09.411
Kompetenz für Radio- und Fernsehgebühren beim Parlament
Inderkum Hansheiri · P-M · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp
Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten. Die Kommission beantragt mit 8 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung, der Initiative keine Folge zu geben.
Hêche Claude · Mit-M · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Par 8 voix contre 3 et 1 abstention, votre commission vous propose de ne pas donner suite à l'initiative Rickli Natalie 09.411.
L'auteure de l'initiative estime que, par sa proximité avec le peuple, le Parlement serait plus à même de prendre en considération les intérêts des assujettis et pourrait abaisser le montant de la taxe et adapter le large éventail des offres fournies par la SSR.
Pour sa part, notre commission ne veut pas transférer au Parlement la compétence de fixer le montant de la redevance, et ce pour plusieurs raisons.
Premièrement, il n'y a pas lieu pour l'heure de modifier une nouvelle fois la loi fédérale, dont la dernière révision ne remonte qu'à 2007. Deuxièmement, le Conseil fédéral a récemment rejeté la demande d'augmentation de la redevance. Troisièmement, en attribuant cette compétence au Parlement, le risque de politisation de ce média est grand. Quatrièmement, la majorité de la commission estime aussi que le Conseil fédéral reste l'organe le plus à même de préserver l'équilibre instauré entre les régions linguistiques.
Avant de conclure, je tiens encore à relever que, dans le développement de son initiative, Madame Natalie Rickli souligne également le niveau élevé des redevances dans notre pays en comparaison internationale. Toutefois, il faut tenir compte de la particularité de notre pays, de sa taille et, surtout, de son plurilinguisme. Maintenir un service public dans les langues nationales comporte un coût, mais celui-ci est le prix à payer pour garantir notre diversité culturelle et la protection des minorités linguistiques, deux piliers essentiels de la cohésion nationale.
Pour toutes ces raisons, la majorité de la commission vous invite à ne pas donner suite à cette initiative parlementaire.
Reimann Maximilian · Mit-M · Ständerat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Herr Präsident, weil es hier immerhin um eine finanzielle Belastung geht, die praktisch alle Haushalte unseres Landes betrifft, erlaube ich mir trotz Ihres Appells, kurz etwas zu sagen.
Das Grundanliegen von Frau Nationalrätin Rickli, bei den Empfangsgebühren auf ein im Vergleich mit anderen Ländern vernünftiges und angemessenes Niveau herunterzukommen, ist berechtigt. Der Kommissionssprecher, Herr Hêche, mag anderer Meinung sein; aus meiner Sicht ist es berechtigt. Die Gebühren in unserem Land sind schlicht zu hoch. Schuld daran ist die masslose und kontinuierliche Aufblähung der Aktivitäten der SRG. Die wenigen Prozente, die quasi als Brosamen noch für die Privaten anfallen, kann man praktisch als Quantité négligeable betrachten. Weil die SRG nach wie vor einen Verein nach ZGB darstellt, der sich selber gehört und seine Gärtchen zulasten der Allgemeinheit pflegt, kann der Auswucherung, die stets mit fragwürdigem Service public verpackt wird, nur mit einem Gebührenstopp oder einer Gebührensenkung begegnet werden. Das ist dringend erforderlich; darin gehe ich mit Frau Rickli einig.
Ob allerdings die Bundesversammlung die richtige Instanz ist, ob sie letztlich für die Bestimmung der Gebühren zuständig werden soll, da scheiden sich die Geister. Die Macht der SRG ist derart gross und ihr Lobbying derart intensiv, dass ich überzeugt bin, dass sie im Parlament jederzeit Mehrheiten für neue Gebührengelüste finden wird. Ich brauche Ihnen nicht näher zu schildern, wie das geht. Die Mittel dazu hat die SRG auf jeden Fall. Wenn eine derart wichtige Medienanstalt wie die SRG ihre Schalmeienklänge hören lässt, dann findet sie Gehör.
Deshalb meine ich, dass die Gebührenkompetenz beim Bundesrat in besseren Händen sei als beim Parlament; da stimme ich wieder voll und ganz mit Kollege Hêche überein. Schliesslich müssen sich die Bundesräte nicht oder noch nicht einer Volkswahl stellen, um gewählt oder wiedergewählt zu werden. Sie sind in dieser Hinsicht nicht auf das Wohlwollen von SRG-Journalisten angewiesen, sondern stehen über der Sache.
Deshalb scheint mir, dass die Kommissionsmehrheit richtig entschieden hat: Sie will der parlamentarischen Initiative keine Folge geben. Das soll und darf vom Bundesrat aber nicht als Freibrief verstanden werden, sich gegenüber den SRG-Gelüsten weiterhin allzu grosszügig zu zeigen.
Inderkum Hansheiri · P-M · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp
Der Initiative wird keine Folge gegeben
Il n'est pas donné suite à l'initiative