Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 2 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

RRB Nr. 1379/2013

Berufsbildungsschule Winterthur, Turnhallenanlage, energetische Sanierung, Aufstockung des Garderobentraktes, neue und gebundene Ausgabe

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 4. Dezember 2013

1379. Berufsbildungsschule Winterthur (Turnhallenanlage / Garderobentrakt, energetische Sanierung, Aufstockung)

Erwägungen

A. Ausgangslage Die Sportanlage der Berufsbildungsschule Winterthur wurde Anfang der 1980er-Jahre erstellt. Das Gebäude besteht aus einem Turnhallen- und einem vorgelagerten Garderobentrakt. Im Turnhallentrakt sind ein Turnhallengeschoss mit drei Einzelturnhallen und darüber eine Dreifachturnhalle angeordnet. Die Turnhallen werden durch die Schule zu 100% ausgelastet. Am Abend werden sie zusätzlich von Vereinen genutzt. Die hohe Belegung führte zu Abnutzungsschäden. Zudem besteht für Veranstaltungen mit Publikum ein grosses Sicherheitsrisiko im Fluchtwegdispositiv. Weitere Schwachstellen betreffen insbesondere das undichte Flachdach, das schlecht isolierte Dach der Dreifachturnhalle mit den Dachoberlichtern und die energetisch mangelhaften Fenster. Die Folge davon ist ein schlechtes Raumklima wegen stark schwankender Temperaturen. Im Winter entsteht ein Kälteabfall in der Fassadennähe und im Sommer ist die Dreifachturnhalle wegen des ungenügenden Wärmeschutzes des Daches überhitzt. Die Räume im Garderobentrakt vermögen die Bedürfnisse des Schulbetriebs seit Jahren nicht mehr befriedigend abzudecken. Der Lehrerbereich wurde ursprünglich für zwölf Lehrpersonen ausgestaltet. Heute teilen sich 24 Personen den Arbeits-, Aufenthalts- und Garderobenbereich. Anhand einer Zustandsanalyse des Gebäudes wurden dessen allgemeine Tauglichkeit, der Zustand der Baustruktur, der energetische und technische Zustand der Gebäudehülle sowie der Zustand der haustechnischen Anlagen untersucht. Aus diesen Erkenntnissen wurde zusätzlich zum vorgesehenen Projekt der Aufstockung des Garderobentrakts eine Reihe von Sanierungsmassnahmen erarbeitet und nach Dringlichkeit gewichtet. Die Baudirektion führte im Auftrag der Bildungsdirektion im November 2010 einen Architekturwettbewerb durch, wobei das Projekt «MAHL- ZAHN» von Hopf & Wirth Architekten, Winterthur, die baulichen Anforderungen am besten erfüllte.

B. Bauvorhaben Mit den geplanten Sanierungsmassnahmen und der Aufstockung wird das bestehende Gebäude in betrieblicher, technischer und energetischer Hinsicht die heutigen Anforderungen erfüllen und auch in Zukunft eine bestmögliche Nutzung gewährleisten. Wegen zahlreicher Wärmebrücken und Luftundichtigkeiten ist eine Sanierung des Daches mit den Oberlichtern des Hallentraktes erforderlich. Für das Oberlicht ist eine vollständige Neukonstruktion aus Polykarbonatplatten vorgesehen. Die Wärmedämmung wird dadurch deutlich verbessert, und es wird eine bestmögliche natürliche Belichtung erzielt. Mit dem Fensterersatz werden Dreifachverglasungen eingesetzt, wodurch sich der Heizwärmebedarf um rund 20% senken lässt. Um der Geschlechtertrennung Rechnung tragen zu können, sind zusätzliche Garderoben und Duschräume erforderlich. Die Turnhallen sind überdies mit einem Raum für Kraft- und Ausdauertraining zu ergänzen, damit die Anlage den heutigen Anforderungen an einen zeitgemässen Sportunterricht genügt. Zudem ist es erforderlich, das Brandschutzkonzept dem Publikumsverkehr anzupassen. Durch die vorgesehene Aufstockung des Garderobentrakts sollen die beiden Bereiche Garderobentrakt und Hallen räumlich miteinander verbunden werden. Die Zuschauergalerie der Dreifachturnhalle erhält eine publikumstaugliche Erschliessung mit entsprechenden Fluchtwegen. Während der Bauzeit stehen die Dreifachsporthalle und Teile des Garderobentraktes nur eingeschränkt zur Verfügung, weshalb der Sportunterricht vermehrt in der Aussensportanlage und in angemieteten Turnhallen stattfinden wird. Der Grobterminplan für das Projekt sieht wie folgt aus: Tabelle 1: Termine Baubeginn Mai 2014 Fertigstellung, Inbetriebnahme Februar 2015

C. Kosten und Finanzierung Mit Verfügung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes vom 5. März 2012 wurde ein Projektierungskredit von Fr. 486 000 bewilligt. Die Baukosten gemäss Kostenvoranschlag des Hochbauamtes werden für die Sanierung auf Fr. 5 081 100 und für die Aufstockung auf Fr. 2 892 400, insgesamt auf Fr. 7 973 500, veranschlagt (Stand Kostenvoranschlag: 25. September 2013; Preisstand 1. April 2013 1060,9 Punkte, einschliesslich 8% MWSt). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Tabelle 2: Baukostenplan BKP-Nr. Arbeitsgattung Sanierung Aufstockung Total und Bestand in Franken 1 Vorbereitungsarbeiten 368 700 368 700 2 Gebäude 3 932 600 2 768 800 6 701 400 3 Betriebseinrichtungen 36 000 36 000 4 Umgebung 30 000 30 000 5 Baunebenkosten und Übergangskonten 74 800 48 600 123 400 6 Reserve 300 000 75 000 375 000 9 Ausstattung 339 000 339 000 Total 5 081 100 2 892 400 7 973 500 Weitere Kosten (z. B. schulbetriebliche Anschaffungen, Mietlösung für den Sportunterricht) sind in den reinen Baukosten nicht enthalten, gehören jedoch zum Projekt, weshalb die gesamte Ausgabe höher ausfällt als die reinen Baukosten (vgl. Tabelle 3). Tabelle 3: Aufteilung gebundene und neue Ausgaben Budgetierung Gebundene Neue Total Ausgaben Ausgaben in Franken in Franken in Franken Erfolgsrechnung Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung Konto 3160 0 00000 75 000 0 75 000 Nutzung/Miete von Sporthallen (während Bauzeit) Konto 3104 0 73010 36 000 0 36 000 Lehrmittel, Hardware Total Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung 111 000 0 111 000 Investitionsrechnung Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung Konto 5040 0 00000 Hochbauten 0 2 892 400 2 892 400 Bauprojekt: Neubauteil Konto 5041 0 00000 Erneuerungsunterhalt 5 081 100 0 5 081 100 Bauprojekt: Umbau Konto 5063 0 00000 120 000 0 120 000 Ergänzungen Unterricht, Lehrmittel Total Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung 5 201 100 2 892 400 8 093 500 Total 5 312 100 2 892 400 8 204 500 Die Ausgabe von Fr. 5 312 100 für Sanierungs- und damit verbundene Arbeiten ist gemäss § 37 Abs. 2 lit. b CRG gebunden. Sie ist zusammen mit der im Sinne von § 37 Abs. 1 CRG neuen Ausgabe von Fr. 2 892 400 gestützt auf §§ 36 lit. a e contrario und 36 lit. b CRG durch den Regierungsrat zu bewilligen. Die Finanzierung der gesamten Bauinvestitionen von Fr. 7 973 500 erfolgt über die Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung zulasten des Buchungskreises 7836, Liegenschaften Berufsschulen, PSP Nr. 7386B-31.12508, Konto 5040 0 00000, Hochbauten, und Konto 5041 0 00000, Erneuerungsunterhalt. Von diesen Ausgaben sind im Budget 2013 0,6 Mio. Franken, im Entwurf zum Budget 2014 3,4 Mio. Franken sowie im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2014–2017 für das Planjahr 2015 3,4 Mio. Franken eingestellt. Der Restbetrag von 0,6 Mio. Franken kann innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, kompensiert werden.

Die schulspezifischen Investitionen von Fr. 120 000 gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, Buchungskreis 7357 Berufsbildungsschule Winterthur, PSP Nr. 7357I-01.0002, Konto 5063 0 00000 Unterricht-Forschung. Diese Ausgaben sind im Entwurf zum Budget 2014 eingestellt. Die Kosten für die Anmietung von Sportinfrastruktur sowie betrieblicher Mehraufwand für die Aussensportanlage von Fr. 75 000 sowie die Kosten für die Ergänzung der Informatikinfrastruktur von Fr. 36 000 gehen zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, Buchungskreis 7357 Berufsbildungsschule Winterthur, Konto 3160 0 00000 Miete und Pacht Liegenschaften und Konto 3104 0 73010 Lehrmittel Hardware. Diese Ausgaben sind im Entwurf zum Budget 2014 eingestellt.

D. Kapitalfolgekosten Zusätzlich zu den Investitionskosten fallen Kapitalfolgekosten für die aktivierbaren Investitionskategorien an. Die Kapitalfolgekosten für die Investitionsausgabe von Fr. 8 093 500 betragen jährlich Fr. 331 042. Sie bestehen aus den Abschreibungen, die sich aus den unterschiedlichen Abschreibungssätzen pro Bauteilgruppe zusammensetzen, und der Hälfte der kalkulatorischen Zinskosten von 2,25% der Baukosten. Zusätzliche betriebliche und personelle Kosten entstehen nicht. Tabelle 4: Bau- und Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (Fr.) Fr. % Jahre Kalk. Zinsen Abschreibung Total Hochbauten Rohbau 1 1 884 144 23% 120 21 197 15 701 36 898 Hochbauten Rohbau 2 2 642 523 33% 40 29 728 66 063 95 791 Hochbauten Ausbau 1 331 227 16,5% 30 14 976 44 374 59 350 Hochbauten Installationen 1 645 620 20% 30 18 513 54 854 73 367 Ausstattungen, Mobilien 469 986 6% 10 5 287 46 999 52 286 Ergänzungsbeschaffungen 120 000 1,5% 10 1 350 12 000 13 350 Lehrmittel Total 8 093 500 100,0% 91 051 239 991 331 042

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Aufstockung des Garderobentraktes und die energetische Sanierung der Turnhallenanlage am Rennweg der Berufsbildungsschule Winterthur werden eine neue Ausgabe von Fr. 2 892 400 und eine gebundene Ausgabe von Fr. 5 312 100, insgesamt Fr. 8 204 500, zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, bewilligt. Davon gehen Fr. 8 093 500 zulasten der Investitionsrechnung und Fr. 111 000 zulasten der Erfolgsrechnung.

II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Zürcher Baukostenindexes gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Stand 1. April 2013)

III. Die Verfügung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes vom 5. März 2012, mit der ein Projektierungskredit von insgesamt Fr. 486 000 bewilligt wurde, wird aufgehoben.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Bildungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

Zitiert in