Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 2 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

39 II 691

§90 Vberste Zivilgerientsinsianz. — 1. Materic!irechtliche Entscheidungen.

Tissot a conclu à l'irrecevabilité et, subsidiairement. au reJet dn recours. Il fait observer que les enfants du dénoncé n'ont pas le âroit d'exiger Ia mise s0us tutelle de leur père el n'9nt par conséquent pas gualité pour recourir contre une décision qui apparaît d’ailleurs comme pleinement justiñée.

Siatuant sur ces fails el considérani en droit - Dans un arrêt récont (Huber ec. Bâle-ville, arrêt du 24 novembre 1912, RO 88 Il p. 448 et suiv., Praxis II p. 95-973 le Tribuna! fédéra! a ‘ugé gus les enfants n’ont en Principe Das qualité pour recourir au Tribunal fédéral contre une déci- 810n cantonale roafusant de prononcer l'interdiction de leur père ou mère. Non seulement ce principe doit être maintenu dans !’espèce actuelle, mais il y a lieu encore d’en rendre plus complète l’application en gupprimant les exceptions que le Tribunal fédéral avait cro devoir y apporter. APDTÈS avoir exposé que seules les personnes dont un droit (zivilrechtlicher Ánspruck) 8e trouve lésé par la décision aitaguée ont qualité pour former un recours de droit civil et Gue les parents d'une personne n’ont pas un droit propre teur permettant d'exiger s80n interdiction, le Tribuna! fédéral régervait les cas exceptionnels où, en instituant cette mesure, le législateur a eu en vue de protéger les intérêts de tiers: Or cette régerve ne se justiñie pas. Dans le système du CCS, la procédure de mise s0us tutelle a un caractère purement officiel qui exclut la possiíbitité de l’intervention, comme parties au Procès, des parents de la personne à interdire. Sans doute comme tous autres intéressés, ils ont le droit de signaler à l’autorité les cas de tutelle: mais, ainsi que lexpliguait nettement le rédacteur du Code (v. exposé des motifs p- 249), ile n’assument pas pour autant « le rôle d’un demandeur » et leur dénonciation a pour seu! effet « de provoguer l’ouverture de la procédure d'office » (v. également sa déclaration devant la Commission d'experts, séance du $ mars 4902: « Die Anzeige hätte nur die Eröftnung des ordentlichen Of6- zialverfahrens zur Folge, Neben diesem babe der Verwandtenantrag im Entwurfe keinen Platz mehr »). Si leurs intérêts s01nt compromis par l’inaction de l’autorité tutélaire, la responsabilité de celle-ci se trouvera engagée envers eux con- 2. Sachenrecht. Nè 418, GBI formément aux art. 426 et suiv. CCS ; mais iis ne sgauraient dans ia procédure d'interdiction faire valoir des droits proPres, ni par conséguent recourir au Tribunali fédéral, en vertu de l'art. 373 al, 2 CCS, contre un refus d'ordonner la mise sous tutelle. Déjà d’après l’Avant-Projet du Code qui prévoyait une procédure judiciaire (art. 401) faisant suite à

la procédure administrative (art. 400), le droit de recourir en justice n’était accordé qu’à l'interdit (art. 401, cf. exposé des motifs p. 251: une seule garantie générale s’impose : Vènterdit aura le droit de recourir en justice contre s80n interdiction prononcée par l’autorité compétente). Cette disposìtion ne se retrouve pas dans le Code, celui-ci ayant renoncé à pregcrire l’institution de deux instances cantonales successìdes et s'étant borné à réserver le recours au Tribunal fédéral (art. 373); mais il est manifeste que, tont comme le recours en justice du projet, ce recours au Tribunal fédéral n’est destiné à garantir les droits que de la personne dont la capacité civile est en jeu. Par ces motifs, le Tribunal fédéral prononce : TI n’est pas entré en matière gur le recours.

2. Sachenrecht. — Des droits réels.

4119. Arkeil der IT. Zivilabteisung vom 12. November 1913 in Sachen Fuz und Genossen, Bell, u. Ber.-Kl., gegen y Mösch, Kl. u. Ber.-Bekl.

Art. 717 ZGB: Dass ein constitutum possessorium die Umgehung der Bestimmungen über das Fausipfand bezweckle, kann aus seiner wirtschaftlichen Funktion (Darlehens- statt Güteraustauschgeschäft) geschlossen werden.

Faits

A. — Am 31. März 1912 kaufte der Kläger von seinem Schwager Otto Dietschi, Geometer in Frick, verschiedene Mobilien (Spiegelschrank, Schreibpult, Diwan usw.) zum Preise von 2000 Fr.

692 Oberste Zivilgerichtsinstanz. — I. Materiellrechtliche Entscheidungen, Der Kaufpreis war dazu bestimmt, dem Verkäufer, dessen Geschäfte eine s{<lechte Wendung genommen hatten, die Möglichkeit zur Auswanderung nah Argentinien zu verschaffen. Gleichen Tags mietete der Kläger in Frick eine Wohnung, die er in der Folge, samt den erworbenen Gegenständen, der Familie des Otto Dietschi zum unentgeltlien Gebrauch überliess. Am 6. Mai 1912 wurden die vom Kläger gekauften Gegenstände in einer Betreibung der Beklagten gegen Otto Dietschi gepfändet. Mit Klage vom 21. Mai 1942 und 392 vom Betreibungsamt Frick gepfändeten Meobilien von den Beklagten als sein Eigentum anzuerkennen. Zur Begründung dieses Begehrens berief sich der Kläger auf den zwischen ihm und Otto Dietschi am 31. März 1912 abgeschlossenen Kaufvertrag. Die Beklagten, die auf Abweisung der Klage schlossen, bestritten das Vorliegen eines Kaufvertrages und machten eventuell geltend, dass ein Eigentumsübergang zu Gunsten des Klägers nicht stattgefunden habe; subeventuell, dass mit dem Kaufvertrage eine Benachteiligung Dritter, jedenfalls aber eine Umgehung der Bestimmungen über das Faustpfand beabsichtigt worden sei.

B. — Das Obergericht des Kantons Aargau hat die Klage mit Urteil vom 12. Juli 1913 gutgeheissen.

C. — Gegen dieses Urteil haben die Beklagten die Berufung an das Bundesgericht ergriffen, mit. dem Antrag, es sei die Klage abzuweifen.

Considérants

1. Eine körperliche Übergabe der verkauften Sache an den Kläger hat nicht stattgefunden; - die Sachen siud vielmehr, wenn auh vorläufig nicht im Besige des abwesenden Ehemanns, doch in demjenigen der Ehefrau geblieben, die schon vorher den Mitbesitz daran hatte. Dagegen ist eine Besizübertragung dur constitutum possesorlum dadurch zustande gekommen, dass die Sachen der Familie des Veräusserers auf Grund einer Gebrauchsleihe belassen wurden.

2. Es fragt sich nur, ob diese Übertragung Dritten gegenüber nicht aus den in Art. 717 ZGB genannten Gründen unwirksam sei. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob nicht die Unwirksamkeit schon wegen der Absicht der Gläubigerbenachteiligung anzunehmen sei, weil der Kläger als naher Verwandter des Veräusserers dessen Jusolvenz kannie und wusste, dass der Kaufpreis nicht zur Befriedigung der Gläubiger dienen werde. Auf jeden Fall ist aber das Konstitut den Beklagten gegenüber deshalb als unwirksam zu erklären, weil damit eine Umgehung der Bestimmungen über das Faustpfand beabsichtigt worden ist. Wenn auh bei dem zwischen Otto Dietschi und dem Kläger abgeschlossenen Geschäfte die Rechtsfolgen von Kauf und Eigentumsübertragung ernstlich gewolli waren, so ist doch davon auszugehen, dass der wirtschaftliche Zweck, den Veräusserer und Erwerber zu erreichen suchten, nicht der eines Güteraustaufches, des Erwerbs von Sachen gegen Leistung eines Kaufpreises, war, sondern dass die Absicht auf Hingabe einer bestimmten Geldsumme gegen Sicherstellung durch Einrâumung dinglicher Rechte an Sachen des Geldnehmers ging, wirtschaftlich also ein Darlehen mit Sicherstellung des Geldgebers bezweckt war. Diese Auffassung findet eine Stüsse in der eigenen. Behauptung des Klägers, wonach die Veräusserung der im Streite liegenden Gegenstände die Beschaffung von Geldmitteln für das weitere Forikommeú des Otto Dietschi zum Zweckke hatte. Sodann fällt in Betracht, dass der Kläger die gekauften Gegenstände weder persönlich benussyen , noh weiterverkaufen , sondern der Familie des Otto Dietschi zum Gebrauch überlassen wollte. Bei dieser Überlassung muss infolge der nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Kläger und Dietschi als unter ihnen selbstverständlich verstanden angenommen werden, dass der Veräusserer die Objekte gegen Rückzahlung des Preises auch wieder sollte zurückerhalten lôönnen.

Dispositif

Demnach hat das Bundesgericht erkannt: :

Die Berufung wird gutgeheissen und, in Aufhebung des Urteils des Obergerichts des Kantons Aargau vom 12. Juli 1913, die Klage abgewiesen.

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Art. 717 — der Erlass wurde am 1. Januar 2000, 1. Januar 2001, 1. März 2002, 1. Januar 2003, 1. April 2003, 1. Januar 2004, 1. April 2004, 1. Juni 2004, 1. Juli 2004, 1. Januar 2005, 1. Juni 2005, 1. Januar 2006, 1. Januar 2007, 1. Mai 2007, 1. Juli 2007, 1. Dezember 2007, 1. Januar 2008, 1. Juli 2008, 5. Dezember 2008, 1. Januar 2010, 1. Februar 2010, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. Januar 2013, 1. Juli 2013, 1. Juli 2014, 1. Januar 2016, 1. April 2016, 1. Januar 2017, 1. September 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2020, 1. Juli 2020, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 1. Januar 2026 und 1. Juli 2026 erneut konsolidiert.

Zitiert in