Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 3 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

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51. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabtellung vom 21. Juni 1991

Sachverhalt

I. i. S. Kunke gegen À.-G. Chocolat Tobler.

Schadenersatzklage aus Kursdifferenz und interner Geldentwertung.

Es fragt sich, ob dem Kläger neben dem Betrag von 275,000 Kronen ein Ersatz für die seit der Fälligkeit zu seinen Ungunsten eingetretene Kursdifferepz, also für einen über die Verzugszinsen hinaus zu vergütenden Verzôügerungsschaden im Sinne von Art. 106 OR, gebühre. Für den von der Rechtsprechung aufgestellten Grundsatz, dass, wo eine Schuldsumme in einer Währung ausgedrückt wird, die am Erfüllungsort keinen gesetzlichen Kurs hat, der Wert der geschuldeten Leistung sich nach dem Werte jener Währung am Erfüllungsort zur Verfallzeit bemisst, und der Schuldner diesen Wert zu bezahlen hat, ist hier kein Raum. Da die Beklagte vielmehr vertraglich verpilichtet war, die Provision in der gesetzlichen Währung des Erfüllungsortes zu bezahlen, und sich durch die Zahlung in dieser Währung befreit hâtte, hätte det Kläger, um trotzdem auf die Vergrüsserung der Kursdifferenz zwischen Krone und Schweizerfranken abstellen zu kônnen, dartun müssen, dass er bei rechtzeitiger Auszahlung der Provision den gesamten Betrag sofort in Schweizerfranken hätte anlegen kônnen. Er hat aber nicht glaubhaft gemacht, und nichts spricht dafür, dass er bei den damaligen Verhältnissen eine solche Operation hätte durchführen kônnen ; auch sein vorübergehender Aufenthalt in der Schweiz bildet hiefür kein hinreichendes Indiz.

Ebensowenig liesse sich eine Schadenersatzforderung mit der — allerdings notorischen — Verminderung der Kaufkraîft der Krone in Oesterreich selbst begründen.

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 106 — der Erlass wurde am 1. Januar 2000, 1. Mai 2000, 1. Januar 2001, 1. Mai 2001, 1. Juni 2001, 1. Juni 2002, 1. Juli 2002, 1. Januar 2003, 1. April 2003, 1. Juni 2003, 1. Januar 2004, 1. Mai 2004, 1. Juli 2004, 1. Januar 2005, 1. Juni 2005, 1. Juli 2005, 1. Dezember 2005, 1. Januar 2006, 1. April 2006, 1. Januar 2007, 1. Mai 2007, 1. Januar 2008, 1. August 2008, 1. Oktober 2009, 1. Januar 2010, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. März 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 28. Mai 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. Juli 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. November 2019, 1. Januar 2020, 1. April 2020, 1. Januar 2021, 1. Februar 2021, 1. Mai 2021, 1. Juli 2021, 1. Januar 2022, 1. Januar 2023, 9. Februar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 8. Juli 2025, 1. Oktober 2025 und 1. Januar 2026 erneut konsolidiert.

Zitiert in