07.051

Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte. Weiterführung

Verfahrensbeitrag

Antrag der Minderheit

(Schlüer, Miesch, Müri, Schibli, Stamm, Wobmann)

Rückweisung an den Bundesrat

mit dem Auftrag, eine Friedensförderungsstrategie zu erarbeiten, welche:

  • auf militärische Engagements vollständig verzichtet;

  • alle Missionen uneingeschränkter Beachtung der Neutralität unterstellt, womit der Verzicht auf jede Parteinahme oder Einmischung festgehalten wird.

Proposition de la minorité

(Schlüer, Miesch, Müri, Schibli, Stamm, Wobmann)

Renvoi au Conseil fédéral

avec mandat d'élaborer une stratégie de promotion de la paix:

  • qui exclue tout engagement militaire;

  • qui garantisse un respect total de la neutralité pour toutes les missions, ce qui suppose notamment que la Suisse s'interdise de prendre parti ou d'intervenir en cas de conflit.

Markwalder Bär Christa · Mit-F · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion

Der Bundesrat unterbreitet uns seine Botschaft zur Weiterführung der Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte. Der im Jahr 2003 für diesen Bereich bewilligte Rahmenkredit wird dieses Jahr ausgeschöpft sein. Dementsprechend beantragt der Bundesrat im vorliegenden Beschluss einen Rahmenkredit zur Weiterführung der Massnahmen in der Höhe von 240 Millionen Franken, beginnend ab dem 1. Juli 2008 und mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren. Der Ständerat hat diesem Bundesbeschluss in der vergangenen Herbstsession gemäss Antrag des Bundesrates zugestimmt, und zwar mit 34 Stimmen ohne Gegenstimme.

Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates hat bei der Beratung dieses Bundesbeschlusses ferner den Jahresbericht 2006 des Bundesrates über die Massnahmen zur zivilen Konfliktbearbeitung und Menschenrechtsförderung zur Kenntnis genommen. Der Bundesrat erfüllte damit seine jährliche Pflicht der Berichterstattung an die zuständigen Aussenpolitischen Kommissionen, wie es das Bundesgesetz über die Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte vorsieht. Die Kommission hat einen guten Überblick über die Tätigkeiten und Resultate der Schweiz in der zivilen Friedensförderung und über das Engagement auf dem Gebiet der Menschenrechte erhalten. Daher sieht die Kommission wie üblich davon ab, dem Rat eine Debatte im Plenum über den Jahresbericht zu beantragen. Die zivile Friedensförderung und die Stärkung der Menschenrechte sind ein zentraler Bestandteil der schweizerischen Aussenpolitik. Unsere Bundesverfassung verpflichtet den Bund in Artikel 54 ausdrücklich zum Einsatz für die Achtung der Menschenrechte und zur Förderung der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens der Völker.

Aufgrund unserer humanitären Tradition und der Neutralität sowie dank der bisher geleisteten Arbeit befindet sich die Schweiz in einer guten Position, um auf dem Gebiet der zivilen Friedensförderung als verlässlicher Partner und glaubwürdiger Akteur Einfluss zu nehmen. Der Bundesrat führt im Jahresbericht denn auch aus, dass die Tätigkeit der Schweiz in verschiedenen Konfliktregionen einen entscheidenden Beitrag zur Befriedung leisten konnte und immer noch leistet. Konkret war die zivile Friedensförderung der Schweiz beispielsweise in Nepal massgebend daran beteiligt, dass mit dem Friedensabkommen im November 2006 ein zehnjähriger blutiger Konflikt beendet werden konnte. Weitere erfolgreiche Vermittlungen konnten beispielsweise in Aceh, Uganda oder in Südsudan erreicht werden; diese Aufzählung ist nicht abschliessend.

In der Ausrichtung der zivilen Friedensförderung der Schweiz findet derzeit eine geografische wie auch thematische Konzentration statt. Die Zahl der Schwerpunktregionen wird von 13 auf 7 reduziert. Es sind Südosteuropa, der Nahe Osten, Sri Lanka, Nepal, Sudan, Kolumbien sowie die Region der Grossen Seen in Afrika. Zur finanziellen Sicht: 80 Prozent der Mittel werden in diesen Schwerpunktregionen eingesetzt. Die verbleibenden 20 Prozent dienen Pilotprogrammen und punktuellen Interventionen. Dadurch wird eine rasche Reaktion bei politischen Opportunitäten gewährleistet. Thematisch fokussiert sich die Schweiz auf die folgenden acht Bereiche: Förderung dezentraler Staatsstrukturen in Konfliktregionen, demokratische Kontrolle der Streitkräfte, Vergangenheitsbewältigung nach Konflikten, Stärkung der Grundrechte, Verbot von Folter, Rechte von Kindern oder anderen schutzbedürftigen Personen in Konflikten, der Bereich Wirtschaft und Menschenrechte sowie die Rolle der Frauen im Friedensprozess.

Auf dem Gebiet der Menschenrechte bilden die entsprechenden bilateralen Dialoge mit China, Vietnam und Iran einen Schwerpunkt. Im multilateralen Rahmen der Uno haben wir mit der Schaffung des Menschenrechtsrates in Genf einen sichtbaren Erfolg erreichen können, den es zu würdigen gilt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die der Menschenrechtsrat hatte, setzt sich die Schweiz auch in Zukunft dafür ein, dass der Rat zu einer wirksamen und glaubwürdigen Instanz zum Schutz der Menschenrechte werden kann. Ferner ist auch das Engagement der Schweiz für ein Verbot von Antipersonenminen und im Bereich der Bekämpfung von leichten Waffen als wichtig und wirkungsvoll zu würdigen.

Die Friedens-, Menschenrechts- und humanitäre Politik der Schweiz hat unserem Land in den letzten Jahren auf internationaler Ebene mehr Ansehen und Einfluss verliehen. Diese Erfolge schreiben die humanitäre Tradition und die Politik der Guten Dienste fort. Aber auch innerhalb der Schweiz tragen die Tätigkeiten in diesem Bereich zu einer für die Bevölkerung sichtbaren Aussenpolitik bei. Die ländervergleichende Studie "Zivile Friedensförderung als Tätigkeitsfeld der Aussenpolitik" der ETH Zürich zeigt, dass dieses Engagement bei einer grossen Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer einen hohen Stellenwert besitzt. Gleichzeitig wird diese Attraktivität der Profilierung auf internationaler Ebene jedoch zum Problem zwischen den Staaten, da auf dem globalen "Marktplatz" der Friedensförderung eine grosse Konkurrenz zwischen den Staaten entstanden ist. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist die vom Bundesrat gewählte Strategie zur Fokussierung und Spezialisierung zu begrüssen.

Die Schweiz hat sich dafür ausgesprochen, in Zukunft für die öffentliche Entwicklungshilfe einen Anteil von 0,4 Prozent des Bruttoinlandproduktes leisten zu wollen. Die Massnahmen im Bereich der zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte, die wir heute beraten, werden derzeit nach den Kriterien der OECD zu rund 90 Prozent der öffentlichen Entwicklungshilfe angerechnet. In Zukunft soll dies auch für die restlichen 10 Prozent möglich sein. Es ist davon abhängig, ob eine Institution auf der entsprechenden Liste der OECD figuriert oder nicht.

Auf die weiteren finanziellen Aspekte der Vorlage und den Antrag der Kommissionsmehrheit, den Rahmenkredit um 20 Millionen Franken zu erhöhen, werde ich in der Detailberatung bei Artikel 1 eingehen.

Darbellay Christophe · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion CVP/EVP/glp

Dans son message, le Conseil fédéral nous propose de prolonger les mesures de promotion civile de la paix et le renforcement des droits de l'homme. Le crédit adopté en 2003 sera d'ailleurs épuisé cette année. En conséquence, le Conseil fédéral propose l'ouverture d'un crédit-cadre de 240 millions de francs, à compter du 1er juillet 2008, pour une durée minimale prévue de quatre ans.

Le Conseil des Etats a adopté, par 34 voix contre 0 et aucune abstention, la proposition du Conseil fédéral.

La Commission de politique extérieure a pris acte du rapport du Conseil fédéral sur les mesures de promotion civile de la paix et le renforcement des droits de l'homme en 2006. Elle possède donc une bonne vue d'ensemble sur la situation et sur les activités du Conseil fédéral durant l'année sous revue. La résolution civile des conflits et la promotion de la paix sont au coeur de notre politique étrangère. D'ailleurs, l'article 54 de la Constitution fédérale va dans ce sens: il parle de promotion du respect des droits de l'homme, de démocratie, de paix. C'est l'histoire de la Suisse, sa tradition, sa neutralité qui lui permettent de jouer, encore plus que par le passé, un rôle moteur, d'être un acteur solide et crédible. L'engagement de la Suisse a d'ailleurs permis, dans un passé récent, un accord de paix au Népal, mettant fin à une lutte sanglante de sept ans. D'autres exemples probants pourraient être cités, comme l'engagement de la Suisse à Aceh en Indonésie, en Ouganda, au Sud-Soudan.

En cette matière, les accents sont portés sur le plan géographique et sur le plan du contenu. Le nombre de régions prioritaires a été diminué de treize à sept. Il y a l'Europe centrale, le Proche-Orient, le Sri Lanka, le Népal, le Soudan, la Colombie ou la région des Grands Lacs en Afrique. 80 pour cent du montant de l'aide sont attribués aux régions prioritaires, les 20 pour cent restants sont utilisés pour des projets pilotes ou des interventions ponctuelles.

Sur le plan du contenu, les domaines prioritaires sont la décentralisation des institutions, le contrôle démocratique, les solutions après conflit, les droits fondamentaux - notamment l'abolition de la peine de mort, la lutte contre la torture -, les droits de l'enfant et des personnes vulnérables, l'économie et les droits de l'homme, le rôle de la femme dans un processus de paix.

Le dialogue sur les droits de l'homme est aussi une activité importante de la Suisse; des dialogues constructifs ont été entamés avec le Vietnam et l'Iran.

Sur le plan multilatéral, le succès le plus visible est la création du Conseil des droits de l'homme. La Suisse s'est engagée pour que cette institution onusienne devienne, après quelques difficultés de départ, un acteur crédible dans le domaine des droits de l'homme.

L'engagement de la Suisse contre les mines antipersonnel est aussi à souligner.

Il faut reconnaître que ces dernières années, la Suisse a pu renforcer sa position au plan international en offrant ses bons offices. Mais la concurrence, ici comme ailleurs, est rude: il faut se concentrer, se spécialiser et s'engager encore plus pour maintenir sa position.

La Suisse s'est dite prête, lors de l'Assemblée générale des Nations Unies en 2005, à consacrer 0,4 pour cent de son produit intérieur brut à l'aide publique au développement.

Les dépenses liées aux mesures que nous discutons aujourd'hui entrent à hauteur de 90 pour cent dans l'aide publique au développement. A l'avenir, c'est même la totalité des dépenses qui pourrait aller à l'aide publique au développement, même si toutes les institutions bénéficiaires ne figurent pas forcément sur la liste de l'OCDE.

La commission vous propose d'augmenter de 20 millions de francs le crédit-cadre prévu par le Conseil fédéral, conformément au plan financier pour la période 2008-2012.

La proposition de renvoi défendue par la minorité Schlüer a été rejetée en commission par 13 voix contre 6. La minorité a relevé qu'il n'y avait pas de stratégie d'ensemble, qu'il aurait fallu élaborer une stratégie qui tienne compte des aspects autant militaires que civils. Il faut relever que ce rapport traite de la résolution civile des conflits et des droits de l'homme et pas d'autre chose. La complémentarité des interventions civiles et militaires est d'ailleurs parfaitement explicitée dans ce rapport.

La commission vous propose donc, par 13 voix contre 6, d'entrer en matière. Je vous prie de soutenir cette proposition.

Bugnon André · P-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

L'entrée en matière n'étant pas combattue, nous passons à l'examen de la proposition de la minorité Schlüer. Cette proposition de renvoi est défendue par Monsieur Mörgeli.

Mörgeli Christoph · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Im Zentrum der Aktivitäten im Bereich "Massnahmen zur zivilen Friedensförderung" stehen die Instrumente Gute Dienste, Vermittlung, Programme der zivilen Konfliktbearbeitung, Expertenpool für zivile Friedensförderung, diplomatische Initiativen und Partnerschaften. Nun hat die Mehrheit der Aussenpolitischen Kommission den Einsatz der Schweiz in diesem Bereich gewürdigt. In ihren Augen werden die zur Verfügung stehenden Mittel zielgerichtet und effizient eingesetzt.

Wir von der SVP haben hingegen nach einer sehr sorgfältigen Analyse der Botschaft eine andere Haltung eingenommen: Wir sind der Meinung, dass eine klare Strategie und eine Analyse der weltpolitischen Situation nicht ersichtlich sind. So haben wir zielgerichtete und resultatfördernde Massnahmen zur zivilen Friedensförderung nicht in Sichtweite. Die Engagements der Schweiz werden nicht den aktuellen strategischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen angepasst. Sie entsprechen nicht der heute aktuellen Situation. Somit können wir, auch wenn wir viel Geld einsetzen, im Endeffekt keine guten Ergebnisse erzielen.

Wir haben daher den Antrag gestellt und tun es auch hier, die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen, mit der Auflage, die Erarbeitung einer Friedensförderungsstrategie voranzutreiben, die auf militärische Engagements vollständig verzichtet und alle Missionen dem Neutralitätsprinzip unterstellt. Natürlich heisst es hier "Botschaft über die Weiterführung von Massnahmen zur zivilen Friedensförderung". Das tönt sehr schön, aber wir tun natürlich auch anderes: Wir haben heute auch ein militärisches Auslandengagement; unter dem schönen Titel "Friedenspolitik" verpacken wir hier auch militärische Massnahmen.

Wir sind, falls unser Antrag nicht akzeptiert wird, selbstverständlich auch gegen die Erhöhung des Rahmenkredites von 240 auf 260 Millionen Franken. Ständerat und Bundesrat gehen hier den vernünftigeren Weg mit 240 Millionen Franken. Bei der Erhöhung machen wir selbstverständlich nicht mit; der Zustand unserer Finanzen lässt eine solche Erhöhung, wie sie Ihre Aussenpolitische Kommission fordert, überhaupt nicht zu.

Ich fasse zusammen: Wir beantragen Rückweisung mit der Auflage, die militärischen Massnahmen nicht mehr ins Spiel zu bringen, sondern diese auszuschliessen und unsere Aktivitäten endlich mit dem Neutralitätsprinzip zu verknüpfen. Das ist ganz besonders wichtig in diesen Wochen und Tagen, in denen wir, was die Neutralitätspolitik betrifft, vollständig falsche Signale in alle Welt aussenden und damit auch unsere Bürgerinnen und Bürger verunsichern - ich spiele hier auf die Anerkennung von Kosovo an, wo wir uns auf einem ganz, ganz verheerenden Holzweg befinden.

Riklin Kathy · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp

Die Förderung von Frieden und Menschenrechten gehört zu den Aufgaben, die in der Schweiz eine lange Tradition haben. Wenn in einer globalisierten Welt mehr Frieden, Menschenwürde und Gerechtigkeit vorherrschen, können wir Schweizerinnen und Schweizer als Teil dieser globalisierten Welt froh sein, dass humanitäre Werte auch in anderen Teilen der Welt zur Regel werden. Wir können aber auch als Nation profitieren. Mit den Mitteln, die wir heute wieder für vier Jahre festlegen, wird gute Grundlagenarbeit gemacht, ganz nach dem Motto: Vorbeugen ist besser als Reparieren.

Frieden auf der Welt hilft, viel unsägliches und unendliches Leid zu vermeiden. Frieden ist aber auch die beste Migrationsprävention: Damit können Flüchtlingsströme vermieden werden. Wenn mit einer erfolgreichen Konfliktprävention mehr Konflikte beendet werden können, als neue entstehen - wie es die Statistiken im beiliegenden Bericht eindrücklich zeigen -, ist sicher ein Erfolg der geleisteten Arbeit da. Diesen Erfolg kann man aus offensichtlichen Gründen nicht einfach so messen. Gemäss der ETH-Studie "Sicherheit 2007" unterstützen 71 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer ein stärkeres Engagement in der Konfliktvermittlung.

Ein grosser Erfolg der intensiven Arbeit des EDA und unserer Bundesrätin ist die Schaffung des Uno-Menschenrechtsrates, der auch weltweit wahrgenommen wurde - besten Dank! Herzlich danken möchte ich auch für den engagierten und koordinierten Kampf gegen Antipersonenminen und gegen illegale Kleinwaffen.

Das Geld für Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte ist gut investiertes Geld. 90 Prozent der eingesetzten Mittel können der öffentlichen Entwicklungshilfe angerechnet werden. Der Bundesrat schlägt für diesen Rahmenkredit 240 Millionen Franken vor. 260 Millionen Franken sind der Betrag, der im Finanzplan vorgesehen ist. Es gibt keinen Grund, diesen Rahmenkredit zu kürzen, der nur den äusseren Rahmen darstellt; der Kredit muss nicht zwingend ausgeschöpft werden.

Die CVP/EVP/glp-Fraktion stimmt daher der Mehrheit und damit dem im Finanzplan festgehaltenen Betrag zu.

John-Calame Francine · Mit-F · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion

La politique étrangère de la Suisse s'exprime, pour une part essentielle, dans la défense de valeurs telles que la promotion de la paix, les droits de l'homme, le droit international humanitaire et la démocratie. C'est pour soutenir cette politique dynamique dans laquelle notre pays a développé des compétences incontestables que le Conseil fédéral nous propose un arrêté pour renouveler le montant du crédit-cadre qui arrive prochainement à échéance. Le montant proposé par le Conseil fédéral se monte à 240 millions de francs pour les quatre prochaines années, alors que dans le plan financier actuel le montant prévu est de 265 millions. Cette baisse représente l'effort que demande le Conseil fédéral au DFAE pour diminuer ses dépenses de 2 pour cent par année.

Les Verts ne souscrivent pas à une telle mesure de réduction, c'est la raison pour laquelle ils suivront la majorité de la commission, qui souhaite porter ce montant à 260 millions, soit 5 millions de plus par année. Cet effort supplémentaire nous semble tout à fait raisonnable au vu de la situation économique florissante actuelle et sera bienvenu pour soutenir notre politique en faveur de la promotion civile de la paix et du renforcement des droits humains. De plus, selon les critères de l'Organisation pour la sécurité et la coopération en Europe, les 90 pour cent du montant alloué à des actions en faveur de la promotion de la paix peuvent être considérés comme de l'aide publique au développement.

Faut-il le rappeler? notre aide au développement se situe actuellement à moins de 0,4 pour cent de notre PIB, alors que la Suisse s'est engagée à augmenter son aide à 0,56 pour cent en 2010, pour finalement atteindre 0,7 pour cent en 2015. Accepter le montant de 260 millions de francs, c'est tendre vers cet objectif que nous nous sommes fixé: avec une telle augmentation dans tous les crédits-cadres proposés par le Département fédéral des affaires étrangères, la Suisse atteindra une quote-part de 0,5 pour cent de son PIB en 2015 et non pas de 0,7 pour cent. Nous devons donc impérativement maintenir notre effort, voire le renforcer.

Notre politique étrangère répond à la défense de nos intérêts économiques et sécuritaires. Les activités liées à la promotion de la paix font partie de ce deuxième volet, notamment parce qu'elles permettent de prévenir les menaces terroristes et fondamentalistes, de même que certains flux migratoires dus à l'instabilité et à des conflits régionaux. Grâce à sa politique, la Suisse a participé à quelques succès, comme l'accord de paix signé à Katmandou en novembre 2006, qui devrait mettre fin à dix années de guerre civile au Népal. Ce succès est dû à une politique de longue haleine au service de la paix afin d'instaurer un dialogue sur les droits de l'homme, tout en maintenant une coopération au développement de qualité. Dans ce processus, en plus de ses conseils, notre pays a aussi fourni des observateurs au pool d'experts des Nations Unies pour la surveillance du cessez-le-feu et la préparation technique des élections à une assemblée constituante. Par ailleurs, un expert suisse forme des femmes à la conduite de négociations et à la médiation.

Cependant, cette politique n'est malheureusement pas toujours aussi claire et cohérente que nous le souhaiterions. En effet, la Suisse, qui reconnaît qu'un solide travail de mémoire peut aider une société à retrouver la normalité après un conflit et poser les bases d'une paix durable, peine à reconnaître certains génocides, notamment ceux de Bosnie et d'Arménie; pourtant, sans cette reconnaissance, les populations de ces régions ne refermeront pas leurs plaies. Ici aussi la Suisse pourrait faire acte de courage. Le diagnostic des maux, c'est bien, mais les panser c'est mieux.

Pour les Verts, l'augmentation du crédit-cadre à 260 millions de francs permettra à notre pays de renforcer son engagement dans les domaines prioritaires que sont le déminage humanitaire, la médiation en cas de conflit, la formation de conseillers de police et de juges ou encore dans des actions de désarmement, de démobilisation et de réintégration d'ex-soldats. On pourrait aussi intensifier nos missions d'observation des élections ou augmenter les sommes à disposition pour les dialogues sur les droits de l'homme, dans les pays où ceux-ci sont particulièrement déficients, comme la Chine ou la Russie, où il ne fait pas bon être un journaliste indépendant. Un engagement plus important serait aussi souhaitable en Afrique, pour renforcer les structures de la société civile et la bonne gouvernance des Etats. Ces actions seraient particulièrement utiles comme contribution pour lutter contre la migration pour cause économique, écologique ou d'instabilité régionale.

Enfin, nous rejetterons la proposition de renvoi de la minorité Schlüer, composée uniquement de membres du groupe UDC, parce que nous parlons ici de promotion civile de la paix et que le crédit-cadre qui nous est proposé exclut donc de fait les engagements militaires en faveur de la paix. Il est extrêmement délicat d'engager des soldats suisses dans des opérations à l'étranger. Malgré la position très claire de notre groupe au sujet de ces engagements militaires, nous ne soutiendrons pas la proposition de la minorité Schlüer, car elle est hors de propos.

Quant à la problématique de la neutralité, nous respectons le point de vue défendu par le groupe UDC, mais les Verts ont une définition de ce concept plus souple et mieux adaptée à notre époque et à la mondialisation. Si la Suisse venait à avoir une définition de la neutralité aussi restrictive et étriquée que celle de l'UDC, elle n'aurait pas pu proposer ses bons offices ou des médiations, car c'est justement entre des groupes ou des Etats belligérants que ces processus trouvent leur utilité. C'est donc un non-sens que d'accepter une telle proposition. Celle-ci ne réduirait pas notre politique extérieure, mais la rendrait inexistante.

Pour ces raisons, les Verts vous invitent à rejeter la proposition de la minorité Schlüer et à soutenir la majorité pour le montant du crédit-cadre.

Müller Walter · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die freisinnig-demokratische Fraktion empfiehlt Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und den Rückweisungsantrag der Minderheit Schlüer, vertreten von Herrn Mörgeli, abzulehnen.

Seit dem 1. Januar 2004 werden die Massnahmen zur Förderung von Frieden und Stärkung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechtes als wichtige Anliegen der schweizerischen Aussenpolitik mit einem Rahmenkredit finanziert. Das erlaubt ein systematisches und kontinuierliches Engagement. Nicht zuletzt dank des 2003 bewilligten Rahmenkredits und der damit verbundenen klaren finanziellen Vorgaben und Sicherheiten konnte die Schweiz ihr Engagement kontinuierlich verbessern und ausbauen.

Aufgrund des gleichzeitig mit der Botschaft vorliegenden Jahresberichtes 2006 konnten wir uns in der Aussenpolitischen Kommission umfassend über die Aktivitäten informieren. Auch wenn der Bericht zum Teil als sehr schönfärberisch beurteilt und eine selbstkritische Analyse der bisherigen Arbeiten bisweilen vermisst wird, kam dennoch die Anerkennung der Bedeutung der geleisteten Arbeit klar zum Ausdruck. Es ist aber gerade die geäusserte und letztendlich auch aufgenommene Kritik, die die Wirkung des schweizerischen Engagements verbessern hilft. Mit der positiven Wirkung steigt sowohl die aussen- wie auch die innenpolitische Anerkennung, was letztlich das aussenpolitische Bild der Schweiz positiv beeinflussen kann und wird. Zusammenfassend darf sicher festgestellt werden, dass vor allem die Qualität der Arbeit die zivile Friedensförderung der Schweiz voranbringt.

Die FDP-Fraktion unterstützt die Weiterführung der Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte klar. Sie fordert aber mit Nachdruck eine kohärente Strategie für die Aussen-, Sicherheits-, Migrations- und auch für die Entwicklungspolitik: Hier sehen wir klar Verbesserungspotenzial.

Bei all den genannten Aspekten und angesichts der breiten Anerkennung dieser Arbeit steht der Rückweisungsantrag der SVP-Fraktion völlig quer in der Landschaft. Einerseits predigt die SVP immer wieder - wie es Herr Mörgeli heute Morgen auch getan hat, die Schweiz solle sich auf ihre humanitäre Tradition und ihre Stärke als Vermittlerin Guter Dienste usw. konzentrieren, und andererseits torpediert sie dieses Engagement mit einem unrealistischen Rückweisungsantrag. Wenn man dieses Engagement schon nicht will, so wäre es ehrlicher, wenn man die Vorlage einfach ablehnen und sagen würde, die SVP wolle oder unterstütze keine Massnahmen zur zivilen Friedensförderung. Migration zu verhindern bedeutet, dass wir eine aktive Friedensförderung betreiben; Repression allein wird nicht genügen.

Wir bitten Sie daher, auf die Vorlage einzutreten und den Rückweisungsantrag abzulehnen.

Fehr Mario · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Namens der SP-Fraktion beantrage ich Ihnen, auf dieses Geschäft einzutreten und dem Kredit in der Höhe von 260 Millionen Franken für die nächsten vier Jahre zuzustimmen. Ich will dafür vier gute Gründe ins Feld führen:

1. Die Schweiz ist bekannt dafür, dass sie die Menschenrechte fördert, dass sie dem humanitären Völkerrecht Nachachtung verschafft und dass sie sich für den Frieden einsetzt. Dies sind alles zentrale Elemente der schweizerischen Aussenpolitik, und die Schweiz ist auf allen diesen Gebieten erfolgreich. Sie hat in den vergangenen Jahren mit durchaus begrenzten Mitteln beachtenswerte Erfolge erzielt, von denen ich drei festhalten möchte:

Der erste Erfolg ist die Genfer Initiative. Es ist dem Support der Schweiz mit ihren Mitteln zuzuschreiben, dass es im Nahen Osten eine ausgearbeitete Friedenslösung gibt. Wie immer man sich zu dieser stellt: Es gibt eine Lösung, und diese Lösung wurde von der Schweiz nachhaltig unterstützt.

Ein zweites Beispiel: Es würde im April in Nepal keine Wahlen in die verfassunggebende Versammlung geben, wenn es kein schweizerisches Engagement gegeben hätte. Die Schweiz hat wesentlich dazu beigetragen, dass die völlig ineinander verkeilten Kräfte in Nepal sich zumindest dazu zusammengefunden haben, im kommenden April die verfassungsgebende Versammlung zu wählen.

Drittens gäbe es kein starkes Engagement der Schweiz in Kosovo, wenn es diesen Kredit nicht gäbe. Die Schweiz wird sich mit 15 bis 20 Personen an der zivilen EU-Mission beteiligen. Sie hat auch in der Vergangenheit viel in Kosovo getan. Wir müssen aber gerade in Kosovo noch mehr tun können. Dafür braucht es auch mehr Mittel. Wir stehen hier in der Pflicht, und wir haben alles Interesse daran, dass diese Operation der Unabhängigkeit von Kosovo auch gelingt.

Alle diese Erfolge schreiben die humanitäre Tradition und die Politik der Guten Dienste der Schweiz fort. Sie tragen nicht zuletzt zum guten Image der Schweiz in der Welt bei.

2. Die Risiken, die Konflikte, die Lösungsfelder haben sich komplett verändert. Beispielsweise ist die Migrationspolitik viel schwieriger geworden. Herr Müller hat zu Recht darauf hingewiesen, dass wir hier versuchen müssen, eine kohärente Politik hinzukriegen. Dazu gehören Elemente der Sicherheitspolitik, der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch der zivilen Friedensförderung und der militärischen Friedensförderung. Ich glaube, dass auf diesem Handlungsfeld noch viel zu tun ist.

3. Dass auf diesen Feldern noch viel zu tun ist und dass es hier Handlungsbedarf gibt, das haben auch andere gemerkt. Die Schweden, die Norweger, die Kanadier, die EU insgesamt bauen ihre zivile Friedensförderung massiv aus. Dies hat übrigens nicht eine Studie der EU festgestellt, sondern eine aktuelle ETH-Studie. Diese Staaten bauen ihre Mittel teilweise in zweistelliger Millionenhöhe aus, weil es hier unbestrittenermassen Handlungsbedarf gibt. Die Anhebung von 240 auf 260 Millionen Franken ist in diesem Zusammenhang betrachtet sehr, sehr moderat.

4. In der Uno spielt die Schweiz gerade wegen ihres konsequenten Engagements für den Frieden und für die Menschenrechte mittlerweile eine wichtige Rolle; sie ist heute eines der einflussreicheren Mitglieder, zumindest im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Hier haben wir tatsächlich etwas zu bieten. Das hat auch die Aussenpolitische Kommission auf ihrer Delegationsreise 2006 nach New York und Washington feststellen können.

Sie sehen, es gibt viel zu tun, die Schweiz leistet Beachtliches auf den Feldern, um die es bei diesem Kredit zur zivilen Friedensförderung und Menschenrechtspolitik geht. Alles, was wir tun, ist auch im Interesse der Schweiz.

Ich bitte Sie, die Vorlage nicht an den Bundesrat zurückzuweisen und dem Kredit in der Höhe von 260 Millionen Franken zuzustimmen. Ich würde mich darüber freuen.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

La Constitution suisse, à son article 54 alinéa 2, précise que la Confédération, dans le cadre de sa politique étrangère, s'attache notamment à promouvoir le respect des droits de l'homme, la démocratie et la coexistence pacifique des peuples. La politique de la Confédération en matière de promotion de la paix et des droits de l'homme, mise en oeuvre par le Département fédéral des affaires étrangères, s'inscrit ainsi dans un clair mandat constitutionnel et ne reflète pas, comme certains dans cette salle le laissent entendre, la seule volonté de la cheffe du département qui ne serait pas conforme aux stratégies constitutionnelles de la politique suisse.

Ce volet de la politique extérieure de la Suisse fait d'ailleurs sa spécificité, laquelle résulte notamment de la tradition suisse en matière de bons offices et de respect des droits de l'individu. Cette spécificité a contribué au niveau international à la notoriété de la Suisse dans son action diplomatique, ce d'autant plus que son action dans ce domaine a été de qualité et à l'origine d'une renommée de haut niveau. Le choix de la Suisse de ne mettre aucun pays ni aucun mouvement - armé ou non - au ban lui permet d'offrir ses services de facilitateur, de médiateur, de négociateur, dans de multiples situations. Or chaque fois que le dialogue peut être noué ou renoué entre belligérants, entre Etats en tension, entre des organisations non étatiques et des Etats, c'est une chance de plus de voir se réduire la violence et la souffrance humaine: cela constitue finalement un objectif stratégique auquel nous devrions tous pouvoir souscrire.

Dans ce domaine, la Suisse a démontré concrètement sa compétence et sa capacité réelle de permettre l'avancement de solutions de paix et de promotion des droits de l'homme: cet avantage comparatif - pour reprendre un terme économique - vis-à-vis d'autres pays comme la Norvège ou d'autres encore doit être maintenu. Il n'est pas nécessaire de multiplier les exemples d'interventions de la Suisse, que les rapporteurs ont d'ailleurs largement cités; mentionnons cependant, au niveau multilatéral, en matière de droits de l'homme, la contribution décisive de la Suisse à la constitution du Conseil des droits de l'homme à Genève, et au niveau national, le rôle déterminant de notre pays au processus de paix et de démocratie retrouvées au Népal.

Il y a donc lieu d'entrer en matière sur ce projet; c'est ce que vous invite à faire le groupe socialiste. Ne pas entrer en matière, ou voter autre chose, consiste clairement, Messieurs de l'UDC, à saboter le travail diplomatique de la Suisse à l'étranger, et tout particulièrement ce qui concerne sa tradition de bons offices.

Par ailleurs, le groupe socialiste vous invite également à soutenir l'augmentation de 20 millions de francs du crédit-cadre pour le fixer à 260 millions de francs, comme le prévoit la proposition de la majorité de la commission. Cette augmentation, outre le fait qu'elle répond aux exigences de la politique financière, permettra d'assurer au cours des quatre prochaines années un engagement d'une intensité comparable à celui dont la Suisse a fait preuve lors de la période 2004-2007. Cela lui permettra, le cas échéant, de proposer ses services dans d'autres zones d'intervention - nous pensons notamment au Kurdistan - et d'être active et performante dans le cas de problématiques nouvelles, comme celles des migrations, dossier dans lequel il s'agit d'investir des forces et de proposer des stratégies à la communauté internationale pour trouver des solutions.

Calmy-Rey Micheline · BR-F · Bundesrat · Genf

La promotion de la paix et des droits de l'homme est au coeur de la politique extérieure de la Suisse. Nous sommes un acteur sans arrière-pensées, dont la contribution est appréciée. La Suisse base son action sur le droit. Elle dialogue avec tous les pays, avec toutes les parties, sans parti pris. Elle n'est membre d'aucune alliance. Cela nous permet d'occuper un rôle de bâtisseur de ponts pour lequel la neutralité est un atout.

La Suisse a obtenu des résultats notables ces dernières années, avec des moyens pourtant limités. Au Népal, l'accord global de paix, signé le 21 novembre 2006, devrait mettre un terme à dix ans de guerre civile sanglante. Par sa médiation discrète et son expertise, la Suisse a contribué à ce règlement de façon substantielle. L'accord de paix pour Aceh en Indonésie, signé en août 2005, a vu le jour avec le concours de constitutionnalistes suisses qui ont effectué un travail de sensibilisation aux structures fédéralistes. En Ouganda, le gouvernement et l'Armée de résistance du Seigneur signaient un accord de cessation des hostilités le 26 août 2006. La Suisse a soutenu les négociations sur le plan politique par la mise à disposition d'un spécialiste de la médiation. En même temps, elle a promu le respect du droit international et le maintien d'un dialogue régulier entre les médiateurs et la Cour pénale internationale. Les négociations se sont traduites par une amélioration sensible de la sécurité de la population civile, et de nombreux déplacés ont déjà regagné leur village.

Une initiative suisse a abouti en mars 2006 à la création à Genève du Conseil des droits de l'homme des Nations Unies. La construction institutionnelle du nouveau conseil n'a pas été aisée. Compte tenu d'une situation de départ difficile et d'attentes élevées, la Suisse est satisfaite du compromis institutionnel trouvé le 18 juin 2007. Maintenant, ce conseil devra faire la preuve de son utilité sur le terrain. Mais par sa médiation engagée entre les blocs régionaux, notre pays a contribué au résultat qui a conduit à la création du nouveau conseil et au fait que ce dernier demeure à Genève.

Ces succès s'inscrivent dans la tradition humanitaire de la Suisse et dans sa politique de bons offices. Ils projettent une bonne image de notre pays. Par ses efforts, la Suisse prend part au règlement des problèmes mondiaux, tout en renforçant sa sécurité.

Si j'ai commencé par vous présenter une série réjouissante de succès, je ne vous dissimulerai pas que toutes nos activités n'aboutissent pas toujours, et pas automatiquement à une réussite. Depuis des années, nous nous engageons pour la paix au Sri Lanka. En 2006, lors des entretiens qui ont eu lieu à Genève sur le maintien du cessez-le-feu, notre compétence de pays hôte s'est inscrite dans la tradition des bons offices de la Suisse; mais depuis lors, les armes ont à nouveau parlé au Sri Lanka.

Que dire de nos engagements pluriannuels sur le terrain en ce qui concerne la prévention de la violence, le fédéralisme, les droits de l'homme, l'intégration de la diaspora et nos programmes pour le déminage humanitaire? Plutôt que de conclure à l'inutilité de nos efforts, je préfère en appeler à votre patience: tôt ou tard, les parties au conflit reviendront à la table de négociations, car la paix ne se conquiert pas uniquement par la force des armes, et alors nous recueillerons le fruit de notre travail.

Nous avons conscience des limites de l'action de la médiation. Les développements au Proche-Orient en apportent la preuve: le processus d'Oslo, l'Initiative de Genève, la Feuille de route ont constitué des avancées, mais en dernier ressort il appartient aux parties au conflit de décider si elles veulent saisir la chance que représente le dialogue ou si elles préfèrent le recours à la force et aux armes.

Un autre enjeu majeur de la Suisse est le Kosovo: notre intérêt est qu'il soit stable et démocratique. La Suisse exige du nouvel Etat qu'il protège ses minorités et qu'il respecte les principes de la démocratie et de l'Etat de droit, et nous lui apportons sur le terrain un soutien constructif dans cet effort. Neuf conseillers en matière de police s'occupent actuellement de la formation de policiers kosovars; un expert suisse du fédéralisme est affecté au Bureau civil international; un autre expert exerce la fonction de conseiller du premier ministre en matière de protection des minorités; et un diplomate suisse dirige la mission de l'OSCE au Kosovo. La Suisse favorise par ailleurs le dialogue politique entre la population majoritaire et les minorités et encourage le travail sur le passé par des projets concrets sur place.

Toutes ces mesures sont financées par le crédit-cadre en cours pour la promotion civile de la paix et le renforcement des droits de l'homme, et elles seront en principe reconduites, voire intensifiées, avec le prochain crédit-cadre. Le Conseil fédéral estime en effet qu'il est important de poursuivre les mesures de promotion civile de la paix et le renforcement des droits de l'homme.

Nous demandons au Parlement un nouveau crédit-cadre de 240 millions de francs courant sur quatre ans à compter de la mi-2008; vous avez sous les yeux le message tel que nous vous le soumettons. Ce financement doit nous permettre de poursuivre notre politique avec une concentration sur sept régions prioritaires et sur huit thèmes. Ces dernières années, un recentrage tangible a eu lieu: le nombre des régions prioritaires est passé de treize à sept. Il s'est accompagné d'un arrêt de programmes en Afghanistan, au Myanmar, en Ouzbékistan, en Angola, au Mozambique, au Kirghizistan, ainsi qu'au Mexique et au Guatemala.

Les ressources du crédit-cadre attribuées sur des critères géographiques seront affectées à 80 pour cent à des régions prioritaires. Du point de vue thématique, la Suisse concentre son action sur des domaines dans lesquels elle possède des atouts spécifiques ou dans lesquels elle s'est dotée de compétences particulières: le fédéralisme; le contrôle démocratique des forces armées; le traitement du passé; la promotion des droits élémentaires tels que la lutte contre la peine de mort et l'interdiction de la torture; la défense des droits des personnes vulnérables, comme les droits des enfants; de nouveaux thèmes comme ceux de l'économie et des droits humains, ou encore le rôle des femmes dans les processus de paix.

Nous avons développé cinq instruments d'engagement principaux: 1. les bons offices: effort de médiation, programmes de gestion civile des conflits; 2. dialogues sur les droits de l'homme; 3. pool d'experts suisse pour la promotion civile de la paix; 4. nos initiatives diplomatiques qui visent à la création et au renforcement des normes et principes internationaux; 5. nos alliances avec des organisations internationales, des partenaires académiques et non gouvernementaux qui nous permettent de démultiplier notre capacité et l'efficacité de notre action.

Nous voulons continuer à mener cette politique clairement affirmée de promotion de la paix et de développement des droits de l'homme. Ces mesures entrent à hauteur de 90 pour cent environ dans l'aide publique au développement. Elles contribuent donc à réaliser l'objectif du Conseil fédéral de porter à 0,4 pour cent la part de son produit intérieur brut consacré à l'aide publique au développement.

Le Conseil fédéral est convaincu que la promotion civile de la paix et des droits de l'homme est une réponse appropriée aux défis actuels, y compris la menace terroriste. Il est également convaincu que dans le domaine de la paix et des droits de l'homme, il est possible d'obtenir des résultats considérables avec relativement peu de moyens.

Le Conseil fédéral vous demande de rejeter la proposition de renvoi de la minorité, laquelle est composée uniquement de membres du groupe UDC. Selon le groupe UDC, nous aurions tout fait faux, nous n'aurions pas de stratégie, nous n'aurions aucun résultat. Le groupe UDC nous dit avoir fait une analyse approfondie des textes qui vous sont soumis; or les membres du groupe UDC n'ont même pas lu le texte du message, puisque ce texte ne concerne absolument pas les engagements militaires de la Suisse, mais exclusivement les engagements civils.

Je vous demande donc de rejeter la proposition tout à fait inopportune et inadéquate de l'UDC et je vous propose d'approuver le crédit-cadre proposé par le Conseil fédéral.

Bugnon André · P-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Le président (Bugnon André, président): Nous votons sur la proposition de renvoi de la minorité Schlüer.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit ... 52 Stimmen

Dagegen ... 114 Stimmen

Verfahrensbeitrag

Bundesbeschluss über einen Rahmenkredit zur Weiterführung von Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte

Arrêté fédéral concernant l'ouverture d'un crédit-cadre pour la continuation de mesures de promotion civile de la paix et de renforcement des droits de l'homme

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Art. 1

Antrag der Mehrheit

Abs. 1

... ein Rahmenkredit von 260 Millionen Franken ...

Abs. 2, 3

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Müller Walter, Miesch, Müri, Pfister Gerhard, Schibli, Schlüer, Stamm, Wobmann)

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 1

Proposition de la majorité

Al. 1

Un crédit-cadre de 260 millions de francs ...

Al. 2, 3

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Müller Walter, Miesch, Müri, Pfister Gerhard, Schibli, Schlüer, Stamm, Wobmann)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Müller Walter · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion

Ich spreche für meine Minderheit und für die freisinnig-demokratische Fraktion. Bei Artikel 1 unterstützt eine klare Mehrheit der Fraktion meinen Minderheitsantrag und bittet Sie, für die zivile Friedensförderung und die Stärkung der Menschenrechte einen Rahmenkredit von 240 Millionen Franken zu bewilligen, so, wie es vom Bundesrat beantragt und vom Ständerat beschlossen wurde.

Beim ersten Rahmenkredit, der 2003 bewilligt wurde und voraussichtlich am 1. Juli 2008 erschöpft sein wird, wurden 220 Millionen Franken bewilligt. Der Bundesrat beantragt daher einen neuen Rahmenkredit von 240 Millionen Franken mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren. Das entspricht gegenüber dem letzten Rahmenkredit einer Steigerung der Mittel um 3,9 Prozent. Mit der Erhöhung der Mittel beabsichtigt der Bundesrat, mehr Schweizerinnen und Schweizer zu entsenden und das Engagement für die multilateralen Friedensoperationen zu verstärken.

Eine knappe Mehrheit der Aussenpolitischen Kommission Ihres Rates möchte die Mittel nun noch mehr aufstocken, auf 260 Millionen Franken, und begründet das vor allem damit, dass im ursprünglichen Finanzplan 265 Millionen Franken vorgesehen gewesen seien. Das EDA hat aufgrund der Vorgaben des Gesamtbundesrates nun aber Prioritäten gesetzt und beantragt 240 Millionen Franken. Damit kann die eingeräumte 2-Prozent-Steigerung der Gesamtausgaben im EDA eingehalten werden. Die beantragte Steigerung um 20 Millionen Franken liegt also noch immer deutlich über dem Durchschnitt. Wenn auch noch der Dollarkurs berücksichtigt wird, so dürfte der Gegenwert nochmals um gegen 20 Prozent zunehmen, das heisst um etwa 40 bis 50 Millionen Franken. Ich habe diese Berechnung im Dezember gemacht. Sie wissen alle, dass das mit dem heutigen Dollarkurs und dem zu erwartenden Dollarkurs noch mehr sein wird.

Mit den beantragten Mitteln von 240 Millionen Franken und der dringend notwendigen Steigerung der Effizienz kann, wie es Bundesrat und Ständerat feststellen, eine deutliche Steigerung der Wirkung erreicht werden. Eine zu lockere Finanzpolitik dürfte diesen Effekt eher verunmöglichen. Wenn tatsächlich irgendwo mehr Mittel benötigt würden, so könnte man diese im Einzelfall immer noch gewähren. Das wurde auch im Ständerat mehrfach betont.

Die FDP-Fraktion bittet Sie, den Pfad der finanzpolitischen Tugend nicht zu verlassen, dem Minderheitsantrag auf 240 Millionen Franken zuzustimmen und dementsprechend dem Bundesrat und dem Ständerat zu folgen.

Darbellay Christophe · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion CVP/EVP/glp

La commission propose, par 11 voix contre 8, d'augmenter de 240 à 260 millions le montant prévu par le Conseil fédéral en vue d'améliorer l'efficacité et l'effectivité de notre engagement dans les domaines de la résolution civile des conflits et de la promotion des droits de l'homme. Cette mesure représenterait une augmentation de 5 millions de francs par an et permettrait d'approfondir et de rendre plus efficaces nos moyens engagés en nous concentrant sur les domaines qui ont été énoncés tout à l'heure. Cela correspond au plan financier 2008-2012 du Conseil fédéral. 260 millions de francs constituent un plafond et cela ne sous-entend pas qu'il faille à tout prix dépenser cet argent. Cela permettrait à la Suisse, qui consacre actuellement 0,37 pour cent de son PIB à l'aide publique au développement, d'augmenter son engagement à 0,4 pour cent, ce qui correspondrait donc à l'engagement qu'a pris la Suisse devant l'Assemblée générale des Nations Unies en 2005.

Juste pour rappeler les faits: l'Union européenne consacre 0,7 pour cent de son PIB à l'aide publique au développement. D'autres pays de l'Union européenne et d'ailleurs - la Suède, la Norvège, l'Allemagne, le Canada - augmentent massivement leurs engagements dans ce domaine, avec des taux d'augmentation qui peuvent être à deux chiffres. C'est donc dans l'intérêt de la Suisse de maintenir son engagement de façon à garder sa bonne position, dans la ligne aussi d'une tradition historique qui l'amène à offrir ses bons offices.

A titre d'exemple, pour évoquer les moyens financiers nécessaires à tel ou tel projet, 1 à 2 millions de francs pourraient permettre à la Suisse, par exemple, d'augmenter de 25 à 50 pour cent son engagement dans le déminage humanitaire.

Markwalder Bär Christa · Mit-F · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die Aussenpolitische Kommission beantragt Ihnen mit 11 zu 8 Stimmen eine Erhöhung des Rahmenkredits von 240 auf 260 Millionen Franken über vier Jahre Laufzeit. Aus welchen Gründen beantragt Ihnen Ihre Kommission die Erhöhung dieses Kredites?

1. Mehr Effektivität und Effizienz: Wie Sie der Botschaft entnehmen, erzeugt die Schweiz auf diesem Gebiet mit den eingesetzten Mitteln eine gute Wirkung. Ferner gehört die Schweiz in der Uno gerade wegen dieser Engagements bereits nach kurzer Zeit ihrer Mitgliedschaft zu den einflussreichen Mitgliedern. Mehr Mittel, gemäss Antrag der Kommissionsmehrheit 5 Millionen Franken pro Jahr mehr, würden somit für eine Vertiefung der bisherigen Tätigkeiten mit Fokus auf mehr Wirkung eingesetzt und nicht für eine Verzettelung durch neue Aktivitäten.

2. Diese Mittel sind im Finanzplan des Bundesrates vorgesehen; wir haben es bereits in verschiedenen Voten gehört. Im Finanzplan hatte der Bundesrat für den hier zu beratenden Rahmenkredit ursprünglich 265 Millionen Franken vorgesehen. Nun legt er einen Antrag für 240 Millionen Franken vor. Der Antrag des Bundesrates bedeutet eine Erhöhung der jährlichen Mittel um 4 Millionen Franken. Mit dem Antrag der Kommissionsmehrheit auf 260 Millionen Franken würden der Friedens- und Menschenrechtsarbeit jährlich 9 Millionen Franken mehr zur Verfügung stehen, also 5 Millionen mehr als vom Bundesrat beantragt. Mit 260 Millionen Franken für die Jahre 2008 bis 2012 befinden wir uns somit immer noch deutlich im Rahmen des Finanzplans des Bundesrates.

3. Bei den beantragten 260 Millionen Franken handelt es sich um einen Plafond. Dieser Betrag steht somit für vier Jahre für das friedens- und menschenrechtspolitische Engagement der Schweiz zur Verfügung, was nicht bedeutet, dass dieser Plafond "ausgereizt" werden muss.

4. Anrechnung an die öffentliche Entwicklungshilfe: Wie bereits einleitend beschrieben, sind derzeit rund 90 Prozent der Mittel für die zivile Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte als öffentliche Entwicklungshilfe anrechenbar. Die Schweiz hat 2005 vor der Uno-Generalversammlung, vor der versammelten Weltöffentlichkeit, angekündigt, die öffentliche Entwicklungshilfe sukzessive zu erhöhen und einen Anteil von 0,4 Prozent am BIP erreichen zu wollen, währenddem sich die EU als Ziel für 2015 einen Anteil von 0,7 Prozent am BIP vorgenommen hat.

Schliesslich zum internationalen Vergleich: Gemäss der Studie der ETH Zürich über zivile Friedensförderung als Tätigkeit der Aussenpolitik bauen Schweden, Norwegen, Deutschland, Kanada und die EU ihre zivile Friedensförderung massiv aus, teils um zweistellige Millionenbeträge. Hier gilt es, nicht die Positionen zu verlieren und die Tradition der Schweiz auf dem Gebiet der Guten Dienste effizient und effektiv weiterzuführen.

Lassen Sie mich noch zwei konkrete Beispiele anführen, wie mit zusätzlichen 5 Millionen Franken pro Jahr mehr Wirkung erzielt werden kann: Zum Beispiel könnte sich die Schweiz mit 1,5 Millionen Franken an den Programmen der Uno zur Entwaffnung und Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer beteiligen. Dies ist ein Schlüssel zur dauerhaften Beendigung eines Konflikts, namentlich in den Gebieten, wo die Schweiz bereits in der Friedensförderung tätig ist, wie zum Beispiel in Nepal oder in Aceh, Indonesien. Damit könnte die Schweiz ihren politischen Vermittlungsbemühungen noch mehr Gewicht geben. Oder mit 1 bis 2 Millionen Franken könnten die konkreten Entminungsaktivitäten der Schweiz um rund 25 bis 50 Prozent gesteigert werden. Dies würde dem starken Engagement der Schweiz in der internationalen Entminungspolitik mehr Glaubwürdigkeit verleihen und Genf als Standort der Entminungspolitik stärken.

Schliesslich möchte ich noch darauf hinweisen, dass auch die Schweiz nach der Anerkennung der Unabhängigkeit von Kosovo ihr Engagement vor Ort in Kosovo ausbauen und verstärken will. Dazu gehören selbstverständlich auch die zivile Friedensförderung und der Minderheitenschutz vor Ort.

In diesem Sinne beantrage ich Ihnen im Namen der Mehrheit der Kommission, der Erhöhung des Rahmenkredits auf 260 Millionen Franken für die nächsten vier Jahre zuzustimmen.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit ... 93 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit ... 79 Stimmen

Abstimmung

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Ausgabe ... 168 Stimmen

(Einstimmigkeit)

Das qualifizierte Mehr ist erreicht

La majorité qualifiée est acquise

Bugnon André · P-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Art. 2, 3

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 123 Stimmen

Dagegen ... 50 Stimmen