04.3733
Förderung der Bienen in der Schweiz
Gadient Brigitta M. · Mit-F · Nationalrat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich beantrage Ihnen, der Förderung der Bienen in der Schweiz zuzustimmen und meine Motion anzunehmen. Vom grossen Bienenvölkersterben, und gerade in diesem Jahr haben wir in der Schweiz wieder eine besonders schlimme Situation, sind sowohl das biologische Gleichgewicht wie auch die landwirtschaftliche Ertragssicherheit tangiert. Die betroffenen Kreise sind alleine kaum in der Lage, der extremen Verluste durch Varroatose, Viroseschäden, Sauerbrut- und Faulbrutseuchenzüge Herr zu werden. Zudem drohen neue Seuchen auch in Europa auszubrechen. Es kommt dazu, dass sich die Imkerei im 21. Jahrhundert auch ganz generell neu ausrichten muss. Wachsende Siedlungsdichte, Raumordnungsfragen, Rodungsaktionen sowie neue, strenge Hygienevorschriften verlangen von der Imkerschaft viel mehr, als dies noch vor 20 Jahren der Fall war. Es gilt für viele, ihren Bildungs- und Wissensrückstand in kürzester Frist aufzuholen.
In dieser schwierigen Situation brauchen die Imker wie die Landwirte auch die Hilfe des Bundes. Neben dem grossen Verlust von Völkern hat nämlich auch die Zahl der Imkerinnen und Imker in den vergangenen Jahren um rund einen Drittel abgenommen. Auch das hat natürlich Auswirkungen auf die Bienenbestände. Um die Vielfalt der Wildpflanzen zu sichern und dadurch die Lebensgrundlagen der Tierwelt zu erhalten, ist aber eine beträchtliche Bienendichte wichtig. Ja, die Bienen sind durch ihre Bestäubungsleistung in Natur und Landwirtschaft unverzichtbar und unersetzbar. Fehlen die Bienen, werden von Ökologen Versteppungen ganzer Landstriche befürchtet.
Die Bienenzucht hat aber auch grosse finanzielle Auswirkungen, trägt sie doch in der Schweiz zu volkswirtschaftlichen Werten von etwa 300 Millionen Franken pro Jahr bei. Die EU-Länder tragen dem Rechnung und haben deshalb die Imkerei in ihrer Landwirtschaftsgesetzgebung verankert; sie haben ausserdem spezifische Fördermassnahmen, die subsidiär von den Ländern getroffen werden. Aufgrund einer Richtlinie haben sie sodann besondere Mittel für Jungimker, für Investitionen für Berufsimker, für Honiguntersuchungen, für Beratung und speziell auch für die Varroatose-Bekämpfung bereitgestellt.
Verglichen mit ausländischen Instituten sind die Bundesbeiträge in der Schweiz mehr als bescheiden. Der Strukturwandel in der Imkerei ist aber noch viel grösser als der in der übrigen Landwirtschaft, und der Wandel muss mit neuen Strukturen, mit professioneller Beratung und Ausbildung aufgefangen werden.
Meine Motion verlangt nicht einfach mehr Geld. Sie fordert vorab Rahmenbedingungen für die nötige Weiterentwicklung der Bienenzucht in der Schweiz. Sie möchte, dass wir diesen Wandel begleiten und dem aus ökonomischen und ökologischen Gründen insbesondere auch für unsere Landwirtschaft nicht verkraftbaren Abbau der Imkerei nicht einfach tatenlos zusehen. Entgegen der Sicht des Bundesrates besteht für die Förderung der Bienen in der Schweiz ein grosser Handlungsbedarf. Sehr geehrter Herr Bundesrat Deiss, ich weiss, dass Ihr Herz ebenfalls für die Imkerei schlägt, und bitte Sie, den Antrag des Bundesrates mit etwas weniger Überzeugung zu vertreten.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bitte Sie eindringlich, auch mit der Unterstützung - Sie haben es gesehen - der Imkerschaft im ganzen Land, meine Motion anzunehmen.
Deiss Joseph · BR-M · Bundesrat · Freiburg
Vous voyez que, pour la deuxième fois déjà ce matin, on m'incite à ne pas défendre la position du Conseil fédéral. Je dois déclarer mes intérêts puisque j'ai un fils qui est apiculteur; il est même présent sur les tribunes pour surveiller ce que je fais. Je vais devoir le décevoir puisque le Conseil fédéral vous recommande de rejeter cette motion.
D'une part, il estime qu'il n'est pas de son ressort d'instituer un groupe de travail chargé d'élaborer une telle stratégie et qu'il appartient aux milieux apicoles de le faire. Il reconnaît que c'est un défi de taille que les apiculteurs et apicultrices doivent relever, notamment pour lutter contre le varroa et les autres épizooties frappant les abeilles, mais aussi pour instituer les autocontrôles qui sont désormais prescrits par la loi sur les denrées alimentaires. Dans ce contexte, il est essentiel qu'ils puissent bénéficier d'une vulgarisation faite avec compétence et d'une formation continue de qualité. La Confédération entretient le Centre de recherches apicoles dans le cadre de l'Agroscope Liebefeld-Posieux.
J'ajoute d'autre part que l'apiculture est au bénéfice de certains soutiens - notamment par le centre de recherches que je viens de nommer - qui représentent 900 000 francs par année. Ces soutiens sont engagés en faveur de projets de recherches subventionnés pour la lutte contre les épizooties, pour la vulgarisation apicole - 150 000 francs par année - et certaines analyses de marché, ou encore de projets pour la conservation des races et la diversité génétique conduits sous la direction de l'Agroscope Liebefeld-Posieux, pour une somme d'environ 100 000 francs.
Ce sont là les raisons pour lesquelles le Conseil fédéral vous invite à rejeter la motion.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion .... 125 Stimmen
Dagegen .... 23 Stimmen
Schluss der Sitzung um 12.55 Uhr
La séance est levée à 12 h 55