Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 2 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

61 II 78

19. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 13. März 1935 i. S. Süecss gegen Achermann.

Mäklervertrag.

1. Bemessung des Mäklerlohnes beim Zusammenwirken mehrerer, unabhängig voneinander beauftragter Mäkler.

2. Ermässigung eines unverhältniesmässig hohen Mäklerlohnes durch den Richter nach Art. 417 OR ; Begriff der Unverhältnismässigkeit. Erw. 4 u. 5. 4A. — Der Beklagte Hans Süess beauftragte den Kläger Leo Achermann am 11. Juni 1932, den Verkauf seines Hotels zum « Schwanen » in Surgee zu vermitteln, und versprach ihm für die Vermittlung eine Provision von 2 % auf der Verkaufssumme. Den gleichen Auftrag erteilte der Beklagte in der Folge auch noch den Liegenschaftsagenten Theiler und Huwiler.

Obligationenrecht. N° I9, 81 Sowohl der Kläger wie Theiler und Huwiler gelangten im Verlaufe ihrer Bemühungen an Xaver Troxler in Kriens und bearbeiteten ihn für den Kauf des « Schwanen ».

Der Kaufvertrag zwischen dem Beklagten und Troxler kam am 29. Juli 1932 zustande mit einem Kaufspreis von 200,000 Fr.

Sachverhalt

B. — Auf diesem Kauf hat der Kläger mit der vorliegenden Klage eine Vermittlungsprovision von 4000 Fr. beansprucht, gleich den im Mäklervertrag vereinbarten 2 % des Kaufpreises.

Der Beklagte hat Abweisung der Klage beantragt mit der Begründung, der Verkauf an Troxler sei nicht durch den Kläger, sondern durch Huwiler und Theiler zustande gekommen.

Im PBeweisverfahren hat der Käufer Troxler als Zeuge ausgesagt, er 8el zuerst durch Huwiler auf den « Schwanen » aufmerksam gemacht worden. Wer ihn zum Kauf bestimmt habe, sei « bös » zu sagen. Die Angaben Kaufmanns können zum Entschluss etwas mitbestimmend gewesen sein ; am meisten haben aber Huwiler und Theiler dazu beigetragen.

C. — Die Klage is6 vom Bezirksgericht Zofingen bis zum Betrage von 1000 Fr., vom Obergericht des Kantons Aargau durch Urteil vom 22. September 1934 in vollem Umfange gutgeheissen worden.

D. — Das Bundesgericht als Berufungainstanz hat auf Grund der tatsächlichen Feststellungen des Obergerichtes, wonach die Bemühungen des Klägers für den Kaufsentschluss Troxlers mitbestimmend gewesen sind, den Provisionsanspruch grundsätzlich ebenfalls geschützt, dagegen mit dem Bezirksgericht auf den Betrag von 1000 Fr. ermässìgt, aus folgenden

Erwägungen

3. Bei der Bemessung des Anspruches ist davon auszugehen, dass — auch nach der Annahme der Vorinstanz — der Erfolg nicht ausschlieeslich auf der Tätigkeit des

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 417 — der Erlass wurde am 1. Januar 2000, 1. Mai 2000, 1. Januar 2001, 1. Mai 2001, 1. Juni 2001, 1. Juni 2002, 1. Juli 2002, 1. Januar 2003, 1. April 2003, 1. Juni 2003, 1. Januar 2004, 1. Mai 2004, 1. Juli 2004, 1. Januar 2005, 1. Juni 2005, 1. Juli 2005, 1. Dezember 2005, 1. Januar 2006, 1. April 2006, 1. Januar 2007, 1. Mai 2007, 1. Januar 2008, 1. August 2008, 1. Oktober 2009, 1. Januar 2010, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. März 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 28. Mai 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. Juli 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. November 2019, 1. Januar 2020, 1. April 2020, 1. Januar 2021, 1. Februar 2021, 1. Mai 2021, 1. Juli 2021, 1. Januar 2022, 1. Januar 2023, 9. Februar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 8. Juli 2025, 1. Oktober 2025 und 1. Januar 2026 erneut konsolidiert.

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