Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 3 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

RRB Nr. 916/2011

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2011, 2. Serie

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 13. Juli 2011

916. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2011, 2. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten dieses Gesamtbetrages sind bis anhin Beiträge von Fr. 7 426 400 bewilligt worden. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2011 insgesamt noch Fr. 2 373 600 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 2. Serie 2011 die folgenden Beitragsleistungen aus dem Lotteriefonds:

Erwägungen

1. Publikation «Zürich, das gibt es» Bereich Kultur (Literatur) Gesuchstellende Limmat Verlag, Zürich: Der 1975 gegründete Organisation Verlag veröffentlicht Sachbücher zu historischen und politischen Fragen sowie literarische Werke. Projektrahmen Die Germanistin Ute Kröger hat 2003 «Zürich, du mein blaues Wunder» herausgegeben, ein literarisches Porträt von Zürich. Mit dem Folgeprojekt «Zürich, das gibt es» soll ein Lesebuch vorgelegt werden, das prominente, vergessene und auch kuriose Texte aus verschiedenen Zeiten, quer durch alle literarischen Gattungen (Ausschnitte aus Romanen, Erzählungen, Gedichte usw.) als Porträt des Kantons zusammenfasst. Projektinhalt Zur Hauptsache ist die Stadt Zürich im Buch vertreten, doch bezieht sich rund ein Fünftel der abgedruckten Texte auf das übrige Kantonsgebiet. Darunter sind unter anderem Texte von Nanny Escher, Hans-Rudolf Hilty, Gott- fried Keller, Egon Erwin Kisch, Conrad Ferdinand Meyer, Salomon Schinz und Robert Walser. Das Buch erscheint im Limmat Verlag, umfasst 480 Seiten und 400 Abbildungen. Geplant ist eine Auflage von 4000 Exemplaren. Der voraussichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 56. Gesamtkosten Fr. 138 767 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Fr. 74 544 erwartet. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 10 000. Von Privaten sind bis anhin Fr. 17 000 bewilligt. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Publikation weist einen inhaltlichen Bezug zum Kanton auf und dürfte (wie die Vorgängerpublikation) einem grossen Leserinnen- und Leserinteresse entsprechen. Bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass der Kanton zehn Belegsexemplare erhält.

2. Neue Kühlzelle für Früchte und Gemüse Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Tischlein deck dich, Winterthur: Der Organisation Verein bezweckt die Lieferung von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen an bedürftige Personen und an Organisationen, die Mahlzeiten und Gebrauchsgegenstände an diese Personen abgeben. Projektrahmen Der Verein sammelt in der gesamten Schweiz unverkäufliche, qualitativ jedoch einwandfreie Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs, die sonst vernichtet würden, und verteilt sie über seine mittlerweile 77 Abgabestellen. Allein im Kanton liegen 21 dieser Stellen, rund 2500 Personen erhalten wöchentlich Lebensmittel. Das Zentrallager des Vereins befindet sich in Winterthur. Der Kanton unterstützte 2006 den Bau einer Kühl- und Tiefkühlzelle in diesem Lager mit einem Beitrag von Fr. 70 000 (RRB Nr. 1331/2006).

Projektinhalt Durch das stetige Wachstum der Umschlagsmengen und die Erweiterung der Angebotspalette muss das bestehende Kühllager um eine separate Kühlzelle für Früchte und Gemüse ergänzt werden. Gesamtkosten Fr. 44 500 Gewünschter Betrag Fr. 34 500 Übrige Finanzierung Die Stadt Winterthur leistet einen Beitrag von Fr. 10 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Verein Tischlein deck dich leistet einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung armutsbetroffener und benachteiligter Personen und entlastet somit die öffentliche Hand. Weil der Kanton 2006 bereits einen Beitrag geleistet hat und weil eine Eigenleistung des Vereins bzw. Leistungen Dritter vorausgesetzt werden müssen, ist eine geringe Kürzung am nachgesuchten Beitrag auf Fr. 30 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 30 000

3. Kampagne «Kinderrechte dürfen kein Fremdwort sein» Bereiche Bildung/Soziales Gesuchstellende UNICEF Schweiz: Das Kinderhilfswerk der Organisation Vereinten Nationen setzt sich ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern. UNICEF Schweiz vertritt die Anliegen der Organisation in der Schweiz. Projektrahmen In der UN-Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 sind die Menschenrechte der Kinder (besondere Bedürfnisse wie z. B. Recht auf Bildung, Überleben, Schutz) festgelegt. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten auch, die Grundsätze und Bestimmungen des Übereinkommens bei Erwachsenen und bei Kindern bekannt zu machen. Kinder kennen häufig weder ihre Rechte noch die Pflicht der Erwachsenen, sie anzuhören, etwa wenn es um Scheidung oder Adoption geht. UNICEF möchte mit der Sensibilisierungs- und Informationskampagne «Kinderrechte dürfen kein Fremdwort sein» dazu beitragen, die Kinderrechte in der Bevölkerung bekannter zu machen. Hauptsächliche Zielgruppen sind Kinder, Eltern, Politikerinnen und Politiker sowie Erziehungs- und Lehrpersonen. Projektinhalt Das Vorhaben umfasst einen Textwettbewerb zum Thema «Kinderrechte». Die besten Beiträge sollen über Inserate, Plakate, Kinospots, Artikel in Tages- und Wochenzeitungen und Schulblättern usw. veröffentlicht werden. Vorgesehen ist zudem eine Informationsmappe für Lehrpersonen. Die Kampagne, die auch im Kanton durchgeführt wird, dauert vom 20. September 2011 bis zum 20. November 2011. Gesamtkosten Fr. 660 500 Gewünschter Betrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung UNICEF Schweiz beträgt Fr. 300 000. Der Bund unterstützt das Vorhaben mit Fr. 28 000. Von den Kantonen wird insgesamt ein Beitrag von Fr. 250 000, von mehreren Städten ein Beitrag von Fr. 60 000 gewünscht. Bis anhin liegen Zusicherungen von Fr. 47 000 vor. Von Stiftungen werden Fr. 40 000 erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. UNICEF Schweiz verfügt über die geeigneten Verbindungen, um eine Kampagne zu lancieren und die Kinderrechte den Kindern als Rechtsträgern wie auch einem grossen Bevölkerungsanteil bekannt zu machen. Gemessen am Beitrag des Bundes ist ein Beitrag von Fr. 15 000 grosszügig. Bewilligter Betrag Fr. 15 000

4. Bundesfeier 2011 in Stuttgart, Teilnahme des Kantons Bereich Verwaltung Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Projektrahmen Das schweizerische Generalkonsultat in Stuttgart bietet seit einigen Jahren seinen 1. August- Empfang den Kantonen als Werbeplattform an. Bei früheren Durchführungen waren Bern, Thurgau, Luzern, St. Gallen und Aargau zu Gast. Wegen des Ferienbeginns findet der Anlass jeweils in der Woche vor dem 1. August statt. Eingeladen werden rund 400 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur. Die Veranstaltung wird in der Alten Reithalle Stuttgart durchgeführt und besteht aus einem offiziellen Teil mit Begrüssung, kurzen Ansprachen, Unterhaltung und Musik sowie aus einem anschliessenden Abendessen. Im Februar 2010 wurde der Kanton vom Generalkonsul als Gast der diesjährigen Stuttgarter Bundesfeier eingeladen. Die Staatskanzlei ist beauftragt, den Anlass zu organisieren. Die Standortförderung ist in die vorbereitende Arbeitsgruppe eingebunden. Projektinhalt Der Gastkanton bestreitet das Programm. Für den musikalischen Teil konnte der Träger des kantonalen Kulturpreises 2011, Daniel Fueter, gewonnen werden. Er führt mit einem dreiköpfigen Ensemble Zürcher Lieder auf. Ebenfalls tritt eine Formation der Korpsmusik der Kantonspolizei auf. In einem anderen Block wird Gottfried Keller (verkörpert durch einen Schauspieler) einen massgeschneiderten Text des Zürcher Theaterautors Paul Steinmann mit Eindrücken seiner Fahrt von Zürich nach Stuttgart in der heutigen Zeit vortragen. Im Rahmen eines Kurzauftritts der Hochschulen wird auch der Wissens- und Bildungsstandort Zürich präsentiert. Beim Abendessen werden zürcherische Speisen und Weine offeriert, für den Service ist die Hotelfachschule Belvoirpark Zürich verantwortlich. Gesamtkosten Fr. 157 850 Gewünschter Betrag Fr. 100 000 Übrige Finanzierung Es ist nicht vorgesehen, das Budget durch Barbeiträge von privaten Sponsoren zu entlasten. Die Staatskanzlei übernimmt die Kosten der offiziellen Delegation und der Konsumation für das Abendessen der Gäste. Beurteilung Der Lotteriefonds kann die Kosten für das zürcherische Kultur- und Rahmenprogramm übernehmen. Dieser Teil der Veranstaltung entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Bewilligter Betrag Fr. 100 000

5. Festschrift 150 Jahre Turicia Bereich Bildung Gesuchstellende Akademische Verbindung (AV) Turicia: Die Organisation Zürcher Studentenverbindung wurde 1860 als Sektion des Schweizerischen Studentenvereins gegründet. Projektrahmen Die AV Turicia feierte 2010 ihr 150-jähriges Bestehen. Somit ist sie die älteste Hochschulverbindung des Schweizerischen Studentenvereins. In gedruckter Form liegt ihre Geschichte für die Jahre 1861 bis 1910 vor. Trotz verschiedener Versuche fehlt eine Geschichte über die letzten hundert Jahre. Aufgrund des Jubiläums entschloss sich die Verbindung, ihre Geschichte für diesen Zeitraum aufarbeiten zu lassen und dabei nicht nur das Vereinsleben, sondern das soziale, gesellschaftliche, hochschulpolitische und religiöse Umfeld darzustellen. Projektinhalt Das Buch wird im Verlag Swiss-Printers in einer Auflage von 1000 Exemplaren erscheinen, rund 560 Seiten und zahlreiche Abbildungen aufweisen. Gesamtkosten Fr. 235 506 Gewünschter Betrag Fr. 40 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 161 900. Aus dem Verkauf werden Fr. 4000 erwartet, von der Stadt Zürich Fr. 15 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist davon auszugehen, dass das umfangreiche Werk einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der katholischen Diaspora-Kultur in Zürich leisten wird. Bewilligter Betrag Fr. 40 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Bedingung geknüpft, dass dem Kanton gratis zehn Belegsexemplare überlassen werden.

6. Verein Kurzfilmtage Winterthur Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Kurzfilmtage Winterthur: Der Verein Organisation organisiert das Festival Kurzfilmfestival der Schweiz, das grösste Kurzfilmfestival der Schweiz, das 2011 zum 15. Mal stattfinden wird.

Projektrahmen Dem Festival kommt eine stets wachsende Bedeutung zu, der Anlass ist mittlerweile international bekannt und gilt als wichtiges «Kompetenzzentrum» für nationale und internationale Filmproduzenten und -vertriebe. Es unterhält eine ganzjährige Geschäftsstelle mit zwei Teilzeitpensen zu 65% und leistet als wichtige Schnittstelle zwischen Filmschulen, -nachwuchs und -branche wertvolle Nachwuchsförderung und Vermittlungsarbeit. Das Festival 2010 wurde von 14 500 Personen besucht, die ein Angebot von über 60 Kurzfilmen in neun Programmgefässen zur Auswahl hatten. Seit vielen Jahren wird das Festival vom Bund und der Stadt Winterthur massgeblich subventioniert. Der Kanton förderte das Festival seit 1998 projektbezogen und erteilte ihm eine ab 2009 gültige Beitragsberechtigung bis 2016 (RRB Nr. 1269/2008); die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern leistet somit einen jährlichen Betriebsbeitrag von Fr. 71 500. Zum zehnjährigen Bestehen erhielt der Trägerverein des Festivals erstmals einen Lotteriefondsbeitrag von Fr. 80 000. Projektinhalt Der Trägerverein will 2011 zur Stärkung seines breiten Aufgabenfeldes dringend anstehende Investitionen tätigen. Sie dienen einerseits seiner Kulturarbeit, anderseits der Öffentlichkeit und Fachkreisen: – Digitalisierung des Archivs (Fr. 172 000): Das Archiv besteht aus rund 20 000 Kurzfilmen. Seine nachhaltige Sicherung trägt zum Erhalt des schweizerischen Kulturerbes bei und dient Fachkreisen vorzüglich für Studienzwecke. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. – Einrichtung einer Videoplattform (Fr. 127 100): Mit dieser Investition wird es möglich, künftig eingehende Kurzfilme online zu visionieren. Pro Jahr werden dem Festival rund 3000 Kurzfilme aus über 90 Nationen eingereicht. Eine entsprechende

Videoplattform zählt heute zur Standardeinrichtung eines professionellen Filmfestivals. – Erneuerung Büro- und Festivalinfrastruktur (Fr. 113 219) und Beschriftung des Festivals (Fr. 40 000): Beide Vorhaben dienen sowohl der Administration als auch dem öffentlichen Auftritt des Festivals. Gesamtkosten Fr. 452 319 Gewünschter Betrag Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Winterthur leistet einen Beitrag von Fr. 12 000, das Bundesamt für Kultur Fr. 15 319. Von mehreren Stiftungen und anderen öffentlichen Stellen sind weitere Beiträge in Aussicht gestellt. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die vorgesehene Zusammenführung von Digitalisierung des Archivs und Videoplattform (insgesamt Fr. 299 100) bringt dem Festival einen grossen Nutzen. Zudem ist im Rahmen der Erneuerung der Festivalbüroinfrastruktur die vorgesehene Anpassung der Datenbank im Bereich Akkreditierungswesen (Fr. 10 000) von grosser Bedeutung für einen zeitgemässen und kundenorientierten Betrieb. Aufgrund der Bedeutung und der internationalen Ausstrahlung der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur ist ein Investitionsbeitrag von Fr. 309 000 gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 309 000

7. Ausbau Infrastruktur Bibliothek Bereich Bildung Gesuchstellende Schweizerisches Institut für Kinder- und Ju- Organisation gendmedien (SIKJM): Das SIKJM wird von der Johanna Spyri-Stiftung getragen. Als beitragsberechtigte Institution wird es von der Bildungsdirektion jährlich mit Fr. 150 000 für den ordentlichen Betrieb subventioniert. Projektrahmen Das SIKJM verfügt über einen Fundus von rund 40 000 historischen und zeitgenössischen Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern sowie über 4000 Fachbücher zu Kinder- und Jugend- literatur. Hinzu kommen Fachzeitschriften, Artikel usw. Das Institut pflegt einen Teil des Johanna-Spyri-Archivs sowie Nachlässe verschiedener Kinder- und Jugendbuchfachleute. Vor allem Fachleute, Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende nutzen diesen Teil des SIKJM-Angebotes. Darüber hinaus engagiert sich das Institut in der Forschung und der Entwicklung/Durchführung von Leseförderungsprojekten, welche vor allem den Gemeinde- und Schulbibliotheken zugutekommen. Projektinhalt Vom gesamten Angebot sind der Öffentlichkeit nur rund 10 000 Bilder-, Kinder- und Jugendbücher zugänglich. Die restlichen rund 30 000 wurden zwar in den 90er-Jahren für einen elektronischen Katalog erfasst, die entsprechende Software wird heute aber nicht mehr verwendet. Deshalb plant das SIKJM, die vorhandenen Daten nachzubearbeiten und dann in den NEBIS-Verbund überzuführen. Dort sind die Angaben allen Internetnutzerinnen und -nutzern zugänglich. Gesamtkosten Fr. 441 200 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des SIKJM beträgt Fr. 200 000. Von der Stadt Zürich werden Fr. 40 000, von Stiftungen Fr. 50 000 erwartet. Ein offener Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch die Nachbearbeitung der vorhandenen Daten bzw. ihrer Integration in das NEBIS-System wird der zurzeit grossteils brachliegende Bibliotheksbestand einer stärkeren Nutzung zugeführt. Gleichzeitig erfährt der Wissenschaftsstandort Zürich eine Aufwertung. Bewilligter Betrag Fr. 150 000

8. Ausstellung «Verdingkinder reden» Bereiche Geschichte/Soziales Gesuchstellende Verein Geraubte Kindheit: Zweck des Vereins Organisation ist die Planung und Durchführung einer Wanderausstellung mit begleitenden Veranstaltungen und Publikationen zum Thema der Fremdplatzierungen von Kindern und der Kinderarbeit in der Schweiz. Projektrahmen Das Schicksal von Verdingkindern ist immer wieder Gegenstand von Medienberichten und Publikationen, wurde bis jetzt aber nie in einer umfassenden, für die breite Öffentlichkeit geeigneten Form aufbereitet. Dies hat der Verein mit seiner Ausstellung «Verdingkinder reden» getan. Die Ausstellung wurde bereits an verschiedenen Orten gezeigt und fand jeweils grosse Beachtung. Projektinhalt Ab Oktober 2011 bis März 2012 wird die Ausstellung im Schulhaus Kern in der Stadt Zürich und damit erstmals im Kanton gezeigt. Sie richtet sich an die breite Bevölkerung, wobei Schulklassen eine wichtige Zielgruppe darstellen. Die Ausstellung ist u. a. in folgende Teile gegliedert: – Einführung in das Thema – Pflegeorte, Schule und soziales Umfeld, Beziehung zu Behörden, Überlebensstrategie der Kinder (Präsentation an Hörstationen) – Bewältigungsstrategien im Erwachsenenalter (Streben nach Normalität, kreative Ablenkung, Flucht in eine Krankheit, Kriminalität, Depression, Suizid) – regionales Fenster (Bezüge zur Region Zürich). Die Ausstellung spiegelt den Zeitraum von 1920 bis 1960 und arbeitet mit Fotos und Filmen, Texten und insbesondere mit Hördokumenten. Gesamtkosten Fr. 496 888 Gewünschter Betrag Fr. 190 000 Übrige Finanzierung Aus den Eintritten und Führungen sind Einnahmen von insgesamt Fr. 106 500 veranschlagt. Die Stadt Zürich leistet einen Beitrag von

Fr. 105 000 (eingerechnet der Einsatz von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern und dem Erlass der Miete für die Schulhausräumlichkeiten). Von stadtnahen Stiftungen wird eine Leistung von Fr. 40 000, von übrigen Stiftungen ein Gesamtbeitrag zur Deckung des Restbetrages erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Vorgaben des Lotteriefonds. Die Lebenssituation von Pflege- und Heimkindern ist auch heute aktuell. Das Amt für Jugend- und Berufsberatung beabsichtigt, sich in geeigneter Weise an den Begleitveranstaltungen zu beteiligen, auch um den Bezug zur Gegenwart herzustellen. Aufgrund der Bedeutung des Themas und des zu erwartenden grossen Publikumsinteresses ist ein Beitrag von Fr. 190 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 190 000

9. Erneuerung Imkereimuseum Grüningen Bereich Ökologie Gesuchstellende Imkerverein Bezirk Hinwil: Der Verein be- Organisation steht seit 1901; er bezweckt, die Bienenzucht zu fördern. Projektrahmen Seit 20 Jahren betreibt der Verein in der Mülischeune in Grüningen ein Imkereimuseum. Im Sommerhalbjahr ist es an zwei Sonntagen im Monat geöffnet, zudem auf Anmeldung für Schulen und andere Gruppen. 2010 wurde es von 684 Personen besucht. Der Betrieb wird mit 15 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sichergestellt. Die Scheune gehört der Gemeinde Grüningen, welche die Räumlichkeiten dem Imkerverein kostenlos zur Verfügung stellt. Für den Museumsbetrieb und die Ausstellungsobjekte ist der Verein zuständig. Er zeigt Imkereigeräte, Bienenwohnungen und Gegenstände, die mit Bienen in Zusammenhang stehen (Medaillen, Münzen und Briefmarken mit Bienenmotiven). Zum Museum gehört auch eine Fachbibliothek. Projektinhalt Die Beleuchtung des Museums ist veraltet und reparaturbedürftig. Ersatzteile sind nicht mehr erhältlich.

Gesamtkosten Fr. 7 744 Gewünschter Betrag Fr. 6 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 744. Der Verein der Deutschschweizer Bienenfreunde leistet einen Beitrag von Fr. 1000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Museum – ein schweizerisches Unikat – dient auch dazu, das Verständnis für ökologische Fragen zu fördern. Bewilligter Betrag Fr. 6 000

10. Beschaffung von Bühnenpodest, Besucherstühlen und Garderobe Bereich Kultur Gesuchstellende Lesegesellschaft Bülach: Der Kulturverein Organisation Lesegesellschaft besteht seit 1818. Sie bezweckt die Förderung des kulturellen Lebens in der Region. Projektrahmen 2007 begann innerhalb der Lesegesellschaft eine Gruppe von Musikfreunden, kammermusikalische Konzerte anzubieten. Diese Gruppe (klassik@bülach, KKB) veranstaltet mittlerweile fünf bis sechs Konzerte pro Jahr. Die Konzerte finden im Ausstellungsraum der Firma Musik Hug AG statt. Der Raum verfügt zwar über eine ausgezeichnete Akustik, jedoch keine für einen Konzertbetrieb geeignete Infrastruktur (Bühne, Stühle usw.). Projektinhalt Deshalb plant klassik@bülach, ein Bühnenpodest und 100 Stühle sowie eine Garderobeneinrichtung für Publikum und Musikerinnen und Musiker anzuschaffen. Gesamtkosten Fr. 17 000 Gewünschter Betrag Fr. 7 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 7000. Die Stadt Bülach leistet einen Beitrag von Fr. 3000. Der offene Restbetrag muss über Beiträge von Dritten gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Konzerte tragen zur kulturellen Vielfalt im Raum Bülach bei. Durch die vorgesehenen Investitionen erfährt der Aufführungsort eine zweckmässige Aufwertung. Bewilligter Betrag Fr. 5 000

11. Umbau des Lehrbetriebs Bereich Soziales Gesuchstellende Brunau-Stiftung: Die Stiftung besteht seit Organisation 1956. Sie arbeitet mit dem Ziel, Jugendliche mit Behinderung zeitgemäss auszubilden – vor allem auf kaufmännischem Gebiet und im Bereich der Datenverarbeitung – und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Projektrahmen Seit 1997 ist die Stiftung in der Gewerbeliegenschaft Edenstrasse 20 in Zürich eingemietet. Heute betreut sie 59 Ausbildungsplätze (Lehrbetrieb), dazu kommen zehn geschützte Dauer-Büroarbeitsplätze, die vor rund vier Jahren eingerichtet wurden. Bis zur Inkraftsetzung der Bundesgesetzgebung zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA) des Bundes leistete das Sozialamt des Kantons Kostenanteile an Bauinvestitionen in den Mieträumen sowie Betriebskostenbeiträge an die Mietkosten der Brunau-Stiftung. Heute haben nur noch die zehn geschützten Arbeitsplätze Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung durch den Kanton. Die Finanzierung des Lehrbetriebs erfolgt über BSV-Tarifvereinbarungen. Die Räume des Lehrbetriebes entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sie müssen – auch unter Berücksichtigung der Behindertengängigkeit – umfassend erneuert werden. Anpassungen sind auch im Bereich der Dauerarbeitsplätze notwendig. Projektinhalt Als Folge der im Laufe der Jahre stetig gestiegenen Anzahl der Arbeitplätze umfasst das Vorhaben eine teilweise neue Raumeinteilung zur besseren Nutzung der Mietfläche. Es ist vorgesehen, zum Teil verglaste Trennwände einzubauen. Elektro-, EDV-, Telefon- und Brandschutzeinrichtungen sowie die Böden werden erneuert. Wegen der grossen Abwärme der Büroräume ist eine neue Lüftungs- und Klimaanlage notwendig. Die Vermieterin übernimmt lediglich die Kosten für den Ersatz der Heizungsventile. In den Kosten ist berücksichtigt, dass die Umbauarbeiten nur bei laufendem Lehrbetrieb ausgeführt werden können. Im Frühjahr 2010 wurden die Projektkosten noch auf rund 1,6 Mio. Franken geschätzt, das Detailprojekt weist nun Kosten von Fr. 2 604 780 aus. Davon entfallen Fr. 376 179 auf den Bereich der geschützten Arbeitsplätze. Zusatzinformationen Gleichzeitig hat die Brunau-Stiftung beim Kantonalen Sozialamt ein Gesuch um einen Investitionsbeitrag für den Anteil der geschützten Arbeitsplätze gestellt. Das Sozialamt wird dem Gesuch voraussichtlich entsprechen. Das

Gesuch an den Lotteriefonds betrifft nur die Umbaukosten des Lehrbetriebes, der dem BSV unterstellt ist. Somit erfolgt keine innerkantonale Doppelfinanzierung. Gesamtkosten Fr. 2 219 456 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 199 456. Von einer stadtnahen Stiftung werden Fr. 105 000 erwartet, von weiteren Stiftungen Fr. 515 000. Der offene Restbetrag muss über ein Darlehen abgedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Vorgaben des Lotteriefonds. Die Kosten für den Mieterausbau sind hoch. Mit einem Verzicht auf einzelne Massnahmen (Trennwandverglasungen, Glastüren) sind Kosteneinsparungen möglich. Die Dienstleistung der Stiftung ist wertvoll und entlastet die öffentliche Hand. Aufgrund dieser Sachlage ist ein Beitrag von Fr. 400 000 gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 400 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages erfolgt in zwei Schritten: Eine erste Teilzahlung von Fr. 350 000 erfolgt sofort. Der restliche Beitrag wird erst nach Vorliegen der Schlussabrechnung ausbezahlt und nur bis zu dem Betrag, der den ungedeckten Kosten entspricht.

12. Infrastruktur Open-Air-Kino Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Filmclub Xenix: Der Verein bezweckt, Organisation der interessierten Öffentlichkeit den Besuch unabhängiger und engagierter Filme zu ermöglichen. Projektrahmen Das 1980 gegründete Kino Xenix gehört zu den herausragenden Programmkinos der Schweiz und zeigt vorwiegend künstlerisch und filmgeschichtlich bedeutende Werke, die von den kommerziellen Kinos nicht oder nicht mehr programmiert werden. Es ist aus filmkultureller Sicht – neben dem Filmpodium der Stadt Zürich – zweifellos die wichtigste Einrichtung im Kanton. Seit 25 Jahren organisiert der Verein jeweils in den Sommermonaten ein Open-Air-Kino. Projektinhalt Für diese Open-Air-Veranstaltungen benötigt der Verein ein neues Leinwandgerüst mit Bodenverankerung und einen neuen Projektor. Das bisherige Gerüst stellt mittlerweile aus Altersgründen eine erhebliche Gefährdung von Publikum und Mitarbeitenden dar. Der Entscheid, für die Verankerung Bodenfundamente zu erstellen, wurde in enger Absprache mit der Immobilienbewirtschaftung der Stadt Zürich gefällt. Der Kauf eines neuen Projektors ist angezeigt, weil nur mit einem qualitativ und lichtstärkenmässig besseren Gerät ein professioneller, zeitgemässer Betrieb gewährleistet werden kann. Gesamtkosten Fr. 53 440 Gewünschter Betrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen Fr. 6850. Die Stadt Zürich unterstützt das Vorhaben mit Fr. 16 600, von Dritten werden Fr. 9990 erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Anschaffungen sind notwendig. Deshalb und aufgrund der Qualität, welche die Arbeit des Vereins auszeichnet, ist ein Beitrag gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 20 000

13. Daguerreotypie-2.0-Projekt Bereiche Bildung, Kultur Gesuchstellende Freunde des Staatsarchivs: Der Verein hat die Organisation Aufgabe, dem Staatsarchiv fördernd zur Seite zu stehen und das Verständnis für das zürcherische Archivwesen im Allgemeinen zu fördern. Projektrahmen Die Daguerreotypie ist das erste fotografische Verfahren, das brauchbare Ergebnisse hervorgebracht hat. In den 1860er-Jahren wurde es durch andere Verfahren abgelöst. Bis heute werden Daguerreotypien in Archiven und Museen als frühe Meilensteine der Fotografiegeschichte gehütet. Nach der Sichtung von Daguerreotypie-Originalen im Staatsarchiv – und aufgrund von Gesprächen mit Fachleuten des Staatsarchivs und externen Spezialisten – entschloss sich der Zürcher Fotograf Jos Schmid 2009, diese historische Fototechnik im Sinne eines Versuchs zu rekonstruieren und für die heutige Zeit nutzbar zu machen. Daraus ist das Projekt Daguerreotypie 2.0 entstanden, dessen Ziel es ist, die Daguerreotypie für die professionelle Fotografie des frühen 21. Jahrhunderts alltagsfähig zu machen. Projektinhalt Das Vorhaben ist zweiphasig: Phase 1 umfasst Testreihen zur Optimierung des Verfahrens und zur Erarbeitung der haltbarsten Präsentationsform. Phase 2 besteht in der praktischen Anwendung des feldtauglich gemachten Verfahrens. Unter dem Titel «Zürich Portofolio» soll eine Aufnahmeserie mit einem möglichst breiten Spektrum von Sujets entstehen. Dadurch gewinnen das Staatsarchiv, aber auch andere Institutionen (Universität Zürich, Schweizerisches Nationalmuseum, Fotostiftung Winterthur usw.) wertvolle Erkenntnisse für die Restaurierung und Konservierung ihrer historischen Daguerreotypien. Diese Institutionen sind am Vorhaben sehr interessiert. Die Dubletten aus dem Projekt «Zürich

Portofolio» werden dem Staatsarchiv für restauratorische Testarbeiten zur Verfügung gestellt. Gesamtkosten Fr. 87 800 Gewünschter Betrag Fr. 76 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 10 800. Hinzu kommt ein Beitrag von Fr. 1000 von Memoriav. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der Durchführung des Vorhabens können die handwerklichen Fertigkeiten und die notwendige Praxis, die für die Herstellung von Daguerreotypien notwendig sind, weiterentwickelt und dem Platz Zürich verfügbar gemacht werden. Die Resultate des Vorhabens kommen dem Bildungsstandort Zürich zugute. Bewilligter Betrag Fr. 76 000

14. Druckkostenbeitrag Buchprojekt «100 Jahre Rennbahn Oerlikon» Bereiche Sport/Sozialgeschichte Gesuchstellende AS Verlag: Der Sachbuchverlag veröffentlicht Organisation mit Schwergewicht Publikationen zu den Themen Alpinismus, Verkehrs- und Sportgeschichte. Projektrahmen 2012 feiert die älteste noch in Betrieb stehende Sportanlage der Schweiz, die Rennbahn Oerlikon, ihren 100. Geburtstag. Aus Anlass des Jubiläums veröffentlicht der AS-Verlag eine Monografie über diese Sportanlage. Projektinhalt Das Jubiläumsbuch, verfasst von Sepp Renggli, Martin Born u. a., soll die wechselvolle Geschichte der Rennbahn, wo schillernde Sportgrössen ihren Auftritt hatten, widerspiegeln. Vorgesehen ist eine Druckauflage von 2000 Exemplaren mit Erscheinungstermin Frühjahr 2012. Das Buch umfasst rund 232 Seiten mit etwa 170 Abbildungen und kostet voraussichtlich Fr. 88. Gesamtkosten Fr. 133 868 Gewünschter Betrag Fr. 10 000

Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Fr. 77 440 erwartet. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 5000, hinzu kommen Beiträge von Stiftungen und Dritten von Fr. 9000. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Würdigung der geschichtsträchtigen Rennbahn Oerlikon im Rahmen eines Buchprojektes ist aus sozial- und sportgeschichtlicher Sicht von Bedeutung. Bewilligter Betrag Fr. 5 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass der Kanton fünf Belegsexemplare erhält.

15. Pilot-Informationsveranstaltungen Bereich Ökologie Gesuchstellende Verein für Energieeffizienz und erneuerbare Organisation Energien «Zürich Erneuerbar»: Der Verein besteht seit 2007. Er bezweckt, in allen Bereichen unter dem Motto «Weniger Energie brauchen und diese aus erneuerbaren Quellen gewinnen» zur Verbesserung der Energieeffizienz beizutragen. Projektrahmen Bis anhin führte «Zürich Erneuerbar» Informationsveranstaltungen vor allem für Behördenmitglieder der Gemeinden durch. Die Veranstaltungen hatten das Ziel, das Bewusstsein für Klimafragen und die Notwendigkeit griffiger Massnahmen zu schaffen und gleichzeitig praktische Impulse und Informationen zu vermitteln. Dabei zeigte es sich, dass auch Teile der Öffentlichkeit am Angebot des Vereins interessiert sind und eine Zusammenarbeit mit dem Verein suchen. Projektinhalt Gestützt auf diese Nachfrage hat «Zürich Erneuerbar» ein neues Veranstaltungskonzept ausgearbeitet. Der Verein möchte mit praxisnahen Informationsveranstaltungen breitere interessierte Kreise (Mieterinnen und Mieter, Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planer, Hersteller und Installateure usw.) erreichen und ihnen praktisch nutzbare und sinnvolle Möglichkeiten für den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen aufzeigen. Die geplanten Veranstaltungen dauern jeweils rund fünf Stunden und sind in drei Teile gegliedert: Besichtigung eines Betriebes (der Produkte zur Nutzung erneuerbarer Energie herstellt), Referate und Apéro mit Austausch und Diskussion. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Das bestehende Konzept soll nun ausgetestet und über den Zeitraum von drei Jahren angepasst werden. Gesamtkosten Fr. 360 000 Gewünschter Betrag Fr. 120 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 120 000, durch Sponsoren sollen weitere Fr. 120 000 gedeckt werden. Die Gemeinden werden jeweils um einen Beitrag an den Apéro, den Erlass von Mietkosten oder die Übernahme einzelner Budgetposten (Referate, Inserate) angefragt. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist wünschenswert, dass «Zürich Erneuerbar» seine Aktivitäten auf interessierte, breite Kreise der Bevölkerung ausweiten kann, denn die Vereins-Themenschwerpunkte «Energieeffizienz» und «erneuerbare Energien» sind auch wesentliche Elemente der kantonalen Energieplanung. Für eine erfolgreiche Durchführung der Anlässe

muss das vorliegende Konzept ausgetestet werden. Bewilligter Betrag Fr. 120 000 Auflage/n Die Gewährung des Betrages ist an folgenden Auflagen gebunden: – «Zürich Erneuerbar» muss bis zum Abschluss der Pilotphase nachweisen, wie die Fortführung des Projektes sichergestellt werden kann. – Der Baudirektion ist an den Informationsveranstaltungen nach Möglichkeit ein eigener Auftritt zu ermöglichen.

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000 000): in Franken 1. Limmat Verlag Druckkostenbeitrag 10 000 2. Tischlein deck dich, Winterthur Investitionsbeitrag 30 000 3. Unicef Schweiz Kampagnenbeitrag 15 000 4. Staatskanzlei des Kantons Zürich Beitrag für Bundesfeier Stuttgart / Gastauftritt 100 000 5. Akademische Verbindung Turicia Druckkostenbeitrag 40 000 6. Verein Kurzfilmtage Winterthur Jubiläumsbeitrag 309 000 7. Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien Investitionsbeitrag 150 000 8. Verein Geraubte Kindheit Ausstellungsbeitrag 190 000 9. Imkerverein Bezirk Hinwil Investitionsbeitrag 6 000 10. Lesegesellschaft Bülach (klassik@bülach) Investitionsbeitrag 5 000 11. Brunau-Stiftung Investitionsbeitrag 400 000 12. Verein Filmclub Xenix Investitionsbeitrag 20 000 13. Verein der Freunde des Staatsarchivs Projektbeitrag 76 000 14. AS-Verlag Druckkostenbeitrag 5 000 15. Zürich Erneuerbar Kampagnenbeitrag 120 000 Total 1 476 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

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