817.022.291
Verordnung des EDI über Speisepilze
(Pilzverordnung, VSp)
vom 26. Juni 1995 (Stand am 2. März 2004)
Das Eidgenössische Departement des Innern, gestützt auf Artikel 201 der Lebensmittelverordnung vom1. März 19952 (LMV), verordnet:
Art. 13 Positivliste und Bewilligungen
Als Speisepilze sind nur die in Anhang 1 aufgeführten Pilze zugelassen.
Das Bundesamt für Gesundheit (Bundesamt) kann auf begründeten Antrag hin weitere Pilzarten bewilligen und deren Handelsformen bestimmen. Artikel 3 Absätze 3–4 und 6–8 LMV gilt sinngemäss.
Die Inhaberin oder der Inhaber der Bewilligung hat dem Bundesamt neue Erkenntnisse über die Pilzart bezüglich möglicher Gesundheitsgefährdungen unaufgefordert und unverzüglich zu melden.
Art. 24 Grundsatz
Speisepilze, die zum Konsum abgegeben werden, müssen genügend ausgewachsen und ausgereift sein, sodass sie ohne besonderen Aufwand identifiziert werden können.
Art. 3 Frische Pilze
Frische Pilze müssen einen artspezifischen Geruch und Geschmack aufweisen; sie müssen sauber sein und dürfen nicht mit Wasser beschwert werden.
Folgende Pilze gelten nicht als frisch und dürfen nicht an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden:
überreife, überlang gelagerte oder beschädigte Pilze;
von Schimmel, Insekten-, Schnecken- oder Madenfrass befallene Pilze;
Pilze, bei denen sich die gestochenen Stellen nicht ausschneiden lassen.
AS 1995 3337
Für die Beförderung und Abgabe an Konsumentinnen oder Konsumenten müssen frische Pilze in flachen Gebinden so gelagert werden, dass sie nicht beschädigt oder beschmutzt werden.
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Art. 4 Tiefgekühlte Pilze
Tiefgekühlte Pilze müssen in ihrer Art, auch in geschnittener Form, klar erkennbar bleiben.
Art. 5 Getrocknete Pilze
Getrocknete Pilze dürfen:
nur nach Arten getrennt an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden;
nicht mit anderen Zutaten vermischt werden.
Getrocknete Pilze müssen in ihrer Art makroskopisch erkennbar bleiben. Der Anteil an Pilzteilen, der ein Sieb von5 (± 0,25) mm Maschenweite passiert (Pilzbruch), darf 6 Massenprozent nicht überschreiten.
Der Wassergehalt von getrockneten Pilzen, mit Ausnahme der Shiitake-Pilze, darf folgende Werte nicht überschreiten:
gefriergetrocknete Pilze 6 Massenprozent
luftgetrocknete Pilze 12 Massenprozent 4 Der Wassergehalt von Shiitake-Pilzen darf 13 Massenprozent nicht überschreiten.
Art. 6 Pilzgranulat und Pilzpulver
Pilzgranulat und Pilzpulver dürfen nur aus Pilzen hergestellt werden, die in Anhang 1, Spalte C.1, genannt sind.
Pilzgranulat und Pilzpulver dürfen nur nach Arten getrennt und nicht mit anderen Zutaten vermischt an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden.
Pilzgranulat und Pilzpulver sind vor Feuchtigkeit geschützt zu lagern. Der Wassergehalt darf 9 Massenprozent nicht überschreiten.
Art. 7 Pilze in Nasskonserven
Zum Blanchieren von Pilzen für Nasskonserven dürfen verwendet werden:
Speisesalz;
die gemäss Zusatzstoffverordnung vom 26. Juni 19956 durch das Eidgenössische Departement des Innern zugelassenen Zusatzstoffe.
[AS 1995 3218, 1997 1481, 1995 530, 2000 351]. Heute: die V des EDI vom 27. März 2002 (SR 817.021.22).
Auf Verpackungen von Nasskonserven mit gemischten Pilzen als Hauptbestandteil müssen alle enthaltenen Pilzarten einzeln und mit der Gehaltsangabe in Massenprozent, bezogen auf die Pilzeinwaage, deklariert werden. Es gelten die Fehlergrenzen nach Artikel 20 Absatz 1 der Deklarationsverordnung vom8. Juni 19987.8
Art. 8 Pilzpasten
Pilzpasten dürfen nur aus Pilzen hergestellt werden, die in Anhang 1, Spalte C.3, genannt sind.
Die Herstellung von Pasten aus gemischten Pilzen ist verboten.
Vorverpackten Pilzpasten dürfen, ausser Kochsalz und Speiseöl, keine Zutaten beigemischt werden, die nicht von Pilzen stammen.
Art. 9 Garniermassen auf Pilzbasis
FürGarniermassen auf Pilzbasis dürfen nur Pilze verwendet werden, die in Anhang 1, Spalten C.3 und C.4, genannt sind.
Die Sachbezeichnung lautet: «Garniermasse auf Basis von X» (X = Pilzart). Der Pilzanteil in der Garniermasse ist in Massenprozenten neben der Sachbezeichnung anzugeben.
Die Herstellung von Garniermassen auf Pilzbasis aus gemischten Pilzen ist verboten.
Art. 10 Pilzextrakte und Pilzkonzentrate
Pilzextrakte sind mit Trinkwasser oder mit Speisefetten hergestellte Auszüge von Pilzen. Sie können mit Kochsalz haltbar gemacht werden.
Pilzkonzentrate sind Auszüge von Pilzen, die durch Eindicken bis zu einem zähflüssigen Zustand, auch unter Verwendung von Kochsalz, haltbar gemacht worden sind.
Pilztrockenkonzentrate sind Trockenprodukte aus Auszügen von Pilzen.
Pilzextrakte, Pilzkonzentrate und Pilztrockenkonzentrate dürfen nur aus kultivierten (Anhang1, Spalte A) sowie aus kontrollierten wildgewachsenen Pilzen hergestellt werden (Anhang1, Spalte B.1 und B.2.
Der Kochsalzgehalt von Pilzextrakten und Pilzkonzentraten darf nicht mehr als
Massenprozent betragen. Bei Pilztrockenkonzentraten darf der Kochsalzgehalt nicht mehr als 5 Massenprozent, der Wassergehalt nicht mehr als 9 Massenprozent betragen.
Die Sachbezeichnung lautet: «X-Extrakt», «X-Konzentrat» oder «X-Trockenkonzentrat» (X = Pilzart).
Art. 11 Küchenfertige Lebensmittel mit Pilzen
Für küchenfertige Lebensmittel, die Pilze enthalten, dürfen nur kultivierte (Anhang1, Spalte A) oder kontrollierte wildgewachsene (Anhang1, Spalten B.1 und C.1–C.4 Pilze verwendet werden.
Für die Zubereitung von Pilzen für küchenfertige Lebensmittel gelten die Anforderungen der Artikel 2–9 sinngemäss.
Art. 12 Getrüffelte Lebensmittel, Jus de truffes
Als «Trüffel» dürfen nur die in Anhang 1, Spalten B.1 bis C.4 aufgeführten Pilze der Gattung Tuber bezeichnet werden.
Getrüffelte Lebensmittel sind wie folgt zu kennzeichnen:
«getrüffelt», «truffé», oder «mit Trüffeln», wenn der Anteil an Trüffeln mindestens 3 Massenprozent, bezogen auf das Endprodukt, beträgt;
«getrüffelt zu X %», «truffé à X %» oder «mit X % Trüffeln», wenn der Anteil an Trüffeln mindestens 1 Massenprozent, bezogen auf das Endprodukt, beträgt.
Lebensmittel, deren Anteil an Trüffeln weniger als 1 Massenprozent, bezogen auf das Endprodukt, beträgt, dürfen nicht mit einem besonderen Hinweis auf Trüffel gekennzeichnet werden.
Als «Jus de truffes» wird der flüssige Extrakt bezeichnet, der durch das erstmalige Sterilisieren von ganzen Trüffeln oder Trüffelteilen der Arten Tuber melanosporum und Tuber brumale erhalten wird. Der Zusatz von Kochsalz (höchstens 5 Massenprozent), Gewürzen oder Branntwein ist gestattet.
Art. 13 Bestimmungen für vorverpackte Speisepilze
Für Packungen, die an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden, gelten folgende Anforderungen:
In Packungen von frischen und tiefgefrorenen Pilzen sowie in Nasskonserven müssen annähernd gleich viele Pilzhüte wie Pilzfüsse enthalten sein.
In Packungen von frischen, tiefgefrorenen und getrockneten Pilzen sowie Pilzen in Nasskonserven sind ganze Hüte allein zulässig; die Sachbezeichnung lautet demnach: «X-Hüte» (X = Pilzart).
Packungen mit Pilzfüssen allein dürfen nicht an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden.
Art. 149 Fehlertoleranzen
Für den gewerbsmässigen Handel mit wild gewachsenen Speisepilzen gelten die Fehlertoleranzen nach Anhang 2.
Art. 15 Schlussbestimmungen
Speisepilze und speisepilzhaltige Lebensmittel dürfen noch bis zum 31. Dezember 1997 nach altem Recht hergestellt, abgepackt oder importiert werden. Sie dürfen noch bis zum 31. Dezember 1998 an Konsumentinnen oder Konsumenten abgegeben werden.10
Diese Verordnung tritt am1. Juli 1995 in Kraft.
Schlussbestimmung der Änderung vom 27. März 200211 Speisepilze und speisepilzhaltige Lebensmittel, die nach bisherigem Recht hergestellt, importiert und gekennzeichnet wurden, dürfen noch bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
AS 2002 781 Anhang 112 (Art.1, 6 Abs. 1, 8 Abs. 1, 9 Abs. 1, 10 Abs. 4, 11 Abs. 1 und 12 Abs. 1) Liste der als Speisepilze zugelassenen Pilze Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Agaricus Champignons, Egerlinge aestivalis (Moell.) Moell. Sommer- x arvensis Schff.: Fr. Schaf-, Weisser Anis- x x x x x x augustus Fr. Riesen- x bisporus (Lge.) Sing. weisser und brauner Zucht- x x x x x x campester (L.) Fr. Wiesen-, Feld- x haemorrhoidarius Kalchbr.: Grosser Wald-, Blut- x Schulz. macrosporus (Moell.: Schff.) Grossporiger x Pilat silvaticus Schff.: Secr. Wald- x silvicola (Vitt.) Sacc. Dünnfleischiger Anis- x Agrocybe Ackerlinge, Erdschüpplinge aegerita (Brig.) Sing. Südlicher x x x x x x Amanita Wulstlinge caesarea (Scop.: Fr.) Pers. Kaiserling x rubescens Pers.: Fr. Perlpilz x Armillariella mellea (Vahl: Fr.) Karst. Hallimasch x Auricularia polytrichia (Mont.) Sacc. Vielhaariges Judasohr x x x x x x Boletus Röhrlinge aereus Bull.: Fr. Schwarzer Steinpilz, Weisser Bronzeröhrling x x x x x appendiculatus Schff. Gelber Bronzeröhrling x x x x edulis Bull.: Fr. Herren-, Steinpilz x x x x x erythropus (Fr.: Fr.) Kromb- Schusterpilz x holz mamorensis Redeuilh Marokkanischer x x x x x pinophilus Pilat et Dermek Kiefernsteinpilz x x x x x reticulatus Schff.
Sommersteinpilz x x x x x Calocybe Schönköpfe gambosa (Fr.) Singer Maipilz, Mairitterling x Calvatia Bauchpilze utriformis (Bull.: Pers.) Jaap Getäfelter Grossstäublig x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Cantharellus Leistlinge cibarius (Fr.) Eierschwamm, Pfifferling x x x x x cinereus Pers.: Fr. Grauer Leistling x tubaeformis (Fr.) Trompetenpfifferling x x x x x xanthopus (Pers.) Duby Gelbe Kraterelle x x x x x Cenococcum geophylum Fr. x x Chroogomphus Gelbfüsse helveticus (Sing.) Moser Helvetischer x rutilus (Schff.: Fr.) O. K. Kupferroter, Schmierling x Miller Clitocybe Trichterlinge geotropa (Bull.: Fr.) Quél. Mönchskopf x gibba (Pers.: Fr.) Kummer Ockerbrauner x odora (Bull.: Fr.) Kummer Anis- x Clitopilus prunulus (Scop.: Fr.) Mehlräsling, Mehlpilz x Kummer Coprinus Tintlinge comatus (Müll.: Fr.) Pers. Schopf-, Eier- x comatus (forma ovatus) Schopf-, gezüchtete x x x x x x (Scop.: Fr.) Fr. Cortinarius Schleierlinge praestans (Cord.) Gill. Schleiereule x Craterellus cornucopioides (L.: Fr.) Herbst-, Totentrompete x x x x x Pers. Dendropolyporus umbellatus (Pers.: Fr.) Jül. Eichhase, x ästiger Büschelporling Disciotis venosa (Pers.: Fr.) Boud. Aderbecherling x Fistulina hepatica (Schff.: Fr.) Wit. Ochsenzunge, Leberpilz x x x x x x Flammulina velutipes (Curt.: Fr.) Sing. Samtfussrübling x x x x x x Gomphidius Schmierlinge, Gelbfüsse glutinosus (Schff.: Fr.) Fr.
Grosser, Kuhmaul x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Gomphus clavatus (Pers.: Fr.) Gray Schweinsohr x x Grifola frondosa (Dicks.: Fr.) Gray Klapperschwamm, x x x x x x Laubporling Hericium erinaceus (Bull.: Fr.) Pers. Igelstachelbart, weisser Pom x x x x x x Pom Hirneola auricula-judae (Bull.: Fr.) Judasohr x x x x x x Berkeley Hydnum Stachel-, Stoppelpilze repandum L.: Fr. Semmelstoppelpilz x x x x x var. rufescens Fr. Rötender, Rostroter x x x x x Hygrocybe Saftlinge coccinea (Schff.: Fr.) Kirschroter x Kummer lacmus (Schum.) Orten et Violettgrauer x Watling pratensis (Pers.: Fr.) Murrill Orange- x punicea (Fr.: Fr.) Kummer Grösster x virginea (Wulf.: Fr.) Orten et Glasigweisser x Watling Hygrophorus Schnecklinge agathosmus (Fr.) Fr. Wohlriechender x camarophyllus (Alb.+Schw.: Russbrauner x Fr.) Dumée et al. discoideus (Pers.: Fr.) Fr. Braunscheibiger x hypothejus (Fr.: Fr.) Fr. Frost- x marzuolus (Fr.) Bres. März-, Schneepilz x x nemoreus (Pers.: Fr.) Fr. Wald- x pudorinus (Fr.) Fr. Orange- x pustulatus (Pers.: Fr.) Fr. Schwarzpunktierter x tephroleucus (Pers.: Fr.) Fr. Aschgrauer x Kuehneromyces mutabilis (Schff.: Fr.) Stockschwämmchen x x x Sing.+Smith Laccaria Bläulinge, Lacktrichterlinge amethystina (Hudson) Cke. Violetter, Amethistblauer x laccata (Scop.: Fr.) Cke.
Rötlicher, Roter x Lactarius Milchlinge deliciosus (L.) Gray Echter, Edelreizker x x x x x deterrimus Gröger Bitterer, Fichtenreizker x x x x x ligniotus Fr. in Lindblad Mohrenkopf x x x x x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 picinus Fr. ss. Quél. Pechschwarzer x x x x x salmonicolor Heim+Lecl. Lachsreizker x x x x x sanguifluus Fr. Blutreizker x x x x x semisanguifluus Heim+Lecl. Halbblutreizker x x x x x volemus (Fr.) Fr. Milchbrätling x x x x x Langermannia gigantea (Batsch: Pers.) Riesenbovist x Rostkov. Leccinum Rauhfüsse carpini (Schulz in Michael) Hainbuchpilz x Moser: Reid duriusculum (Schulz.: in Fr.) Pappel- x Sing. rufum (Schff.) Kreisel Espenrotkappe, Kapuziner x scabrum (Bull.: Fr.) Gray Birkenpilz x x x x versipelle (Fr. in Fr. et Hök) Birkenrotkappe x Snell Lentinula Sägeblättlinge edodes (Berk.) Pegler Shiitake-Pilz x x x x x x Lepista Rötelritterlinge, -trichterlinge flaccida (Sowerby: Fr.) Pat. Fuchsiger Trichterling x irina (Fr.) Bigelow Veilchenritterling x nuda (Fr.: Fr.) Cke. Violetter Ritterling x x x paneolus (Fr.) Karsten Horngrauer Ritterling x saeva (Fr.) Orton Maskenritterling x sordida (Schum.: Fr.) Sing. Fleischbrauner Ritterling x Lycoperdon Stäublinge perlatum Pers. Flaschen x Lyophyllum Raslinge decastes (Fr.: Fr.) Sing.
Büschelritterling x fumosum (Pers.: Fr.) Orton Frostritterling, Grauer Knäuel- x ulmarium (Bull.: Fr.) Kühn. Ulmen- x x x x x x Macrolepiota Riesenschirmlinge procera (Scop.: Fr.) Sing. Grosser, Parasol x rachodes (Vitt.) Sing. Rötender, Safran- x rickenii (Vel.) Bellu et Spitzwarziger x Lanzoni Marasmius Schwindlinge oreades (Bolt.: Fr.) Fr. Nelken-, Feld- x x x x x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Melanoleuca Weichritterlinge brevipes (Bull.: Fr.) Pat. Kurzstieliger x cognata (Fr.) K.+M. Frühlings-, Falber- x grammopodia (Bull.: Fr.) Rillstieliger x Pat. melaleuca (Pers.: Fr.) Murr. Gemeiner x subalpina (Britz.) Almen- x Brsky.+Stangl. Morchella Morcheln conica Pers. Spitze Glocken- x x x x x = elata Fr. (et varietates) esculenta (L.: Fr.) Pers. Speise- x x x x x semilibera DC. Glocken-, Mützenmorchel x x x x x = gigas (Batsch: Fr.) Pers. Pholiota Schüpplinge, Flämmlinge nameco (T. Ito) Ito+Imai Klebriger Schüppling, x x Namekotakepilz, gezüchtetes, chinesisches, x x x x x x japanisches Stockschwämmchen Pleurotus Seitlinge cornucopiae (Paul.: Pers.) Rillstieliger x x x x x x Rolland eryngii (DC.: Fr.) Quél. ssp.
Kräuter- x x x x x x nebrodensis (Inz.) Sacc. ostreatus (Jacq.: Fr.) Austern- x x x x x x Kummer (et varietates) Pseudoclitocybe Gabeltrichterlinge cyathiformis (Bull.: Fr.) Kaffeebrauner x Sing. Ramaria Korallen botrytis (Pers.: Fr.) Ricken Hahnenkammähnliche x Rhizopogon roseolus (Corda) Th. Fries rötliche Wurzeltrüffel x Rhodocybe Tellerlinge, Bitterlinge gemina (Fr.) Kuiper et Würziger Tellerritterling x Noordeloos Rozites caperatus (Pers.: Fr.) Karst. Zigeuner, Reifpilz x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Russula Täublinge aurea Pers. Gold- x cyanoxantha (Schff.) Fr. Frauen- x integra (L.) Fr. Brauner Leder- x mustelina Fr. Wiesel- x olivacea (Schff.) Fr. Olivbrauner x vesca Fr. Fleischroter Speise- x virescens (Schff.) Fr. Gefelderter Grün- x Sarcodon imbricatus (L.: Fr.) Karst. Habichts-, Rehpilz x x x x x Skutiger Porlinge confluens (Alb.+Schw.: Fr.) Semmel- x x Bond. et Singer ovinus (Schff.: Fr.) Schaf- x x Murrill Sparassis brevipes Krombholz Breitblättrige Glucke x x x x x x crispa (Wulfen in Jacquin) Krause Glucke, Fette Henne x x x x x x Fr. Stropharia Träuschlinge rugosoannulata Farlow Rotbrauner Riesen-, in Murr. Braunkappe x x x x x x Suillus Schmierröhrlinge bovinus (L.: Fr.) Roussel Kuh- x granulatus (L.: Fr.) O. Körnchen-, Schmerling x x x x x Kuntze grevillei (Klotsch) Sing.
Gold- x luteus (L.: Fr.) Roussel Butterpilz x x x x x Terfezia arenaria (Moris) Trappe x x x x boudieri Chat. x x x x pfeilii Hennings x x x x Tremella Zitterlinge fuciformis Berk. Spindelförmiger, Weisser x x x x x x Tricholoma Ritterlinge columbetta (Fr.) Kummer Seidiger x matsutake Ito+Imai Krokodilritterling, x x x x Matsutake portentosum (Fr.) Quél. Schwarzfaseriger x x x x Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4 Tuber Trüffel aestivum Vitt. Sommer- x x x x x
uncinatum (Chat.) Mon- Herbsttecchi et Borelli albidum Pico x x x x (syn.: Tuber borchii Vitt.) brumale Vitt. Winter- x x x x magnatum (Pico) Vitt. Piemont-, Alba- x x x x melanosporum Vitt. Perigord- x x x x Ustilago maydis Fr. Maispilz x x x x x x Verpa Verpel bohemica (Krombholz) Böhmische, Runzel- x x x x x Schroeter Volvariella Scheidlinge esculenta (Massee) Sing. Reisstroh- x x x x x x Xerocomus Filzröhrlinge badius (Fr.: Fr.) Kühner: Maronen- x x x x x Gilb. chrysenteron (Bull.) Quél. Rotfuss- x
rubellus Oolbekkink Blutroter x subtomentosus (L.: Fr.) Quél. Ziegenlippe x Bemerkungen zur Positivliste 1. Für den Handel (Grosshandel, Detailhandel) sind die Speisepilze der Spalten A, B.1 und C.1 bis C.4 zugelassen. 2. Für den direkten Verkauf am Marktstand (Wochenmarkt) sind nur die Speisepilze der Spalte B.2 zugelassen. 3. Die Spaltenbezeichnungen bedeuten: A Speisepilze, die kultiviert werden dürfen; B.1 und B.2 Speisepilze, die frisch abgegeben werden dürfen; C.1 Speisepilze, die getrocknet abgegeben werden dürfen; C.2 Speisepilze, die tiefgekühlt abgegeben werden dürfen; C.3 Speisepilze, die in Nasskonserven und Garniermassen abgegeben werden dürfen; C.4 Speisepilze, die nur in Garniermassen abgegeben werden dürfen. 4. Wildgewachsene frische Speisepilze, die für den Eigenkonsum geeignet sind, aber nicht gewerbsmässig gesammelt und verwendet werden dürfen: Gleiche Pilze wie unter Spalte B.1 und B.2; weitere Pilze nach kantonaler Regelung und Kenntnisstand des amtlichen Pilzkontrolleurs.
Anhang 213 (Art. 14) Fehlertoleranzen für Pilze Alle Angaben gelten als Höchstwerte in Massenprozent im Prüflos:
Handelsform Art des Fehlers Minera- Organische Verkohlte Verschim- Madig perforierte Pilze lische Ver Verunrei- oder ange- melte unreini- nigunga) kohlte Pilze, von gung Pilze blossem Auge sichtbar Total davon schwere Beschädigungenb) Frische Speisepilze – aus Kulturen stammende 0,5 8c) – – 1 0,5 – wildgewachsene 1 0,3 – – 6 2 Tiefgefrorene Speisepilze – aus Kulturen stammende 0,2 0,02 – – 1 0,5 – wildgewachsene 0,2 0,02 – – 6 2 Getrocknete Speisepilze – aus Kulturen stammende 2 1 2 2 0,5 – – wildgewachsene 2 1 2 2 – d) Pilzgranulat und Pilzpulver 2 – – – – – Pilze in Nasskonserven inkl. Pilzpasten – aus Kulturen stammende 0,2 0,02 – – 1 0,5 – wildgewachsene 0,2 0,02 – – 6 2
Verunreinigungen pflanzlicher Herkunft
vier und mehr Einstiche pro Pilz
inkl. anhaftender Kompost
Differenz zu 15 Prozent Gesamtfehler