06.2009, 07.3279

Gegen die Schwächung der Hausarztmedizin und den drohenden Hausärztemangel / Aufwertung der Hausarztmedizin

Bieri Peter · P-M · Ständerat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion

Es liegt ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Sie beantragt einstimmig, der Petition Folge zu geben und das Postulat 07.3279 anzunehmen. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

Forster-Vannini Erika · Mit-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die Petition "gegen die Schwächung der Hausarztmedizin und den drohenden Hausärztemangel" wurde am 1. April 2006 mit über 300 000 Unterschriften eingereicht. Mit der Petition werden die Stärkung und die Sicherung der Hausarztmedizin verlangt. Nur so sehen sich die Hausärzte und Hausärztinnen in der Lage, ihre Aufgaben in ausreichender Zahl und mit der entsprechenden Kompetenz zu erledigen. Als wichtigste Anliegen der Ärzteschaft wurden uns in der Kommission an einem Hearing folgende Anliegen vorgetragen: die Aufrechterhaltung einer qualitativ hochstehenden Hausarztmedizin durch die Weiterbildung gemäss heutigem FMH-Titel, die universitäre Verankerung, die Lösung des Problems der Praxisassistenz, der Ausgleich von Tarifungerechtigkeiten bei Tarmed und letztlich auch die wirtschaftliche Besserstellung der Hausärztinnen und Hausärzte.

Im Rahmen der Diskussion der Petition beauftragte die Kommission die Verwaltung, einen Bericht zur Problematik zu erstellen. Dieser zeigt auf, dass die Ärztedichte von rund 1,5 praktizierenden Ärzten auf 1000 Einwohner im Jahr 1990 um rund 30 Prozent auf über 2 Ärzte pro 1000 Einwohner im Jahr 2005 zugenommen hat. Dabei hat die Ärztedichte vor allem bei den Spezialisten zugenommen. Es kann also derzeit kaum von einem effektiven Mangel in der Grundversorgung gesprochen werden. Dabei ist aber ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass nur schon ein leichter Rückgang bei den jungen Ärzten, die in die Praxis übertreten wollen, zu einem akuten Problem führen könnte. Die im Jahr 2004 durchgeführte Wirkungsanalyse der Zulassungsbeschränkung, die ja bekanntlich im Juli 2002 erlassen worden ist, stellt eine starke psychologische Wirkung innerhalb der Ärzteschaft fest. Die Massnahme habe vor allem unter den Spitalärzten und Spitalärztinnen Verunsicherung ausgelöst. Der Zulassungsstopp hat damit zu einer weiteren Verschlechterung der zunehmend als unattraktiv empfundenen Rahmenbedingungen der freien Berufsausübung beigetragen.

Zusammenfassend stellte die Kommission fest, dass derzeit noch nicht von einem effektiven Mangel in der Grundversorgung gesprochen werden könne. Es sei aber unter Berücksichtigung der Altersstruktur bei den Hausärztinnen und -ärzten und des mangelnden Nachwuchses in den nächsten zehn Jahren eine rückläufige Versorgungsdichte zu erwarten. Dies könnte vor allem in den Randregionen zu Problemen führen.

Die Kommission nahm auch zur Kenntnis, dass die Petition bereits eine Vielfalt an Aktivitäten ausgelöst hat, zum einen in der Verwaltung, zum anderen in der GDK. In einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kantone wurden zwei Berichte mit Umsetzungsempfehlungen ausgearbeitet. Der eine Bericht gilt der Finanzierung der Weiterbildung der Grundversorger. Aus- und Weiterbildung sind insofern ein Thema, als die Ausbildung der Grundversorger in der Schweiz in der Regel fünf bis acht Jahre dauert. Via bilaterale Abkommen können wir Grundversorger aus dem Ausland anerkennen, deren Ausbildungszeit weit kürzer ist als die Ausbildungszeit in der Schweiz. Die Forderung nach einer Gleichstellung wurde bereits in einem Vorstoss im Nationalrat aufgenommen. Die Antwort des Bundesrates zu diesem Vorstoss steht wie die Behandlung im Nationalrat noch aus.

Die Unterstützung der Weiterbildung ist Sache der Kantone. Es zeigt sich, dass die Regierungen in vielen Kantonen Programme unterschiedlicher Art beschlossen haben, um die Weiterbildung von Hausärzten zu unterstützen.

Um der Petition den nötigen Nachdruck zu verleihen, beantragt Ihnen die Kommission einstimmig, der Petition Folge zu geben. Sie reicht gleichzeitig ein Postulat mit dem Titel "Aufwertung der Hausarztmedizin" ein. Damit wird der Bundesrat aufgefordert, verschiedene Prüfungen vorzunehmen. Der Bundesrat schreibt nun in seiner Stellungnahme, die Probleme seien erkannt und soweit nötig werde die Problematik in den verschiedensten Gremien angegangen. Damit sei der Petition bereits Genüge getan und ein weiterer Bericht sei obsolet. Wie Sie meiner Begründung entnehmen konnten, hat sich die Kommission - im Wissen um all diese Aktivitäten, der Bericht des Departementes lag uns ja vor - trotzdem für ein Postulat entschieden. Wir wollen damit gewissermassen demonstrieren, dass wir die Anliegen der Ärzte ernst nehmen, und wir wollen diesen Anliegen auch einen gewissen Druck verleihen.

Wir möchten, dass nicht nur davon ausgegangen wird, "dass die im Vorstoss genannten Elemente bereits geklärt sind", wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme schreibt; wir möchten Gewissheit haben. Herr Bundesrat, ich habe ein gewisses Verständnis dafür, dass Berichte nicht gern verfasst werden, wenn man annehmen muss, sie würden so oder so nur von wenigen Personen gründlich studiert. Aber gerade in diesem sensiblen Bereich erachtet es die Kommission als hilfreich, wenn uns der Bundesrat einen Bericht über die Aktivitäten und deren Wirksamkeit auf den verschiedensten Stufen erstattet. Gestützt auf diesen Bericht können vorzeitig Probleme angegangen werden.

In diesem Sinne bitte ich die wenigen Anwesenden, das Postulat anzunehmen.

Ory Gisèle · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion

Le mécontentement des médecins de premier recours est perceptible. Nous avons même pu nous rendre compte de son ampleur lors de la manifestation organisée le 1er avril 2006 sur la place fédérale, manifestation qui a été accompagnée d'une pétition revêtue de plusieurs milliers de signatures. Une telle manifestation n'est pas banale et je crois que nous devons tenir compte de l'insatisfaction qu'elle traduit.

Tout d'abord, les généralistes forment la base d'une organisation de la médecine économique, telle que nous la voulons. Ce sont eux qui doivent accueillir le patient, faire la première évaluation du cas et le diriger ensuite si nécessaire chez un spécialiste dont les prestations sont en général plus onéreuses. Ensuite, ils forment aussi la base des réseaux de soins que nous voulons promouvoir.

Il est donc important que la profession de médecin généraliste reste attractive par la qualité et la variété du travail comme par sa rémunération. Or, ce que nous voyons, c'est que le nombre de cabinets de médecins généralistes est très stable, voire même est en train de diminuer. Cela doit nous faire réfléchir. Pire encore, d'après l'enquête menée auprès des assistants de dernière année de médecine, 10 pour cent seulement des étudiants se destinent à la médecine généraliste. Pendant ce temps, le nombre de cabinets de médecins spécialistes continue d'augmenter et, même, de manière préoccupante. Il n'a en particulier pas pâti de l'introduction de la clause du besoin. Je dirai même, au contraire, que la clause du besoin lui a profité, puisque l'on voit une nette augmentation statistique du nombre de cabinets de spécialistes depuis 2002. Cette tendance devrait cependant se stabiliser. Il faudra que nous ayons les statistiques des trois prochaines années pour l'analyser de manière probante.

Le rapport que nous avons eu met en évidence quelques aspects de cette grogne. Le premier élément, c'est le niveau de rémunération. On constate tout d'abord que les généralistes, contrairement à ce que l'on aurait voulu dans le cadre de la réflexion sur le rôle de la médecine, voient leur revenu augmenter bien moins rapidement que celui des spécialistes, selon les statistiques que nous avons obtenues - lesquelles sont lacunaires, il est vrai.

Le deuxième élément, c'est l'intérêt pour la profession et les griefs qui sont cités quant à la formation en matière de radioprotection, l'évaluation des analyses de laboratoire et la remise de médicaments. Nous aurions besoin d'avoir une comparaison plus précise avant et après le Tarmed pour nous faire une idée des conséquences de l'introduction du Tarmed sur le revenu des médecins généralistes.

Il serait aussi de toute façon intéressant de connaître l'effet des diverses mesures ordonnées ces dernières années sur le revenu des médecins. Cependant, d'une manière générale, un médecin doit pouvoir gagner correctement sa vie sans devoir faire des radiographies, des analyses ou de la propharmacie. Si son revenu en dépend de manière déterminante, nous avons affaire à des incitations à prodiguer des actes médicaux inutiles et, donc, à dépenser inutilement.

Il faudrait examiner aussi s'il serait opportun de réévaluer le point de certaines prestations de la médecine de base pour remédier au problème du revenu, et éventuellement de pouvoir différencier la valeur du point dans un même canton pour encourager des généralistes à s'installer dans des contrées décentrées. Ce serait une manière d'équilibrer le nombre de médecins plus nuancée que la clause du besoin.

Nous avons obtenu des réponses; nous nous posons encore des questions; nous avons besoin de ces différentes évaluations. Ce sont les raisons pour lesquelles je vous prie d'accepter le postulat de la commission.

Brändli Christoffel · 1VP-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich möchte Sie bitten, das Postulat anzunehmen, weil in diesem Bereich lange nicht alle Probleme gelöst sind. Wir haben bei der ärztlichen Versorgung eine eigenartige Situation: Wir haben auf der einen Seite nach wie vor eine Zunahme der Zahl der Allgemeinpraktiker, an einzelnen Orten, die überversorgt sind, ist diese Zunahme viel zu stark; in anderen Regionen haben wir teilweise - es ist im Moment noch nicht sehr dramatisch - Versorgungsprobleme. Dann haben wir auf der anderen Seite eine enorme Zunahme an Spezialisten, die man eigentlich gar nicht braucht, die enorme Kostentreiber sind, und wir haben einen Trend weg vom Hausarzt, hin zum Spezialistentum. Wir stehen vor der Aufhebung des Zulassungsstopps; deshalb wird die Mengenausdehnung wahrscheinlich noch stärker zunehmen, und wir haben diesen unsäglichen Trend, dass Ärzte eben nicht aufs Land, sondern in die Stadt gehen. Warum machen sie das? Sie machen das, weil wir es nicht verstanden haben, Anreize zu schaffen, die in die umgekehrte Richtung weisen. Wenn ein Hausarzt praktizieren will und in eine Stadt geht, die völlig überversorgt ist, die viel zu viele Ärzte hat, viel zu viele Kosten verursacht, dann gehen wir sogar hin und sagen: Du bekommst den höheren Lohn als derjenige, der in eine Talschaft geht, wo eine Unterversorgung besteht. Wir müssen über diese Anreizsysteme diskutieren, und wir müssen hier, meine ich, Lösungen finden. Wir müssen auch über Formen der Vertragsfreiheit - ich sage nicht, über eine absolute Vertragsfreiheit - diskutieren, wenn wir richtige Anreize geben wollen.

Ich anerkenne, dass im Departement und vom Bundesrat in Bezug auf diese Fragen einiges gemacht wurde - das wird in den Ausführungen auch erwähnt -, aber ich glaube, dass wir diese grundsätzlichen Probleme eingehender prüfen müssen. Wir müssen die Aus- und Weiterbildung, die Notfalldienste, die Anreizsysteme diskutieren, auch die Frage, wie man in alternativen Versicherungen eben den Arzt als Anlaufstelle aufwerten kann; das sind die günstigeren Versorgungswege. Deshalb verstehe ich eigentlich nicht, dass der Bundesrat dieses Postulat nicht annehmen will. Wenn es jetzt eine Motion mit sehr konkreten Punkten wäre, dann könnte man darüber diskutieren. Aber das Postulat will doch auf ein Problem hinweisen, das vorhanden ist, bei dem Handlungsbedarf besteht.

Ich bitte den Bundesrat, hier über seinen Schatten zu springen und der Kommission zuzustimmen.

Fetz Anita · Mit-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Auch ich bitte Sie, das Postulat anzunehmen, weil es einfach darum geht, dass wir zur Kenntnis nehmen, dass die Hausärztinnen und Hausärzte die Basis der medizinischen Grundversorgung und die Vertrauensleute der Patientinnen und Patienten sind. Heute - da kann ich bei den Aussagen meines Vorredners ansetzen - ist es so, dass die jungen Medizinerinnen und Mediziner, heute übrigens mehrheitlich Frauen, ohne Perspektiven mit entsprechenden Anreizsystemen im Hausarztbereich ins Spitalwesen oder in die medizinischen Spezialistenberufe abwandern, wo sie das Mehrfache verdienen und erst noch keine Nachtschicht machen müssen. Es kann ja nicht unser Ziel sein, genau jene Ärztinnen und Ärzte nicht zu unterstützen, welche letztendlich auch die günstige medizinische Basisversorgung in allen Regionen unseres Landes sichern.

Als Mitglied der SGK möchte ich über fundierte Grundlagen verfügen. Wir wollen diesen Bericht des Bundesrates, um die entsprechenden politischen Entscheide, die es dazu braucht, und auch die entsprechenden Vorschläge über allfällige Anreizsysteme begründen zu können, damit wir nachher bei den weiteren Vorlagen in diese Richtung legiferieren können.

Stähelin Philipp · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Christlichdemokratische Fraktion

Nur ganz kurz: Ich bin etwas enttäuscht von der Haltung des Bundesrates. Es geht ja hier nicht zuletzt darum, den Hausärztinnen und Hausärzten, welche tatsächlich - und das spürt man - verunsichert sind, wieder etwas mehr Halt und Anerkennung zu geben.

Was mich aber speziell etwas eigenartig berührt, sind die Formulierungen in Bezug auf unsere Aufforderung, das gemeinsam mit den Kantonen zu prüfen. Wenn Sie sich, Herr Bundesrat, ein wenig in den Kantonen umschauen, dann werden Sie feststellen, dass etwa in jedem zweiten Kanton im kantonalen Parlament, im Grossen Rat, ein entsprechender Vorstoss vorliegt. Da könnte es ja nur dienlich sein, wenn Sie auch hier etwas koordinierend wirken würden, damit ringsum in unserem Lande zu gleichen Fragen in etwa auch gleiche Antworten gegeben werden. Dort fehlt für mich - ich sage das so - etwas der Wille, zusammen mit den Kantonen auch in dieser Frage hier auf die Ängste einzugehen, denn es ist doch eine Frage, welche nicht nur die betroffenen Ärzte, sondern schlussendlich auch die Patienten sehr berührt.

David Eugen · Mit-M · Ständerat · St. Gallen · Christlichdemokratische Fraktion

Was mich in dieser Diskussion etwas überrascht, ist die Differenz zwischen der Wahrnehmung aufseiten des Bundesrates und der Wahrnehmung aufseiten der Ärzte, wie sie uns präsentiert worden ist. Ich finde das Postulat auch deshalb nützlich, weil es darum geht, die Sache wirklich zu klären. Der Bundesrat schreibt z. B. zu Ziffer 2, dass sich nach seiner Ansicht Angebot und Nachfrage nicht verschlechtern würden, sondern die Ärztedichte eigentlich zunehme, auch im Bereich der Hausärzte. Ich finde es wichtig, dass wir die Fakten wirklich kennen und dass wir genau wissen, wie sich die Dinge entwickeln, um nachher anhand der Fakten auch Massnahmen treffen zu können. Es mag Gebiete geben, wo die Ärztedichte zunimmt; es gibt vielleicht aber auch Gebiete, in denen sie effektiv abnimmt und in denen eine angemessene Versorgungsgrenze unterschritten wird. Es wäre interessant herauszufinden, wie es wirklich ist, wie die Realitäten beschaffen sind und in welchen Landesgebieten man wirklich von einer Ärzteflucht reden muss. Dann könnte man auch entsprechend präzise Massnahmen vorsehen.

Dasselbe gilt für Ziffer 3, wo es um die Auswirkungen von Tarmed geht und wo man uns mitteilt, dass die Umsätze bei den Ärzten eigentlich eher zugenommen haben, auch bei den Allgemeinpraktikern. Hier wäre es sicher interessant, die Einkommensverhältnisse zu analysieren, wie es im Postulat gewünscht wird. So könnte man feststellen, welche Ärztegruppen - insbesondere geht es wieder um die praktizierenden Ärzte in ländlichen Regionen und in Randregionen - wirklich schlechter fahren und bei welchen dies nicht der Fall ist. Uns fehlen hierüber einfach präzise Fakten, um nachher auch entsprechende Massnahmen vorsehen zu können.

In dem Sinne sehe ich das Postulat der Kommission wirklich als Postulat, die Dinge zu klären.

Couchepin Pascal · VPBR-M · Bundesrat · Wallis

Nous partageons avec vous le souci d'une bonne répartition des médecins de famille. Nous croyons qu'il est important que ces médecins trouvent de la satisfaction dans l'exercice de leur profession, satisfaction qui est en effet un facteur stabilisateur en matière de coûts. Nous pensons aussi qu'il y a des mesures à prendre; celles-ci doivent être prises en priorité avec les cantons qui sont, selon la Constitution, les premiers responsables de la fourniture suffisante de soins.

Le premier point, c'est que toutes ces questions font l'objet de discussions avec les cantons dans le cadre du dialogue instauré entre la Confédération et les cantons au sujet de la "Politique nationale de la santé". Depuis 2005 déjà, ces questions sont en discussion. Une bonne dizaine d'études ont abouti à la présentation de deux rapports assortis de recommandations, qui ont été publiés en octobre 2006. Un des rapports porte sur l'organisation des services de garde et d'urgence et le second sur le financement de la formation postgrade des médecins de famille. C'est dire que le Conseil fédéral considère que ces choses sont importantes et qu'elles ne doivent pas être négligées. Si le postulat est accepté - ce qui va probablement être le cas -, on reprendra les études qui ont déjà été présentées et on fera une synthèse de toutes ces questions.

Le deuxième point, c'est l'offre. Monsieur David vient d'évoquer le problème. Je vous rends attentifs à l'étude publiée en avril 2007 par l'Observatoire suisse de la santé et portant sur l'offre de soins ambulatoires. Selon cette étude - qui est à disposition sur Internet, à ma connaissance - seules quelques régions pourraient souffrir de pénurie. En règle générale, la densité de médecins de famille augmente. On ne constate pas de détérioration à la campagne.

Madame Ory a posé des questions sur les moyens de favoriser dans certaines régions la réintroduction non pas du loup, mais du médecin de famille. Elle a dit qu'il faudrait peut-être rémunérer de manière différente le médecin de famille dans telle ou telle région. Cette proposition est certainement intelligente. Elle a un nom: c'est pratiquement la liberté de contracter, si on doit faire du cousu main avec chaque médecin. C'est exactement ce qu'on propose et j'espère que Madame Ory ayant dit A, dira B et soutiendra la liberté de contracter lorsqu'elle sera en discussion devant vous.

Les salaires: on sait bien qu'en Suisse, ils sont très difficiles à établir. Dans ce domaine-là, la vérité des prix est très difficile à établir. La FMH publie des listes de salaires qui sont généralement moins élevés que ceux publiés par les assurances, et encore différents de ceux qu'on publie nous-mêmes. Un des moyens simples de faire baisser les revenus des médecins, c'est de prendre le revenu par tête sans tenir compte du fait qu'un certain nombre de médecins travaillent à temps partiel. Alors, on divise les salaires globaux par le nombre de médecins et on obtient un chiffre qui est inférieur à la réalité de quelqu'un qui travaille à temps complet. Donc, examiner et réussir à définir de manière très précise le revenu d'un médecin travaillant à temps complet n'est pas très facile.

Il y a des médecins qui se sont pratiquement retirés, mais qui continuent à faire quelques consultations. Ce qui est vrai, même si les salaires des médecins de famille sont inférieurs à la plupart des salaires des médecins spécialistes, mais par exemple pas pour les psychiatres ou les pédiatres, c'est que dans l'ensemble, ce ne sont pas encore des salaires de misère. Ce sont des salaires encore tout à fait convenables, mais moindres que ceux des spécialistes, et ça pose un problème.

Lors de la discussion sur le Tarmed, la FMH n'a pas eu le courage de résoudre ce problème. On voulait globalement le même volume d'honoraires, ce qui signifiait que, si on augmentait les salaires des médecins de famille, il fallait diminuer ailleurs. La FMH n'a pas eu le courage de faire cette opération chirurgicale, si bien que les résultats ne sont pas à la hauteur de ce qu'on souhaitait. Nous sommes partisans de la revalorisation des salaires des médecins de famille par rapport à d'autres catégories de médecins.

Toute une série de rapports ont déjà été faits et présentés, pour répondre à la plupart des questions qui sont posées. Nous pensons qu'il faut viser à l'économicité des moyens, comme dans l'assurance de base, et lorsqu'on a déjà tout, c'est inutile de recommencer. Mais si vous adoptez le postulat, on fera de nouveau une synthèse et des études complémentaires, si nécessaire, de très bon coeur, car le souci au sujet de la situation des médecins de famille l'emporte sur notre souci de l'économicité administrative.

Bieri Peter · P-M · Ständerat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion

06.2009

Der Petition wird Folge gegeben

Il est donné suite à la pétition

07.3279

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates .... 30 Stimmen

(Einstimmigkeit)