Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 3 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

78 II 286

49. Urteil der II. Zivilabteilung vom 30. September 1952

Sachverhalt

I. i. S. Ulrich gegen Ulrich. ch auf Ausgleichung bei der Erbteilung (Art. 626 ff. ZGB). Streitwert (Art. 36 und 46 OG).

Droit au rapport lors du partage de la succession (art. 626 et suiv. CC}. Valeur litigieuse (art. 36 et 46 OJ).

Diritto alla collazione in caso di divisione successoria (art. 626 6 seg. CC). Valore litigioso (art. 36 e 46 OG).

Bei der Teilung der mütterlichen Erbschaft unter den Brüdern Franz, Alois und Josef Ulrich erhob Franz Anspruch auf eine billige Ausgleichung nach Art. 633 ZGB im + + Betrage von Fr. 4500.—, Vom Obergericht des Kantons Nidwalden durch Urteil vom 19. Juni 1952 abgewiesen, hält er mit vorliegender Berufung an das Bundesgericht an diesem Begehren fest,.

Erwägungen

Für sich allein betrachtet, würde der geltend gemachte Ausgleichungsanspruch den nach Art. 46 OG für die Berufung an das Bundesgericht erforderlichen Streitwertbetrag von Fr. 4000.— erreichen. Erbrechtliche Ausgleichungsansprüche nach Art. 626 #. ZGB haben jedoch nicht selbständige Bedeutung. Sie betreffen nur ein Element der Berechnung der Erbteile, und der wirkliche Streitwert, das Interesse an solcher Ausgleichung, wird durch deren Auswirkung auf die Hühe des Erbteils des Ansprechers bestimmt. Dahin geht denn auch die ständige Rechtsprechung (erwähnt in BGE 65 II 90), eben entsprechend dem Charakter des Ausgleichungsanspruchs als einer bloss die Erbteilung vorbereitenden Feststellung (vgl. F. Guisax, im Journal des Tribunaux 1942, droit fédéral, S. 139/40). An dieser Betrachtungsweise ist um so mehr festzuhalten, als die neuere Rechtsprechung das wirtschaftliche Interesse an der Klage noch stärker als die frühere bei der Streitwertbestimmung berücksichtigt (z.B. bei Kollokationsstreitigkeiten, BGE 65 III 30).

Die vom Kläger anbegehrte Ausgleichung würde das übrige Teilungsvermôgen um den betreffenden Betrag von Fr. 4500.— vermindern. Der Kläger wiürde also daraus Fr. 1500. weniger erhalten, als wenn die Ausgleichung unferbleibt. Im Endergebnis würde sich somit sein Erbbetreffnis bei Zubilligung eines Ausgleichungsbetrages von Fr. 4500.— nur um Fr. 3000.— erhôhen. Dies ist der wirkliche — für die Berufung ungenügende — Streitwert.

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

288 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht.

Vel. auch Nr. 46. — Voir aussi n° 46.

VII. SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSRECHT ————m POURSUITE ET FAILLITE Vel. III. Teil Nr. 17. — Voir IIIe partie n° 17.

IMPRIMERIES RÉUNIES S. A, LAUSANNE

I. PERSONENRECHT ——————— DROIT DES PERSONNES

50. Urteïl der IE. Zivilabteilung vom 2. Oktober 1952 i. S. K. gegen W.

Berufung bei Verbindung eines die Berufungssumme (Art. 46 OG) nicht erreichenden vermôgensrechtlichen mit einem nicht vermôgensrechtlichen Anspruch.

Verletzung der persünlichen Verhälinisse eines Ehegatten durch eine Drittperson, mit welcher der andere Gatte ehewidrige Beziehungen unterhält (Art. 28 ZGB). Unzulässigkeit der Unterlassungsklage. Voraussetzungen des Genugtuungsanspruchs (Art. 49 OR).

Recours en réforme lorsque le litige porte à la fois sur un droit de nature pécuniaire mais dont la valeur est insuffisante pour autoriser un tel recours et sur un droit de nature non pécuniaire.

Alteinte portée aux intérêts personnels d’un époux par un tiers qui entretient avec le conjoint dudit époux des relations incompatibles avec les obligations qui découlent du mariage (art. 28 CC). Inadmissibilité de l’action en cessation du trouble. Conditions de l’action tendant à l’allocation d’une indemnité à titre de réparation morale sart. 49 CO).

Ricorso per riforma, quando la contestazione verte tanto su un diritto di natura pecuniaria, ma il cui valore non raggiunge il minimo legale, quanto su un diritto di natura non pecuniaria.

Pregiudizio delle relazioni personali d’un coniuge da parte d’un terzo col quale l’altro coniuge mantiene dei rapporti incompatibili cogli obblighi del matrimonio (art. 28 CC). Inammisibilità dell’azione volta a far cessare la turbazione. Presupposti dell’azione tendente ad ottenere una riparazione morale (art. 49 CO).

K., geb. 1889, der Ehemann der um vier Jahre jüngern Klägerin, lernte im Jahre 1944 die damals 20-jährige Beklagte kennen und unterhielt mit ihr in der Folge ein Liebesverhältnis mit Geschlechtsverkehr. Nachdem die Klägerin wiederholt den Eheschutzrichter angerufen und K. zweimal auf Scheidung geklagt, beidemal aber die Klage nach der Hauptverhandlung wegen geringer Erfolgsaussichten zurückgezogen hatte, leitete die Klägerin im Jahre 1950 gegen die Beklagte Klage ein mit den Begehren, (1) es sei festzustellen, dass die Beklagte durch 19 AS 78 II — 1952

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 49 — der Erlass wurde am 1. Januar 2000, 1. Mai 2000, 1. Januar 2001, 1. Mai 2001, 1. Juni 2001, 1. Juni 2002, 1. Juli 2002, 1. Januar 2003, 1. April 2003, 1. Juni 2003, 1. Januar 2004, 1. Mai 2004, 1. Juli 2004, 1. Januar 2005, 1. Juni 2005, 1. Juli 2005, 1. Dezember 2005, 1. Januar 2006, 1. April 2006, 1. Januar 2007, 1. Mai 2007, 1. Januar 2008, 1. August 2008, 1. Oktober 2009, 1. Januar 2010, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. März 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 28. Mai 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. Juli 2015, 1. Januar 2016, 1. Juli 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. November 2019, 1. Januar 2020, 1. April 2020, 1. Januar 2021, 1. Februar 2021, 1. Mai 2021, 1. Juli 2021, 1. Januar 2022, 1. Januar 2023, 9. Februar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 8. Juli 2025, 1. Oktober 2025 und 1. Januar 2026 erneut konsolidiert.
  • Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Art. 28, Art. 626 und Art. 633 — der Erlass wurde am 1. Januar 2000, 1. Januar 2001, 1. März 2002, 1. Januar 2003, 1. April 2003, 1. Januar 2004, 1. April 2004, 1. Juni 2004, 1. Juli 2004, 1. Januar 2005, 1. Juni 2005, 1. Januar 2006, 1. Januar 2007, 1. Mai 2007, 1. Juli 2007, 1. Dezember 2007, 1. Januar 2008, 1. Juli 2008, 5. Dezember 2008, 1. Januar 2010, 1. Februar 2010, 1. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. Januar 2013, 1. Juli 2013, 1. Juli 2014, 1. Januar 2016, 1. April 2016, 1. Januar 2017, 1. September 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2020, 1. Juli 2020, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Januar 2025, 1. Januar 2026 und 1. Juli 2026 erneut konsolidiert.

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