11.041
Voranschlag 2012
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
1. Voranschlag der Verwaltungseinheiten
1. Budget des unités administratives
Kontengruppen - Querschnittpositionen
Groupe de comptes - Positions transverses
Antrag der Mehrheit
Personalaufwand
Fr. 5 232 079 800
Antrag der Minderheit
(Heim, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Kiener Nellen, Levrat, Pardini, Pfister Gerhard, Schelbert, Vischer Daniel)
Personalaufwand
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la majorité
Charges de personnel
Fr. 5 232 079 800
Proposition de la minorité
(Heim, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Kiener Nellen, Levrat, Pardini, Pfister Gerhard, Schelbert, Vischer Daniel)
Charges de personnel
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Heim Bea · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass der Ständerat zu Kürzungen beim Personal Nein sagt. Auch lehnt er solche Rundumschläge ab, einfach wieder einmal 150 Millionen Franken beim Personal zu streichen, irgendwie und ohne Angaben wo, ohne Schwerpunkte. Eine sorgfältige Budgetierung verlange zuerst eine differenzierte Beurteilung der Personalentwicklung nach Bereichen, sagt der Ständerat.
Eine solche Streichungsübung zwei Wochen vor Jahresende ist, das ist für uns doch alle klar, nicht umsetzbar, ausser mit der berüchtigten Rasenmähermethode, nämlich linear. Dann müssten die personalintensiven Departemente am meisten Stellen abbauen, am meisten also das VBS im Umfang von rund 50 Millionen Franken, weil es eben weit über 10 000 Stellen hat. Die Verstärkung des Grenzwachtkorps, die Ihnen allen ein Anliegen ist, könnte nicht vorgenommen werden. Und Aufgaben, die wir hier beschlossen haben, wie die neue Energiepolitik, könnten nicht ernsthaft und darum nicht zielführend in Angriff genommen werden. Sie haben ein Schreiben von der Energieallianz erhalten, in welcher Parlamentsmitglieder aller Parteien engagiert sind. Die überparteiliche Allianz rät uns eindringlich, keine Kürzung im Personalbereich vorzunehmen.
Die SP will die Energiewende vorantreiben, und sie will mehr Personal beim Grenzwachtkorps. Darum beantragt die Fraktion dem Rat: Folgen wir dem Ständerat - keine Streichungsübung beim Personal!
Den Antrag der Mehrheit hat Herr Bäumle als Kompromissvorschlag in der Kommission eingebracht. Auch er will beim Personal kürzen, nicht gerade 150, aber immerhin 50 Millionen Franken. Die SP-Fraktion lehnt den Antrag ab. Auch eine Kürzung von 50 Millionen ist schwierig umzusetzen. Wir halten den Vorschlag des Ständerates, dass auf das Budget 2013 hin konkrete Vorschläge im Personalbereich gemacht und dem Parlament vorgelegt werden sollen, für den besseren und intelligenteren Weg. Dann weiss das Parlament nämlich, wie und wo sich allfällige Kürzungen auswirken, und es kann sich im Wissen darum dafür oder dagegen aussprechen.
Ich möchte Ihnen auch in Erinnerung rufen, dass der Personalbereich in den Jahren 2003 bis 2010 keine Aufstockung, sondern eine Reduktion erfahren hat. Das Parlament ruft jetzt aber nach einer Aufstockung, z. B. beim Grenzwachtkorps. Noch einmal: Das Parlament hat neue Aufgaben beschlossen, dafür braucht es, das ist sonnenklar, das entsprechende Personal.
Die SP-Fraktion beantragt Ihnen, dem Ständerat zu folgen und auf die Querbeetkürzungen beim Personal zu verzichten, und zwar sowohl auf die letztes Mal beschlossene Kürzung um 150 Millionen wie auch auf die von Herrn Bäumle beantragte Kürzung um 50 Millionen Franken.
de Buman Dominique · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP-EVP
La position que nous traitons ici est centrale dans l'examen du budget 2012. En effet, il s'agit bien de l'examen des positions transverses et non pas de l'examen du budget de tel ou tel département qui pourrait être examiné individuellement. En l'occurrence, il s'agit d'une position transverse qui, selon la décision que nous prendrons, pourra avoir une incidence très concrète et très négative sur l'ensemble des départements de par son caractère de coupe linéaire.
Derrière une telle position transverse portant sur les charges de personnel, on pourrait avoir l'impression qu'il s'agit de limiter l'indexation du salaire du personnel, qu'il y a un simple effort à faire dans la gestion du budget de la Confédération, alors qu'en réalité cette rubrique résume, rassemble plusieurs décisions qui ont été prises par notre Parlement avant l'examen de ce budget. Il ne s'agit en l'occurrence pas, après mûr examen du projet du Conseil fédéral, d'une extension de l'Etat mais de la création effective de certains postes clés que nous avons décidés de créer. Il s'agit notamment de la politique des transports; il s'agit de la sortie du nucléaire et des recherches conséquentes à faire pour atteindre l'objectif visé; il s'agit aussi en matière de sécurité de prévoir des effectifs supplémentaires de gardes-frontière et d'améliorer la sécurité de notre pays comme tous nos groupes l'ont demandé.
Si nous décidions de maintenir la première décision de coupe dans les charges de personnel, nous aurions à ce moment-là affaire à une réduction quasi linéaire touchant l'ensemble des départements, et au lieu de prendre telle ou telle décision qui correspondrait à des priorités politiques, nous punirions purement et simplement le personnel de l'ensemble des départements sans pour autant changer les priorités politiques soit du gouvernement, soit du Parlement.
En d'autres termes, il nous faut veiller à ne pas prendre de décision qui soit complètement arbitraire et nous en tenir à l'examen du budget. Ne confondons pas - et ce sera ma dernière remarque - l'examen du programme d'abandon de tâches de la Confédération qui permettra, si le Conseil fédéral le fait - et je crois que certains de ses membres y sont d'ores et déjà prêts -, d'examiner si le fait d'accomplir certaines tâches est encore et toujours justifié. Là le Parlement pourra dire: "Nous abandonnons ou nous n'abandonnons pas telle ou telle tâche." Mais l'examen du programme d'abandon de tâches a été suspendu, je vous le rappelle, il y a quelques mois, lorsque le programmes d'économies de la Confédération a été en quelque sorte rangé dans un tiroir parce que les comptes 2010 de la Confédération étaient positifs et que les comptes prévisionnels 2011 s'avéraient eux aussi bien meilleurs que prévu.
En résumé et au nom de notre commission, qui a pris sa décision à l'unanimité, je vous demande de revenir sur la première décision de notre conseil et d'appuyer la proposition de la minorité Heim qui correspond en fait au projet du Conseil fédéral.
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Ich bitte Sie, dem Ständerat und damit auch dem Bundesrat und der Minderheit zu folgen und die Kürzung um 50 Millionen Franken im Personalbereich nicht vorzunehmen.
Wenn Sie das so durchführen würden, würden wir damit beim Personalaufwand unter das Niveau von 2011 fallen, obwohl wir mehr Aufgaben zu übernehmen haben - gerade auch gestützt auf Projekte, die Sie uns übertragen haben und die wir gerne auch ausführen wollen. Diese Projekte erfordern aber auch entsprechende Massnahmen und entsprechende Personalressourcen. Wir hätten keine andere Möglichkeit, jetzt, so kurz vor Ende des Jahres, als dies mit linearen Kürzungen umzusetzen, und zwar auch in jenen Bereichen, die Sie und wir selbst als prioritär bezeichnen. Das würde unsere Aufgabenerfüllung massiv erschweren. Ich denke, dies wäre auch nicht im Sinne der grossen Projekte, die wir haben.
Ich bitte Sie, wie gesagt, dem Ständerat, dem Bundesrat und der Minderheit Ihrer Kommission zu folgen und uns, wie es im Ständerat festgehalten wurde, den Auftrag zu geben, in den Budgets 2013 und 2014 aufzulisten, welche Aufgaben allenfalls in einem direkten Zusammenhang mit den Personalressourcen stehen und wo man im Zusammenhang mit einer Reduktion von Aufgaben auch den Personalbestand reduzieren könnte.
Ich bitte Sie also, der Minderheit zu folgen.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
A la position transverse "Charges de personnel", la majorité vous demande de diminuer de 150 millions de francs les dépenses prévues. La minorité vous demande de vous rallier à la décision du Conseil des Etats qui a adopté le projet du Conseil fédéral.
La majorité de la commission a suivi une proposition Bäumle déposée en commission qui prévoit de partager en quelque sorte la poire en deux et de réduire les dépenses de 50 millions de francs. C'est cette proposition que la commission vous demande d'adopter, par 11 voix contre 8 et 5 abstentions.
Landolt Martin · Mit-M · Nationalrat · Glarus · Fraktion BD
Zuerst ein Hinweis: Sie haben hinsichtlich der Querschnittpositionen neue Anträge Ihrer Kommission erhalten. Ich weise darauf hin, dass es beim Personalaufwand ein Antrag der Kommissionsmehrheit ist und nicht, wie es vorhin fälschlicherweise gesagt worden ist, ein Einzelantrag Bäumle. Herr Kollege Bäumle hat diesen Antrag zwar in der Kommission gestellt, dort aber eine Mehrheit gefunden; daher handelt es sich um einen Antrag der Mehrheit Ihrer Kommission.
Unser Rat hat in der ersten Runde beschlossen, beim Personalaufwand eine deutliche Kürzung zu beantragen. Es wurde damals von den Mehrheitsvertretern darauf hingewiesen, dass es hier eigentlich nicht um eine effektive Kürzung gehe, sondern letztlich darum, das Kostenwachstum zu drosseln. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Bundesrat dann frei sei, die Kürzung dort vorzunehmen, wo es Sinn mache, nämlich das Wachstum dort zu bremsen, wo es am stärksten sei; es müsse also nicht linear und flächendeckend gekürzt werden. Die Minderheit hat damals bereits darauf hingewiesen, dass dieses Vorhaben wohl zu kurzfristig angelegt sei; sollte es bereits im Budget 2012 umgesetzt werden müssen, würde nur die lineare Methode zur Verfügung stehen. Auch der Bundesrat hat bestätigt, dass er zwar frei wäre, Kürzungen vorzunehmen, aber dass innerhalb von zwei Wochen kaum eine konsensuale Lösung realisierbar wäre und deshalb die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes der Rasenmähermethode hoch sei. Der Ständerat hat das gleich gesehen und ist einstimmig dem Entwurf des Bundesrates gefolgt. Das schafft uns eine relativ grosse Differenz zum Ständerat, die wohl in der Differenzbereinigung nicht aus der Welt zu schaffen wäre. Deshalb hat die Mehrheit der Finanzkommission entschieden, Ihnen einen neuen Antrag zu stellen - Sie haben ihn auf der Fahne -, der deutlich weniger weit geht als der ursprüngliche Antrag, der aber immer noch ein Sparauftrag wäre. Wir gehen davon aus, dass dieser einfacher und eher zu realisieren wäre als der von uns ursprünglich beschlossene Antrag.
Die Kommissionsmehrheit empfiehlt Ihnen - der Entscheid fiel mit 11 zu 8 Stimmen bei 5 Enthaltungen - den neuen Antrag zur Annahme.
Abstimmung
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Die FDP-Liberale Fraktion, die grünliberale Fraktion und die SVP-Fraktion unterstützen den Antrag der Mehrheit.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 86 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 82 Stimmen
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Antrag der Mehrheit
Beratungsaufwand
Fr. 241 665 200
Übriger Betriebsaufwand
Fr. 1 017 230 200
Antrag der Minderheit I
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Heim, Levrat, Pardini, Pfister Gerhard, Schelbert, Vischer Daniel)
Beratungsaufwand
Übriger Betriebsaufwand
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit II
(Schwander, Aeschi Thomas, Amaudruz, Grin, Hausammann, Hurter Thomas, Müller Thomas, Zuppiger)
Beratungsaufwand
Übriger Betriebsaufwand
Festhalten
Proposition de la majorité
Charges de conseil
Fr. 241 665 200
Autres charges d'exploitation
Fr. 1 017 230 200
Proposition de la minorité I
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Heim, Levrat, Pardini, Pfister Gerhard, Schelbert, Vischer Daniel)
Charges de conseil
Autres charges d'exploitation
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité II
(Schwander, Aeschi Thomas, Amaudruz, Grin, Hausammann, Hurter Thomas, Müller Thomas, Zuppiger)
Charges de conseil
Autres charges d'exploitation
Maintenir
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Ich beantrage Ihnen mit der Minderheit I, dem Bundesrat und damit auch dem einstimmigen Ständerat zu folgen, das heisst, bei der Position "Beratungsaufwand" nicht mit dem Rasenmäher zu kürzen. Die Nachteile dieser Rasenmähermethode wurden hier verschiedentlich offengelegt. Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Beratungsaufwand im Vergleich zu den Vorjahren mitnichten auch nur ein stetes reales Wachstum gehabt hätte: Heute gehen Bundesrat und Ständerat von einem Gesamtbetrag von 262 Millionen Franken aus; in den Jahren 2008, 2009 und 2010 ist diese Position mit höheren Beträgen verabschiedet worden.
Konkret: Es wurde, auch für die Differenzbereinigung in der Finanzkommission, von der Minderheit, die ich vertrete, darauf hingewiesen, dass im UVEK zum Beispiel Kürzungen bei den dringend nötigen Energiewende-Massnahmen zwingend die Folge wären, wenn Sie unsere Minderheit nicht unterstützen würden. Es würden also unsere eigenen Beschlüsse zur Energiewende aus diesem Jahr beschnitten.
Vom Vertreter der Mehrheit wurde in unserer Kommission denn auch eingeräumt, dass ein Nachtragskredit möglich wäre, sollte sich dann später zeigen, dass mehr Mittel notwendig wären als die, die Ihnen die Mehrheit mit ihrer Kürzung beantragt. Es ist weder effizient noch seriös, heute derart zu kürzen, dass wir dann im Juni mit Nachtragskrediten kommen müssen! Dieser Methodik darf unser Parlament, darf unser Rat sicher nicht folgen.
Ganz konkret würde das Bundesprogramm Energie Schweiz betroffen. Dieses Programm ist heute mit rund 26 Millionen Franken dotiert. Es ist aber äusserst knapp gehalten, wie man feststellt, wenn man bedenkt, dass Energie Schweiz ursprünglich mit 50 Millionen Franken ausgestattet war. Eine weitere Kürzung des Budgets würde entscheidend an die Substanz des Programms gehen. Insbesondere könnten zahlreiche Leistungen im Bereich der Qualitätssicherung und der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften nicht mehr oder nur noch in einer stark reduzierten Form erbracht werden.
Je vous invite à suivre la minorité I parce que les coupes prévues par la majorité seraient déraisonnables et devraient presque nécessairement être compensées en juin prochain déjà par des demandes de suppléments au budget 2012. Ce n'est pas sérieux et c'est surtout inefficace!
La diminution que préconise la majorité entraînerait automatiquement une coupe dans le budget alloué au programme Energie Suisse, qui est doté aujourd'hui de quelque 26 millions de francs, ce qui représente un budget extrêmement serré. Je rappelle que la dotation d'origine était de 50 millions de francs. Par conséquent, toute nouvelle diminution du budget d'Energie Suisse porterait atteinte à la substance même du programme.
Noch ein anderer Aspekt: Wenn Sie hier mit der Mehrheit diese Kürzung vornehmen, dann tangieren Sie auch den Parlamentsbetrieb: Die Parlamentskommissionen haben auch Beratungsaufwand budgetiert; da würde die Kürzung auch rund 10 Prozent ausmachen. Das würde bedeuten, dass sich vorab die Kommissionen beim Beizug von Experten, von Gutachtern Einschnitte gefallen lassen müssten. Das kann nicht im Interesse einer seriösen Parlamentsarbeit sein. Das kann schon gar nicht im Interesse einer sorgfältigen Gesetzgebung sein, zu der wir kraft Bundesverfassung und Gesetz verpflichtet sind.
Aus diesen Gründen bitte ich Sie, dem Antrag der Minderheit I, damit der Variante des Bundesrates bzw. des einstimmigen Ständerates, zuzustimmen und heute die Differenz auszuräumen. Auch das ist Effizienz.
Müller Thomas · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Wir hatten drei Positionen, insgesamt 300 Millionen Franken, bei denen die Kommission und der Nationalrat kürzten. Der Personalaufwand ist jetzt weggefallen, diese Einsparungen von 150 Millionen Franken haben Sie wieder gestrichen. Also bleiben zwei Positionen: "Beratungsaufwand" und "Übriger Betriebsaufwand".
Auch hier möchte ich festhalten: Es geht nicht um Kostenkürzungen. Der Voranschlag 2012 liegt so oder so über jenem von 2011. Es geht nur darum, dass wir die Erhöhung des Aufwandes etwas abzuschwächen versuchen. Der Beratungsaufwand insbesondere ist eine Position, die generell kritischer zu hinterfragen ist. Hier wird sehr viel Geld ausgegeben, und wir dürfen wahrscheinlich auch festhalten: nicht in jedem Fall zweckmässig. Es kann nicht sein, dass wir in unseren Kommissionen vermehrt Experten beiziehen wollen. Wir müssen politisch entscheiden. Diese Expertenarbeit muss vorher gemacht werden; so viel zum Einwand von Frau Kiener Nellen. Es darf auch nicht sein, dass der Zeitpunkt der Beratung des Voranschlages im Parlament Jahr für Jahr als Begründung dafür beigezogen wird, dass Aufwandkürzungen nicht mehr möglich sein sollen. Insbesondere beim Beratungsaufwand geht es ja nicht um Stellen. Die Argumente aus der Debatte von vorhin zählen also nicht mehr.
Wir machen es dem Rat hier etwas einfacher. Wir sind überzeugt, dass es eine Einsparung braucht. Ich ziehe deshalb die beiden Anträge der Minderheit II (Schwander) zugunsten des Antrages der Kommissionsmehrheit zurück, ersuche den Rat aber, der Mehrheit zu folgen und diese Kostenkürzung nicht auch noch aufzuweichen. Ich verbinde den Rückzug der beiden Minderheitsanträge aber auch mit der konkreten Erwartung, dass insbesondere die Position "Beratungsaufwand" des Voranschlages 2013 von Anfang an sehr kritisch hinterfragt wird und Aufwandsteigerungen in dieser Position im Voranschlag 2013 unterbleiben.
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Ich möchte Sie bitten, der Minderheit I (Kiener Nellen) zuzustimmen und damit auch dem Ständerat und dem Bundesrat zu folgen.
Es ist tatsächlich so, wie Herr Nationalrat Müller sagt, es geht hier nicht um Stellen, sondern um priorisierte Aufgaben, die wir alle umsetzen wollen, die in den nächsten Jahren wichtig sein werden und zu unserer gemeinsam beschlossenen Politik gehören.
Welche Bereiche wären am stärksten betroffen, wenn Sie eine solche Kürzung beim Beratungsaufwand vornehmen würden? Es wäre vor allem das UVEK betroffen, nämlich mit 40 Prozent, weil wir ja linear kürzen müssten, wir hätten ja gar keine andere Möglichkeit. Das UVEK wäre mit 40 Prozent oder 22 Millionen Franken am stärksten betroffen, und zwar in Bereichen, die für uns alle jetzt wichtig sind und bei denen wir uns gewisse Kompetenzen auch von aussen holen müssen, um die Projekte aufgleisen und umsetzen zu können - also Energiebereich, Verkehrsbereich und der ganze Umweltbereich. Kürzungen gäbe es aber nicht nur im UVEK, sondern auch im VBS, wo auch Sie Aufträge erteilt haben; dort wären es 7 Millionen Franken. Schliesslich gäbe es Kürzungen auch im Bereich Gesundheit bzw. Prävention, wo es auch sehr wichtig ist, dass wir Massnahmen prüfen und dann auch einmal umsetzen können; Prävention ist ja das wirkungsvollste Mittel gegen das Kostenwachstum im Gesundheitsbereich. Auch hier gibt es verschiedene Projekte, die in den nächsten Jahren für eine gesunde Entwicklung im Gesundheitsbereich notwendig sein werden. Dann gibt es auch noch ein paar weitere Bereiche, die von den Kürzungen betroffen wären, nicht zuletzt auch Ihr Bereich, der Bereich der Bundesversammlung - Beratungsdienstleistungen im Bereich der Bundesversammlung.
Ich möchte Sie wirklich bitten, diese Kürzung nicht vorzunehmen. Ich möchte Sie auch darauf hinweisen, dass solche Kürzungen nicht einfach mit Nachtragskrediten ausgeglichen werden können. Grundsätzlich können gekürzte Kreditpositionen nachträglich nicht mit Nachtragskrediten wieder aufgestockt werden. Das ist nur dann möglich, wenn ausserordentliche exogene Ereignisse auftreten, die solches erfordern, oder wenn gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen bestehen.
Ich möchte Sie noch einmal bitten, der Minderheit I (Kiener Nellen) zuzustimmen und damit auch dem Ständerat und dem Bundesrat zu folgen.
Hutter Markus · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion
Sie haben mich jetzt wirklich noch zu einer Frage, auch in einer Differenzbereinigung, herausgefordert: Wir alle, auch die KMU, werden zu mehr Wettbewerb angehalten. Es wird das Kartellgesetz verschärft. Es werden hier verschiedenste gesetzliche Vorlagen vorbereitet. Warum haben Sie gerade bei diesen Beratungsaufträgen, bei denen es immerhin um 260 Millionen Franken geht, nie einen Wettbewerb, eine internationale Ausschreibung für bestimmte Beratungsaufträge ins Auge gefasst? Weshalb wird hier der Wettbewerb seit Jahren einfach verdrängt, obwohl wir in den Kommissionen immer wieder darauf hingewiesen haben? Und es werden immer die gleichen Büros, immer die gleichen Auftragnehmer berücksichtigt.
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Herr Nationalrat Hutter, wir haben ja für die zuständigen Kommissionen einen Bericht gemacht, nach welchen Kriterien solche Beratungsaufgaben erfolgen. Wir haben im Bericht auch ausgeführt, wie Dienstleistungen Dritter überhaupt ausgeschrieben und dann auch zugesprochen werden. Sie sehen dort, dass wir uns durchaus an sämtliche Regeln und Vorschriften halten. Wenn Sie genau anschauen, welche Firmen und Unternehmen, KMU-Unternehmen, jetzt auch beispielsweise im Bereich Energie tätig sein können, in dem das UVEK in der Energieforschung, Energiestrategie 2050, mit verschiedensten Unternehmen zusammenarbeitet, dann sehen Sie, dass das eine grosse Chance gerade auch für unsere Unternehmen in der Schweiz ist.
Landolt Martin · Mit-M · Nationalrat · Glarus · Fraktion BD
Bei diesen beiden Querschnittfunktionen sind die Diskussion und die Argumente eigentlich die gleichen wie beim Personalaufwand. Ich möchte sie deshalb nicht wiederholen. Sie haben die entsprechenden Voten der Vertreter der Minderheiten gehört.
Was man aber sicher feststellen kann: Nachdem Sie beim Personalaufwand wieder auf dem Kurs des Bundesrates sind, wären Kürzungen beim Beratungsaufwand und beim übrigen Betriebsaufwand wohl eher zu rechtfertigen als zuvor. Ihre Kommission hat aber auch hier festgestellt, dass unsere Beschlüsse recht weit von denjenigen des Ständerates entfernt sind und dass hier Differenzen geschaffen worden sind, die möglicherweise kaum lösbar wären. Sie schlägt Ihnen deshalb auch hier mit einem Kompromissantrag vor, weniger weit zu gehen als ursprünglich geplant - in der Hoffnung, dass mit diesem Kompromissantrag auch der Ständerat leben könnte. Ihre Kommission hat das mit 11 zu 8 Stimmen bei 5 Enthaltungen beschlossen.
Ich bitte Sie, der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Concernant les positions transverses "Charges de conseil" et "Autres charges d'exploitation", trois propositions sont en présence, dont l'une, celle de la minorité II (Schwander), a été retirée; il ne reste donc plus que celle de la minorité I (Kiener Nellen) opposée à celle de la majorité.
La minorité I propose dans les deux cas que notre conseil se rallie au Conseil des Etats, qui a décidé d'adopter le projet du Conseil fédéral. Ses arguments consistent à dire que, concernant la position transverse "Charges de conseil", le programme Energie Suisse serait touché et que les coupes effectuées devraient être compensées. De même en ce qui concerne la position transverse "Autres charges d'exploitation", la minorité affirme que l'Office fédéral de l'agriculture serait touché.
Néanmoins, la majorité de la commission vous prie de vous rallier à sa proposition de compromis, qui prévoit une coupe de 20 millions de francs à la position transverse "Charges de conseil" et une coupe de 50 millions de francs à la position transverse "Autres charges d'exploitation".
C'est par 11 voix contre 8 et 5 abstentions que la commission vous invite à vous rallier à la proposition défendue par la majorité.
Abstimmung
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Die Anträge der Minderheit II wurden zurückgezogen. Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Mehrheit.
Beratungsaufwand - Charges de conseil
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 98 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 81 Stimmen
Abstimmung
Übriger Betriebsaufwand - Autres charges d'exploitation
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit I ... 95 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 82 Stimmen
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Damit sind Sie bei beiden Positionen dem Ständerat gefolgt.
Volkswirtschaftsdepartement
Département de l'économie
701 Generalsekretariat EVD
701 Secrétariat général du DFE
Antrag der Mehrheit
A2115.0003 Beratungsaufwand
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Heim, Levrat, Pardini, Schelbert, Vischer Daniel)
A2115.0003 Beratungsaufwand
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la majorité
A2115.0003 Charges de conseil
Maintenir
Proposition de la minorité
(Kiener Nellen, Carobbio Guscetti, de Buman, Gmür, Heim, Levrat, Pardini, Schelbert, Vischer Daniel)
A2115.0003 Charges de conseil
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Kiener Nellen Margret · Mit-F · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Es geht bei der Position 701.A2115.0003, "Beratungsaufwand", um eine betragsmässig kleine Differenz. Ich beantrage Ihnen mit der Minderheit, dem Bundesrat und dem Ständerat, der seinen Beschluss einstimmig gefasst hat, zu folgen. Es geht um eine Massnahme im Anschluss an unsere grosse Debatte in der Herbstsession über die Erhöhung der Transparenz und Stärkung des Wettbewerbs in der Schweiz.
Die Botschaft des Bundesrates, die wir in der Herbstsession behandelt haben, stand im Zentrum der gegenwärtigen isolierten Höherbewertung des Schweizerfrankens; angesichts der getrübten Konjunkturperspektiven für unsere Binnenwirtschaft gibt es heute keine guten Vorzeichen für das nächste Jahr. Immer noch ist die Höherbewertung des Schweizerfrankens ein Risiko, das durch die Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Situation noch verstärkt wird. Umso mehr sind die wenigen bescheidenen Massnahmen, die der Bundesrat in Sachen Stellenaufstockung und Beratungsaufwand unseren beiden Finanzkommissionen rechtzeitig nachgemeldet hat, wichtig und nötig. Sie sind heute noch wichtiger und nötiger, als sie das nach der Herbstsession bereits waren.
Es geht hier um eine kleine Differenz in Bezug auf den Beratungsaufwand beim Generalsekretariat des EVD im Bereich Konsumenteninformation. Ganz kurz: Es geht um die Bedeutung der Konsumentinnen- und Konsumenteninformation. Diese tragen mit ihren Kaufentscheiden zu rund 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts bei. Um ihre Rolle wahrnehmen zu können, brauchen die Konsumentinnen und Konsumenten völlig transparente Informationen, die ihnen Entscheide in Kenntnis der Sachlage und der Preise ermöglichen. Insbesondere haben unsere Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch sämtliche im Inland produzierenden Betriebe, ob klein, mittel oder gross, Anspruch darauf zu wissen, auf welchen Märkten ihnen die Währungsvorteile des starken Frankens weitergegeben werden und auf welchen nicht.
Diese kleine Massnahme im Generalsekretariat des Volkswirtschaftsdepartementes ist im Interesse der Konsumierenden und der Wirtschaft. Indem die Konsumierenden und die Betriebe im Inland zu vorteilhafteren Preisen einkaufen können, können sie das dadurch eingesparte Geld in andere Binnenwirtschaftssektoren investieren oder ausgeben. Die Sache ist also eigentlich einfach, der Effekt kann leicht erzielt werden. Diese Weitergabe der Währungsvorteile, welche mit dieser kleinen Massnahme zur Herstellung der Preistransparenz angestrebt wird, dürfte auch dem Einkaufstourismus entgegenwirken. Der Rückgang dieser Auslandeinkäufe wird sich auch wiederum positiv auf die Schweizer Binnenwirtschaft auswirken - eine kleine Massnahme mit grosser Wirkung.
Ich ersuche Sie, hier auch die Nachmeldung des Bundesrates und damit unsere Minderheit wie auch den einstimmigen Ständerat zu unterstützen.
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Mehrheit.
de Buman Dominique · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP-EVP
Le groupe PDC/PEV vous demande de soutenir la proposition de la minorité Kiener Nellen, car il s'agit de mettre en oeuvre des décisions que nous avons prises dans le cadre d'autres débats, notamment en ce qui concerne les programmes d'incitation et d'impulsion économiques pour lutter contre le franc fort et aussi contre la vie chère.
Il s'agit en l'occurrence de renforcer la transparence et d'augmenter la concurrence. Il s'agit à cette position concernant le Bureau fédéral de la consommation - mais d'autres mesures ont été annoncées par le Conseil fédéral, comme le renforcement de la loi sur les cartels, de la concurrence intérieure - de mesures-cadres touchant l'économie nationale, qui sont à prendre en relation avec la volonté de notre Parlement de défendre la place économique suisse.
Il s'agit en l'occurrence d'un montant qui est faible - 500 000 francs au niveau de la Confédération; c'est peu, mais dès le moment où ces 500 000 francs sont alloués à la réalisation d'une mesure en faveur de l'information dans le domaine de la concurrence et en faveur du renforcement de la concurrence, cela a une incidence relativement forte sur un secteur de l'activité de la Confédération, et cela pouvait ne pas forcément être évident lors du premier examen du budget.
Celles et ceux qui ne sont pas membres de la Commission des finances ont peut-être cru qu'il s'agissait de simples charges de conseil, c'est-à-dire de dépenses pour payer les frais facturés par tous ces bureaux externes dont on a l'impression qu'ils coûtent cher à la Confédération. Mais il faut se rendre compte que, de cas en cas, ces charges de conseil concernent des tâches bien précises de la Confédération et ne sont pas tout simplement des frais de consultants qui peuvent être exagérés. Il faut donc séparer le bon grain de l'ivraie.
En l'occurrence, il s'agit du bon grain, et je vous demande de suivre la minorité Kiener Nellen.
Namens unserer Fraktion bitte ich Sie also, sich der Minderheit Kiener Nellen anzuschliessen.
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Auch ich möchte Sie bitten, sich der Minderheit Kiener Nellen und damit dem Ständerat und dem Bundesrat anzuschliessen.
Wir alle sprechen ja seit Monaten von Standortförderung und auch von den Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten. Wir haben mit der Frankenstärke auch die Problematik der Preisinsel Schweiz wieder neu festgestellt. Das ist denn auch der Grund für die Nachmeldung des Bundesrates in verschiedenen Bereichen. Die Konsumenten tragen ja mit ihren Entscheiden sehr massgeblich zum BIP bei; sie, unsere Konsumentinnen und Konsumenten, tragen 60 Prozent zum BIP bei. Sie benötigen Informationen darüber, auf welchen Märkten die Weitergabe von Währungsvorteilen ungenügend ist, aber auch darüber, wo sie tatsächlich funktioniert und wo es berechtigt ist, die entsprechenden Preise dann auch zu bezahlen.
Mit den zusätzlichen Mitteln aus dem Beratungsaufwand wird es möglich sein, den Schweizer Kundinnen und Kunden vermehrt die notwendigen Informationen für ihren Kaufentscheid zu liefern. Diese Massnahmen im Bereich Konsumenteninformationen sind unentbehrlich, sie sind komplementär zu den Massnahmen, die wir im Bereich Preisüberwachung und Wettbewerb bereits beschlossen haben.
Ich möchte Sie bitten, dem Antrag der Minderheit Kiener Nellen und damit auch dem Beschluss des Ständerates bzw. der Nachmeldung des Bundesrates zuzustimmen.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Dans le cadre de cette divergence, la minorité de la commission vous demande de suivre l'annonce tardive du Conseil fédéral prévoyant un montant de 500 000 francs. La minorité argumente qu'il s'agit de mesures pour renforcer la concurrence qui ont été décidées par notre conseil. Cela permettrait au Secrétariat général du Département fédéral de l'économie, par des mesures ciblées, d'améliorer la transparence dans la consommation par différentes mesures dont l'étiquetage des produits entre autres.
La commission, par un souci d'économies et de maîtrise de la croissance des dépenses, vous propose de maintenir la décision de notre conseil par 14 voix contre 9.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 92 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 83 Stimmen
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
708 Bundesamt für Landwirtschaft
708 Office fédéral de l'agriculture
Antrag der Mehrheit
A2310.0149 Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Grin, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Buman, Gmür, Hausammann, Hurter Thomas, Müller Thomas, Pfister Gerhard, Schwander, Zuppiger)
Festhalten
Proposition de la majorité
A2310.0149 Paiements directs généraux, agriculture
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Grin, Aeschi Thomas, Amaudruz, de Buman, Gmür, Hausammann, Hurter Thomas, Müller Thomas, Pfister Gerhard, Schwander, Zuppiger)
A2310.0149 Paiements directs généraux, agriculture
Maintenir
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Der Antrag der Minderheit Grin wird durch Herrn Bugnon vertreten.
Bugnon André · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Sur la question de l'Office fédéral de l'agriculture et de la position 708.A2310.0149, "Paiements directs généraux, agriculture", je vous demande de maintenir la décision que nous avons prise lors du premier débat sur le budget, et ceci pour deux raisons.
La première raison est que si on commence à accepter le système qui consiste à prendre de l'argent dans les paiements directs généraux pour les inscrire à des positions budgétaires plus précises, notamment par rapport à l'écologie, la protection des animaux, etc., on met le doigt dans un système qui peut être pérennisé par la suite. Le Conseil fédéral pourra, lors de l'établissement de chaque budget, pour imposer des contraintes supplémentaires aux exploitants agricoles, proposer de prendre de l'argent dans les paiements directs généraux et demander telle ou telle prestation supplémentaire, cela pour le même montant total puisque les montants retirés d'un côté sont versés de l'autre. Donc, pour le même prix, on demande de faire plus et de façon plus compliquée.
Cela ne veut pas dire que les agriculteurs ne sont pas d'accord d'avoir des contraintes supplémentaires concernant la protection des animaux ou pour aller dans le sens d'une agriculture plus respectueuse de l'environnement, bien au contraire. Mais s'il y a des tâches supplémentaires à assumer, ce qui implique automatiquement du travail administratif, de la paperasse et du travail sur le terrain, il faut qu'elles soient payées en plus et non pas compensées par un prélèvement sur les paiements directs généraux. C'est la deuxième raison de maintenir la décision de notre conseil.
Pour ces deux raisons, je vous demande de maintenir la décision que nous avons prise lors du premier débat et de soutenir la minorité Grin.
Heim Bea · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Die SP-Fraktion ist sich bewusst, dass viele Bauernbetriebe es nicht einfach haben, dass sie ein bescheidenes Einkommen haben, und wir wollen nicht, dass dieses weiter geschwächt würde. Nun ist es aber so, dass das landwirtschaftliche Einkommen nicht geschmälert wird, wenn Sie Bundesrat und Ständerat folgen. Denn die Direktzahlungen werden von 2011 auf 2012 ohnehin erhöht, und zwar um den erheblichen Betrag von 10,53 Millionen Franken. In diesem Budget gibt es also keine Kürzung der Direktzahlungen, sondern es geht vielmehr um eine Umlagerung, und zwar in Richtung ökologische Direktzahlungen, so, wie wir es auch in der Agrarpolitik als Strategie beschlossen haben.
Aus diesen Überlegungen heraus will die SP-Fraktion dem Bundesrat und dem Ständerat folgen und bittet Sie, dasselbe zu tun.
Rösti Albert · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich bitte Sie, gemäss Minderheitsantrag Grin festzuhalten und diese Reduktion der Flächenbeiträge entsprechend nicht vorzunehmen. Es ist eben nicht so, dass die Bauern nach dieser Umlagerung dann gleich viel Einkommen haben. Die Ökoprogramme und Ethoprogramme bedeuten Mehraufwand, das heisst, dass man eigentlich mehr Leistung für gleich viel Geld verlangt. Deshalb ist dieser Minderheitsantrag absolut gerechtfertigt.
Es geht um 400 Franken für einen Betrieb. Das ist immerhin 1 Prozent der durchschnittlichen Familieneinkommen. Ich glaube, dass man angesichts der Höhe von rund 40 000 Franken nicht einer direkten Reduktion der Einkommen zustimmen sollte. Es ist nicht möglich, dass alle Betriebe kurzfristig in solche Programme einsteigen können. So wird es etliche Betriebe geben, Frau Heim, die dann einen direkten Einkommensrückgang haben. Kurzfristig kann das auch nicht über die Preissituation, die leider sehr angespannt ist, korrigiert werden. Im Übrigen ist es so, dass im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 dieses Parlament im kommenden Jahr sowieso intensiv über dieses Direktzahlungssystem diskutieren wird. Eine Vorwegnahme hier noch nicht beschlossener Punkte wäre deshalb auch nicht zielführend.
Ich bitte Sie dementsprechend, den Druck für die Bauernfamilien nicht zu erhöhen und dem Minderheitsantrag Grin zuzustimmen.
de Buman Dominique · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP-EVP
Je serai très bref au sujet de la proposition de la minorité Grin puisque les arguments ont été pour l'essentiel exposés.
D'abord, il ne faut pas changer les règles du jeu. Il s'agit de la politique agricole de la Confédération. Nous sommes là dans le budget 2012, qui est encore dépendant de la politique agricole que nous avons mise sous toit. Certes, il y aura une nouvelle politique agricole qui sera proposée par le Conseil fédéral, mais on ne peut pas changer les règles du jeu en cours de route. Il ne s'agit pas d'augmenter mais bien de stabiliser; il ne faut pas se tromper de débat.
Ensuite, en ce qui concerne les paiements directs ordinaires et les paiements directs de nature écologique, c'est comme dans toute mutation d'entreprise ou de système, il y a provisoirement plutôt une augmentation des dépenses parce que l'on se trouve dans la phase du transfert d'un système vers un autre. Pendant cette phase intermédiaire, cela coûte un tout petit peu plus cher et ensuite cela coûte moins cher parce que l'on a changé de système. Là, on essaye de transférer une somme d'un secteur vers un autre en pensant que cela arrangera les choses, mais ce n'est pas le cas.
C'est pour ces raisons, qui sont simples à comprendre, que le groupe PDC/PEV, à l'unanimité, vous recommande d'en rester au projet du Conseil fédéral en adoptant la proposition de la minorité Grin à la position 708.A2310.0149, "Paiements directs généraux, agriculture".
Widmer-Schlumpf Eveline · VPBR-F · Bundesrat · Graubünden
Ich möchte Sie bitten, bei der Mehrheit bzw. beim Ständerat und beim Bundesrat zu bleiben.
Frau Nationalrätin Heim hat bereits darauf hingewiesen, dass wir im Budget 2012 im Bereich Direktzahlungen ohnehin eine Erhöhung von 10,5 Millionen Franken haben. Es geht also in keiner Art und Weise darum - das war auch nie beabsichtigt -, hier bei den landwirtschaftlichen Einkommen zurückzugehen, im Gegenteil: Wir möchten ja vermehrt zu Direktzahlungen übergehen, wir möchten vermehrt von den produktionsgestützten Massnahmen wegkommen. Wir machen das hier auch, wir haben ja nur eine Teilumlagerung vom Bereich allgemeine zum Bereich ökologische Direktzahlungen gemacht. Wenn Sie das genau anschauen, dann sehen Sie, dass die ökologischen Direktzahlungen um 18,3 Millionen Franken zulegen und dass die Direktzahlungen insgesamt nicht zurückgehen, sondern nur die allgemeinen etwas zurückgehen - aber nur minim -, um eben die ökologischen Direktzahlungen noch etwas mehr zu verstärken. Ich denke, wir haben bereits mit der Aufstockung um 10,5 Millionen Franken im Budget 2012 zum Ausdruck gebracht, dass wir überzeugt sind, dass die Direktzahlungen in der Landwirtschaft der richtige Weg sind.
Ich möchte Sie bitten, beim Ständerat und beim Bundesrat zu bleiben und der Mehrheit zuzustimmen.
Landolt Martin · Mit-M · Nationalrat · Glarus · Fraktion BD
Ihre Kommission empfiehlt Ihnen, im Unterschied zu Ihrem ersten Beschluss hier dem Ständerat bzw. dem Bundesrat zu folgen; sie hat dies mit 13 zu 11 Stimmen beschlossen.
Während eine Minderheit darauf hinweist, dass es bei einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben möglicherweise zu Ertragsausfällen kommen könnte, macht die Mehrheit geltend - wie bereits von der Frau Bundesrätin erwähnt -, dass der vom Bundesrat vorgeschlagene Budgetposten bereits eine Erhöhung von 10 Millionen Franken beinhaltet. Zudem geht es darum, die agrarpolitische Strategie der AP 2007-2011 eben fortzuschreiben. Wir haben im gleichen Kontext mit der gleichen Konsequenz beispielsweise die Verkäsungszulage erhöht respektive nicht gesenkt. Wenn man also die Strategie der AP 2011 weiterverfolgt, dann ist es nur konsequent, wenn man hier dem ständerätlichen respektive dem bundesrätlichen Entwurf Folge leistet.
Ich bitte Sie deshalb, der Mehrheit zu folgen.
Abstimmung
Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Herr Grin verzichtet auf das Wort.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 91 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 84 Stimmen