Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 5 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

72 IV 47

15. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 16. Mäürz 1946 i. S. Dukas gegen Burekhardt und Staehelin.

1. Ari. 70 f. StGB. Wie der Urteiïlsspruch im Falle der Verjährung der Strafverfolgung abzufassen ist, bestimmt das kantonale Prozessrecht.

2. Art. 269 Abs. 1 BStP. Der Kassationshof überprüft Vorfragen des eidgenôssischen Rechts zu kantonalen Prozessfragen nur, wenn ohne seine Kontrolle der Zweck der eidgenôssischen Vorschrift nicht gesichert wäre. :

1. Art. 70 sv. CP. C’est la procédure cantonale qui dit comment doit être rédigé le dispositif de l’arrêt. en cas de prescription de l’action pénale.

2. Art. 269 al. 1 PPF. La Cour de cassation ne revoit les questions de droit fédéral qui préjugent les questions de procédure cantonale que si, sans son contrôle, le but de la prescription fédérale n’était pas assuré.

1. Art. 70 e seg. CP. Spetta alla procedura cantonale di stabilire come debba essere redatto il dispositivo della sentenza in caso di prescrizione dell’azione penale.

2. Art. 269 cp. 1 PPF. La Corte di cassazione esamina, le questioni di diritto federale, che sono pregiudiziali rispetto a questioni di procedura cantonale, soltanto se, senza questo controllo, lo scopo del disposto federale non fosse conseguito.

Considérants

Auf die Frage, ob das Appellationsgericht zu Recht « freigesprochen » hat oder ob es hätte das « Verfahren einstellen » sollen, ist nicht einzutreten. Das Strafgesetzbuch verlangt bloss, dass im Falle der Verjährung keine Strafe ausgesprochen werde. Wie der Urteilsspruch im übrigen abzufassen ist, bestimmt das kantonale Prozessrecht, dessen Verletzung nicht durch Nichtigkeitsbeschwerde gerügt werden kann. Auf die Beschwerde in diesem Punkte ist auch nicht deshalb einzutreten, weil das Appellationsgericht die Formulierung des Urteilsspruchs von der Antwort abhängig gemacht hat, die es auf eine Vorfrage des eidgenôssischen Rechts gibt, nämlich weil es _ 48 Verfahren. N° 15.

die Verjährung überwiegend als materiellrechtlicher (Strafaufhebungsgrund), nicht als prozessualer Natur (Prozesshindernis) betrachtet. Der Kassationshof überprüft Vorfragen des eidgenôssischen Rechts zu kantonalen Prozessfragen nur dann, wenn ohne seine Kontrolle der Zweck der eidgenôüssischen Vorschrift nicht gesichert wäre (vgl. Bern ca. Wyss 16. Aug. 1944). Das ist hier nicht der Fall, da es vom Standpunkt des eidgenôssischen Rechts aus, wie gesagt, gleichgültig ist, ob der Urteïlsspruch im Faile der Verjährung als Eïinstellungsbeschluss oder als Freispruch gefasst werde. Übrigens sagt der angefochtene Spruch ausdrücklich, dass wegen Verjährung freigesprochen werde, womit deutlich gesagt ist, aus welchem Grunde die Beschwerdegegner nicht bestraft werden. Der Beschwerdeführer streitet bloss um Worte.

I. STRAFGESETZBUCH CODE PÉNAL

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Schweizerische Strafprozessordnung, Art. 269 — der Erlass wurde am 1. März 2000, 15. Dezember 2000, 1. Januar 2001, 1. Februar 2001, 1. Januar 2002, 1. April 2004, 1. Januar 2007, 1. Januar 2008, 5. Dezember 2008, 1. Januar 2009, 1. Januar 2010, 1. Januar 2011, 1. Juli 2011, 1. Juli 2012, 1. Oktober 2012, 1. Februar 2013, 12. März 2013, 1. April 2013, 1. Mai 2013, 21. Januar 2014, 1. Juli 2014, 25. November 2014, 1. Januar 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Oktober 2016, 1. Januar 2017, 1. September 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. März 2019, 1. Februar 2020, 1. März 2021, 1. Juli 2021, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Juli 2023, 1. August 2023, 1. Januar 2024, 1. Juli 2024 und 1. April 2025 erneut konsolidiert.

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