04.061

Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Spitalfinanzierung

Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

2. Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Risikoausgleich)

2. Loi fédérale sur l'assurance-maladie (Compensation des risques)

Ziff. II Abs. 2

Antrag der Mehrheit

Es tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. Bis zum Inkrafttreten gilt die bisherige Regelung des Risikoausgleichs.

Antrag der Minderheit

(Ory, Fetz, Forster, Maury Pasquier)

Festhalten

Ch. II al. 2

Proposition de la majorité

Elle entre en vigueur le 1er janvier 2012. Jusqu'à l'entrée en vigueur, la règle actuelle de la compensation des risques est applicable.

Proposition de la minorité

(Ory, Fetz, Forster, Maury Pasquier)

Maintenir

Forster-Vannini Erika · 2VP-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Es geht um das Inkrafttreten dieses Gesetzes. Wir haben hier eine Mehrheit und eine Minderheit. Die Mehrheit möchte das Inkrafttreten auf das Jahr 2012 festlegen, und die Minderheit möchte an unserem Beschluss vom letzten Mal festhalten, nämlich das Inkrafttreten auf das Jahr 2011 festlegen. Damit schaffen wir so oder so - mit Mehrheit oder Minderheit - eine Differenz zum Nationalrat. Der Nationalrat hat ja entschieden, dass die Vorlage gestaffelt in Kraft treten soll. Dies hat er vor allem mit dem zusätzlichen Kriterium begründet, das er eingeführt hat, nämlich dem Morbiditätsindikator, den jetzt beide Räte abgelehnt haben.

Deshalb macht Ihnen die Mehrheit beliebt, dass die Vorlage am 1. Januar 2012 in Kraft tritt. Bis zum Inkrafttreten gilt die bisherige Regelung des Risikoausgleichs.

Ory Gisèle · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion

Avec la proposition de minorité que nous vous soumettons ici, nous vous proposons de maintenir la version que nous avions adoptée précédemment dans notre conseil et de décider ainsi de faire entrer en vigueur cette révision le 1er janvier 2011.

Le Conseil national a suivi une minorité de sa commission et voudrait que cette révision entre en vigueur en même temps que la révision concernant les forfaits par cas.

Je vous propose de ne pas suivre cette solution, car elle introduit plusieurs incertitudes et ne se justifie pas sur le fond:

1. La révision concernant les forfaits par cas n'est pas terminée et il est aujourd'hui difficile de dire quand elle entrera en vigueur.

2. Ces deux révisions ont certes une relation entre elles, mais elles peuvent néanmoins entrer en vigueur indépendamment l'une de l'autre, sans que cela ne pose de problèmes particuliers.

3. Le droit actuellement en vigueur est valable jusqu'à fin 2010. Si nous reculons la date de l'entrée en vigueur de la présente révision, nous introduisons une lacune dans le droit, qu'il faudra combler.

Nous préférons la simplicité, la clarté et la sécurité du droit. Avec une entrée en vigueur le 1er janvier 2011, ces différents écueils sont évités. Nous parlons de cette révision depuis longtemps. Une entrée en vigueur en 2011 est prudente; elle permet un temps d'adaptation. Il n'est pas nécessaire d'attendre l'autre partie de la révision de la LAMal et l'introduction des APDRG pour pouvoir améliorer la compensation des risques.

Stähelin Philipp · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Fraktion CVP/EVP/glp

Ich bitte Sie, hier gemäss der Mehrheit zu entscheiden. Diese Vorlage ist schon im Zusammenhang mit der Spitalfinanzierung entstanden, und sie hängt innerlich mit der Spitalfinanzierung insofern zusammen, als sie eben auch den Spitalaufenthalt als Kriterium aufnimmt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht von Gutem ist, wenn wir hier jedes Jahr neue Vorschriften erhalten. Wenn Sie nicht ein wenig für Koordination sorgen, wird das der Fall sein. Mit dem Datum vom 1. Januar 2012 schreiben wir mit einiger Sicherheit das gleiche Datum fest, welches auch für die Spitalfinanzierung gilt. Seien Sie doch auch etwas nett gegenüber den Anwendern! Sie müssen bei der ganzen Umsetzung all dieser Neuerungen auch etwas Sicherheit haben, und wenn wir da auf das gleiche Datum kommen, wird es für sie wesentlich einfacher.

Ich bitte Sie deshalb, beim Datum von 2012 zu verbleiben. Wir kommen damit auch dem Nationalrat etwas entgegen.

Sommaruga Simonetta · Mit-F · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Man ist sich mittlerweile in beiden Räten einig, dass die Verbesserung des Risikoausgleichs nicht nur richtig, sondern auch notwendig und dringend ist. Man hat sich jetzt in beiden Räten auf einen Indikator für die Verbesserung des Risikoausgleichs geeinigt, nämlich die Anzahl Spitaltage. Ich möchte Sie jetzt doch bitten, die Umsetzung dieses Risikoausgleichs nicht noch weiter hinauszuzögern. Wenn Sie heute das Anfangsdatum 2012 beschliessen, dann geht es noch vier Jahre, bis das überhaupt umgesetzt wird.

Ich muss Herrn Kollege Stähelin einfach entgegenhalten: Es gibt keinen materiellen Zusammenhang zwischen den Fallpauschalen und der Einführung des Risikoausgleichs. Mit der Anzahl der Spitaltage haben wir uns wirklich auf einen einfachen Indikator geeinigt. Es gibt keinen Grund, die Einführung der Fallpauschalen abzuwarten, bevor man die Verbesserung des Risikoausgleichs vornimmt. Ich bitte Sie, hier wirklich vorwärtszumachen. Es gibt keinen Grund zuzuwarten, nachdem man ja den Morbiditätsfaktor nicht mehr drinhat. Ich kann mir vorstellen, dass auch der Nationalrat unserer Lösung folgen wird, weil wir den zusätzlichen Indikator nicht mehr drinhaben. Wir arbeiten seit Jahren an diesem Geschäft. Es ist anerkannt, dass eine Verbesserung des Risikoausgleichs für alle, vor allem für die Versicherten, wichtig und notwendig ist.

Ich bitte Sie, der Minderheit zu folgen.

Couchepin Pascal · VPBR-M · Bundesrat · Wallis

Le Conseil national, comme on l'a dit, souhaite que l'introduction de la compensation des risques affinée soit couplée avec l'introduction des forfaits par cas selon l'article 49 LAMal. Le Conseil fédéral ne pourrait en repousser l'introduction que de deux ans au maximum.

Votre commission ne veut pas lier l'introduction de la compensation des risques affinée à l'introduction des forfaits par cas selon l'article 49 LAMal. Elle pense en effet que cela n'a aucun sens si l'on ne tient pas compte du critère de morbidité supplémentaire demandé par le Conseil national. En lieu et place, la majorité de la commission voudrait introduire la compensation des risques affinée au 1er janvier 2012. Le Conseil fédéral, comme on l'a dit, disposerait ainsi de quatre années supplémentaires pour la récolte des nouvelles données servant de base de calcul. La compensation des risques étant actuellement limitée à fin 2010, la majorité de la commission propose de prolonger la compensation des risques actuelle jusqu'à l'entrée en vigueur du nouveau système, en ajoutant une phrase dans les dispositions transitoires.

Je vous propose de suivre la majorité de la commission, dont la solution assure la sécurité du droit et est praticable.

Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 17 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 16 Stimmen

Art. 105 Abs. 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

Art. 105 al. 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil national

Forster-Vannini Erika · 2VP-F · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Ich bin Ihnen dankbar, Herr Präsident, dass Sie mir das Wort geben, weil ich noch zu einer bereinigten Differenz Stellung nehmen möchte. Es betrifft Artikel 105 Absatz 2 auf Seite 7 der Fahne. Sie sehen dort den Entscheid unseres Rates, dass der Aufenthalt in einem Spital oder Pflegeheim im Vorjahr als Kriterium für das erhöhte Krankenrisiko massgebend ist. Der Nationalrat hat entschieden, dass als Kriterium für das erhöhte Krankenrisiko einerseits der Aufenthalt in einem Spital oder Pflegeheim im Vorjahr massgebend ist, dass aber dieser Aufenthalt auch länger als drei Tage gedauert haben muss.

Wir haben uns dem zusätzlichen Kriterium angeschlossen. Es ist der Kommission wichtig, dass ich hier zu Protokoll gebe, dass damit mindestens drei Übernachtungen gemeint sind. Es verbleibt hier keine Differenz; die Kommission hat entsprechend der französischen Fahne dem Beschluss des Nationalrates vom 17. Dezember zugestimmt.

Brändli Christoffel · P-M · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Angenommen - Adopté