Repartitionsfaktoren für die interkantonale Steuerausscheidung (Startet einen Download)
SCHWEIZERISCHE STEUERKONFERENZ KS 22
Regeln für die Bewertung der Grundstücke bei interkantonalen Steuerausscheidungen
ab Steuerperiode 2002 (Repartitionsfaktoren) Kreisschreiben Nr. 22 vom 22. März 2018 geändert am 4. Februar 2026
1. Allgemeines
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind im interkantonalen Verhältnis sämtliche Aktiven, jedenfalls für die Schuldzinsenverlegung, von allen beteiligten Kantonen nach übereinstimmenden Regeln zu bewerten. Da Grundstücke in den Kantonen unterschiedlich bewertet werden, ist aus Gründen einer korrekten Ausscheidung und sachgemässen Besteuerung eine einheitliche Referenzgrösse zu bestimmen. Dazu werden sogenannte Repartitionswerte herangezogen. Anhand einer gesamtschweizerischen Erhebung werden die erzielten Grundstückverkaufserlöse mit den jeweiligen kantonalen Steuerwerten verglichen und daraus die interkantonalen Repartitionswerte berechnet.
Die Repartitionswerte sind, ausser bei interkantonalen Ausscheidungen, auch anwendbar für die Ermittlung des im Betrieb einer Einzelfirma investierten Eigenkapitals und dessen Meldung an die AHV.
2. Repartitionswerte
Landwirtschaftliche Liegenschaften werden in allen Kantonen nach der Verordnung des Bundesrates über das bäuerliche Bodenrecht geschätzt, weshalb der interkantonale Repartitionswert für landwirtschaftliche Grundstücke in der Regel 100% beträgt.
Bei nicht-landwirtschaftlichen Liegenschaften wurden ab der Steuerperiode 2002 bis 2018 die Repartitionswerte auf der Basis von 70% der Referenzgrösse (Kanton mit tiefstem Medianwert) ermittelt. Ab der Steuerperiode 2019 basiert die Ermittlung der Repartitionswerte auf 100% der Referenzgrösse. Dadurch steigen zwar die Repartitionswerte, das Verhältnis unter den Kantonen bleibt aber im Wesentlichen unverändert.
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SCHWEIZERISCHE STEUERKONFERENZ | KS 22 | |
Der Repartitionswert | beträgt in der Regel in Prozenten des kantonalen Steuerwertes: | |
Kanton | Nichtlandwirtschaftliche Grundstücke % | Landwirtschaftliche | ||
Ab 2020 | Ab 2019 | 2002 - 2018 | Grundstücke % ab 2002 | |
AG | 110 f) | 130 | 85 | 100 |
AI | 110 | 110 | 110 | 100 |
AR | 100 | 100 | 70 | 100 |
BE | 125 e) | 155 | 100 | 100 |
BL | 385 | 385 | 260 | 100 |
BS | 140 | 140 | 105 | 100 |
FR | 155 | 155 | 110 | 100 |
GE | 145 | 145 | 115 | 100 |
GL | 115 | 115 | 75 | 100 |
GR | 140 | 140 | 115 | 100 |
JU | 130 | 130 | 90 | 100 |
LU | 115 | 115 | 95 | 100 |
NE | 135 | 135 | 80 | 100 |
NW | 140 | 140 | 95 | 100 |
OW | 195 a) | 195 | 125/100 a) | 100 |
SG | 100 | 100 | 80 | 100 |
SH | 140 | 140 | 100 | 100 |
SO | 335 | 335 | 225 | 100 |
SZ | 125 b) | 125 | 140/80 b) | 100 |
TG | 120 | 120 | 70 | 100 |
TI | 155 | 155 | 115 | 100 |
UR | 110 d) | 110 | 90 | 80/100 d) |
VD | 110 | 110 | 80 | 100 |
VS | 170 c) | 170 | 215/145 c) | 100 |
ZG | 115 | 115 | 110 | 100 |
ZH | 115 | 115 | 90 | 100 |
a) | ||||
Für den Kanton | OW gilt bis und | mit Steuerperiode 2005 der Repartitionsfaktor von 125%. Ab | ||
Steuerperiode 2006 beträgt er infolge Gesetzesrevision 100%. | ||||
b) | ||||
Für den Kanton | SZ gilt bis und | mit Steuerperiode 2003 der Repartitionsfaktor von 140%. Ab | ||
Steuerperiode 2004 beträgt er infolge Gesetzesrevision 80%. | ||||
c) | ||||
Für den Kanton | VS gilt bis und | mit Steuerperiode 2005 der Repartitionsfaktor von 215%. Ab | ||
Steuerperiode 2006 beträgt er infolge Gesetzesrevision 145%. | ||||
d) | ||||
Für den Kanton | UR gilt bei den | landwirtschaftlichen Grundstücken | bis und mit der Steuerperiode | |
2018 der Repartitionsfaktor 80%. Ab der Steuerperiode 2019 beträgt der Repartitionsfaktor für
landwirtschaftliche Grundstücke 100%. | ||||
e) | ||||
Für den Kanton | BE gilt bis und | mit Steuerperiode 2019 der Repartitionsfaktor von 155%. Ab | ||
Steuerperiode 2020 beträgt er 125%. | ||||
f) | ||||
Für den Kanton | AG gilt bis und | mit Steuerperiode 2025 der Repartitionsfaktor von 130%. Ab | ||
Steuerperiode 2026 beträgt er infolge Gesetzesrevision 110%. | ||||
3. Gültigkeit
Dieses Kreisschreiben gilt ab Steuerperiode 2019. Es ersetzt das Kreisschreiben Nr. 22 vom 21.
November 2006.
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