Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 3 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

66 II 61

13. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 15. Mai 1940 i. S. Jenny gegen Giibelin.

Tat- u. Rechtsfrage, Art. 81 OG. Darlehen oder Schenkung ? Die Aussern Vorgaànge und der innere Wille der Parteien sind Tat-, die Zugehòrigkeit zu dieser oder jener Vertragsart ist Rechtsfrage.

Question de fait ou de droit ? Art. 81 OJ. Prét de consommation ou donation ? Les événements extérieurs ainsi que la volonté des parties sont du domaine des faits, tandis que leur qualification comme particularités de telle ou telle espèce de contrat est du domaine du droit.

Questione di fatto 0 di diritto (art. 8I OGF)? Mutuo o donazione ? Gli avvenimenti esteriori come pure la volontà interiore delle

parti

entrano nella sfera dei fatti ; invece è questione di diritto quella di sapere se questi fatti sono tali da far ammettere l’esistenza di questa o di quella specie di contratto.

Vor Bundesgericht ist, wie schon vor Obergericht, nur noch der Betrag von Fr. 4000.— streitig, den die Beklagte ihrem Brautigam als Darlehen zum Ankauf eines Autos gegeben haben will.

Dass sie ihm diesen Geldbetrag tatsàchlich hingegeben hat, ist im vorinstanzlichen Urteil verbindlich festgestellt (Art. 81 OG). Es kann sich also nur fragen, ob es sich dabei um ein Darlehen, eine Schenkung oder eventuell um ein anderes Rechtsgeschàft gehandelt hat. Das ist eine Rechtsfrage, die. der Nachpriifung durch das Bundesgericht. unterliegt. Hievon ist aber — und das wird von der Beklagten iibersehen — die Feststellung der tatsichlichen Grundlagen zu trennen, die fiir die Bestimmung des Rechtsverhàltnisses massgebend sind. Dazu gehéren die abgegebenen gegenseitigen Erklàrungen, weitere massgebende Ausserungen und, als innerer Tatbestand, der aus jenen &ussern Vorgàngen und den Umstinden sich ergebende Wille der Parteien. Die Feststellung dieses àussern und innern Tatbestandes ist Sache des Beweises und der Beweiswiirdigung und liegt in der ausschliesslichen Kompetenz der kantonalen Instanzen (vgl. BGE 43 II 779; 45 II 437; 57 II 285; ferner aus der jiingsten 62 Erfindungsschutz. N° 14, Praxis 66 II 32). Erst wenn diese Feststellung vorgenommen ist; kann an die Frage, welchem Vertragstypus der Sachverhalt zu unterstellen sei, herangetreten werden.

Vgl. auch Nr. 7 und 10. — Voir aussi n°8 7 et 10,

Sachverhalt

V. V. ERFINDUNGSSCHUTZ BREVETS D’INVENTION

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege, Art. 81 — der Erlass wurde am 1. März 2000, 1. Januar 2001, 1. Februar 2001, 1. März 2001, 1. Januar 2002, 1. Juni 2002, 1. August 2002, 1. Januar 2003, 1. Dezember 2003, 1. Januar 2004, 1. April 2004, 1. Mai 2004, 1. Februar 2005 und 1. Juli 2006 erneut konsolidiert.

Zitiert in