Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

RRB Nr. 1135/2023

SOMED-/Spitex-Statistiken, Erhebungen 2024 - 2027, gebundene Ausgabe, Vergabe

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 27. September 2023

1135. SOMED-/Spitex-Statistiken, Erhebungen 2024–2027 (gebundene Ausgabe, Vergabe)

Erwägungen

A. Ausgangslage Die Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (SOMED) ist eine administrative Statistik des Bundesamtes für Statistik (BFS). Sie dient der Beschreibung der Infrastruktur und der Tätigkeit der Betriebe, die sich um Menschen im Alter (Alters- und Pflegeheime) und um Menschen mit Behinderung (Institutionen für invalide und behinderte Personen) kümmern. Die Erhebung ist ein Bestandteil der «Statistik der stationären Betriebe des Gesundheitswesens» und wird seit 1997 durch das BFS betreut. Die Spitex-Statistik gehört auch in den Bereich «SOMED» und ist ebenfalls eine administrative Statistik des BFS. Sie dient der Beschreibung der Infrastruktur sowie der Leistungen der Organisationen in der ambulanten Pflege (Spitex) und der selbstständig erwerbenden Pflegefachpersonen. Gemäss § 7 des Bundesstatistikgesetzes vom 9. Oktober 1992 (SR 431. 01) und Art. 23 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (SR 832.10) sind die Kantone beauftragt, dafür zu sorgen, dass die Erhebungen bei den Betrieben und Pflegefachpersonen (Spitex) ihres Hoheitsgebiets durchgeführt werden. Im Kanton Zürich ist das Amt für Gesundheit verantwortlich für zwei Erhebungen, nämlich die SOMED- Statistiken, Fragebogen A (Alters- und Pflegeheime), sowie die Spitex- Statistiken. Zurzeit liegt die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe bei rund 210 Alters- und Pflegeheimen (alle Betriebe auf der Pflegeheimliste sowie Altersheime ohne Pflegebewilligung), 240 Spitex-Organisationen und rund 245 selbstständig erwerbenden Pflegefachpersonen. Der Fragebogen B der SOMED-Statistiken (Institutionen für invalide und behinderte Personen) liegt in der Zuständigkeit des Kantonalen Sozialamtes und ist nicht Gegenstand dieser Ausschreibung. Die SOMED-Daten der Zürcher Alters- und Pflegeheime und die Spitex-Daten dienen unter anderem als Grundlage für die Berechnung der Normkosten im Rahmen von § 8 Abs. 1 des Gesetzes über die Information und den Datenschutz (LS 170.4) in Verbindung mit § 23 Abs. 1 des Pflegegesetzes (LS 855.1) zur Erstellung der jährlichen Publikation «Kenndatenbuch Langzeitversorgung» sowie zur datentechnischen Untermauerung allfälliger Planungs- und Investitionsentscheide der Gesundheitsdirektion im Langzeitbereich.

Die Erhebungen der SOMED- und Spitex-Statistiken erfordern einen personellen Aufwand von rund 2600 Stunden pro Erhebungsjahr, verteilt über acht Monate, der nicht durch interne personelle Mittel der Gesundheitsdirektion abgedeckt werden kann. Aus diesem Grund wurden diese statistischen Datenerhebungen seit 2013 an eine externe Stelle vergeben. Für die Erhebungen in den Jahren 2016 bis 2019 und 2020 bis 2023 wurde die externe Erhebungsstelle jeweils im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung evaluiert. Zur Einhaltung einer gewissen Kontinuität der statistischen Erhebungstätigkeit wurde der aktuelle Auftrag wiederum für eine Vierjahresperiode von 2024 bis 2027 (für die Daten der Jahre 2023 bis 2026) ausgeschrieben.

B. Öffentliche Ausschreibung Am 10. Mai 2023 wurde die Ausschreibung «SOMED-/Spitex-Statistiken – Evaluation Erhebungsstelle 2024–2027» im offenen Verfahren im Staatsvertragsbereich gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. a der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (LS 720.1) auf simap.ch publiziert. Mit der Ausschreibung wurde ein Unternehmen gesucht, das für die Erhebung der jährlichen Statistikdaten die entsprechenden Kapazitäten kompetent, effizient und wirtschaftlich während vier Jahren ab Auftragserteilung zur Verfügung stellen kann. Die Aufgabenstellung umfasst die Projektleitung und -organisation, die Datenerhebung, die Adressverwaltung, den Support und die Beratung sowie das technische Datenhandling. Die Offertöffnung erfolgte am 27. Juni 2023. Es wurden sieben Angebote fristgerecht eingereicht.

C. Vergabe Die eingegangenen Angebote wurden durch ein Evaluationsteam mit Vertreterinnen und Vertretern des Amtes für Gesundheit sowie der Kantonalen Drucksachen- und Materialzentrale beurteilt und bewertet. Die Prüfung der Angebote ergab, dass alle eingereichten Angebote die Voraussetzungen für die Teilnahme am Verfahren erfüllen (allgemeine Verfahrensbestimmungen und Eignungskriterien). Den Angebotsbewertungen lagen die Zuschlagskriterien «ZK01 Dienstleistungsfähigkeit» (50%), «ZK02 Preis» (30%) sowie «ZK03 Qualifikation der einzusetzenden Mitarbeitenden» (20%) zugrunde. Nach umfassender Bewertung der Angebote ist der Zuschlag für die neue Erhebungsstelle in den Jahren 2024 bis 2027 an die JDMT Medical Services AG, Pfäffikon, zu erteilen. Das Angebot erfüllt die Zuschlagskriterien am besten und bietet gegenüber der Konkurrenz insbesondere das überzeugendste Konzept sowie gute Referenzen zu einem angemessenen Preis.

Die Vergabe erfolgt über einen Gesamtbetrag von Fr. 1 095 165 (einschliesslich MWSt). Dieser umfasst die Komponenten Projektleitung und -organisation, Datenerhebung, Adressverwaltung, Support und Beratung sowie technisches Datenhandling. Für Unvorhergesehenes kann sich die Vergabesumme im Sinne einer Reserve um rund 10% auf Fr. 1 205 000 (einschliesslich MWSt) erhöhen.

D. Finanzierung Die Erhebungen der SOMED- und Spitex-Statistiken sind für die Erfüllung der bundesgesetzlichen Vorgaben zur Statistikerhebung durch die Kantone erforderlich und dienen unmittelbar der Erfüllung von gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsaufgaben. Es handelt sich daher um eine gebundene Ausgabe im Sinne von § 37 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (LS 611). Es ist somit eine gebundene Ausgabe von insgesamt Fr. 1 205 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 6010, Amt für Gesundheit, zu bewilligen. Aus der vorliegenden Vergabe entsteht folgender Finanzbedarf: (in Franken, gerundet) 2023 2024 2025 2026 2027 Total Ausgaben 154 400 303 700 298 700 298 700 149 500 Im Budgetentwurf 2024 und im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2024–2027 sind jährlich Fr. 270 000 eingestellt. Die Ausgaben für die neue Vergabe betragen neu rund Fr. 300 000 pro Jahr. Der jährliche Mehrbedarf wird kompensiert.

Dispositiv

Auf Antrag der Gesundheitsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Erhebungen der SOMED- und Spitex-Statistiken wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 1 205 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 6010, Amt für Gesundheit, bewilligt.

II. Die Erhebungen der SOMED- und Spitex-Statistiken werden gemäss Angebot vom 26. Juni 2023 zu Fr. 1 095 165 (einschliesslich MWSt) an die JDMT Medical Services AG, Pfäffikon, vergeben. Die Vergabesumme kann sich für Unvorhergesehenes auf Fr. 1 205 000 (einschliesslich MWSt) erhöhen.

III. Das Amt für Gesundheit wird ermächtigt, den Vertrag mit der Zuschlagsempfängerin abzuschliessen.

IV. Dieser Beschluss ist bis zur Veröffentlichung des Zuschlags auf simap.ch nicht öffentlich.

V. Mitteilung an die Finanzdirektion und die Gesundheitsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Bundesgesetz über die Krankenversicherung, Art. 23 — gelesen in der Fassung vom 1. September 2023; der Erlass wurde am 1. Januar 2024, 1. März 2024, 1. Juli 2024, 1. Oktober 2024, 1. Januar 2025, 1. Juli 2025, 1. Januar 2026 und 1. Juli 2026 erneut konsolidiert.