Kreisschreiben 22 vom 22. März 2018 - geändert 17. September 2018
Kreisschreiben 22
Regeln für die Bewertung der Grundstücke bei interkantonalen Steuerausscheidungen
ab Steuerperiode 2002 (Repartitionsfaktoren)
Kreisschreiben 22 vom 22. März 2018 geändert 17. September 2018
1. Allgemeines
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind im interkantonalen Verhältnis sämtliche Aktiven, jedenfalls für die Schuldzinsenverlegung, von allen beteiligten Kantonen nach übereinstimmenden Regeln zu bewerten. Da Grundstücke in den Kantonen unterschiedlich bewertet werden, ist aus Gründen einer korrekten Aus- scheidung und sachgemässen Besteuerung eine einheitliche Referenzgrösse zu bestimmen. Dazu werden sogenannte Repartitionswerte herangezogen. Anhand einer gesamtschweizerischen Erhebung werden die erzielten Grundstückverkaufs- erlöse mit den jeweiligen kantonalen Steuerwerten verglichen und daraus die inter- kantonalen Repartitionswerte berechnet.
Die Repartitionswerte sind, ausser bei interkantonalen Ausscheidungen, auch an- wendbar für die Ermittlung des im Betrieb einer Einzelfirma investierten Eigenkapitals und dessen Meldung an die AHV.
2. Repartitionswerte
Landwirtschaftliche Liegenschaften werden in allen Kantonen nach der Verordnung des Bundesrates über das bäuerliche Bodenrecht geschätzt, weshalb der interkantonale Repartitionswert für landwirtschaftliche Grundstücke in der Regel 100% beträgt.
Bei nicht-landwirtschaftlichen Liegenschaften wurden ab der Steuerperiode 2002 bis 2018 die Repartitionswerte auf der Basis von 70% der Referenzgrösse (Kanton mit tiefstem Medianwert) ermittelt. Ab der Steuerperiode 2019 basiert die Ermittlung der Repartitionswerte auf 100% der Referenzgrösse. Dadurch steigen zwar die Reparti- tionswerte, das Verhältnis unter den Kantonen bleibt aber im wesentlichen unver- ändert.
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Der Repartitionswert beträgt in der Regel in Prozenten des kantonalen Steuerwertes:
Kanton | Nichtlandwirtschaftliche Landwirtschaftliche | ||
Grundstücke % | Grundstücke % | ||
ab 2019 | 2002 - 2018 | ab 2002 | |
AG | 130 | 85 | 100 |
AI | 110 | 110 | 100 |
AR | 100 | 70 | 100 |
BE | 155 | 100 | 100 |
BL | 385 | 260 | 100 |
BS | 140 | 105 | 100 |
FR | 155 | 110 | 100 |
GE | 145 | 115 | 100 |
GL | 115 | 75 | 100 |
GR | 140 | 115 | 100 |
JU | 130 | 90 | 100 |
LU | 115 | 95 | 100 |
NE | 135 | 80 | 100 |
NW | 140 | 95 | 100 |
OW | 195 | 125/100* | 100 |
SG | 100 | 80 | 100 |
SH | 140 | 100 | 100 |
SO | 335 | 225 | 100 |
SZ | 125 | 140/80** | 100 |
TG | 120 | 70 | 100 |
TI | 155 | 115 | 100 |
UR | 110 | 90 | 80 |
VD | 110 | 80 | 100 |
VS | 170 | 215/145*** | 100 |
ZG | 115 | 110 | 100 |
ZH | 115 | 90 | 100 |
* Für den Kanton OW gilt bis und mit Steuerperiode 2005 der Repartitionsfaktor von 125%. Ab Steuerperiode 2006 beträgt er infolge Gesetzesrevision 100%. ** Für den Kanton SZ gilt bis und mit Steuerperiode 2003 der Repartitionsfaktor von 140%. Ab Steuerperiode 2005 beträgt er infolge Gesetzesrevision 80%. *** Für den Kanton VS gilt bis und mit Steuerperiode 2005 der Repartitionsfaktor von 215%. Ab Steuerperiode 2006 beträgt er infolge Gesetzesrevision 145%.
3. Gültigkeit
Dieses Kreisschreiben gilt ab Steuerperiode 2019 und ist ab 1. Januar 2019 anwendbar. Es ersetzt das Kreisschreiben Nr. 22 vom 21. November 2006.