56 III 154
41. Entscheid vom 25. Soptember 1930
Sachverhalt
I. i. S. Menke & Knienkamp und Konsorten.
SchKG Art. 260 : Der Verzicht auf Rechtsansprüche der Konkursmasse kommt erst der zweiten Gläubigerversammlun g zu, die gegebenenfalls auf in einer früheren Versammlung gefasste Beschlüsse. solcher Art zurückkommen kann (Erw. 1).
SchKG Art. 18/19: Die Frist zur Weiterziehung vonBeschwerdeentscheiden, durch die eine Verfügung der Konkursverwaltung oder ein Gläubigerversammlungsbeschluss aufgehoben wird, beginnt für die Konkursgläubigor, die nicht am Besehwerdeverfahren beteiligb waren, ersL mit der Mitteilung (Zirkular) an sie zu laufen (Erw. 2).
SchKG Art. 10 : Die Ausatandapflicht gilt auch für die Mitglieder des Gäubigeraussachusses (Erw. 3).
Art. 260 LP : Le pouvoir de renoncer à une prétention de la mase n'appartient pas à la premiòre mais seulement à la seconde assemblée des créanciers. Celle-ci peut donc annuler toute décision de cette nature prise par une assemblée antérieure.
Art. 18/19 LP : Le délai pour recourir conire le prononcé d’une autorité de surveillance qui a annulé une décision de l’adminisfration de la faillite ou de l’assèmblée des créanciers court — à l’égard des créanciers qui n’ont pas participé à l’instance précédentes — dès le moment où il leur a été donné avis de co Prononcé (circulaire) (consid. 2).
Art. 10 LP : L'obligation de récusation prévue à l’art. 10 LP oest applicable aux membres de la commission de eurveillance sconsid. 3).
Art. 260 LEF : La facoltà di rinunciare ad uns pretesa della masas Spetta, non alla prims, ma solo alla seconda assemblieca dei creditori, la quale può quindi annullare le decisioni di questo genere press da un’assemblea precedente (conaid. 1).
Art. 18/19 LEF : Il termine per ricorrere contro una decisione dell’autorità di vigilanza annullante un atto dell’amministrazione del fallimento o dell’assemblea dei creditori decorre, per i creditori che non parteciparono al procedimento anteriore, dal momento in cui furono informati (circolare) della decisione (consid. 2).
L’obbligo di ricusarsì, imposto dall’art. 10 LEF, vale anche per i membri della commissione di vigilanza (consid. 3).
Der späterin Konkurs geratene E.Weber in Triengen hatte einer Anzahl seiner Gläubiger Teilbeträge einer Brandversicherungssumme von 64,000 Fr. abgetreten, die dann beim Amtsgerichtspräsidenten von Sursee hinterlegt wurde.
In der ersten Gläubigerversammlung wurde ein Gläubigerausschuss ernannt. Noch vor der Auflage des Kollokationsplanes wurde eine ausserordentliche Gläubigerversammlung einberufen und am 28. September 1929 abgehalten und in derselben der Verzicht auf die Admassierung der Brandversicherungssumme beschlossen. Abtreiungen des bezüglichen Masserechtsanspruches wurden im Angchluss an diesen Beschluses weder angeboten noch verlangt.
Am 7. November 1929 legte das Konkursamb den Kollokationsplan auf und erliess die Einladung zur zweiten Gläubigerversammlung auf den 30. November 1929 mittelst des Konkursformulares Nr. 5 ohne Ergänzung oder Abänderung der vorgedruckten Traktandenliste. An dieser Versammlung wurde auf Antrag eines Gläubigers die Aufhebung des Beschlusses vom 28. September 1929 über den Verzicht auf die Admassierung der Brandversicherungssumme beschlossen und an Konkursverwaltung und Gläubigerausschuss bezügliohs Prozessvollmacht erteilt,