Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet.

RRB Nr. 59/2018

Anfrage Martin Hübscher, Wiesendangen, Antoine Berger, Kilchberg, und Josef Wiederkehr, Dietikon, betreffend World Skills in der Schweiz, Beantwortung

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich KR-Nr. 336/2017

Sitzung vom 31. Januar 2018

59. Anfrage (World Skills in der Schweiz) Die Kantonsräte Martin Hübscher, Wiesendangen, Antoine Berger, Kilchberg, und Josef Wiederkehr, Dietikon, haben am 4. Dezember 2017 folgende Anfrage eingereicht: Das duale Bildungssystem ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Schweiz. Es bringt uns nicht nur eine im Vergleich mit umliegenden Ländern sehr tiefe Jugendarbeitslosigkeit, sondern ist auch wesentlich für den Fachkräftenachwuchs der Wirtschaft. Berufsmeisterschaften haben in der Schweiz in den unterschiedlichsten Branchen eine lange Tradition. Sie fördern dabei nicht nur den Berufsstolz, sondern ermöglichen auch eine Wertschätzung der Berufsbildung. So hat das erfolgreiche Abschneiden an den diesjährigen Worldskills in Abu Dhabi mit dem ausgezeichneten zweiten Platz in der Nationenwertung einen positiven Schwung für die gesamte Berufsbildung und den Wirtschaftsstandort gebracht. Nachdem der Bundesrat die Schweizer Kandidatur für die WorldSkills 2021 nicht unterstützt, fordert die Bildungskommission des Nationalrates nun den Bundesrat in einer Motion auf, eine Kandidatur als Austragungsort für die WordSkills 2023 auszuarbeiten. In diesem Zusammenhang interessieren folgende Fragen:

Erwägungen

1. Welche Chancen sieht der Regierungsrat in Berufsmeisterschaften?

2. Ist der Regierungsrat bereit, eine Schweizer Kandidatur für die Durchführung der WorldSkills zu unterstützen?

3. Wäre der Regierungsrat bereit, Zürich als Austragungsort für World­ Skills vorzuschlagen?

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Anfrage Martin Hübscher, Wiesendangen, Antoine Berger, Kilchberg, und Josef Wiederkehr, Dietikon, wird wie folgt beantwortet:

Zu Frage 1: Internationale Berufsmeisterschaften sind ein Spiegel der Leistungsfähigkeit des Berufsbildungssystems eines Landes. Wichtig sind dabei die Leistungen der Berufsleute der einzelnen Nationen und weniger der Ort der Durchführung. Die grossartige Leistung des Schweizer Teams an den

WorldSkills 2017 in Abu Dhabi mit 11 Gold-, 6 Silber-, 3 Bronzemedaillen und 13 Diplomen bestätigt das international hohe Ansehen des Schweizer Berufsbildungssystems. Die grosse Medienpräsenz, die damit national und international erreicht wurde, erhöht zudem die Akzeptanz der Berufsbildung in der Schweizer Bevölkerung und motiviert Jugendliche und Eltern bei der Berufswahl. Die in den letzten Jahren immer sehr guten Leistungen der Schweizer Teams an internationalen Berufswettbewerben sind ein hervorragendes Marketing für die Qualität der Schweizer Produkte und Dienstleistungen auf den internationalen Märkten. Zu Frage 2: Letztmals fanden 2003 WorldSkills in der Schweiz statt (St. Gallen). Der Regierungsrat befürwortet grundsätzlich die Idee einer Schweizer Kandidatur für die WorldSkills 2023. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass sich die WorldSkills inzwischen zu einem Grossanlass mit 51 Berufen entwickelt haben, in denen sich 1251 Berufsleute aus 58 Ländern messen. Mit Einbezug von Expertinnen und Experten, Coaches, Funktionärinnen und Funktionären sowie anderen Unterstützerinnen und Unterstützern ist mit rund 10 000 teilnehmenden Personen zu rechnen. Das Budget für die Kandidatur des Kantons Basel-Stadt für die WorldSkills 2021 lag bei 80 Mio. Franken. Zu Frage 3: Der Kanton Basel-Stadt hat bereits für die Bewerbung für die World­ Skills 2021 ein Konzept erstellt, das aufgrund des negativen Finanzentscheids des Bundesrates zurückgezogen wurde. Der Kanton Basel-Stadt hat zudem schon gegenüber dem Bundesrat und der Stiftung SwissSkill seine Bereitschaft für eine Kandidatur für die WorldSkills 2023 erklärt. Bei dieser Ausgangslage ist eine zweite Schweizer Kandidatur nicht sinnvoll.

II. Mitteilung an die Mitglieder des Kantonsrates und des Regierungsrates sowie an die Bildungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber: Husi