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Versicherungsdeckung. Lücke beim Tod des Eigentümers

de Buman Dominique · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP/EVP/glp

Avec l'entrée en vigueur au 1er janvier 2006 de la loi sur le contrat d'assurance (LCA) révisée, un contrat d'assurance s'éteint désormais en principe lorsque l'objet du contrat change de propriétaire. La nouvelle mouture de l'article 54 LCA avait été rédigée en fonction d'une recommandation de la Comco et de la teneur d'une motion Vollmer (96.3043).

La philosophie de cette modification résidait dans la volonté d'avoir davantage de liberté sur le marché des assurances et de faire en sorte que l'on puisse y accéder plus facilement. Cependant, on s'est rendu compte très rapidement que cette nouvelle réglementation entraînait des risques consistant en lacunes de couverture d'assurance si, par hasard, le nouveau propriétaire omettait de conclure à temps une assurance pour l'objet requis. Il n'y a qu'à penser aux dangers d'incendie et au fait qu'il y a des cantons où l'assurance-incendie est obligatoire.

L'initiative parlementaire Hegetschweiler entend résoudre ce problème en revenant de facto à l'ancien droit. Le contrat passerait ainsi automatiquement au nouveau propriétaire, avec charge - ou droit - pour lui de le résilier dans le délai donné. Cette initiative a passé le cap - examen préalable, projet d'acte - des Commissions de l'économie et des redevances des deux conseils. C'est ainsi que la Commission de l'économie et des redevances du Conseil national a été chargée de rédiger un projet de modification de la loi dans le sens désiré.

Le projet qui vous est soumis est plus général et va un peu plus loin que l'objectif visé par notre ancien collègue Monsieur Hegetschweiler. Premièrement, sont en jeu non seulement les immeubles, mais également les meubles - comme par exemple les collections d'art. Deuxièmement, ce ne sont pas seulement les cas de décès - comme indiqué dans le libellé de l'initiative parlementaire - qui sont visés, mais tous les transferts de propriété. On pense en particulier aux fusions ou aux communautés de biens. Troisièmement, le délai de résiliation, de 14 jours, tel qu'évoqué dans l'initiative Hegetschweiler 06.468, a été étendu par la commission à 30 jours dans ce projet de loi qui vous est soumis. Cela a été fait pour tenir compte du désespoir que peut provoquer par exemple un décès ou de l'incertitude qui en résulte, sans pour autant prolonger exagérément le délai de résiliation, ce qui engendrerait une autre insécurité juridique. Il y a ainsi une balance des intérêts qui a été mise à l'épreuve et qui nous mène, finalement, au délai indiqué dans le projet de loi. Par contre, le délai qui est imparti à l'assureur pour résilier le contrat demeure fixé à 14 jours. Ainsi, c'est le consommateur, le client qui est privilégié dans le projet de loi révisé.

Ce projet qui vous est soumis aujourd'hui a reçu l'aval technique de l'Office fédéral des assurances privées et le soutien ainsi que les remerciements du Conseil fédéral appelé à se prononcer dans le cadre de la procédure de consultation. Enfin, la commission, qui a pris sa décision à l'unanimité, souhaite une entrée en vigueur rapide de la loi révisée et simultanément ne pas attendre la révision générale de la loi, afin d'éviter toute éventualité du risque de lacune de couverture tel que le craint l'auteur de l'initiative parlementaire.

C'est avec ces considérations que je vous demande, au nom de la commission, d'entrer en matière sur le projet de loi et d'accepter l'article 54 de la loi sur le contrat d'assurance.

Müller Philipp · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die gesetzliche Bestimmung in Artikel 54 des Versicherungsvertragsgesetzes vom 2. April 1908 regelt die Folgen der sogenannten Handänderung. Darunter ist gemäss Gesetzeswortlaut der Wechsel des Eigentümers des Gegenstandes der Versicherung zu verstehen. Versicherungsobjekte können sowohl Grundstücke und Gebäude als auch Fahrhaben sein. Mit der Teilrevision des Versicherungsvertragsgesetzes wurden die Rechtsfolgen der Handänderung neu geregelt. Demnach ändert der Versicherungsvertrag in der Regel im Zeitpunkt der Handänderung.

Die Eigentümer von Gebäuden und Grundstücken sind von diesen Änderungen, die am 1. Januar 2006 in Kraft getreten sind, besonders betroffen. Dies gilt vor allem für den seit Anfang 2006 geltenden Wortlaut von Artikel 54: Vorher hatte der Neuerwerber einer Liegenschaft eine Frist von 14 Tagen ab der Handänderung, um einen laufenden Versicherungsvertrag zu kündigen, andernfalls blieb die Versicherungsdeckung erhalten. Seit dem 1. Januar 2006 gilt das Gegenteil: Wechselt die versicherte Liegenschaft den Eigentümer - dies gilt auch für Todesfälle -, ändern die laufenden Verträge zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs. Die einzige Ausnahme von diesem Grundsatz sind die obligatorischen Versicherungen gegen Feuer und Elementarschäden, welche vollständig auf den neuen Eigentümer übergehen. Hierbei ist aber zu beachten, dass einige Kantone für diese Risiken kein Versicherungsobligatorium kennen.

Der alte Wortlaut von Artikel 54 VVG ging grundsätzlich vom Weiterbestehen der Versicherungsdeckung aus. Die seit dem 1. Januar 2006 geltende Regelung hingegen bewirkt insbesondere im Gebäudebereich, dass der neue Eigentümer riskiert, ohne Versicherungsdeckung dazustehen, und sei es auch nur für eine kurze Zeitspanne. Ein solcher Zustand ist unhaltbar. Unterbrechungen der Versicherungsdeckung können unvorhersehbar sein und plötzlich eintreten. Zu denken ist hier namentlich an Todesfälle. Erbschaften, welche Liegenschaften umfassen, nehmen für die Abwicklung nicht selten eine beträchtliche Zeit in Anspruch.

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Nationalrat Hegetschweiler am 6. Oktober 2006 eine parlamentarische Initiative eingereicht. Die beiden WAK haben diese Initiative gemäss dem parlamentarischen Verfahren vorberaten und ihr Folge gegeben. Heute haben Sie über eine Änderung von Artikel 54 VVG zu beschliessen, die etwas weiter geht, als der Initiant dies damals vorhatte. Erstens stellt sich das Problem der Deckungslücke nicht nur bei Grundstücken, sondern auch bei Fahrnis, und zweitens entstehen Deckungslücken unter dem neuen Recht nicht nur bei Erbfällen, sondern bei Handänderungen generell. Für viele Leute ist der Kauf einer Liegenschaft etwas Einmaliges. Man denkt vielleicht nicht gerade an den Versicherungsschutz. Wenn gemäss geltendem Recht beispielsweise die Gebäudehaftpflichtversicherung unmittelbar nach dem Kauf verfällt, kann dies für den neuen Eigentümer böse Überraschungen mit sich bringen. Die Vorlage trägt diesen Umständen Rechnung, indem Ihnen die Kommission damit eine Rückkehr zum bisherigen Recht vorschlägt. Allerdings wurde die früher geltende Frist, während welcher der Käufer oder die Käuferin die bestehende Versicherung kündigen konnte, von 14 Tagen auf 30 Tage ausgedehnt. Die Kommission ist der Ansicht, dass eine Verlängerung dieser Frist sinnvoll ist, um dem Versicherungsnehmer genügend Zeit einzuräumen, die Sache zu prüfen. Das Versicherungsunternehmen hat jedoch eine kürzere Frist und müsste die Versicherungsdeckung innert zwei Wochen kündigen.

Eine Minderheit habe ich hier nicht zu vertreten, da der Beschluss in Ihrer Kommission einstimmig gefasst worden ist. Ich bitte Sie also im Namen der gesamten Kommission, dieser Gesetzesänderung zuzustimmen.

Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Bundesrat · Graubünden

Die im Rahmen der Teilrevision des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) revidierte Handänderungsbestimmung von Artikel 54 des VVG führt zu Lücken im Versicherungsschutz, wenn der neue Eigentümer nicht rechtzeitig einen neuen Versicherungsvertrag abschliesst. Die Deckungslücken können gravierende finanzielle Folgen haben, so beispielsweise, wenn ein Erbe es unterlässt, die notwendigen Versicherungsverträge sofort abzuschliessen. Die Expertenkommission für die Totalrevision des Versicherungsvertragsgesetzes, die Expertenkommission VVG, hat dieses Problem erkannt und hat in ihrem Vorentwurf im Falle einer Gesamtrechtsnachfolge einen Übergang des Versicherungsvertrages auf den Erwerber vorgeschlagen, also beschränkt auf die Gesamtrechtsnachfolge.

Nationalrat Hegetschweiler hat zum gleichen Thema im Oktober 2006 eine parlamentarische Initiative eingereicht. Die beiden Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben haben entschieden, es sei dieser Initiative Folge zu geben. Die WAK-NR geht davon aus, dass die Probleme, die in der Initiative aufgeworfen sind, einer raschen Lösung bedürfen, und sie hat sich dagegen entschieden, zuzuwarten, bis die Totalrevision des VVG über die Bühne geht. Sie hat sich in Anlehnung an den Vorschlag der Expertenkommission VVG für einen Übergang des Versicherungsvertrages ausgesprochen, beantragt aber im Gegensatz zum Vorschlag der Expertenkommission eine weiter gehende Änderung, indem der Versicherungsvertrag nicht nur bei Gesamtrechtsnachfolge übergehen soll, sondern grundsätzlich bei jedem Eigentümerwechsel. Der Bundesrat teilt dieses Anliegen.

Die mit der Ausarbeitung einer Vorlage beauftragte WAK-NR hat den Gesetzentwurf einstimmig verabschiedet. Bei der Ausarbeitung der Vorlage war auch die zuständige Aufsichtsbehörde involviert. Der neue Gesetzentwurf sieht jetzt vor, dass der neue Eigentümer den Vertrag innerhalb von 30 Tagen nach der Handänderung schriftlich ablehnen kann. Das Versicherungsunternehmen seinerseits kann den Vertrag innert 14 Tagen kündigen. Der Vertrag endet in diesem Falle einer Kündigung durch das Versicherungsunternehmen 30 Tage nach der Kündigung.

Der Bundesrat ist der Auffassung, dass das eine gute, eine zielführende Lösung sei, dass man damit auch die Deckungslücke schliessen könne. Das Vorhaben ist unbestritten. Der Bundesrat hat daher am 3. September 2008 den Bericht der WAK-NR vom 23. Juni 2008 verdankt und ihm zugestimmt.

Bugnon André · P-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag

Loi fédérale sur le contrat d'assurance

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Ziff. I, II

Antrag der Kommission: BBl

Titre et préambule, ch. I, II

Proposition de la commission: FF

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 154 Stimmen

(Einstimmigkeit)