06.095
Internationale humanitäre Hilfe. Weiterführung
Stähelin Philipp · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Christlichdemokratische Fraktion
Diese Vorlage ist im Grundsatz unbestritten, und die Kommission hat ihr denn auch mit 12 zu 0 Stimmen einstimmig zugestimmt. Ich halte mich deshalb kurz, auch wenn es sich um einen finanziell sehr gewichtigen Brocken handelt. Aus diesem letzteren Grunde ist im Übrigen auch unsere Finanzkommission zu einem Mitbericht eingeladen worden, worauf ich noch zurückkommen werde.
Zur Weiterführung der internationalen humanitären Hilfe der Schweiz beantragt der Bundesrat einen Rahmenkredit von 1,5 Milliarden Franken mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren. Der Betrag ist damit unverändert, er belief sich schon von 2002 bis 2007 auf eine Summe in dieser Höhe. Damals wurde er um 450 Millionen Franken höher angesetzt, wobei neu auch die Ausgaben an die Sitz- und Verwaltungskosten des IKRK in Genf, welche die Schweiz beisteuert, in diesen Kredit einbezogen wurden. Die Leistungen an das IKRK waren auch dieses Mal ein Thema, wobei unsere Finanzkommission die humanitäre Hilfe als ein unverzichtbares Element der schweizerischen Politik erachtete und die Weiterführung der Aktivitäten zur kurzfristigen Hilfeleistung an Menschen in Notsituationen befürwortete. Hingegen kommentierte sie die weitere Aufstockung des Gesamtbeitrages an das IKRK - verwendet einerseits als Beitrag an das Sitzbudget, andererseits für Aktionen im Feld - insofern kritisch, als der Übergang von der humanitären Hilfe zu Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit fliessend ist.
Dem IKRK wird deshalb von der Finanzkommission empfohlen, nur mit Zurückhaltung ausserhalb seiner Kernaufgaben wie dem Schutz der Genfer Konvention oder der humanitären Nothilfe tätig zu werden. Der zunehmende Mitteleinsatz des IKRK im Bereich der Entwicklungshilfe wird auch aus Gründen der institutionellen Unabhängigkeit als kritisch eingestuft.
Wenn die Aussenpolitische Kommission nun der internen Aufstockung der IKRK-Mittel trotzdem zustimmt, will sie damit keineswegs einer Tendenz des IKRK Vorschub leisten, ausserhalb seiner Kernaufgaben tätig zu werden. Wir gehen davon aus, dass das IKRK hievon auch Kenntnis nimmt. Die APK will indessen keinesfalls eine Kürzung der schweizerischen Beiträge an das IKRK. Wir wollen auch die schweizerische Mitprägung des IKRK nicht schmälern.
Die vorliegende Botschaft beleuchtet in einem ersten Teil die humanitären Herausforderungen, die sich uns stellen. Die Ordnung nach Themen und Regionen gibt einen guten Überblick auch über Zweck und Folgen des neuen Rahmenkredites. Ein zweiter Teil dient der Rechenschaft über die vergangenen vier Jahre. Auch dieser Rückblick ist sehr wertvoll. Er erwähnt im Übrigen auch die Konzentration der Mittel, ein stetes Anliegen unserer Kommission. Dabei ist allerdings auch klar, dass bei der strategischen Fokussierung der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe zwischen den Ereignissen und den Antworten zu unterscheiden ist. Die Fokussierung kommt erst bei der längerfristigen Katastrophenbewältigung und bei der Vorsorge zum Tragen.
In der Kommission haben wir uns auch mit dem Verhältnis zwischen der Hilfe zusammen mit multilateralen Partnern und dem bilateralen Tätigwerden befasst. Dabei kann auf bilateralem Weg relativ rasch gehandelt werden; andererseits ist die Absprache mit multilateralen Partnern vor Ort enorm wichtig. Umgekehrt nimmt die Zahl der multilateralen Partner im System zu. Die internationale Gemeinschaft bemüht sich indessen, nicht noch zusätzliche Akteure zu haben. Dies wird nicht zuletzt über das internationale Genf koordiniert.
Ein Thema der Kommission war zudem die Stellung nichtstaatlicher Organisationen und Hilfswerke und die Frage, inwiefern sie die allgemeinen Leitlinien zu Aktivitäten der humanitären Hilfe einhalten, wie Sie sie auf Seite 9633 der deutschen Ausgabe der Botschaft finden. Die zuständigen Ämter sind aufgefordert worden, bei allfälliger Zweckentfremdung von Bundesbeiträgen direkt einzugreifen. Ich darf aber zur allgemeinen Beruhigung feststellen, dass der Kommission keine Hinweise auf irgendwelchen Missbrauch vorliegen, weshalb auch kein direkter Handlungsbedarf auf rechtsetzender oder auf Aufsichtsebene besteht.
Insgesamt beantragt Ihnen die Kommission mit Überzeugung Eintreten auf die Vorlage und Zustimmung zum Bundesbeschluss. Zur Detailberatung habe ich - mit Ausnahme des Hinweises auf die Ausgabenbremse bei Artikel 1 Absatz 1 - keine weiteren Bemerkungen.
Calmy-Rey Micheline · BPR-F · Bundesrat · Genf
Depuis le début des années 1990, le nombre de conflits impliquant un gouvernement a passé de 50 à 29 et le nombre de réfugiés de jure a passé de 17 à 10 millions de personnes. Cependant, de 1982 à 2003, le nombre de personnes déplacées à l'intérieur des pays a passé de 3 à 23 millions, soit un chiffre presque multiplié par huit, car les conflits sont devenus internes et ont changé de nature.
De 1985 à 2005, le nombre de catastrophes causées par les êtres humains - les catastrophes technologiques et autres - a été multiplié par cinq, passant de 50 à 250 par année, et le nombre de catastrophes naturelles a triplé, passant de 50 à 150 par année durant la même période. Dans le même temps, il faut bien avouer que le respect du droit international humanitaire a diminué; la lutte contre le terrorisme a également fait reculer le respect de ce droit; et il existe une violence accrue contre les populations civiles, en particulier contre les femmes, les enfants et les personnes les plus vulnérables.
Géographiquement, vous le savez, l'Afrique demeure la région de la planète la plus fragile, frappée qu'elle est à la fois par les désastres naturels et par des guerres, des violences contre la population, un afflux de réfugiés et de personnes déplacées à l'intérieur des pays.
L'aide humanitaire de la Confédération suisse est donc nécessaire. Elle s'inscrit dans le cadre d'une politique extérieure de la Suisse, qui est cohérente, universelle et crédible, en faveur des victimes des catastrophes et des conflits. Elle contribue à protéger la vie humaine, s'efforce d'apaiser les souffrances, contribue à prévenir les destructions et apporte assistance et protection.
Elle s'attache à la prévention des catastrophes essentiellement naturelles, technologiques et écologiques et à la préparation face aux catastrophes. Elle applique des principes d'humanité, d'indépendance, de neutralité, d'impartialité et ne soumet pas ses interventions à des conditions d'ordre politique. Elle respecte et fait respecter le droit international humanitaire.
Elle agit, comme dans le passé d'ailleurs, à la fois sur le plan bilatéral et sur le plan multilatéral. Un tiers de ses moyens est consacré aux actions menées par le Corps suisse d'aide humanitaire et le soutien apporté aux oeuvres d'entraide. Un tiers environ de ses moyens est consacré, sur le plan multilatéral, à soutenir l'action du CICR, et le dernier tiers environ à soutenir les acteurs humanitaires du système onusien.
Le crédit-cadre qui vous est présenté aujourd'hui s'inscrit dans l'effort général attendu afin d'assainir les finances fédérales. Les moyens financiers demandés dans ce crédit-cadre ne dépassent pas ceux qui étaient octroyés dans le crédit-cadre précédent, à savoir un montant de 1,5 milliard de francs couvrant une période de quatre ans au moins.
Je suis à votre disposition pour répondre à vos questions, si vous en avez encore.
Je vous remercie de votre soutien et vous invite, dès lors, à adopter ce crédit-cadre selon le projet du Conseil fédéral approuvé par la commission.
Bieri Peter · P-M · Ständerat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über die Weiterführung der internationalen humanitären Hilfe der Eidgenossenschaft
Arrêté fédéral concernant le financement de l'aide humanitaire internationale de la Confédération
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1-3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 1
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe .... 35 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 35 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)