliche Zahlen zu den Populationsgrössen der Braunfrösche. Für die Rote Liste sind die Zahlen für den Italienischen Springfrosch Rana latastei wichtig.
In der Datenbank von info fauna waren zum Zeitpunkt der Datenanalysen (Stand Juni 2022) 302 884 Meldungen von Amphibien aus 14 495 Amphibienlaichgebieten (Stand Juni 2020) registriert. Die Anzahl der Meldungen und der Objekte ist in den letzten Jahren stark angestiegen, teilweise auch wegen den neuen Online- Meldeplattformen wie www.ornitho.ch.
Im Rahmen der WBS werden 258 Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung in einem 6-Jahres-Turnus auf ihre Amphibienbestände kontrolliert. Dies erlaubt Aussagen über die Veränderung der Bestände der «wertgebenden Arten» (im Sinne der Amphibienlaichgebiete-Verordnung AlgV; SR 451.34). Die WBS zeigt aber auch auf, welche Arten erstmals in einem Amphibienlaichgebiet nachgewiesen wurden (entweder weil sie früher übersehen wurden oder weil die Gebiete kolonisiert wurden; siehe Bergamini et al. 2019).
Die Felderhebungen, welche eigens für die Rote Liste durchgeführt wurden, basieren auf den Felderhebungen für die Rote Liste von 2005 (Schmidt und Zumbach 2005). Für die Rote Liste 2005 wurden 289 Amphibienlaichgebiete besucht. Ein Teil dieser Amphibienlaichgebiete (119) wurde später in die WBS aufgenommen. 151 Amphibienlaichgebiete wurden für die vorliegende Rote Liste erneut besucht.
Ausserdem wurden 58 neu erstellte Amphibienlaichgebiete in den Kantonen AG, BL, LU, SG, VD und ZH untersucht. Diese sollen aufzeigen, wie weit neu erstellte Gewässer von Amphibien genutzt werden. Diese neuen Amphibienlaichgebiete wurden nach Publikation der Roten Liste 2005 erstellt, bestanden aber bereits einige Jahre, so dass eine Kolonisierung möglich gewesen wäre.
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Mit diesen Daten lassen sich folgende Vergleiche machen: · Anzahl von einer Art bewohnte Amphibienlaichgebiete, die für die Rote Liste 2005 und die Rote Liste 2020 besucht wurden. Der Vergleichszeitraum umfasst 15 Jahre. · Anzahl von einer Art bewohnte Amphibienlaichgebiete, die für die Rote Liste 2005 und in der WBS 2020 besucht wurden. Der Vergleichszeitraum umfasst 10–15 Jahre. · Anzahl von einer Art bewohnte Amphibienlaichgebiete, die für die WBS besucht werden (aber nicht für die Rote Liste 2005). Die Amphibienbestände in diesen Objekten werden mit den Angaben in der AlgV verglichen; man blickt also etwa 30 Jahre in die Vergangenheit. · Anzahl von einer Art bewohnte, neu erstellte Amphibienlaichgebiete. Für diese Gruppe gibt es logischerweise keinen Vergleichszeitraum.
Die vier Anzahlen des ehemaligen Bestandes (Rote Liste 2005, AlgV) werden dann aufsummiert und den Anzahlen des aktuellen Bestandes gegenübergestellt. Die Veränderung der Anzahlen wird dann verwendet, um Bestandesveränderungen nach IUCN-Kriterium «A» zu berechnen.
Die Datenbank von info fauna wurde genutzt, um die Grösse des Verbreitungsgebiets der Arten für die Einstufung nach IUCN-Kriterium «B» zu berechnen. Zu diesem Zweck haben wir in der Datenbank alle Amphibienlaichgebiete mit einem Nachweis der jeweiligen Art gesucht. Dann wurde um jedes Objekt ein Kreis gelegt und die Fläche berechnet. Für die biogeographischen Regionen Jura und Mittelland wurde wegen der starken Fragmentierung für Schwanzlurche ein Radius r = 0,5 km und für die Froschlurche ein Radius r = 1,0 km gewählt. Für die anderen biogeographischen Regionen wurde ein Radius r = 1,13 km gewählt. Anschliessend wurden alle Flächen zusammengezählt. Wenn zwei Amphibienlaichgebiete nahe beieinander lagen, konnten die Kreisflächen überlappen. Die Überlappungsfläche wurde nur einmal gezählt. Die Fläche ergab dann die «area of occupancy» (AOO) gemäss IUCN-Kriterium «B». Das AOO ist kleiner als von der IUCN empfohlen, ist aber mit Schmidt und Zumbach (2005) vergleichbar und entspricht mehr der Realität (Fragmentierung der Landschaft, effektiv besiedelbare Fläche; siehe dazu auch Zanini et al. 2008).
Die Verbreitung von Alpen- und Feuersalamander wurde mit Hilfe von Freiwilligen erfasst. Die Freiwilligen erfassten Salamander in ihnen zugewiesenen Quadraten. Mit diesen Daten konnte berechnet werden, wie sich der Bestand der Salamander veränderte.
Für den Italienischen Springfrosch Rana latastei wurden die Daten aus dem Braunfrosch-Monitoring im Mendrisiotto verwendet, um eine Einstufung nach IUCN-Kriterium «C» (Bestandesgrösse) zu machen.
Wie von der IUCN verlangt, wurden für alle Kriterien auch die Zusatzkriterien bestimmt. Wo möglich erfolgte dies auf der Grundlage der Daten. Wo dies nicht möglich oder nicht sinnvoll war, erfolgte die Evaluation der Zusatzkriterien fachgutachterlich.
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A3 Die Roten Listen der IUCN
Seit 1963 erstellt die IUCN Rote Listen weltweit gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Dazu werden die Arten anhand festgelegter Kriterien in Gefährdungskategorien eingestuft. Diese in den 1960er-Jahren eher subjektiv formulierten Kriterien wurden 1994 durch ein objektiveres System abgelöst (IUCN 1994), welches auf klaren Vorgaben und einer besseren Konsistenz zwischen Listen unterschiedlicher Personen und Ländern basiert und somit eine bessere Vergleichbarkeit zwischen Roten Listen mit unterschiedlichen Massstäben der Untersuchungsräume und gegenüber künftigen Revisionen ermöglicht. Aufgrund der Erfahrungen mit der IUCN- Methode von 1994 wurden die Kriterien nochmals geringfügig revidiert. Die neue Fassung mit Empfehlungen wurden einige Jahre später veröffentlicht (IUCN 2001, 2012, 2014, 2017).
Die Roten Listen der IUCN haben das Ziel, die Aussterbewahrscheinlichkeit einer Art in einem Gebiet zu schätzen. Für einen Staat bedeuten sie folglich die Aussterbewahrscheinlichkeit einer Art innerhalb der Landesgrenzen. Als taxonomische Einheit wurde meistens die Art verwendet, aber die Schätzung kann auch auf tiefere (Unterart) oder höhere (Aggregat) taxonomische Stufen angewendet werden.
Dieses Vorgehen darf nicht mit der nationalen Prioritätensetzung in der Artenförderung verwechselt werden. Letztere wird auch von anderen Faktoren beeinflusst, z. B. von der Verantwortung eines Staates für die Erhaltung einer vorgegebenen Art (vgl. BAFU 2016 und 2019). Tatsächlich ist es so, dass die IUCN explizit davon abrät, die nach ihren Regeln erstellten Roten Listen für die Prioritätensetzung im Naturschutz zu verwenden (Collen et al. 2016).
Die von der IUCN angewendeten Kriterien für die Einstufung der Arten in die verschiedenen Gefährdungskategorien sind quantitativer Art. Sie haben einen allgemein anerkannten, entscheidenden Einfluss auf die Aussterbewahrscheinlichkeit. Für gegebene Zeiträume oder Regionen sind dies: Populationsgrösse und Bestandesveränderung der Art, Grösse und Veränderung des Verbreitungsgebietes oder das effektiv besiedelte Gebiet. Dazu kommen weitere Parameter wie: Die Isolation und Fragmentierung der Populationen, die Qualität ihrer Lebensräume oder die Begrenzung auf sehr kleine Gebiete. Als Ergänzung können Expertenmeinungen dienen, wenn die strikte, auf quantitative Schwellenwerte beruhende Anwendung der IUCN-Kriterien einen ungenügend begründeten Gefährdungsstatus ergibt. Dies erfolgt in einem zweiten Beurteilungsschritt.
Basierend auf diesen Kriterien publizierte die IUCN 1996 eine erste Rote Liste mit mehr als 15 000 Arten (Baillie und Groomebridge 1996). Anschliessend schlugen die Autoren vor, das System zu revidieren. Die neue Version wurde wenige Jahre später publiziert (IUCN 2001, siehe auch Pollock et al. 2003).
Die Kriterien wurden ursprünglich zur Beurteilung des weltweiten Gefährdungsgrades einer Art entwickelt. Für ihre Anwendung auf regionaler Ebene hat die IUCN Richtlinien aus den Arbeiten von Gärdenfors et al. (2001) und des IUCN Standards and Petitions Subcommittee SPSC (2010) publiziert (IUCN 2001, 2012). Die vorliegende Liste stützt sich auf letztere, die unter folgender Adresse verfügbar sind: www.iucnredlist.org.
Die angewandten Prinzipien, die Gefährdungskategorien und die Kriterien zur Beurteilung des Zustands der Arten folgen den Leitlinien von 2010. Sie sind auf der BAFU-Webseite: www.bafu.admin.ch/rotelisten (InfoSpecies 2020) nachzulesen.
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Die Revision der vorliegenden Roten Liste war nur dank zahlreicher Personen möglich, die ihre Daten zur Verfügung gestellt haben, als Freiwillige mitgearbeitet haben oder Amphibienlaichgebiete im Mandatsverhältnis untersucht haben. Wir danken allen herzlich für ihre grosse Hilfe:
Die Erfassung der Amphibien in den Amphibienlaichgebieten wurden von folgenden Experten und Expertinnen gemäss Feldprotokoll erhoben: Adrian Aebischer, Sarah Althaus, Robin Arnoux, Jonas Barandun, Christophe Berney, Maxime Chèvre, Alberto Conelli, Oliver Dosch, Sylvain Dubey, Bernhard Egli, Bettina Erne, Jean-Marc Fivat, Manuel Frei, Renata Fulcri, Antoine Gander, Martin Gassner, Planikum GmbH, Joaquim Golay, Petra Graf, Sabine Joss, Sabrina Joye, Stefan Keller, Marie-Louise Kieffer, Luis Lietha, Manuel Lingg, Mario Lippuner, Beatrice Lüscher, Tiziano Maddalena, Alain Maibach, Christian Meienberg, Robert Meier, Murielle Mermod, Andreas Meyer, Ivo Moser, Paul Mosimann, Markus Müller, Marco Nembrini, Rainer Neumeyer, Jérôme Pellet, Niklaus Peyer, Petra Ramseier, Thomas Reich, Timo Reissner, André Rey, Joggi Rieder, Thomas Röösli, Andreas Rotach, Marianne Rutishauser, Andy Schären, Benedikt Schmidt, Barbara Schnüriger, Esther Schweizer, Manfred Steffen, Michael Stettler, Stephan Strebel, Urs Tester, Jacques Thiébaud, Ursina Tobler, Andreas Tschopp, Deborah Unternährer, Denis Vallan, Karine Vincent, Beat von Wyl, Andy Wyss, Flavio Zanini, Mirko Zanini, Silvia Zumbach
Die beiden Salamander wurden mit Hilfe von Freiwilligen im Feld erfasst. Allen danken wir herzlich: Vincent Adamo, Martina Allgeier, Sarah Althaus, Claudia Baumberger, Karin Baumgartner, Ingo Behrmann, Claudia Bernoulli, Markus Berset, Yannick Berthoud, Emil Birnstiel, Ernst Birrer, Vincent Blanchet, Christoph Blattmann, Frank Blume, Marc Bolliger, Nicolas Bonzon, Sabina Bösch, Isabel Brogle, Peter Brunner, Walter Buchmann, Sven Buchmann, Sarah Burg, Mattia Cattaneo, Nicolas Cerf, Aline Chapuis, Jan Charvat, Yann Chatelain, Sabrina Ciprietti, François Claude, Nicolas Comment, Alberto Conelli, Milena Conzetti, Sam Cruickshank, Christian Degen, Kelly Delavy, Ursina Deller, Dominique Dietrich, Oliver Dosch, Magali Dreyer, Dominik Dubach, Anne-Christine Durgniat, Morgane Durgniat, Nicolas Dussex, Valentin Eichenberger, Jean-Jacques Etter, Felix Etterlin, Barbara von Euw, Yvonne Fabian, Serge Fischer, Lisa Fisler, Christian Flück, Manuel Freiburghaus, Michel Friedli, Petra Friedrich, Stefan Fritsche, Sandrine Froidevaux, Renata Fulcri, Rita Gafner, Philippe Gavillet, Christian Geiger, Matthias Gerber, Marion Gessner, Robin Gloor, Philippe Golay, Albert Good, Yvonne Good, Helena Greter, Heinz Grimm, Christa Grimm, Kurt Grossenbacher, Sonja & Daniel Grossenbacher, Iris Guggisberg, Pauline Guillemin, Erika Gunsch Küpfer, Barbara Haas, Ursula Habermacher, Benedikt Hänggi, Erika Hässig, Camille Heller, Barbara Herzog, Heinz Hess, Stefan Hohler, Maja Hüftle, Manuela Hurni, Jennifer Iseli, Julie Italiano, Maria Jakober, Jean-Claude Jossevel, Andrea Jungo Wehrle, Denise Karp, Andreas Kienholz, Alma Kläntschi, Jasmin Knutti, Bärbel Koch, Anna Kolly, Isabel Kühne, Patrick Kunz, Martin Künzle, Irene Künzle, Magali Lekeu, Thomas Lipp, Simeon Lisovski, Petra Lohmann, Irene Lötscher, Elvira Mächler, Tiziano Maddalena, Simon Maendly, Gaëtan Marchand, Audrey Margand, Marzia Mattei-Roesli, Prisca Mattmann, Roland Meier, Ramona Melliger, Murielle Mermod, Jacques & Ruth Mermod, Sandro Meyer, Larissa Meyer, Peter Morf, Corinna Müller, Karl Müller, Carole Murcott, Konrad Nägeli, Silvia Nanni, Marco Nembrini, Simon Oberhofer, Josia Orlik, Birgit Ottmer, Sandra Peissard, Muriel Perron, Markus Plattner, Sandra Reinhard, François Rittmeyer, Stefanie Roder, Anita Roder, Margrit Roduner Gabathuler, Hugo Roth, Alicia Rothermann,
Marianne Rutishauser, Patrick Saladin, Timia Sanchez, Monica Sanesi, Nadia Santini, Katrin Schäfer, Martina Schallberger, Sandra Schärer, Sabine Schaufelberger, Fabian Schelbert, Peter Schmutz, Karin Schneider, Barbara Schnüriger Oetterli, Esther Sonderegger, Evelyn Sonderer, Florian Spinnler, Emilie Staub, Thomas Stettler, Bethli Stöckli, Daniel Ston, Anouk-Lisa Taucher, Isabelle Taverney,
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Marco Thoma, Emilie Tournier, Michel Traber, Philippe Tschanz, Dominik Tschirky, Andreas Tschopp, Sarah Uldry(-Mouquod), Nicolas Vial, Sabine Vögeli, Gesa Von Hirschheydt, Beat Von Wyl, Nicole Wabersky, Annemarie & Ulrich Walser, Marta Wastavino, Sandrine Weber, Thomas Wernli, Regula Winzeler, Klemens Winzeler, Josua Wohler, Adrian Wüest, Tobias Wüest, René Wunderlin, Bertrand Wüthrich, Beatrice Wydler, Lisa Zamudio, Mirko Zanini, Daniel Zeller, Andrea Zumbühl, Valerie Zwahlen
Wir danken den folgenden Herpetologinnen und Herpetologen für die Zählungen der Braunfrösche im Mendrisiotto: Sarah Althaus, Helene Bäriswil, Lutz Dalbeck, Kurt Grossenbacher, Mario Lippuner, Beatrice Lüscher, Marianne Rutishauser, Anna Katerina Schönenberger, Paolo Selldorf, Marco Thoma, Silvia Zumbach.
Ein Teil der Amphibienlaichgebiete wurde im Rahmen des Projekts «Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz WBS» untersucht. Dieses Projekt wird von Ariel Bergamini (WSL) im Auftrag des BAFU geleitet.
Wir danken dem ganzen Team von info fauna und der Beratungsstelle IANB für die intensive Diskussion der Resultate und der Einstufungen.
Wir danken speziell Emmanuel Rey und Oliver Dosch für ihre Mitarbeit bei der Datenanalyse. Ein herzlicher Dank gehen auch an Francis Cordillot und Danielle Hofmann (BAFU) für die Begleitung des Projektes sowie für die wertvollen Inputs zu Struktur und Inhalt des Berichtes.
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Anteil der beurteilten Amphibienarten pro Gefährdungskategorie 11
Abbildung 2 Darstellung des Red List Index für die Amphibien für die Jahre 2005 und 2023 16
Abbildung 3 Darstellung der Bestandesrückgänge ausgewählter Arten in der Roten Liste 2005 und der aktuellen Roten Liste 18
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Anzahl und Anteil Amphibienarten pro Kategorie 10
Tabelle 2 Liste der Amphibien mit Gefährdungskategorie 13
Tabelle 3 Vergleich der Roten Listen 2005 und 2023 15
Tabelle 4 Taxonomische Anpassungen zwischen der Roten Liste 2005 und der aktuellen (2020) 21